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Mi, 22. August 2007, 15:00

Hardware

OpenMoko erhält neue Oberfläche

Das offene Linux-basierte Smartphone OpenMoko wird eine neue Oberfläche bekommen, die die bisherige, als wenig ergonomisch empfundene Oberfläche ablösen soll.

FIC Neo1973 noch mit der alten Oberfläche

OpenMoko

FIC Neo1973 noch mit der alten Oberfläche

Dass das OpenMoko, dessen erste Entwicklerexemplare bereits restlos ausverkauft sind, so eine unkomfortable Oberfläche besitzt, hat laut Projektgründer Sean Moss-Pultz historische Gründe. Mangelnde Entwicklerzeit und Änderungen an der Hardware, denen eigentlich durch Änderungen im Software-Design Rechnung getragen werden müsste, machen die bisher ausgelieferte Oberfläche umständlicher und schwerfälliger zu bedienen als nötig. Ferner gehörte die Klage, dass die Bedienung nicht intuitiv sei, zu den am häufigsten geäußerten Beschwerden.

Als Beispiel sollte die später hinzugekommene »Lippe« auf dem Touchscreen berücksichtigt werden, indem keine Elemente der Bedienoberfläche am Rand des Displays platziert werden. Statt das Problem selbst zu lösen und die Fertigstellung des Gerätes zu verzögern, baute das Projekt auf Hilfe durch die Entwickler, die sich die ersten Mustergeräte gesichert hatten.

Für Moss-Pultz ist die Oberfläche einer der wichtigsten Aspekte des Gerätes. Sein Vertrauen in die Entwicklergemeinschaft wurde nach einiger Wartezeit nun bestätigt. Thomas Wood von Opened Hand hat nach Angaben von Moss-Pultz ein neu entwickeltes Oberflächenkonzept vorgeschlagen. Dieses soll für eine Bedienung mit den Fingern (also ohne Stift) geeignet sein und wurde in Zusammenarbeit mit OpenMoko so weit verfeinert, dass es nun als Prototyp vorliegt.

Abbildungen von den Änderungen liegen noch nicht vor. Der Code ist unter dem Namen »OM-2007.2« aus dem Versionsverwaltungssystem des Projekts erhältlich. Erste Anwendungen wurden an das neue Konzept angepasst, viele weitere sollen noch folgen. Die neue Oberfläche soll, ohne an Attraktivität einzubüßen, etwas vereinfacht und weniger ressourcenintensiv sein. Ferner wurde die Oberfläche bezüglich der verfügbaren Display-Fläche und der Form des Geräts optimiert. Die Verwaltung der Anwendungen soll verbessert sein und die Navigation kann von den Tasten des Geräts Gebrauch machen.

Die neue Oberfläche ist laut Moss-Pultz, für den sie eine große Verbesserung darstellt, noch in der frühen Entwicklungsphase. Die Grafiken wurden unter eine freie Lizenz (Creative Commons BY-SA 3.0) gestellt. Die Codebasis von OpenMoko beruht nun direkt auf dem OpenEmbedded-Projekt. Ein ausführlicherer Plan für die Software soll in Kürze veröffentlicht werden.

Für den Massenmarkt soll das erste OpenMoko-Gerät ab Oktober bereitstehen. Gegenüber den Entwicklermodellen sollen zusätzlich WLAN, ein Grafikbeschleuniger und 256 MB Flash enthalten sein. Der Preis soll je nach Ausstattung 450 bzw. 600 US-Dollar betragen.

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