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Do, 23. August 2007, 10:56

Software::Kommunikation

Diskussion um Entfernung von Gopher aus Firefox

Die Mozilla-Entwickler wollen das nur noch wenig genutzte Protokoll Gopher in Firefox 3.0 nicht mehr unterstützen.

Die im Zuge der weiteren Entwicklung von Firefox geplante Entfernung der Gopher-Unterstützung hat unter den Gopher-Anwendern für Aufregung gesorgt. Gopher ist ein Informationsdienst ähnlich HTTP, der vor dem Aufkommen des WWW populär war. Er ist ausschließlich textbasiert und wurde von HTTP, das auch die Einbindung von Grafiken und zahlreiche andere Features ermöglicht, weitgehend verdrängt.

Firefox gehört neben Seamonkey zu den letzten verbliebenen Gopher-Clients, nachdem die anderen Webbrowser entweder nie Gopher unterstützten oder die Unterstützung einstellten. So wurde Gopher in Internet Explorer 6 deaktiviert und in Version 7 ganz entfernt. Andere Gopher-Clients gelten als nicht mehr zeitgemäß. So halten einige Gopher-Anwender die Gopher-Unterstützung für ein Alleinstellungsmerkmal und einen Erfolg für die Open-Source-Gemeinschaft.

Dies beeindruckt die Mozilla-Entwickler nur wenig, nach deren Ansicht die Anzahl der aktiven Gopher-Server weit unter den FTP-Servern rangiert. So ist geplant, die Gopher-Unterstützung in Firefox 3.0 zu entfernen, ein Patch existiert bereits. Dies soll zur Vereinfachung des Codes und zur Entfernung eines »möglichen Angriffsvektors« führen. Nach Meinung von Jeff Walden kann die Gopher-Unterstützung von Interessierten in Form eines Plugins realisiert werden. Die meisten Anwender würden es nicht benötigen. Eine andere Möglichkeit wäre, die Gopher-Inhalte über HTTP zugänglich zu machen.

Brendan Eich fügte an, dass es denkbar wäre, die Gopher-Unterstützung beizubehalten, wenn der Protokoll-Handler für Gopher in JavaScript implementiert würde. Seine Idee ist offenbar, dass der JavaScript-Code weniger privilegiert wäre und daher ein geringeres Sicherheitsrisiko darstellen würde. Er schätzt den Aufwand für die Portierung des rund 25 KB großen C++-Codes für Gopher auf einen Monat. Einige Freiwillige haben sich angeboten, diese Aufgabe zu übernehmen.

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