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Mi, 19. Januar 2000, 21:47

Unternehmen

Transmeta lüftet das Geheimnis um Crusoe

Transmeta hat heute offiziell Crusoe vorgestellt.

Entgegen allen Erwartungen handelt es sich hier um eine ganze Prozessorfamilie. Die Prozessoren sind, wie schon bekanntgegeben, für mobile Computer ausgelegt. Der Crusoe emuliert die x86-Architektur der Intel-Prozessoren. Die Emulation wird zu einem Viertel vom Prozessor und zu drei Viertel von einer Software gehandhabt. Der Prozessor arbeitet 128-bittig nach dem VLIW-Konzept (Very long Instruction Word). Damit Crusoe x86-kompatibel ist, wird mit einer Code-Morphing-Software gearbeitet, die die Befehlssätze übersetzt. Den Prozessor wird es zunächst in zwei Ausführungen geben: Zum einen als TM3120 mit 100 KB Cache und 400 Mhz. Der Preis wird bei 65 US-Dollar liegen. TM5400 ist das zweite Modell, welches über 400 KB Cache und 700 Mhz Systemtakt verfügt. Er wird für 190 Dollar zu haben sein. Beide Prozessoren arbeiten mit einer 0,18-µm-Technologie von IBM. Die Energieaufnahme der Prozessoren ist mit etwa einem Watt sehr gering. Im Sleep-Modus verbrauchen sie gar nur 20 mW. Eine Northbridge, die SDRAM und DDR-SDRAM und Standard-PCI unterstützt, ist bereits in den Prozessor integriert. Zielsysteme sollen vor allem PDAs oder Notebooks sein. Als Betriebssystem für diese Geräte soll, wie kann es anders sein, ein »mobile Linuxy" zum Einsatz kommen. Interessant ist auch zu erfahren, dass die Deutsche Bank zu den Haupt-Investoren von Transmeta gehört. Auf der Internet-Seite von Transmeta sind nun nähere Informationen zur Firma und vor allem zum Prozessor verfügbar.

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