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Mo, 3. September 2007, 13:10

Software::Distributionen::BSD::FreeBSD

FreeBSD-Stiftung will zum Umstieg auf BSD-Lizenz bewegen

Der FreeBSD Foundation Newsletter vom 29. August berichtet über die Aktivitäten der FreeBSD-Stiftung auf organisatorischem, finanziellem und technischem Gebiet.

Der Gründer und Vizepräsident der Stiftung, Justin Gibbs, glaubt, dass viele Anwender die GPLv3 zum Anlass nehmen werden, sich nach Alternativen zur GPL umzusehen. Für ihn sind Restriktionen, die bei der Weitergabe der Software gelten, um Änderungen der weitergegebenen Versionen zu ermöglichen, ein falscher Ansatz. Die GPL muss immer wieder an die Gegebenheiten angepasst werden, um »Schlupflöcher« zu schließen. Die BSD-Lizenz hingegen ist darauf ausgelegt, so viele Freiheiten wie möglich zu gewähren, und musste daher bisher nie angepasst werden.

Unter Hervorhebung der Unterschiede zwischen BSD-Lizenz und GPL hat die FreeBSD Foundation nach eigenen Angaben begonnen, mit großen aktuellen und möglichen Anwendern freier Software Gespräche zu führen. Sie will herausgefunden haben, dass einige Anwender große Bedenken wegen der GPLv3 haben, und will sich dies zunutze machen, um die Zahl der FreeBSD-Anwender zu erhöhen.

Die FreeBSD-Stiftung hat im laufenden Jahr bereits 143.000 US-Dollar an Spendengeldern erhalten, gegenüber nur 9.000 USD im Jahr 2006. Das Ziel ist jedoch, bis zum Jahresende auf 250.000 USD zu kommen.

Auf technischem Gebiet gibt es auch einige neue Entwicklungen. So hat die Stiftung eine Zusammenarbeit mit NLNet und der Universität Zagreb vereinbart, um einen virtualisierten Netzwerk-Stack für FreeBSD zu entwickeln. Damit werden Jails (virtuelle Maschinen auf Betriebssystem-Ebene) einen unabhängigen Netzwerk-Stack erhalten. Der Prototyp soll bereits stabil genug zum Testen sein und in FreeBSD 7.0 als Alternative zum normalen Netzwerk-Stack zur Verfügung stehen.

Zum Entwickeln und Testen von 10-Gbit-Ethernet-Treibern wurde der netperf-Cluster aufgerüstet, wofür Firmen wie Cisco, Intel und andere Hardware zur Verfügung stellten. Zwei SMP-Systeme mit acht Prozessoren wurden angeschafft und in den Cluster eingebunden. Für den weiteren Ausbau werden weitere Spenden gewünscht. Mit Unterstützung von Google konnte auch die Arbeit am Projekt »Hardware Performance Counter Support« fortgesetzt werden. Der Treiber unterstützt jetzt Aufrufgraphen, wodurch die Entwickler die Leistung in den einzelnen Code-Pfaden besser visualisieren können.

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