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Di, 4. September 2007, 12:15

Software::Büro

Eric Raymond attackiert Microsoft wegen Vorgehen bei OOXML

Der Mitbegründer der Open Source Intitiative (OSI) geht mit Microsoft mit deutlichen Worten ins Gericht und hegt im Zuge dessen offene Zweifel am Sinn einer OSD-Zertifizierung von Microsofts Shared-Source-Lizenzen.

Raymond nennt das Verhalten von Microsoft im ISO-Standardisierungsprozess von OOXML »unerhört«. Microsoft habe nicht aufgehört mit seinen Versuchen, ein Format als Standard durchzudrücken, das technisch ungenügend und ein offensichtliches Werkzeug zur Sicherung eines Monopols sei. In massiver Verletzung der ISO-Richtlinien bediene sich das Unternehmen dabei der Lüge, des Wahlbetrugs und offener Bestechung. All dies schade nicht nur der Zukunft von Open Source, sondern vor allem dem Ansehen der Internationalen Standardisierungsorganisation.

Seine Geduld mit Microsoft nähere sich dem Ende. Eine Konsequenz daraus könne für ihn sein, dem OSI zu empfehlen, Microsofts Antrag auf Zertifizierung seiner Shared-Source-Lizenzen abzulehnen. Microsoft hatte dem OSI im Juli 2007 mit der Microsoft Permissive License und Community License zwei seiner Lizenzen vorgelegt, um sie als Open Source zertifizieren zu lassen. Raymond zufolge gelte zwar noch immer, dass die OSI über alle Lizenzen unabhängig vom Verfasser allein auf technischer Grundlage entscheide. Nach den Ereignissen um OOXML in den letzten Monaten fehle jedoch nicht mehr viel, ihn davon zu überzeugen, Microsofts Lizenzen auch bei einer Erfüllung der Open-Source-Definition die Zertifizierung zu verweigern. Denn »was nützt es, wenn Microsoft mit den Buchstaben der Open-Source-Definition konform geht, dabei aber ihren Geist vergewaltigt?«

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