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Mo, 8. Oktober 2007, 19:13

Software::Desktop::KDE

Neues KDE-Startmenü Raptor in Arbeit

Mit einem neuen Konzept unter dem Namen »Raptor« will der KDE-Entwickler Nuno Pinheiro das Startmenü der Desktopumgebung revolutionieren.

pinheiro-kde.blogspot.com

Der Start von Applikationen gestaltet sich mit zunehmender Vielfalt von Programmen immer schwieriger. Sowohl das Finden wie auch das Navigieren in den baumartig gestalteten Menüs erfordern nicht selten Glück und verschlingt bisweilen viel Zeit. Es verwundert deshalb nicht, dass Unternehmen wie Microsoft oder Novell erhebliche Zeit in Usability-Tests stecken, um das für den Nutzer einfachste Menü zu erstellen. Nun will auch KDE ausgetretene Wege verlassen und ein komplett neues Menü vorstellen.

Unter dem Namen »Raptor« arbeitet Nuno Pinheiro an einer Überarbeitung des Startmenüs für KDE. Wie der Entwickler schreibt, will Raptor zwei voneinander unabhängig existierende Welten zu einer Einheit verschmelzen. Dazu soll es in Raptor möglich sein, die Vorteile einer grafischen Navigation mit denen einer Konsole zu nutzen. Wie das funktionieren soll, verrät Pinheiro in einer Dokumentation [PDF].

pinheiro-kde.blogspot.com

Demnach soll es Raptor möglich sein, nicht nur direkt eine Applikation auszuwählen oder durch das Menü zu navigieren, sondern auch dediziert nach einem Programm zu suchen. Dazu soll die Neuentwicklung ein Suchfeld zur Auswahl anbieten, in dem der Name einer Applikation eingegeben werden kann. Um die Auswahl der Applikation zu erleichtern, sammelt Raptor im Hintergrund Informationen zum Verhalten des Nutzers. Wird eine Applikation oft gestartet, erscheint sie auch priorisiert in der Liste der gefundenen Anwendungen. Fängt also der Nutzer an, in das Suchfeld die Buchstaben »ko« einzutragen und hat zuvor sehr oft »Konqueror« gestartet, wird Konqueror an prominenter Stelle erscheinen. Zugleich wird Raptor weitere Applikationen seitlich einblenden, die ebenfalls dem eingegebenen Suchbegriff entsprechen und dem Verhalten des Nutzers angepasst sind.

Neben der Möglichkeit, schnell Anwendungen zu finden und zu starten, soll Raptor auch die Navigation durch ein Menü erheblich beschleunigen. Dazu sollen Benutzer unter anderem die Möglichkeit bekommen, eigene Favoriten zu setzen. Darüber hinaus soll jede Applikation eine Beschreibung erhalten.

Raptor befindet sich laut Aussage von Pinheiro in einer frühen Stadium der Entwicklung. Dass sie in die kommende Version von KDE 4 Einzug halten wird, ist unwahrscheinlich. Wie Pinheiro selbst zugibt, hat das Team noch eine Menge Arbeit zu erledigen, nicht nur die Entwicklung betreffend. Alle Neuerungen müssen noch diverse Usability-Tests bestehen und sich vor allem in der täglichen Arbeit bewähren.

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