Von Sierk Bornemann am Fr, 12. Oktober 2007 um 15:04 #
>Kein Wunder, haben die doch zusammen mit MS einen Deal.
Genau, wie Red-Hat gerne einen Deal mit Microsoft gehabt hätte, wenn ihnen Novell nicht zuvorgekommen wäre und als Erste abgeschlossen hätten. Red-Hat hat schon viel früher mit Microsoft über eine Kooperation verhandelt als Novell. Nach dem Novell-Microsoft-Deal sind die Gespräche von Red-Hat zwar offiziell ins Stocken geraten, ich habe da jedoch den Verdacht, dass *inoffiziell* da die Kommunikation um Einiges aktiver läuft als es von Red-Hat nach außen hin gezeigt wird. Desweiteren haben Xandros und Linspire ebenfalls Abkommen mit Microsoft, die sehr viel deutlicher und explizit Microsoft-Technologie lizensieren (WMA Audio-Codecs, TrueType-Schriften) als es im Novell-Deal jemals Gegenstand gewesen ist (deren Deal mit Microsoft dreht sich vor allem um Virtualisierungstechniken und die entsprechenden APIs im Enterprise-Server-Markt, denn Microsoft möchte auf diesem Markt gerne mitmischen, der klassisch in der Hand von Unix/Linux ist). Zudem beinhaltret der Novell-Microsoft-Deal Zusammenarbeit in puncto Interoperabilität der jeweiligen Office-Produkte OpenOffice.org und MS Office, also eigentlich doch genau ein solch von uns allen und von den Gerichten gewünschter Stein zur Erfüllung und Verbesserung der Interoperabilität. Ich kann nicht erkennen, was daran schlecht sein soll.
Auch Canonicals Shuttleworth steht allen derzeitigen Fakten zum Trotz nicht grundsätzlich gegen eine Kooperation mit Microsoft, und man kann erahnen, dass es sie schon längts gäbe, würde Steve Ballmer seinen wirren FUD bzgl. angeblicher Patentverstöße nicht dauernd verbreiten, was er ja zeitlich gesehen *nach* dem Novell-Microsoft-Deal angefangen hat zu tun bzw. angefangen hat zu intensivieren. Ich bin mir fast sicher, dass sowohl Red-Hat als auch Canonical ebenfalls ähnliche Deals mit Microsoft abgeschlossen hätten, wenn Ballmer den Novell-Deal nicht im Nachhinein mit seinen Äußerungen so auf fragwürdige Füße gestellt hätte. Novell hat sofort und mehrfach dementiert. Die Frage ist, wem glaubt die Linux-Community eher: einem polternden Steve Ballmer oder Novell? Falls sie Steve Ballmer mehr glauben sollte als Novell, so hätte Ballmer sein Ziel des Zweifel-Säens erreicht und die Linux-Community gespalten bzw. gegeneinander aufgebracht.
"Grundsätzlich begrüßt Shuttleworth die angekündigten Anstrengungen von Microsoft zu mehr Interoperabilität. Auch Ubuntu werde davon profitieren."
"Für die Zukunft schließt Shuttleworth eine Zusammenarbeit mit Microsoft nicht aus, denn es sei nicht sinnvoll, eine Firma als »inhärent böse für alle Zeit« zu charakterisieren. Voraussetzung sei ein konstruktives Engagement von Microsoft mit der freien Softwarewelt. Sein Ziel bleibe es jedoch, freie Software so weit wie möglich zu bringen. In den bisherigen Abkommen von Microsoft mit Linux-Distributoren sehe er jedoch keinen Nutzen für freie Software und er glaube auch nicht, dass Microsoft derzeit ein Interesse daran hat, freie Software zu unterstützen."
"I welcome Microsofts stated commitment to interoperability between Linux and the Windows world - and believe Ubuntu will benefit fully from any investment made in that regard by Microsoft and its new partners, as that code will no doubt be free software and will no doubt be included in Ubuntu."
"In the past, we have surprised people with announcements of collaboration with companies like Sun, that have at one time or another been hostile to free software. I do believe that companies change their position, as they get new leadership and new management. And we should engage with companies that are committed to the values we hold dear, and disengage if they change their position again. While Sun has yet to fully deliver on its commitments to free software licensing for Java, I believe that commitment is still in place at the top.
I have no objections to working with Microsoft in ways that further the cause of free software, and I dont rule out any collaboration with them, in the event that they adopt a position of constructive engagement with the free software community. Its not useful to characterize any company as intrinsically evil for all time. But I dont believe that the intent of the current round of agreements is supportive of free software, and in fact I dont think its particularly in Microsofts interests to pursue this agenda either. In time, perhaps, they will come to see things that way too."
Wenn Novell also böse ist, dann sind es Red-Hat, Canonical, Linspire und Xandros ebenso. Die beiden Erstgenannten, weil sie eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit mit Microsoft planten und immer noch hinter den Kulissen wohl auch weiterplanen (Red-Hat), nicht gänzlich ausschließen bzw. für die Zukunft befürworten würden (Shuttleworth/Canonical) oder ebenfalls getätigt haben (Linspire und Xandros, beide allerdings wohl nicht so ganz freiwillig, weil wohl Verfahren gegen Microsoft verloren bzgl. Namensähnlichkeit: Lindows bzw. zu großer Desktop-Ähnlichkeit mit Windows bei Xandros).
Ich finde das ganze Novell/SuSE-Bashing deswegen absolut geheuchelt und unfair. Es nutzt vor allem Microsoft, da FUD anscheinend gut verfängt und die Linux-Community gegeneinander aufhetzt und spaltet.
Von Sierk Bornemann am Fr, 12. Oktober 2007 um 16:31 #
>bezieht sich wohl ein-eindeutig auf die Patentfuscherei zwischen den beiden und nichts anderes.
Und Du weißt genau bzw. wir alle wissen genau, um was es in deren Deal *genau* ging, hmm? Der Deal ging hauptsächlich um Virtualisierung im Enterprise-geschäft. Du weißt nicht zufällig, ob da in diesem hochkomplexen Feld bestimmte Fußangeln lauern, was irgendwelche IP-Verletzungen angeht? Ich betone: Enterprise-Geschäft -- das heißt, dass dort so richtig Schaden entsteht, wenn die Verträge nicht nach allen Seiten hin wasserdicht abgeschlossen sind. Abgesehen davon ist es bei solchen Deals doch absolut an der Tagesordnung und das nicht erst seit gestern, dass sie die betreffenden Geschäftspartner gegenseitig versichern, sich nicht gegenseitig zu verklagen. Sowas findet tagtäglich statt, so einen Deal hatte auch Sun mit Microsoft vor wenigen Monaten.
Ich finde, Du gehst Ballmers FUD ganz schön auf den Leim, wenn Du aus dem Deal mehr herausliest, als offiziell verlautbart und nach Ballmers FUD seitens Novell auch nochmal zurechtgerückt worden ist. Nur weil Ballmer da was Unbewiesenes in den Raum stellt bzw. den Deal zu seinen bzw. Microsofts Gunsten umzudeuten versucht, heißt das noch lange nicht, dass da was Wahres dran ist! Die Vermutung, dass er Recht haben könnte liegt bei Dir anscheinend näher als dass Du Novell Glauben schenkst. Doch warum das? Und vor allem: warum hat Microsoft in dem Deal an Novell deutlich mehr Geld gezahlt als Novell an Microsoft? Evtl. hat Microsoft was bei Novell abgegolten, verkauft's jetzt aber anders? Wir wissen es nicht. Woher bist Du Dir so sicher, dass Red-Hat oder auch Canonical solche gegenseitigen Nicht-Angriffs-Pakte bzgl. geistigem Eigentum nicht ebenfalls unterschrieben hätten, wenn Ballmer seine Klappe gehalten und handzahm gewesen wäre? Red-Hat und Canonical sind doch erst zurückgezuckt, *nachdem* der MS-Novell-Deal gemacht war und vor allem *nachdem* Steve Ballmer seine unbewiesenen Behauptungen und Umdeutungen des Deals in die Welt posaunt hat. Wer weiß -- vielleicht hätten wir inzwischen auch einen Red-Hat-Microsoft-Deal unterschrieben und einen ebensolchen bzgl. Canonical, wenn, ja wenn Ballmer nicht die Behauptungen und Umdeutungen des Deals mit Novell so auf der Bühne platziert hätte, wie er es getan hat. Wäre Red-Hat noch vor Novell zum Zuge gekommen -- entsprechende Gespäche fanden ja schon monatelang zwischen Red-hat und Microsoft statt -- und hätte den Deal als erster großer Linux-Distributor mit MS gemacht, dann hätte Ballmer wahrscheinlich ganz genauso anschließend FUD verbreitet. Und dann wäre Novell derjenige, der zumindest abwartend der Ganze Sache erstmal gegenüberstehen würde. Man könnte sagen, dass Novell da in eine Falle getappt ist, eben weil Ballmer sich danach so verhalten hat wie er es tat. Ich kann aber nicht erkennen, dass dieses Szenario grundsätzlich anders gewesen wäre, wenn statt Novell dann Red-Hat oder gar Canonical derjenige Erste gewesen wäre. Hier Novell einseitig zu beschuldigen oder als Buhmann auszurufen, finde ich völlig fehl am Platze. Evtl. ist das aber auch genau das, was Microsoft bzw. Steve Ballmer bezweckt: Spaltung der Linux-Community und Säen von Zweifel und Zwietracht untereinander. Wem nützt es? Wem schadet es? Frag' dich das mal.
Danke für Dein FUD, mehr ist es nicht. Aber wir WISSEN zu 100% was in dem Vertrag steht, weil Novell ihn veröffentlicht hat.
Ich habe ihn zum Beispiel gelesen, und Du nicht. Es ist rührend, wie Du annehmen willst, dass das Novell Management nicht getan habe, was es tat. Aber geh nur, Google danach, und überzeuge Dich selbst.
Von Redhat ist bekannt, dass sie aus Prinzip keine Software dulden, die von Patenten belastet ist. Von Ihnen war und ist nicht zu erwarten, dass sie Patente lizensieren.
Warum Novell? Weil Novell eigentlich keine Linux-Firma ist, sondern eine Firma, die 2 Linuxe (erst Ximian, dann Suse) gekauft hat, ohne genau zu wissen, was sie tat, aber noch ein Management alter Prägung hat.
Dieses hat nur gesehen, dass es kurzfristig sehr viel mehr bekommen kann, als es überhaupt bezahlt hatte, und man muss schon zugeben, dass es vermutlich im Enterprise-Markt für eine Nummer 2 hinter Redhat als kommerzielle Firma dünn wird.
Redhat dagegen ist viel zu viel wert, um es für die gleiche Summe zu ruinieren. Den Börsenwert von Redhat kann ich Dir nicht nennen, aber dürfte viel sein.
Und Ubuntu, wofür sollte denn Canonical denn überhaupt Microsoft-Patente brauchen? Zum einen haben die eh den Linux-Desktop. Zum anderen die stärkste Community und sehr viel zu verlieren.
Nein, nur Novell und ansonsten relativ unerfolgreiche Distributionen ohne viel Community waren bereit für schnelles Geld diese Deals zu machen.
> Der Deal ging hauptsächlich um Virtualisierung im Enterprise-geschäft
Ach so? Komisch, Heise ist anderer ANsicht:
"Jetzt haben Novell und Microsoft vereinbart, dass sie keine Patentansprüche gegeneinander oder gegen die Kunden des anderen geltend machen wollen. Dabei geht es vor allem um drei Projekte: OpenOffice, Samba und natürlich Mono,"
Von Sierk Bornemann am Fr, 12. Oktober 2007 um 17:38 #
>wenigstens ist debian nicht böse
Nach allem, was man so mitbekommen kann, scheint Debian die Blüte seiner Zeit hinter sich zu haben. Ubuntu scheint heute das bessere Debian zu sein. Debian muss aufpassen, dass es nicht noch mehr Entwickler und führende Köpfe an Ubuntu verliert als ohnehin schon derzeit zu beobachten, sonst war's das wohl dann irgendwann mit Debian.
Du hast nicht wirklich Ahnung von dem was du das verzapfst oder? Debian ist die einzige Distro welche den grössten Zuwachs bei Webservern hat. Und es sei Dir versichert für Server wird Debian noch Urzeiten vor Ubuntu stehen.
Ubuntu basiert auf Debian. Weisst Du das überhaupt?
Wenn's mit Debian zu Ende ginge, müssten Ubuntu und Canonical alles alleine stemmen, was Debian ihnen heutzutage bereits frei Haus liefert. Und das ist nicht wenig...
Absolut korrekt. Oder um ein Bild zu geben. Debian produziert Porsches. Und Ubuntu baut die ein wenig um, damit es besser auf die Bedürfnisse der Zielgruppe passt. Noch mehr PS, weniger Sicherheit, aktuellere Abgaser und Anlasser.
Aber was tun, wenn es kein Porsche mehr gibt?
Im Grund ist es aber besser als in dem Bild, da Ubuntu durchaus sinnvolle Sachen macht, die Debian dann mergen kann. Könnte Debian alle 6 Monate releasen und alle seine anderen Ziele auch erreichen gäbe es kein Ubuntu. Aber das geht wohl (noch) nicht.
> > Ubuntu scheint heute das bessere Debian zu sein. > > Debian muss aufpassen, dass es nicht noch mehr Entwickler und führende Köpfe an Ubuntu verliert > Ubuntu basiert auf Debian. Weisst Du das überhaupt? Wie kommst Du darauf, dass er das nicht weiss, wenn er die darauf aufbauenden Gedanken zu äußern in der Lage ist?
1, Weil er denkt, dass der Erfolg von Ubuntu das Ende von Debian sein könnte. Im Gegenteil ist Debian durch Ubuntu enorm belebt und hat mehr Entwickler denn je. Nur eine einzige Zielgruppe, die Desktop-User, bevorzugt Ubuntu.
Es scheint mir absehbar, dass sobald der Linux-Desktop fertig ist, alle wieder zu Debian gehen. Jetzt ist nichts wichtiger als KDE 4.0.0 am Tag nach dem Release zu verwenden, aber wenn wir von 4.3.6 vs. 4.3.8 reden, ist das nicht mehr so wichtig. Vielleicht wird ja Debian auch mal jährliche Releases wieder schaffen?
2. Weil er denkt, Debian wäre durch Ubuntu ersetzbar. Für manche User ja. Sogar für viele. Aber nicht für alle Entwickler auf Dauer. Firmen wir HP werden immer ein "Testing" oder "Unstable" haben wollen, das über weite Strecken sofort nutzbar ist, um neue Entwicklungen zu machen, moderne Systeme zu entwickeln, etc.
Wenn Novell also böse ist, dann sind es Red-Hat, Canonical, Linspire und Xandros ebenso. Die beiden Erstgenannten, weil sie eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit mit Microsoft planten und immer noch hinter den Kulissen wohl auch weiterplanen (Red-Hat),
Hier verbreitest Du die gleiche Halbwahrheit, die in letzter Zeit von bestimmten Novell-Jüngern herumposaunt wird: Diskussionen mit Microsoft bezüglich einer Zusammenarbeit auf rein technischer Basis verurteilt niemand aus der Linux- bzw. OpenSource Community. Novell hat sich lediglich dadurch Feinde gemacht, dass sie mit Microsoft ein Abkommen geschlossen haben, um sich vor Patentklagen zu schützen. Genau dadurch hat Novell zugunsten des "Schutzgeldes", das sie von Microsoft dafür erhalten den Eindruck, dass Linux bzw. OpenSource-Software wohl unrechtmäßigerweise irgendwelche Patente von Microsoft verletzt, d.h. hat aus reiner kurzfristiger Profitgier den Ruf von OpenSource Software "verkauft" und damit keine Rücksicht auf die langfristigen Auswirkungen dieses "Patentabkommens" genommen.
> Genau, wie Red-Hat gerne einen Deal mit Microsoft gehabt hätte, > wenn ihnen Novell nicht zuvorgekommen wäre und als Erste abgeschlossen hätten.
Das Ist doch Unsinn. Für diesen "deal" gab es zu keiner Zeit eine echte Veranlassung.
> Desweiteren haben Xandros und Linspire ebenfalls Abkommen mit Microsoft, > die sehr viel deutlicher und explizit Microsoft-Technologie ....
Übertreiben wir hier nicht etwas? Gemeint sind die Trivialpatente, oder?
> Zudem beinhaltret der Novell-Microsoft-Deal Zusammenarbeit in puncto > Interoperabilität der jeweiligen Office-Produkte OpenOffice.org und > MS Office, also eigentlich doch genau ein solch von uns allen und > von den Gerichten gewünschter Stein zur Erfüllung und Verbesserung > der Interoperabilität. Ich kann nicht erkennen, was daran schlecht sein soll.
Niemand hat sich wohl die Assimilierung gewünscht, oder? Microsoft tut rein gar nichts aus dem Beweggrund heraus das etwas technisch besser wäre oder die Interoperabilität erhöht. Es geht hier rein um Politik.
Interoperabilität ist dann interessant, wenn alle Partner sie technisch wünschen.
> Die Frage ist, wem glaubt die Linux-Community eher: > einem polternden Steve Ballmer oder Novell?
Aus meiner Sicht: Keinen von beiden. Beide sind gleich "evil".
"Für die Zukunft schließt Shuttleworth eine Zusammenarbeit mit Microsoft nicht aus, denn es sei nicht sinnvoll, eine Firma als »inhärent böse für alle Zeit« zu charakterisieren. Voraussetzung sei ein konstruktives Engagement von Microsoft mit der freien Softwarewelt.
Besser kann man es nicht ausdrücken. Solange Microsoft technische Probleme politisch löst, wird es keine Zusammenarbeit geben. Die Frage ist, ob diese Firma überhaupt lernfähig ist. Wenn man sich anschaut, wie sie mit Ihren Kunden umspringen kommen da einem durchaus Zweifel.
>Sein Ziel bleibe es jedoch, freie Software so weit wie >möglich zu bringen. In den bisherigen Abkommen von Microsoft >mit Linux-Distributoren sehe er jedoch keinen Nutzen für freie >Software und er glaube auch nicht, dass Microsoft derzeit >ein Interesse daran hat, freie Software zu unterstützen."
Bingo...schlauer Mensch!
>Novell ist Böse!
Wenn Novell also böse ist, dann sind es .....
Nein, lediglich Novell hat sich auf den politischen Pfad begeben.
> nicht gänzlich ausschließen bzw. für die Zukunft befürworten > würden (Shuttleworth/Canonical)
Du hast das Gesagte leider überhaupt nicht verstanden. Das Ist das Problem!
> Ich finde das ganze Novell/SuSE-Bashing deswegen absolut > geheuchelt und unfair.
Ich finde es durchaus begründet.
> Es nutzt vor allem Microsoft, da FUD anscheinend gut > verfängt und die Linux-Community gegeneinander aufhetzt und spaltet.
Diese Wirkung wird es IMO nicht haben. So naiv sind die Linuxer nicht.
Irgendwie klingt das für mich wie: "Las uns die Entwickler mal Feuern und die Entwicklung aufgeben. So wie es aussieht gibt es ne große Community, die wird sich schon noch um das Programm kümmern. Dann können wir das Programm ja immer noch nutzen und verkaufen. Ach wir sind doch genial, lassen andere für uns Arbeiten und geben denen nichts. Geld, Geld, Geld...."
Wobei... Gib es die Community wirklich? Wer nutzt noch außer Novell AppArmor? Würde eher die Community um SELinux sehen und nicht um das Novell-Dingens.
AppArmor ist zwar in Gutsy enthalten, da jedoch keinerlei Profile mitgeliefert werden und die in Universe enthaltenen Profile (zumindest als ich es auprobiert habe) nicht funktionieren hält sich der Einsatz in recht engen Grenzen.
1. AppArmor wird nicht gemerged und keine Liebe von anderen Distributionen erfährt, darf es als (vorerst) gescheitert gelten. 2. Virtualisierung ist wichtiger und genereller als AppArmor. 3. Man muss immer auch mal neue Prioritäten setzen können. Warum AppArmor entwickleln, wenn man stattdessen andere Dinge machen kann? 4. Die Rolle von Firmen in Open Source ist die von Pionieren, die neues Land erobern. Jetzt ist AppArmor praktisch fertig, hat aber keine Anwender und keine (grosse) Community gefunden. Der kleinen Community AppArmor geschenkt zu haben, ist aber immer noch unendlich grosszügig.
Nun, wenn andere Dinge Closed Source OOXML Export-Filter sind, kann man enttäuscht sein, aber das ist ja nicht der Fall, gell? Ich vermute Xen kommt Novell/Microsoft eher als richtige Lösung ihrer Probleme vor.
Zu: 1. Es gibt mind. 2 andere sehr bekannte Distris welche AppArmor einsetzen. 2. Virtualisierung ist schwer überbewertet. Speziell da es in letzter Zeit hauptsächlich zur Verschiebung von Problemen verwendet. Im Konkreten Fall handelt es sich meist um unflexible Konfiguration von Diensten, Konflikten zwischen Programmen/Diensten (siehe Windows Server) und duch Softwarefehler verursachte Ausfälle. Anstatt die Software zu fixen und eine saubere Administration anzustreben wird halt einfach das Problem auf zig Installationen verteilt. --> ich halte das für pervers und nicht zielbringend, da durch dieses Verhalten die Software auch nicht sauberer wird. Virtualisierung um Testsysteme etc. zu sparen ist natürch nicht zu verdammen. Auch ist es ein Segen für die Skalierung bzw. Migration (bei entsprechender Hardware). 4. Ich hätte gerne in Zukunft AppArmor eingesetzt, aber wenn solche Software gerade mal in 2 Versionszyklen im SLES Bereich übersteht, dann ist das nicht gerade konsquent. Bisher waren wir hauptsächlich mit der Zusammenstellung eines ordentlichen SLES Systems (Hard+Software) beschäftigt. Für Dinge wie AppAmor bzw. SELinux ist natürlich erst später bzw. eventuell sogar erst im nächsten SLES Zyklus Zeit. Schätzungsweise wird es vielen anderen Unternehmen nicht anders gehen. Viele sind noch immer mit der Ablöse von SCO bzw. NT4 Systemen beschäftigt.
die Überwachung unzähliger virtueller Maschinen wird jedenfalls nicht einfacher, aber man kann natürlich schon einfacher verhindern, dass ein Webserver etwas anderes als read-only Dateisysteme vorfindet, und etwa über das Netz loggen muss. Das ist dann einfacher und mit traditionellen Bausteinen erreichbar.
Und magst noch sagen, welche Distributionen noch auf AppArmor setzen? Bei Ubuntu ist wie jemand anders sagte, lediglich im Kernel Infrastruktur da. Ganz ähnlich wie mit SELinux bei Debian anno dazumal.
Und man mag es vielleicht nicht glauben, aber wir würden nur zu gerne SELinux im RHEL deaktivieren, da es uns nur Probleme gemacht hat. Etwa jeden ICMP Ping als Warning loggen, schliesslich ist ein Broadcast ja ein Angriff, nicht wahr, bis die Platte voll war. Zumindest RHEL3 konnte dann nicht mal mehr richtig booten.
Auf lange Sicht wird es noch ne Weile viel einfacher sein, einen Local-Root Exploit für Linux zu finden, als dass es sich lohnen würde, den Userspace die Fähigkeit zu rauben, dass "cat" etwas anderes kann, als Dateien zu lesen (insbesonder nicht schreiben). Aber da kenne ich mich nicht gut genug aus...
...zwischen Deutschland (und anderen europäischen Ländern) und den USA. Während das hierzulande passiert, dann hätten sich die betroffenen Entwickler entweder wo anders beworben oder sich arbeitslos melden müssen. In den USA gründen sie eine eigene Firma.
Jedenfalls ist man die Deutschland sicher nicht in der Lage, in der Zeit zwischen dem 29.9. und heute ein Unternehmen mit mehreren Gesellschaftern zu gründen, sofern man sich nicht auf eine GbR beschränkt und selbst Jurist genug ist, um die entsprechenden Verträge aufzusetzen.
ab 2k8 sollte es möglich sein : Neuregelung für GmbH Anmeldungen.
* Mindesteinlage dann 10k * GmbH kann auf "pump" gegründet werden. D.h. man gründet eine GmbH legt 75% des Gewinns beiseite bis man die 10k hat und wird dann eine vollwertige GmbH
10k sind immernoch 9999 EUR zuviel und mehr als in Großbritannien, aber es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Jetzt müssten nur noch - was wahrscheinlich noch wichtiger wäre - einige überflüssige bürokratische Regelungen entfallen.
Das GmbH-Recht hat seine Bewandnis, auch wenn man das nicht glauben mag. Es gibt mir als Kunde die Sicherheit, zumindest ein Unternehmen vor mir zu haben, dass eine gewisse Größe und Liquidität besitzt und mir mit geringerer Wahrscheinlichkeit mitten während der Vertragslaufzeit "wegstirbt". Nicht alles, was uns vielleicht daran hindert, schnell möglichst viel Geld zu machen, ist überflüssige Bürokratie.
Eben diese Sicherheit gibt es dir nicht, es sei denn, du beschränktest alle deine Geschäfte mit der GmbH auf die Sekunde ihrer Gründung. Wie die Bilanz einen Monat später aussieht, weißt du nicht, und der Zugewinn an Sicherheit allein wegen des zur Gründung erforderlichen Mindest-Eigenkapitals ist kaum noch messbar.
Tatsächlich ist der Schutz als Kunde bei einer GbR (ist man automatisch) aber viel besser, denn dort wird voll gehaftet. Dennoch trauen Kunden einer GmbH tatsächlich ein wenig mehr zu, weil die Gründung der GmbH ein selbstverständlicher Schritt ist, wenn man nicht persönlich haften will. Darum machen es alle, die was drauf haben, und jene die nicht, eben nicht. Verkehrte Welt
> Tatsächlich ist der Schutz als Kunde bei einer GbR (ist man automatisch) aber viel besser, denn dort wird voll gehaftet. Da Du doch aber selbst bei größter Fähigkeit als GbR-Eigner nie alle Faktoren der wirtschaftlichen Entwicklung Deines Unternehmens abschätzen kannst, wirst Du Dich immer zumindest langfristig in Richtung einer Kapitalgesellschaft mit beschränkter Haftung orientieren. Deshalb kann man bei einer GbR meines Erachtens nach zu häufig davon ausgehen, dass es deshalb eine GbR ist, weil die Eigentümer finanziell so knapp kalkulieren, dass sie selbst die Rücklage nicht leisten können. Ob man dort dann längerfristig Kunde sein will, muss natürlich jeder selbst entscheiden...
Dass das Geld nur zur Gründung gebraucht wird ist klar. Es gibt aber auch Unternehmer, die nicht einmal zum Gründen das Kapital bekommen. Insofern kann man es schon als Kriterium ansehen.
Ist nur die Frage, was die wirkliche Intention hinter den Entlassungen ist. Der Möglichkeiten sind da einige:
- AppArmor leistet weitestgehend, was das Management sich verspricht und für die Pflege und das Schreiben von Policies werden nicht so viele Entwickler benötigt.
- Novell plant die Verlagerung von Ressourcen nach $BILLIGLOHNLAND.
- Das Management ist unsicher, was die Zukunftsfähigkeit von AppArmor (bzw. die diesbezügliche Bindung von Ressourcen/Kapital) angeht, angesichts dessen, daß es nicht gut für eine Aufnahme in den offiziellen Linux-Kernel aussieht und zieht ein Umschwenken auf SELinux in betracht.
Ich denke eher das das ein ganz normales Vorgehen ist. Novell hat mit der Entwicklung angefangen jetzt wo es auch andere Distris einsetzen werden, wird das Projekt halt ausgegliedert.Ich bin mir sicher Novell wird das Projekt weiterhin finanziell unterstützen.Jetzt kann sich ja auch Canonical als bsp. an der Entwicklung beteiligen. Dann können se wenigstens mal sagen Sie haben etwas beigetragen, statt immer nur das Beste von allen zusammenzutragen.
Von CaptnDifool am Fr, 12. Oktober 2007 um 14:31 #
naja, ich finde es schon bedenklich wenn AppArmor als besonderes Feature herausgestellt wird und nun seitens Novell auf Hau und Ruck plötzlich alles fallen gelassen wird. Ob andere die Weiterentwicklung wirklich forcieren und aktiv unterstützen, muß sich erst noch rausstellen. Mit Ubuntu muß ich Dir allerdings Recht geben
Von Oberschlauberger am Fr, 12. Oktober 2007 um 16:12 #
Nur die Enteignung von M§ Novell RedHat IBM Sun Google etc und die Überschreibung des Kapitals an Marc Shuttleworth wird die Freie Software retten. Ubuntu ist angetreten, die Welt zu retten! Ein leuchtender Ritter aus dem All -Das Licht der absoluten Befreiung von dem Joch.
Von tutnichtszursache am Fr, 12. Oktober 2007 um 17:41 #
Ein Ubuntu wo nicht mal der GDM ordentlich funktioniert. Träum und stürze Dich nur weiterhin auf alles wo Novell steht mit Kommentaren wie "M$ Novell" etc.
Super Sarkasmus. den haette ich ncith besser hinbekommen. Da fallen bestimmt ne Menge Leute drauf rein und denken, dass Du das ernst meinst *ggg*
die mad
(ps:
Shuttleworth verkaufte Digitale Zertifikate, er hat Thwate gegruendet und spaeter verkauft. Der Junge ist knallharter Betriebswirt, was er auch studiert hat )
ps: Shuttleworth verkaufte Digitale Zertifikate, er hat Thwate gegruendet und spaeter verkauft. Der Junge ist knallharter Betriebswirt, was er auch studiert hat.
Wie gemein, Du kannst ihm doch nicht einfach so seine Traumwelt zerstören.
Von BufferOverflow am So, 14. Oktober 2007 um 19:29 #
DER Mark Shuttleworth, der sich vor garnicht allzulanger Zeit dafür ausgesprochen hat, nichts gegen GPL-Verletzungen zu tun, damit sich OpenSource bei den Firmen etablieren kann?
ich frage mich, was an dieser Meldung so schlimm ist. Novell hat über einen gewissen Zeitraum die Entwicklung von AppArmor gefördert, indem es Leute in Lohn und Brot stellte, die es (weiter-)entwickelten. Jetzt hat es Novells Meinung nach einen akzeptablen Stand erreicht, eine Community um sich gebildet und kann aus eigener Kraft weiterbestehen. Dank freier Lizenz ist es mit dem "Stopp durch Novell" nicht tot, ganz im Gegenteil: Andere Distributionen haben es übernommen.
Und die Entwickler? Siehe da, nachdem sie entlassen worden sind, fallen sie weich, denn sie gründen eine eigene Firma und beschäftigen sich weiter mit AppArmor.
So ist nun mal der Lauf der Dinge in der freien Softwarewelt. Manche Unternehmen fördern ein Projekt finanziell, andere beschäftigen die Entwickler in Vollzeit, wieder andere loben aus, für bestimmte Projektziele die Entwicklungskosten zu refinanzieren (Google Summer of Code).
eben, es ist mal wieder Novell. Die haben bisher alles irgendwie klein gekriegt.
Es ist eben nicht so, dass Novell sagt. "He, danke. Wir sponsern euch, ihr könnt das besser als wir selbst und stellen die Entwickler zu euch ab." Nein, Novell hat die Abteilung einfach mal dicht gemacht und den Entwickler gefeuert. Villeicht sogar in der Hoffnung, dass er es extern selbst weiter macht und Novell die Früchte von ernten kann.
Irgendwie will dieser Konzern überall mitmischen, was halbwegs nach Linux und Business riecht. Aber sobald es ernst wird machen sie wieder die selben Fehler wie früher. Angst vorm eigenen Erfolg? Warum hat man sich nicht um sein lieblings FS aus dem Hause reiser gekümmert? Die 3D Spielereien hat man nach den ersten eigenen versuchen auch an den Nagel gehängt und an Beryl übergeben.
RedHat ist da weitaus konstanter und zuverlässiger.
Und wie sieht es mit ximian, mono & co aus? Wie lange bleiben sie dort mit dran oder wann ist es gut/schlecht genug um es abzustossen.
Liebes Pro-Linux Team, ich wuensche mir eine Moeglichkeit die Nachichten ohne Kommentare zu laden. Diese lassen sich in letzter Zeit nach bestimmten Woertern in der Nachichtenueberschrift vorhersagen, also lasse ich sie durch ein Script generieren und automatisch einfuegen (danke greasemonkey). Um meinen ISP zu schonen will ich nun die Originalkommentare nicht sinnlos uebertragen muessen.
Das heißt im Klartext, Novell hat die Entwickler entlassen, weil es AppArmor über die Community billiger entwickeln lassen kann. Das ist nicht nett.
"..zuständige Team soll bereits am 28. September entlassen worden sein."
Novell ist Böse!
ichwarhier
So gut wie jeder hat mit MS irgendeinen 'deal'.
Und wenn du damit ein Problem hast, überleg einfach mal, was du Novell/Suse so alles verdankst.
Ich habe Novell _nichts_, rein _garnichts_ zu verdanken... Ich fühle mich den Programmieren zu dank verpflichtet, nicht dem Unternehmen.
Für mich ist Novell auch tot und SUSE geht m. E.
den Bach runter.
Hm? Dann sind Red Hat Debian und Canonical für Dich also "so gut wie niemand" oder was?
Genau, wie Red-Hat gerne einen Deal mit Microsoft gehabt hätte, wenn ihnen Novell nicht zuvorgekommen wäre und als Erste abgeschlossen hätten. Red-Hat hat schon viel früher mit Microsoft über eine Kooperation verhandelt als Novell. Nach dem Novell-Microsoft-Deal sind die Gespräche von Red-Hat zwar offiziell ins Stocken geraten, ich habe da jedoch den Verdacht, dass *inoffiziell* da die Kommunikation um Einiges aktiver läuft als es von Red-Hat nach außen hin gezeigt wird.
Desweiteren haben Xandros und Linspire ebenfalls Abkommen mit Microsoft, die sehr viel deutlicher und explizit Microsoft-Technologie lizensieren (WMA Audio-Codecs, TrueType-Schriften) als es im Novell-Deal jemals Gegenstand gewesen ist (deren Deal mit Microsoft dreht sich vor allem um Virtualisierungstechniken und die entsprechenden APIs im Enterprise-Server-Markt, denn Microsoft möchte auf diesem Markt gerne mitmischen, der klassisch in der Hand von Unix/Linux ist). Zudem beinhaltret der Novell-Microsoft-Deal Zusammenarbeit in puncto Interoperabilität der jeweiligen Office-Produkte OpenOffice.org und MS Office, also eigentlich doch genau ein solch von uns allen und von den Gerichten gewünschter Stein zur Erfüllung und Verbesserung der Interoperabilität. Ich kann nicht erkennen, was daran schlecht sein soll.
Auch Canonicals Shuttleworth steht allen derzeitigen Fakten zum Trotz nicht grundsätzlich gegen eine Kooperation mit Microsoft, und man kann erahnen, dass es sie schon längts gäbe, würde Steve Ballmer seinen wirren FUD bzgl. angeblicher Patentverstöße nicht dauernd verbreiten, was er ja zeitlich gesehen *nach* dem Novell-Microsoft-Deal angefangen hat zu tun bzw. angefangen hat zu intensivieren. Ich bin mir fast sicher, dass sowohl Red-Hat als auch Canonical ebenfalls ähnliche Deals mit Microsoft abgeschlossen hätten, wenn Ballmer den Novell-Deal nicht im Nachhinein mit seinen Äußerungen so auf fragwürdige Füße gestellt hätte. Novell hat sofort und mehrfach dementiert. Die Frage ist, wem glaubt die Linux-Community eher: einem polternden Steve Ballmer oder Novell? Falls sie Steve Ballmer mehr glauben sollte als Novell, so hätte Ballmer sein Ziel des Zweifel-Säens erreicht und die Linux-Community gespalten bzw. gegeneinander aufgebracht.
"Grundsätzlich begrüßt Shuttleworth die angekündigten Anstrengungen von Microsoft zu mehr Interoperabilität. Auch Ubuntu werde davon profitieren."
"Für die Zukunft schließt Shuttleworth eine Zusammenarbeit mit Microsoft nicht aus, denn es sei nicht sinnvoll, eine Firma als »inhärent böse für alle Zeit« zu charakterisieren. Voraussetzung sei ein konstruktives Engagement von Microsoft mit der freien Softwarewelt. Sein Ziel bleibe es jedoch, freie Software so weit wie möglich zu bringen. In den bisherigen Abkommen von Microsoft mit Linux-Distributoren sehe er jedoch keinen Nutzen für freie Software und er glaube auch nicht, dass Microsoft derzeit ein Interesse daran hat, freie Software zu unterstützen."
"I welcome Microsofts stated commitment to interoperability between Linux and the Windows world - and believe Ubuntu will benefit fully from any investment made in that regard by Microsoft and its new partners, as that code will no doubt be free software and will no doubt be included in Ubuntu."
"In the past, we have surprised people with announcements of collaboration with companies like Sun, that have at one time or another been hostile to free software. I do believe that companies change their position, as they get new leadership and new management. And we should engage with companies that are committed to the values we hold dear, and disengage if they change their position again. While Sun has yet to fully deliver on its commitments to free software licensing for Java, I believe that commitment is still in place at the top.
I have no objections to working with Microsoft in ways that further the cause of free software, and I dont rule out any collaboration with them, in the event that they adopt a position of constructive engagement with the free software community. Its not useful to characterize any company as intrinsically evil for all time. But I dont believe that the intent of the current round of agreements is supportive of free software, and in fact I dont think its particularly in Microsofts interests to pursue this agenda either. In time, perhaps, they will come to see things that way too."
Quellen:
http://www.pro-linux.de/news/2007/11330.html
http://www.markshuttleworth.com/archives/127
>Novell ist Böse!
Wenn Novell also böse ist, dann sind es Red-Hat, Canonical, Linspire und Xandros ebenso. Die beiden Erstgenannten, weil sie eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit mit Microsoft planten und immer noch hinter den Kulissen wohl auch weiterplanen (Red-Hat), nicht gänzlich ausschließen bzw. für die Zukunft befürworten würden (Shuttleworth/Canonical) oder ebenfalls getätigt haben (Linspire und Xandros, beide allerdings wohl nicht so ganz freiwillig, weil wohl Verfahren gegen Microsoft verloren bzgl. Namensähnlichkeit: Lindows bzw. zu großer Desktop-Ähnlichkeit mit Windows bei Xandros).
Ich finde das ganze Novell/SuSE-Bashing deswegen absolut geheuchelt und unfair. Es nutzt vor allem Microsoft, da FUD anscheinend gut verfängt und die Linux-Community gegeneinander aufhetzt und spaltet.
bezieht sich wohl ein-eindeutig auf die Patentfuscherei zwischen den beiden und nichts anderes.
Und Du weißt genau bzw. wir alle wissen genau, um was es in deren Deal *genau* ging, hmm?
Der Deal ging hauptsächlich um Virtualisierung im Enterprise-geschäft. Du weißt nicht zufällig, ob da in diesem hochkomplexen Feld bestimmte Fußangeln lauern, was irgendwelche IP-Verletzungen angeht? Ich betone: Enterprise-Geschäft -- das heißt, dass dort so richtig Schaden entsteht, wenn die Verträge nicht nach allen Seiten hin wasserdicht abgeschlossen sind. Abgesehen davon ist es bei solchen Deals doch absolut an der Tagesordnung und das nicht erst seit gestern, dass sie die betreffenden Geschäftspartner gegenseitig versichern, sich nicht gegenseitig zu verklagen. Sowas findet tagtäglich statt, so einen Deal hatte auch Sun mit Microsoft vor wenigen Monaten.
Ich finde, Du gehst Ballmers FUD ganz schön auf den Leim, wenn Du aus dem Deal mehr herausliest, als offiziell verlautbart und nach Ballmers FUD seitens Novell auch nochmal zurechtgerückt worden ist. Nur weil Ballmer da was Unbewiesenes in den Raum stellt bzw. den Deal zu seinen bzw. Microsofts Gunsten umzudeuten versucht, heißt das noch lange nicht, dass da was Wahres dran ist! Die Vermutung, dass er Recht haben könnte liegt bei Dir anscheinend näher als dass Du Novell Glauben schenkst. Doch warum das?
Und vor allem: warum hat Microsoft in dem Deal an Novell deutlich mehr Geld gezahlt als Novell an Microsoft? Evtl. hat Microsoft was bei Novell abgegolten, verkauft's jetzt aber anders? Wir wissen es nicht.
Woher bist Du Dir so sicher, dass Red-Hat oder auch Canonical solche gegenseitigen Nicht-Angriffs-Pakte bzgl. geistigem Eigentum nicht ebenfalls unterschrieben hätten, wenn Ballmer seine Klappe gehalten und handzahm gewesen wäre?
Red-Hat und Canonical sind doch erst zurückgezuckt, *nachdem* der MS-Novell-Deal gemacht war und vor allem *nachdem* Steve Ballmer seine unbewiesenen Behauptungen und Umdeutungen des Deals in die Welt posaunt hat. Wer weiß -- vielleicht hätten wir inzwischen auch einen Red-Hat-Microsoft-Deal unterschrieben und einen ebensolchen bzgl. Canonical, wenn, ja wenn Ballmer nicht die Behauptungen und Umdeutungen des Deals mit Novell so auf der Bühne platziert hätte, wie er es getan hat.
Wäre Red-Hat noch vor Novell zum Zuge gekommen -- entsprechende Gespäche fanden ja schon monatelang zwischen Red-hat und Microsoft statt -- und hätte den Deal als erster großer Linux-Distributor mit MS gemacht, dann hätte Ballmer wahrscheinlich ganz genauso anschließend FUD verbreitet. Und dann wäre Novell derjenige, der zumindest abwartend der Ganze Sache erstmal gegenüberstehen würde. Man könnte sagen, dass Novell da in eine Falle getappt ist, eben weil Ballmer sich danach so verhalten hat wie er es tat. Ich kann aber nicht erkennen, dass dieses Szenario grundsätzlich anders gewesen wäre, wenn statt Novell dann Red-Hat oder gar Canonical derjenige Erste gewesen wäre. Hier Novell einseitig zu beschuldigen oder als Buhmann auszurufen, finde ich völlig fehl am Platze. Evtl. ist das aber auch genau das, was Microsoft bzw. Steve Ballmer bezweckt: Spaltung der Linux-Community und Säen von Zweifel und Zwietracht untereinander.
Wem nützt es? Wem schadet es? Frag' dich das mal.
Ich habe ihn zum Beispiel gelesen, und Du nicht. Es ist rührend, wie Du annehmen willst, dass das Novell Management nicht getan habe, was es tat. Aber geh nur, Google danach, und überzeuge Dich selbst.
Von Redhat ist bekannt, dass sie aus Prinzip keine Software dulden, die von Patenten belastet ist. Von Ihnen war und ist nicht zu erwarten, dass sie Patente lizensieren.
Warum Novell? Weil Novell eigentlich keine Linux-Firma ist, sondern eine Firma, die 2 Linuxe (erst Ximian, dann Suse) gekauft hat, ohne genau zu wissen, was sie tat, aber noch ein Management alter Prägung hat.
Dieses hat nur gesehen, dass es kurzfristig sehr viel mehr bekommen kann, als es überhaupt bezahlt hatte, und man muss schon zugeben, dass es vermutlich im Enterprise-Markt für eine Nummer 2 hinter Redhat als kommerzielle Firma dünn wird.
Redhat dagegen ist viel zu viel wert, um es für die gleiche Summe zu ruinieren. Den Börsenwert von Redhat kann ich Dir nicht nennen, aber dürfte viel sein.
Und Ubuntu, wofür sollte denn Canonical denn überhaupt Microsoft-Patente brauchen? Zum einen haben die eh den Linux-Desktop. Zum anderen die stärkste Community und sehr viel zu verlieren.
Nein, nur Novell und ansonsten relativ unerfolgreiche Distributionen ohne viel Community waren bereit für schnelles Geld diese Deals zu machen.
Gruss,
Kay
Ach so? Komisch, Heise ist anderer ANsicht:
"Jetzt haben Novell und Microsoft vereinbart, dass sie keine Patentansprüche gegeneinander oder gegen die Kunden des anderen geltend machen wollen. Dabei geht es vor allem um drei Projekte: OpenOffice, Samba und natürlich Mono,"
Was genau meinst Du mit "Samba-Virtualisierung"?
.,.
Nach allem, was man so mitbekommen kann, scheint Debian die Blüte seiner Zeit hinter sich zu haben. Ubuntu scheint heute das bessere Debian zu sein. Debian muss aufpassen, dass es nicht noch mehr Entwickler und führende Köpfe an Ubuntu verliert als ohnehin schon derzeit zu beobachten, sonst war's das wohl dann irgendwann mit Debian.
Wenn's mit Debian zu Ende ginge, müssten Ubuntu und Canonical alles alleine stemmen, was Debian ihnen heutzutage bereits frei Haus liefert. Und das ist nicht wenig...
Aber was tun, wenn es kein Porsche mehr gibt?
Im Grund ist es aber besser als in dem Bild, da Ubuntu durchaus sinnvolle Sachen macht, die Debian dann mergen kann. Könnte Debian alle 6 Monate releasen und alle seine anderen Ziele auch erreichen gäbe es kein Ubuntu. Aber das geht wohl (noch) nicht.
Gruss,
Kay
> > Debian muss aufpassen, dass es nicht noch mehr Entwickler und führende Köpfe an Ubuntu verliert
> Ubuntu basiert auf Debian. Weisst Du das überhaupt?
Wie kommst Du darauf, dass er das nicht weiss, wenn er die darauf aufbauenden Gedanken zu äußern in der Lage ist?
lg
Erik
also ich komme darauf:
1, Weil er denkt, dass der Erfolg von Ubuntu das Ende von Debian sein könnte. Im Gegenteil ist Debian durch Ubuntu enorm belebt und hat mehr Entwickler denn je. Nur eine einzige Zielgruppe, die Desktop-User, bevorzugt Ubuntu.
Es scheint mir absehbar, dass sobald der Linux-Desktop fertig ist, alle wieder zu Debian gehen. Jetzt ist nichts wichtiger als KDE 4.0.0 am Tag nach dem Release zu verwenden, aber wenn wir von 4.3.6 vs. 4.3.8 reden, ist das nicht mehr so wichtig. Vielleicht wird ja Debian auch mal jährliche Releases wieder schaffen?
2. Weil er denkt, Debian wäre durch Ubuntu ersetzbar. Für manche User ja. Sogar für viele. Aber nicht für alle Entwickler auf Dauer. Firmen wir HP werden immer ein "Testing" oder "Unstable" haben wollen, das über weite Strecken sofort nutzbar ist, um neue Entwicklungen zu machen, moderne Systeme zu entwickeln, etc.
Gruss,
Kay
Wenn Novell also böse ist, dann sind es Red-Hat, Canonical, Linspire und Xandros ebenso. Die beiden Erstgenannten, weil sie eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit mit Microsoft planten und immer noch hinter den Kulissen wohl auch weiterplanen (Red-Hat),
Hier verbreitest Du die gleiche Halbwahrheit, die in letzter Zeit von bestimmten Novell-Jüngern herumposaunt wird:
Diskussionen mit Microsoft bezüglich einer Zusammenarbeit auf rein technischer Basis verurteilt niemand aus der Linux- bzw. OpenSource Community. Novell hat sich lediglich dadurch Feinde gemacht, dass sie mit Microsoft ein Abkommen geschlossen haben, um sich vor Patentklagen zu schützen. Genau dadurch hat Novell zugunsten des "Schutzgeldes", das sie von Microsoft dafür erhalten den Eindruck, dass Linux bzw. OpenSource-Software wohl unrechtmäßigerweise irgendwelche Patente von Microsoft verletzt, d.h. hat aus reiner kurzfristiger Profitgier den Ruf von OpenSource Software "verkauft" und damit keine Rücksicht auf die langfristigen Auswirkungen dieses "Patentabkommens" genommen.
> wenn ihnen Novell nicht zuvorgekommen wäre und als Erste abgeschlossen hätten.
Das Ist doch Unsinn. Für diesen "deal" gab es zu keiner Zeit eine echte Veranlassung.
> Desweiteren haben Xandros und Linspire ebenfalls Abkommen mit Microsoft,
> die sehr viel deutlicher und explizit Microsoft-Technologie ....
Übertreiben wir hier nicht etwas? Gemeint sind die Trivialpatente, oder?
> Zudem beinhaltret der Novell-Microsoft-Deal Zusammenarbeit in puncto
> Interoperabilität der jeweiligen Office-Produkte OpenOffice.org und
> MS Office, also eigentlich doch genau ein solch von uns allen und
> von den Gerichten gewünschter Stein zur Erfüllung und Verbesserung
> der Interoperabilität. Ich kann nicht erkennen, was daran schlecht sein soll.
Niemand hat sich wohl die Assimilierung gewünscht, oder?
Microsoft tut rein gar nichts aus dem Beweggrund heraus das
etwas technisch besser wäre oder die Interoperabilität erhöht.
Es geht hier rein um Politik.
Interoperabilität ist dann interessant, wenn alle Partner
sie technisch wünschen.
> Die Frage ist, wem glaubt die Linux-Community eher:
> einem polternden Steve Ballmer oder Novell?
Aus meiner Sicht:
Keinen von beiden.
Beide sind gleich "evil".
"Für die Zukunft schließt Shuttleworth eine Zusammenarbeit mit Microsoft
nicht aus, denn es sei nicht sinnvoll, eine Firma als »inhärent böse für
alle Zeit« zu charakterisieren. Voraussetzung sei ein konstruktives
Engagement von Microsoft mit der freien Softwarewelt.
Besser kann man es nicht ausdrücken. Solange Microsoft
technische Probleme politisch löst, wird es keine
Zusammenarbeit geben. Die Frage ist, ob diese Firma
überhaupt lernfähig ist. Wenn man sich anschaut,
wie sie mit Ihren Kunden umspringen kommen da
einem durchaus Zweifel.
>Sein Ziel bleibe es jedoch, freie Software so weit wie
>möglich zu bringen. In den bisherigen Abkommen von Microsoft
>mit Linux-Distributoren sehe er jedoch keinen Nutzen für freie
>Software und er glaube auch nicht, dass Microsoft derzeit
>ein Interesse daran hat, freie Software zu unterstützen."
Bingo...schlauer Mensch!
>Novell ist Böse!
Wenn Novell also böse ist, dann sind es .....
Nein, lediglich Novell hat sich auf den politischen
Pfad begeben.
> nicht gänzlich ausschließen bzw. für die Zukunft befürworten
> würden (Shuttleworth/Canonical)
Du hast das Gesagte leider überhaupt nicht verstanden.
Das Ist das Problem!
> Ich finde das ganze Novell/SuSE-Bashing deswegen absolut
> geheuchelt und unfair.
Ich finde es durchaus begründet.
> Es nutzt vor allem Microsoft, da FUD anscheinend gut
> verfängt und die Linux-Community gegeneinander aufhetzt und spaltet.
Diese Wirkung wird es IMO nicht haben.
So naiv sind die Linuxer nicht.
1. AppArmor wird nicht gemerged und keine Liebe von anderen Distributionen erfährt, darf es als (vorerst) gescheitert gelten.
2. Virtualisierung ist wichtiger und genereller als AppArmor.
3. Man muss immer auch mal neue Prioritäten setzen können. Warum AppArmor entwickleln, wenn man stattdessen andere Dinge machen kann?
4. Die Rolle von Firmen in Open Source ist die von Pionieren, die neues Land erobern. Jetzt ist AppArmor praktisch fertig, hat aber keine Anwender und keine (grosse) Community gefunden. Der kleinen Community AppArmor geschenkt zu haben, ist aber immer noch unendlich grosszügig.
Nun, wenn andere Dinge Closed Source OOXML Export-Filter sind, kann man enttäuscht sein, aber das ist ja nicht der Fall, gell? Ich vermute Xen kommt Novell/Microsoft eher als richtige Lösung ihrer Probleme vor.
Gruss,
Kay
1. Es gibt mind. 2 andere sehr bekannte Distris welche AppArmor einsetzen.
2. Virtualisierung ist schwer überbewertet. Speziell da es in letzter Zeit hauptsächlich zur Verschiebung von Problemen verwendet. Im Konkreten Fall handelt es sich meist um unflexible Konfiguration von Diensten, Konflikten zwischen Programmen/Diensten (siehe Windows Server) und duch Softwarefehler verursachte Ausfälle. Anstatt die Software zu fixen und eine saubere Administration anzustreben wird halt einfach das Problem auf zig Installationen verteilt. --> ich halte das für pervers und nicht zielbringend, da durch dieses Verhalten die Software auch nicht sauberer wird.
Virtualisierung um Testsysteme etc. zu sparen ist natürch nicht zu verdammen. Auch ist es ein Segen für die Skalierung bzw. Migration (bei entsprechender Hardware).
4. Ich hätte gerne in Zukunft AppArmor eingesetzt, aber wenn solche Software gerade mal in 2 Versionszyklen im SLES Bereich übersteht, dann ist das nicht gerade konsquent. Bisher waren wir hauptsächlich mit der Zusammenstellung eines ordentlichen SLES Systems (Hard+Software) beschäftigt. Für Dinge wie AppAmor bzw. SELinux ist natürlich erst später bzw. eventuell sogar erst im nächsten SLES Zyklus Zeit.
Schätzungsweise wird es vielen anderen Unternehmen nicht anders gehen. Viele sind noch immer mit der Ablöse von SCO bzw. NT4 Systemen beschäftigt.
mfg
unreal
die Überwachung unzähliger virtueller Maschinen wird jedenfalls nicht einfacher, aber man kann natürlich schon einfacher verhindern, dass ein Webserver etwas anderes als read-only Dateisysteme vorfindet, und etwa über das Netz loggen muss. Das ist dann einfacher und mit traditionellen Bausteinen erreichbar.
Und magst noch sagen, welche Distributionen noch auf AppArmor setzen? Bei Ubuntu ist wie jemand anders sagte, lediglich im Kernel Infrastruktur da. Ganz ähnlich wie mit SELinux bei Debian anno dazumal.
Und man mag es vielleicht nicht glauben, aber wir würden nur zu gerne SELinux im RHEL deaktivieren, da es uns nur Probleme gemacht hat. Etwa jeden ICMP Ping als Warning loggen, schliesslich ist ein Broadcast ja ein Angriff, nicht wahr, bis die Platte voll war. Zumindest RHEL3 konnte dann nicht mal mehr richtig booten.
Auf lange Sicht wird es noch ne Weile viel einfacher sein, einen Local-Root Exploit für Linux zu finden, als dass es sich lohnen würde, den Userspace die Fähigkeit zu rauben, dass "cat" etwas anderes kann, als Dateien zu lesen (insbesonder nicht schreiben). Aber da kenne ich mich nicht gut genug aus...
Gruss,
Kay
Während das hierzulande passiert, dann hätten sich die betroffenen Entwickler entweder wo anders beworben oder sich arbeitslos melden müssen.
In den USA gründen sie eine eigene Firma.
Dim
Neuregelung für GmbH Anmeldungen.
* Mindesteinlage dann 10k
* GmbH kann auf "pump" gegründet werden. D.h. man gründet eine GmbH legt 75% des Gewinns beiseite bis man die 10k hat und wird dann eine vollwertige GmbH
also, los gehts ihr Entlassenen
lg
Erik
Gruss,
Kay
Da Du doch aber selbst bei größter Fähigkeit als GbR-Eigner nie alle Faktoren der wirtschaftlichen Entwicklung Deines Unternehmens abschätzen kannst, wirst Du Dich immer zumindest langfristig in Richtung einer Kapitalgesellschaft mit beschränkter Haftung orientieren. Deshalb kann man bei einer GbR meines Erachtens nach zu häufig davon ausgehen, dass es deshalb eine GbR ist, weil die Eigentümer finanziell so knapp kalkulieren, dass sie selbst die Rücklage nicht leisten können. Ob man dort dann längerfristig Kunde sein will, muss natürlich jeder selbst entscheiden...
lg
Erik
- AppArmor leistet weitestgehend, was das Management sich verspricht und für die Pflege und das Schreiben von Policies werden nicht so viele Entwickler benötigt.
- Novell plant die Verlagerung von Ressourcen nach $BILLIGLOHNLAND.
- Das Management ist unsicher, was die Zukunftsfähigkeit von AppArmor (bzw. die diesbezügliche Bindung von Ressourcen/Kapital) angeht, angesichts dessen, daß es nicht gut für eine Aufnahme in den offiziellen Linux-Kernel aussieht und zieht ein Umschwenken auf SELinux in betracht.
wo es auch andere Distris einsetzen werden, wird das Projekt halt ausgegliedert.Ich bin mir sicher Novell
wird das Projekt weiterhin finanziell unterstützen.Jetzt kann sich ja auch Canonical als bsp. an der Entwicklung beteiligen. Dann können se wenigstens mal sagen Sie haben etwas beigetragen, statt immer nur das Beste von allen zusammenzutragen.
gruss
Ich finde es schon bedenklich, dass du alles glaubst was in den Medien steht.
Träum und stürze Dich nur weiterhin auf alles wo Novell
steht mit Kommentaren wie "M$ Novell" etc.
Super Sarkasmus. den haette ich ncith besser hinbekommen. Da fallen bestimmt ne Menge Leute drauf rein und denken, dass Du das ernst meinst *ggg*
die mad
(ps:
Shuttleworth verkaufte Digitale Zertifikate, er hat Thwate gegruendet und spaeter verkauft. Der Junge ist knallharter Betriebswirt, was er auch studiert hat
)
Wie gemein, Du kannst ihm doch nicht einfach so seine Traumwelt zerstören.
PS. openSUSE rules!
Na prost Mahlzeit
ich frage mich, was an dieser Meldung so schlimm ist. Novell hat über einen gewissen Zeitraum die Entwicklung von AppArmor gefördert, indem es Leute in Lohn und Brot stellte, die es (weiter-)entwickelten. Jetzt hat es Novells Meinung nach einen akzeptablen Stand erreicht, eine Community um sich gebildet und kann aus eigener Kraft weiterbestehen. Dank freier Lizenz ist es mit dem "Stopp durch Novell" nicht tot, ganz im Gegenteil: Andere Distributionen haben es übernommen.
Und die Entwickler? Siehe da, nachdem sie entlassen worden sind, fallen sie weich, denn sie gründen eine eigene Firma und beschäftigen sich weiter mit AppArmor.
So ist nun mal der Lauf der Dinge in der freien Softwarewelt. Manche Unternehmen fördern ein Projekt finanziell, andere beschäftigen die Entwickler in Vollzeit, wieder andere loben aus, für bestimmte Projektziele die Entwicklungskosten zu refinanzieren (Google Summer of Code).
lg
Erik
Es ist eben nicht so, dass Novell sagt. "He, danke. Wir sponsern euch, ihr könnt das besser als wir selbst und stellen die Entwickler zu euch ab." Nein, Novell hat die Abteilung einfach mal dicht gemacht und den Entwickler gefeuert. Villeicht sogar in der Hoffnung, dass er es extern selbst weiter macht und Novell die Früchte von ernten kann.
Irgendwie will dieser Konzern überall mitmischen, was halbwegs nach Linux und Business riecht. Aber sobald es ernst wird machen sie wieder die selben Fehler wie früher. Angst vorm eigenen Erfolg? Warum hat man sich nicht um sein lieblings FS aus dem Hause reiser gekümmert? Die 3D Spielereien hat man nach den ersten eigenen versuchen auch an den Nagel gehängt und an Beryl übergeben.
RedHat ist da weitaus konstanter und zuverlässiger.
Und wie sieht es mit ximian, mono & co aus? Wie lange bleiben sie dort mit dran oder wann ist es gut/schlecht genug um es abzustossen.
Danke fuer ihr Verstaendnis.