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Fr, 12. Oktober 2007, 12:34

Software::Entwicklung

Novell stoppt die Entwicklung von AppArmor

Laut Medienberichten hat Novell die Entwicklung von AppArmor eingestellt und die beschäftigten Entwickler entlassen.

Novell hatte AppArmor im Mai 2005 durch den Kauf von Immunix erworben. Immunix hatte diese Software entwickelt, die ein System zur Eindringlingsabwehr darstellt, das sowohl das Linux-Betriebssystem als auch die Linux-Anwendungen vor externen Angriffen, Viren und anderen Schadprogrammen schützen soll. Dadurch sollte das Bedrohungspotenzial für Unternehmen minimiert werden. AppArmor verhindert unter anderem durch definierte Regeln für populäre Programme die Ausführung bestimmter Funktionen. Seit SUSE Linux 10 und Novell SUSE Linux Enterprise Server 9 Service Pack 3 (SP3) ist AppArmor ein fester Bestandteil der Produkte.

Wie das Branchenportal CNet nun berichtet, hat Novell die Entwicklung der Applikation eingestellt. Das für den Fortbestand der Software zuständige Team soll bereits am 28. September entlassen worden sein. Crispin Cowan, der nach der Akquise von Immunix zu Novell gewechselt war, bestätigte den Entwicklungsstopp gegenüber CNet. Über die Gründe will Cowan nichts erfahren haben. Die Einstellung der Entwicklung kam laut Cowan allerdings für alle Beteiligten überraschend und ohne Ankündigung.

Nun will der entlassene Entwickler auch ohne Novell den Fortbestand von AppArmor sichern. Wie er gegenüber dem Portal bekannt gab, gründeten er und zwei weitere von Novell entlassene Entwickler ein neues Unternehmen. Die unter dem Namen Mercenary Linux gegründete Firma wird neben der Pflege auch Beratungstätigkeiten rund um AppArmor anbieten.

Novell selbst wollte gegenüber CNet die Entlassungen nicht bestätigen, stellte aber fest, dass sich um AppArmor bereits eine Gemeinschaft gebildet habe, die den Fortbestand der Applikation sichern kann. Das Unternehmen will aktiv mit den Mitgliedern der Gemeinschaft zusammenarbeiten und die Lösung weiterhin in seinen Produkten einsetzen. Cowan hingegen hält die Gemeinschaft noch nicht für ausreichend und sucht derweil nach Geldgebern für seine neue Firma.

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