So kann man auch eine Geschäftsidee aufbauen: Acacia has sued hundreds of defendants in 213 different patent lawsuits brought by 36 different Acacia subsidiaries. trolltracker.blogspot.com.
Wenn ich das richtig verstehe, kauft dieses Unternehmen Patente um dann andere Unternehmen zu verklagen. Es wird nichts hergestellt, kein Produkt oder der gleichen. Das ist schon sehr schön.
Und das ist genau der Grund warum viele Patenkritiker immer wieder das Gehör aller suchen, leider erfolglos. DIE große Gefahr geht nicht von Firmen wie MS aus, sondern von Firmen die sich auf dieses äußerst erträgliche Geschäft spezialisiert haben. Der Beklagte weiß meist gar nichts von den Ansprüchen, wiegt sich im Sicheren, "entwickelt", produziert und dann passiert genau das was nun Red Hat und Novell passiert, sprich er wird abkassiert. Damit kann man schon mal eine Firma aus dem Geschäft werfen. Darum ein klares nein gegen Softwarepatente.
Der Punkt ist: Wenn 10% von dem, was die Patenttrolle kassieren fuer Patentreformlobbying zur verfuegung staenden, koennte man sich das zaehneklappern sparen. 20 Millionen hier, 30 Millionen. Mit 2 Mio koennte man das Softpatentsystem Europas in die Wueste schicken
Vorsicht, leider werden immer wieder die europäische und die US-amerikanische Patentpraxis durcheinandergeworfen. Das ist ein großer Fehler. Zwar bin ich selber auch gegen die Schaffung reiner Softwarepatente,aber bleiben wir fair:
Das Problem tritt auf (und kann ausgenutzt werden) durch die fahrlässige Vergabe von Patenten ohne vernünftige Prüfung wie in den USA praktiziert. Dort argumentiert man bislang: "wir gewähren einfach mal den Schutz, wenn sich später jemand wehrt können wir in aller Ruhe prüfen, eben dann, wenn es nötig ist". Das wird in Europa (nach europäischem Patentrecht) GANZ anders gehandhabt. Hier könnten solche Patente nicht erteilt werden. Ich will nicht sagen NIE, aber das Prüfungsverfahren hier ist ein völlig anderes (habe selber eins durchgemacht...). Wenn hierzulande also ein Patent erteilt wird, dann ist der Inhalt wirklich neu, vor diesen Voraussetzungen kann man doch über einen Schutz nachdenken.
Ich finde es einfach fatal, wenn so durcheinandergeworfen wird: die Praxis in den USA (oh wie einfach zum Patent...) mit dem Schutz wie in Europa (da kann keiner einfach gegen an...). Das sind verschiedene Welten. Und wer fair ist muss diese Welten auch getrennt betrachten.
Dann sind da aber auch im Europäischen Patentamt jede Menge an Softwareideen durchgerutscht. So ist z.B. der Fortschrittsbalken patentiert, oder das "Vorausanhören" eines Teiles des Liedes bevor mans kauft, ... .
Gott sei Dank gibt es aber schon ein paar Urteile vor allem in Großbritannien die solche Patente ungültig in GB erklärt haben. Leider kann der Troll seine Klage aber in jedem Land neu einbringen, und der Ausgang ist in jedem Land unsicher. Fakt ist aber, dass man als produzierendes Unternehmen erst einmal eine extrem langwierige Klage am Hals hat, und das alleine ist ja schon oft Grund genug für einen unfairen Vergleich. Wie Wegelagerei im Mittelalter!
Irgendwie glaube ich sogar, dass Microsoft nicht hinter diesem Troll steckt. Ich weiß nicht warum, sieht aber irgendwie nicht nach Ihnen aus, alleine schon, weil diese Anschuldigung zu konkret und nicht breitflächig genug daherkommt.
Ich bin mal gespannt, wie RedHat und Novell darauf reagieren werden, schön finde ich diese Art der Geschäftemacherei (Wegelagerei?) jedenfalls nicht.
Naja, zumindest der Meldung auf heise nach ist ja auch noch ein weiterer Patentheini aufgekreuzt. Die ehemaligen MS Leute bei diesem einen Troll würde ich ja noch als Zufall ansehen... Ärgh, ich weiß noch nicht: So dreist können die doch nicht sein, oder?
Doch, können sie... *kopfschüttel*
Mal sehen, was unser "Bösewicht" dann diesmal wieder abzieht und wieviele Patenttrolle noch im Laufe des Abends bekannt werden.
Von Dierk Sacher am Fr, 12. Oktober 2007 um 22:41 #
Wenn wir unbedingt Microsoft und das Patentabkommen ins Spiel bringen wollen, faellt mir folgendes dazu ein: Man sieht hier sehr schoen, dass das Abkommen in der Praxis, mit Verlaub gesagt, einen Dreck wert ist. Microsoft hat ja nur zugesichert, nicht selbst mit eigenen Patenten gegen Novell und dessen Nutzer vorzugehen. Microsoft kann aber weiterhin jederzeit nach Belieben seine Patente an Dritte (solche Patentlurker wie hier im Beispiel) veraeussern. Diese koennen dann nach Herzenslust mit dem Patent _trotz_ Abkommen gegen Novell und dessen Nutzer vorgehen. Denn fuer die gilt ja das Abkommen nicht.
> Irgendwie glaube ich sogar, dass Microsoft nicht hinter diesem Troll steckt. Ich weiß nicht warum, sieht aber irgendwie nicht nach Ihnen aus, alleine schon, weil diese Anschuldigung zu konkret und nicht breitflächig genug daherkommt.
Ach, SCO war nicht "konkret"!? Microsoft kann und wird es sich leisten, hunderte von Millionen Dollar zu investieren. Die Mehtode ist doch gar nicht dumm: Loyale Mitarbeiter "verlassen" das Unternehmen, um im Rahmen einer anderen Firma alte Patente aufzukaufen. Die daraus resultierenden "Forderungen" werden prompt bedient, um diese Sateliten einerseits mit einer gewissen "Reputation" und andererseits mit Kapital auszustatten, damit die wiederum den Gegner angreifen können. Klassische "hohe" Politik des kalten Krieges. Nur das es hier um kompetitive Unternehmen anstatt Staaten geht. Wie man in Afghanistan und im Irak sehen kann, entstehen so langwierige Konflikte, bei denen die Bevölkerung der Verlierer ist, der macht bzw. wirtschaftspolitische Status Quo aber erhalten bleibt. Und das ist genau das, was Microsoft anstrebt.
Naja, SCO war in dem Sinne nicht "konkret", weil sie, anstatt nur auf ein einzelnes obskures Patent zu klopfen, eher ein buntes Feuerwerk aus Nebelkerzen abgekokelt haben. Und eigentlich erwarte ich von Microsoft, sollten sie doch dahinter stecken, eine mindestens genauso gute Show wie mit Cowboy Darl.
Mal sehen: Sollten jetzt auf einmal mehrere dieser Trolle mit ähnlichen Ansinnen aus ihren Löchern gekrochen kommen, wäre ich schon eher geneigt, Microsoft dahinter zu vermuten. Ich persönlich halte Microsoft für etwas ähnliches wie einen billigen (jaja, Wortwitz) Filmbösewicht, weil sie es immer wieder schaffen, sich wie einer zu benehmen. Und diese billigen Bösewichte scheitern schließlich auch immer daran, dass sie, anstatt dem Helden einfach eine Kugel in den Kopf zu jagen, die ausgefallensten Schurkereien ersinnen, um eine exhorbitante Falle damit zu errichten.
Deinen zweiten Absatz hätte ich nicht ganz so dramatisch umschrieben, stimme ihm inhaltlich aber zu.
Insagesamt erachte ich aber die Reaktionen von RedHat und Novell vorerst als das Wichtigste: Geben sie kleinbei oder werden sie es ausfechten?
"Zweiten Teil" Deines Absatzes meinte ich, sorry. (Hab im Zitat nur mit einem Auge darauf geschielt, der erste war doch ein Zitat meines eigenen Postings.)
Von Jochen Plumeyer am Fr, 12. Oktober 2007 um 14:59 #
> Ich persönlich halte Microsoft für etwas ähnliches wie einen billigen (jaja, Wortwitz) Filmbösewicht, > weil sie es immer wieder schaffen, sich wie einer zu benehmen. Und diese billigen Bösewichte scheitern > schließlich auch immer daran, dass sie, anstatt dem Helden einfach eine Kugel in den Kopf zu jagen, die > ausgefallensten Schurkereien ersinnen, um eine exhorbitante Falle damit zu errichten.
Ich habe nochmal ein wenig im Netz herumgeguckt (mir hat der Fehler keine Ruhe gelassen): "exhorbitant" scheint eine veraltete Form von exorbitant im Englischen zu sein, vermutlich bin ich so auf die falsche Schreibweise gekommen. Das wäre neben "authorisiert" bereits das zweite Mal, dass mir sowas passiert ist.
> Irgendwie glaube ich sogar, dass Microsoft nicht hinter diesem Troll steckt. Ich weiß nicht > warum, sieht aber irgendwie nicht nach Ihnen aus, alleine schon, weil diese Anschuldigung > zu konkret und nicht breitflächig genug daherkommt. Jo. Gleiches hier. Sieht fuer mich auch nach MS aus.
So ein Drecksverein... und ich meine damit bestimmt nicht Groklaw. Gut, es sieht wohl doch mal wieder nach einer von Microsofts Schmutzkampagnen aus. Offensichtlich wird wohl erst Ruhe einkehren, wenn diese Firma endlich im Orkus verschwunden ist.
Gibt es virtuelle Desktops nicht schon viel längerer? Wenn ja, wäre ja alles im Lack, oder ist das in den USA anders als hier in Europa? Man kann ja nichts patentieren, was von jemand anderem schon offiziell bekant, erfunden wurde.
Allerdings war ich dann verwundert, dass bspw. fvwm wohl aus dem Jahre 1993 stammt (nach wikipedia). Das Projekt hätte ich auch schon älter getippt. Gibt es eine Umgebung, die vorher virtuelle Desktops hatte?
Ja, gab es schon eher. Aber meines Wissens nur für den internen Gebrauch. Grund war, das der Framebufferspeicher damals ziemlich knapp war und es sich so nicht für die breite Masse eignete. Ich werd mal sehen, was ich in meinem Archiv finde. Ich bin mir jedenfalls sicher, das ich schon vor 1990 mehrere Desktops unter X zur Verfügung hatte.
Besser wäre etwas zu finden, das schon vor 1987 die patentierte Technik anbot. Es gilt nicht der Zeitpunkt der Patenterteilung sondern der Einreichung des Patentantrags.
Also "virtuelle Desktops" sind meines Erachtens etwas anderes als der Amiga bot. Auf dem Amiga konnte eine Anwendung ihren eigenen Screen definieren, aber man konnte keine Anwendungsfenster zwischen Screen A und Screen B hin- und herschieben und die Workbench lief doch auch nur auf ihrem, dem initialen Screen. Gut, es ist die Frage, wie der genaue Wortlaut des Patentes ist, aber ein virtueller Desktop ist zumindest etwas anderes als die Screens des Amiga.
Ich hab' mir die Patentschrift mal durchgelesen, was dort steht konnte der Amiga zumindest bis 3.x nicht ("sharing a window between desktops", was anscheinend der zentrale Punkt dieses Patentes ist). Der ist also keine prior art. Ich glaube auch nicht, dass Apple so dumm gewesen wäre, das nicht zu sehen, immerhin haben die ja auch gezahlt.
Moment mal! Microsoft muss sofort auch geklagt werden, dann die haben auch ein kostenloses Tool "MSVDM (Virtual Desktop Manager)", welches diese Funktion zur Verfügung stellt. (hab ich auf der Arbeit installiert)
Kommt ja vielleicht noch. Erst Appel, dann Linux, dann MS ... warum auch nicht, angeblich haben sie ja auch schon vorher MS verklagt, da scheint es wohl keine Hemmungen zu geben. Vielleicht wird da einfach bloß einer nach dem Anderen drann genommen.
> Die werden doch ihre Ex-Bosse Steve und Billyboy nicht verklagen.
Ein paar threads weiter oben wurde erwähnt, dass eine Klage, der relativ schnell nachgegeben wird, eine gute, relativ unauffällige methode ist, »IP Innovation LLC« finanzielle unterstützung zukommen zu lassen
Einer nach dem anderen, sonst hat man zuviel Geld gegen sich. Stell dir vor die verklagen MS, Apple, Canonical, Novell, Oracle und Redhat zur gleichen Zeit. Die schmeißen in einen Topf und machen die Firma platt.
Sie verklagen als erstes am besten den, der am wenigstens Geld zur Verteidigung aufbringen kann und schaffen somit einen Präzidenzfall. Jedenfalls in meiner Laiensicht.
Aber es ist der Hammer, das ist kein SW-Patent, sondern ein Trivialpatent. Wenn sie eine bestimmte Umsetzung der virtuellen Desktops patentiert hätte, könnte ich es vielleicht noch verstehen, aber nur die Idee an sich. Da könnte man ja die Idee Daten portable zu speichern auch patentieren lassen und alle zukünftigen Medien nach BlueRay etc wären betroffen, oder wenn es rechtzeitig passiert wäre, Schallplatten, MCs, CDs, Festplatten, DVDs etc.
Das erinnert mich an einen Kollegen, der mit T-shirts Geld verdienen wollte. Dazu halt einen Spruch drauf, wie man es kennt. Um das schützen zu lassen (eigentlich nur den Spruch) reichte es nicht zu sagen der Spruch xyz auf einem T-shirt. Es müßte dazu genau gesagt werden welche Farbe Shirt und Text haben, Textgröße und Schriftart und von allen Varianten ein Exemplar angefertigt werden. Ansonsten hätte er mit z.B. Arial 18 auf schwarzen Shirt nichts gegen ein Arial 18 auf weißen Shirt machen können.
Das mit den T-Shirts hat auch nichts mit Patentrecht, sondern mit Markenrecht (Geschmacksmuster) zu tun. Da herrschen ganz andere Regeln. So ist der Markenrechtsinhaber dazu verpflichtet, jede Rechtsverletzung sofort zu verfolgen, anderenfalls verliert er die Marke. Wenn das im Patentrecht auch so wäre, wäre das Patent in dieser News längst ungültig.
Die sind wegen ihres Hauseigenen Unix Mitglied im X Konsortium gewesen und dürften wie die anderen Members daher ein Patentaustauschabkommen mit Xerox haben. Daher kannste auch Sun, HP oder SGI nicht verklagen.
Von frankppcnux am Fr, 12. Oktober 2007 um 13:35 #
der amiga kam 1984/85 mit verschiebbaren Screens auf die Welt. Wenn ich mich recht entsinne, war es sogar möglich ein "objekt" auf mehrern Screens zu haben ("verankern").
Auch das Atari-Blitter-TOS kannte wohl mehrere Screens.
Ich finde den Ansatz virtueller Desktop so gesehen als Klagegrund ausnehmend irritierend. Das Zeug gab, und gibt es, schon lange.
Ich glaube sogar beim Siemens Bürosystem 2000 gab es sog. Fenster (es gab kein Windows, der Mac machte das von Xerox-Ideen kommenden Fensterln erst 1984 populär), diese Fenster, die man ein- und ausblenden konnte, würde man heute auch eventuell als virtuelle Desktops bezeichnen, da wir heute unter Fenster etwas anderes verstehen.
Ich glaube auch Wang hatte damals eine entspr. Office Lösung, wo man noch heutigen Begrifflichkeiten auch von virtuellen Desktops sprechen könnte.
Nein, das ist ein alter Hut.
Es ist irritierend und kostet nur wieder Geld, Zeit und Nerven.
der amiga kam 1984/85 mit verschiebbaren Screens auf die Welt. Wenn ich mich recht entsinne, war es sogar möglich ein "objekt" auf mehrern Screens zu haben ("verankern").
Richtig!
Auch das Atari-Blitter-TOS kannte wohl mehrere Screens.
Nicht so gut wie der Amiga mit seinen Spezial-Chips, aber auch richtig!
Ich glaube auch Wang hatte damals eine entspr. Office Lösung, wo man noch heutigen Begrifflichkeiten auch von virtuellen Desktops sprechen könnte.
Korrekt
Es ist irritierend und kostet nur wieder Geld, Zeit und Nerven.
Ach naja, es wird für eine neue Show. Bei SCO ist die Spannung raus. Nur schade, das sich damit der Patent-Showdown mit MS mal wieder etwas verzögert.
der amiga kam 1984/85 mit verschiebbaren Screens auf die Welt. Wenn ich mich recht entsinne, war es sogar möglich ein "objekt" auf mehrern Screens zu haben ("verankern"). Richtig! Was? Das Verankern war möglich? Und das schon vor 1987? Soweit ich mich erinnere, gab es eine feste Zuordnung zwischen Fenstern und Screens, sollte ich mich wirklich so täuschen? *kratz*
Also, ich hab' mal mein "RKRM - Libraries" (von '92) rausgekramt.
Zitate: The Window Structure [S. 104 f.]
struct Window { ... struct Screen *WScreen; ... }
WScreen A pointer to the Screen structure of the screen on which this windows was opened.
PUBLIC SCREENS AND CUSTOM SCREENS [S. 38] An application may choose to use an existing screen or to create its own screen. For instance, the normal Amiga startup process opens the Workbench screen (Workbench is the Amiga's default user interface). Any application is free to use the Workbench screen instead of opening a new one. Screens that can be shared this way are called public screens.
Public screens are a new feature of Release 2 (V36). In older versions of the OS, only the Workbench screen could be shared.
Also was haben wir? Eine Windowstruktur, die nur einen dazugehörigen Screen verwalten kann und eine Aussage darüber, dass man vor V36 noch nicht einmal Fenster auf einem anderen Screen als des der Workbench oder einem eigenen öffnen konnte. Das lässt mich (neben meiner eigenen Amiga-Erfahrung) irgendwie zweifeln, dass es wirklich möglich gewesen sein soll, Fenster zwischen verschiedenen Screens zu "verankern".
Von BuffaloBill am Fr, 12. Oktober 2007 um 13:30 #
Momentmal ... also wenn ich das richtig verstanden habe.... Wenn die diesen Prozess gewinnen dann können die danach von JEDEM Linux Distributor Schadenersatz fordern? Denn sowohl Gnome wie auch KDE kennen mehrerevirtuelle Desktops, und 99% der Distris verwenden Gnome oder/und KDE. Das wär de Katastrophe
> IP Innovation hatte im April 2007 bereits Apple verklagt und in einem Vergleich offenbar einen Betrag von bis zu 20 Mio. US-Dollar aus Apple herausgepresst
Von Nackter Mann am Fr, 12. Oktober 2007 um 13:36 #
Einem nackten Mann kannst du nicht in die Tasche greifen. Was willst du denn bei anderen noch holen? Da hätte doch höchstens noch canonical etwas Geld auf der Bank.
Vielleicht könnte man bei den Projekten selbst auf Unterlassung klagen aber das wäre nicht sehr profitabel, denn nur wenn jemand damit Geld macht, gibt es auch einen Streitwert.
Ich finde die Idee nicht schlecht. Dann würde man halt künftig in den USA andere Versionen ausliefern müssen als in allen anderen Ländern die um die USA liegen (und von dieser beschützt werden müßen).
Höchstens da, wo US-Patentrecht gilt, also wer in den USA sitzt. Europäische Distributoren z. B. braucht das nicht zu jucken. An Canonical (Ubuntu) kommen sie also nicht ran.
Vielleicht sollten Red Hat und/oder Novell den guten RJ Mical (http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_J._Mical) ins Boot holen. Er war maßgeblich am Intuition-System des ersten AmigaOS beteiligt. Der dürfte den IP-Gangstern ein paar Reihen über virtuelle Desktops aus der Zeit vor 1987 erzählen können.
Am 1.10. haben Sie den MS Intellectual Property Manager eingestellt, und ein paar Tage später...: http://www.acaciatechnologies.com/pr/100107BradBrunell.pdf
Was genau ist denn patentiert? Das Konzept, mehrere Arbeitsflächen zu haben? Wäre das nicht so, als wenn man sich das Konzept von 4 Reifen an einem Auto patentieren lassen würde.
Wer kann denn aufklären, worum es genau in dem Patent geht?
Das ist eine gute Frage. Virtuelle Desktops gabs doch in KDE/Gnome/Xfce schon seit Ewigkeiten. Vor 5 Jahren als ich das erste mal Linux installiert habe, da gabs das doch schon. Wieso koennen die 20 Jahre ins Land vergehen lassen und dann klagen? Also erst warten bis Firmen damit richtig viel Geld verdienen, selbst aber nichts davon erkennen lassen das man ein Patent gegen die hat und dann nach einer Ewigkeit (den 20 Jahre sind in der IT eine Ewigkeit) Schadensersatz klagen? Welcher Schaden ist den ihnen entstanden, fragt man sich da. Sie haben ja selbst keinerlei Produkte auf dem Markt gehabt.
Mein Jüngling ich sage dir: Nein. FVWM gibts erst seit 1993. Wer noch keine 15 Jahre Unix auf dem Buckel hat sollte lieber hier nicht mitreden.
Ich erinnere mich noch wie solche Features in meinem ersten Studienjahr langsam erschienen das war 1988. Und es geht nicht um die virtuellen Desktops sondern um den Pin Button. Das hatte kein Amiga/Atari oder normaler PC die hatten nur CPM Terminal Emulation.
Das hört sich an wie ein Rudel Schmarotzer die sich auf Kosten anderer Menschen ein schönes Leben machen wollen. Dieses Rudel soll endlich mal was arbeiten, damit sie wissen was Arbeit ist!
Also Xerox ist alles andere als Schmarotzer, die machen (machten auf alle Fälle) wohl die beste Forschung im IT Bereich überhaupt. Und diese Forschung haben sie über Patente finanziert (vorfinanziert durch Verkauf an eine Patentfirma - was ein sehr nachzuvollziehender Schritt ist).
Jetzt müssen halt die Nutzer zahlen. Apple hats eingsehen, die anderen brauchen es wohl nicht (MS, HP, Sun, SGI) da die nicht unerhebliche Gelder fürs X Konsortium gezahlt haben das sicher ein Patentabkommen mit Xerox hatte. Pech für Apple das sie nicht dabei waren als alle auf X11 machten.
So lange es sich bei den Patenten nicht um Trivialpatente handelt habe ich nichts dagegen. Aber um auf die Idee mit mehreren Desktops zu kommen, ist keine Forschung von nöten und deswegen ist die Idee IMHO auch nicht schützenswert. Darauf hätte genauso gut meine Oma kommen können. Ich für meinen Teil hoffe das der Schmatzerverein recht bald über den Jordan geht.
Das Problem ist u.a., dass das Patentsystem unkalkulierbare Tücken beinhaltet denen Firmen zwangsläufig zum Opfer fallen. Das Patent einer zur Patentierung eingereichten Idee ist bspw. erst zum Zeitpunkt der Patenterteilung für Dritte einsehbar; bis dahin vergehen nicht selten Jahre, d.h. Firmen können Patente 'verletzen' ohne davon zu wissen. 'Patentverwertungsfirmen' nutzen genau dies bewusst aus.
Es ist moralisch verwerflich. Ein schöner Vergleich (den Du sicher nicht bringen wirst, dumm bist Du ja nicht) wäre, dass Du nicht verwerfliches daran findest, wirksame Aids-Medikamente nicht in Afrika zu verkaufen, weil man dort nicht genug Geld damit verdienen kann.
Na ja, ... jeder Unterernährte wird als HIV-Positiv getestet damit man Kohle machen kann! In größtem Stil werden damit Arzneimittelversuche an "kostenlosen Probanten" durchgeführt. Politiker - auch die "Guten" - werden bestochen. Von der amerikanischen Pharmaindustrie bzw. ihren Strohmännern werden in Afrika Demonstrationen organisiert, dass die Leute nach den Aids-Arzneimitteln brüllen! Dann gesteht man sie ihnen gönnerisch zu. Die Leute wissen nicht was sie schlucken. Und können sich auch nicht vorstellen, was ein freiwilliger amerikanischer Probant normalerweise gezahlt bekommt. Eines der dreckigsten Themen, die es heute gibt. Taugt nicht zum Vergleich ...
Von Oberschlauberger am Sa, 13. Oktober 2007 um 11:17 #
So sehr diese Trivial Patente auch gegen die von Marc S und RMS geforderte totale Freiheit sind, so muss es dadurch jedem in die Birne gehen, das jeglicher Besitz, jegliches Eigentum eine Verletzung dieses Grundrechtes nach totaler Freiheit ist.
So freut es doch klammheimlich, das es hier mal die richtigen trifft: M$ Novell, diese monopolistischen Verräter und dieses geldgierige RedHat, die schon lange ab sind vom Pfad, den Marc S und RMS einst ganz klar vorgeben haben: Gratis Downloads, kein Eigentum, Enteignung aller Monopole. Um die Freiheit aller zu schützen, müss die Freiheit derer, die die Freiheit bedrohen, eingeschränkt werden, zur Not mit drastischen Strafen.
Nur Ubuntu erfüllt alle Kriterien der totalen Freiheit und ist durch die direkte Verbindung mit der höheren Macht gefeit vor solch frechen Patenttrollen.
Von Interessent am So, 14. Oktober 2007 um 00:19 #
Sag mal, meinst Du das hier eigentlich im vollen Ernst? Ich kenne inzwischen einige Beiträge von Dir, die gehen ja alle thematisch so ziemlich in die gleiche Richtung. Das soll jetzt nicht persönlich was gegen Dich sein, aber ich hab noch nie die Gelegenheit gehabt, mit einem Menschen zu reden, der eine derart radikale Meinung vertritt. Ich meine z. B. Deine Aussage über die höhere Macht und kein Eigentum und so. Wie stellst Du Dir das eigentlich vor? Meinst Du wirklich, GNU/Linux wäre jetzt so weit, wenn es diese kommerziellen Produkte von RH/Novell/... nicht gegeben hätte?
Von Karsten Berg am So, 14. Oktober 2007 um 22:27 #
Mit dem letzten Satz disqualifizierst du dich selber. Er wäre schon falsch, wenn du das "nur" weggelassen hättest... Aber so?... Naja, dich kann man nur auslachen, sorry.
Achso: Novell und RedHat verkaufen primär keine Software, sondern Dienstleistungen... Service und Support. Und dafür kann man sehr wohl etwas verlangen. Du kannst dir z.B. den gesamten Quellcode von Red Hat Enterprise Linux runterladen und kompilieren. Das bräuchtest du also, wenn du RHEL nutzen willst, nicht zu kaufen...
Könnte man sich nicht die Idee, eine Idee durch ein Patent zu "schützen" (z.B. vor Verbreitung) durch ein Patent schützen lassen und dann diese Abzocker abzocken, um sich schlussendlich konsequenterweise selber zu ruinieren und den ganzen Wahnsinn ins Nirwana mitzunehmen?
Ich hab hier eine ziemlich egoistische Frage: was geht mich das an, wenn in den USA eine Firma eine andere Firma in den USA verklagt, weil die USA ein ziemlich bescheuertes Patentrecht haben?
P.S.: Die Problematik der Softwarepatente ist mir durchaus bewußt, auch dass wir in Europa sowas schon fast mal gehabt hätten. Aber mal ehrlich, US Recht gilt in den Staaten nicht bei uns. Warum sollte ich mich drum kümmern? Gibts halt keine virtuellen Arbeitsflächen mehr in den USA. Who cares?
sehe ich auch so, wichtig ist das Europa sich gegen Softwarepatente ausspricht. Sichern wir doch unseren Standort. Wenn Firmen wie MS Apple etc... drauf gehen ist es mir völlig egal. Schön wenn die Innovationen hier in Europa only genutzt und Angeboten werden. Die Amis können dann ja über youtube mal schauen was so alles geht, naja zumindest wennn es noch erlaubt ist ein Video im browser patentfrei zu schauen. Angstfreies Programmieren wird dann dort ebend nicht mehr möglich sein. Ironie aus ... Wo soll das eigentlich noch hinführen? Hoffen auch im Mittelalterlichen Amiland tut sich noch was.
Ich habe schon 1986 mit virtuellen Terminals auf SCO XENIX-286 gearbeitet. Wenn die Umschaltfunktion der Tastatur durch ein Bildschirm-Icon ersetzt wird, haben wir ganz normale virtuelle Terminals. Es war nichts weiter als eine triviale Erweiterung vorhandener Technologie ohne erfinderischer Höhe.
Es wird nichts hergestellt, kein Produkt oder der gleichen. Das ist schon sehr schön.
leider werden immer wieder die europäische und die US-amerikanische Patentpraxis durcheinandergeworfen. Das ist ein großer Fehler.
Zwar bin ich selber auch gegen die Schaffung reiner Softwarepatente,aber bleiben wir fair:
Das Problem tritt auf (und kann ausgenutzt werden) durch die fahrlässige Vergabe von Patenten ohne vernünftige Prüfung wie in den USA praktiziert. Dort argumentiert man bislang: "wir gewähren einfach mal den Schutz, wenn sich später jemand wehrt können wir in aller Ruhe prüfen, eben dann, wenn es nötig ist". Das wird in Europa (nach europäischem Patentrecht) GANZ anders gehandhabt. Hier könnten solche Patente nicht erteilt werden. Ich will nicht sagen NIE, aber das Prüfungsverfahren hier ist ein völlig anderes (habe selber eins durchgemacht...). Wenn hierzulande also ein Patent erteilt wird, dann ist der Inhalt wirklich neu, vor diesen Voraussetzungen kann man doch über einen Schutz nachdenken.
Ich finde es einfach fatal, wenn so durcheinandergeworfen wird:
die Praxis in den USA (oh wie einfach zum Patent...) mit dem Schutz wie in Europa (da kann keiner einfach gegen an...). Das sind verschiedene Welten. Und wer fair ist muss diese Welten auch getrennt betrachten.
arkscha
Gott sei Dank gibt es aber schon ein paar Urteile vor allem in Großbritannien die solche Patente ungültig in GB erklärt haben. Leider kann der Troll seine Klage aber in jedem Land neu einbringen, und der Ausgang ist in jedem Land unsicher.
Fakt ist aber, dass man als produzierendes Unternehmen erst einmal eine extrem langwierige Klage am Hals hat, und das alleine ist ja schon oft Grund genug für einen unfairen Vergleich. Wie Wegelagerei im Mittelalter!
Ich bin mal gespannt, wie RedHat und Novell darauf reagieren werden, schön finde ich diese Art der Geschäftemacherei (Wegelagerei?) jedenfalls nicht.
Bis denne,
sys
"Oh ich hab was von Novell gelesen, da poste ich doch gleich mal was mit Microschrott, huiiii"
Doch, können sie... *kopfschüttel*
Mal sehen, was unser "Bösewicht" dann diesmal wieder abzieht und wieviele Patenttrolle noch im Laufe des Abends bekannt werden.
Bis denne,
sys
Ach, SCO war nicht "konkret"!? Microsoft kann und wird es sich leisten, hunderte von Millionen Dollar zu investieren. Die Mehtode ist doch gar nicht dumm: Loyale Mitarbeiter "verlassen" das Unternehmen, um im Rahmen einer anderen Firma alte Patente aufzukaufen. Die daraus resultierenden "Forderungen" werden prompt bedient, um diese Sateliten einerseits mit einer gewissen "Reputation" und andererseits mit Kapital auszustatten, damit die wiederum den Gegner angreifen können. Klassische "hohe" Politik des kalten Krieges. Nur das es hier um kompetitive Unternehmen anstatt Staaten geht. Wie man in Afghanistan und im Irak sehen kann, entstehen so langwierige Konflikte, bei denen die Bevölkerung der Verlierer ist, der macht bzw. wirtschaftspolitische Status Quo aber erhalten bleibt. Und das ist genau das, was Microsoft anstrebt.
Mal sehen: Sollten jetzt auf einmal mehrere dieser Trolle mit ähnlichen Ansinnen aus ihren Löchern gekrochen kommen, wäre ich schon eher geneigt, Microsoft dahinter zu vermuten. Ich persönlich halte Microsoft für etwas ähnliches wie einen billigen (jaja, Wortwitz) Filmbösewicht, weil sie es immer wieder schaffen, sich wie einer zu benehmen. Und diese billigen Bösewichte scheitern schließlich auch immer daran, dass sie, anstatt dem Helden einfach eine Kugel in den Kopf zu jagen, die ausgefallensten Schurkereien ersinnen, um eine exhorbitante Falle damit zu errichten.
Deinen zweiten Absatz hätte ich nicht ganz so dramatisch umschrieben, stimme ihm inhaltlich aber zu.
Insagesamt erachte ich aber die Reaktionen von RedHat und Novell vorerst als das Wichtigste: Geben sie kleinbei oder werden sie es ausfechten?
Bis denne,
sys
Bis denne,
sys
> weil sie es immer wieder schaffen, sich wie einer zu benehmen. Und diese billigen Bösewichte scheitern
> schließlich auch immer daran, dass sie, anstatt dem Helden einfach eine Kugel in den Kopf zu jagen, die
> ausgefallensten Schurkereien ersinnen, um eine exhorbitante Falle damit zu errichten.
Wunderbar formuliert, danke!
Bis denne,
sys
Danke für den Hinweis.
Bis denne,
sys
> warum, sieht aber irgendwie nicht nach Ihnen aus, alleine schon, weil diese Anschuldigung
> zu konkret und nicht breitflächig genug daherkommt.
Jo. Gleiches hier. Sieht fuer mich auch nach MS aus.
Gruss
Der Omega13.
Bis denne,
sys
Bis denne,
sys
Allerdings war ich dann verwundert, dass bspw. fvwm wohl aus dem Jahre 1993 stammt (nach wikipedia). Das Projekt hätte ich auch schon älter getippt. Gibt es eine Umgebung, die vorher virtuelle Desktops hatte?
CDE Villeicht?
Es gilt nicht der Zeitpunkt der Patenterteilung sondern der Einreichung des Patentantrags.
lg
Erik
lg
Erik
Kann mir das mal einer erklären?
Erst Appel, dann Linux, dann MS ... warum auch nicht, angeblich haben sie ja auch schon vorher MS verklagt, da scheint es wohl keine Hemmungen zu geben. Vielleicht wird da einfach bloß einer nach dem Anderen drann genommen.
Er *kann* verklagt werden.
> Im Juli und Oktober verstärkte sich Acacia mit zwei ehemaligen Microsoft-Managern.
Die werden doch ihre Ex-Bosse Steve und Billyboy nicht verklagen.
Ein paar threads weiter oben wurde erwähnt, dass eine Klage, der relativ schnell nachgegeben wird, eine gute, relativ unauffällige methode ist, »IP Innovation LLC« finanzielle unterstützung zukommen zu lassen
so unrealistisch finde ich das ganze nicht ...
mfg dario
Aber es ist der Hammer, das ist kein SW-Patent, sondern ein Trivialpatent. Wenn sie eine bestimmte Umsetzung der virtuellen Desktops patentiert hätte, könnte ich es vielleicht noch verstehen, aber nur die Idee an sich. Da könnte man ja die Idee Daten portable zu speichern auch patentieren lassen und alle zukünftigen Medien nach BlueRay etc wären betroffen, oder wenn es rechtzeitig passiert wäre, Schallplatten, MCs, CDs, Festplatten, DVDs etc.
Das erinnert mich an einen Kollegen, der mit T-shirts Geld verdienen wollte. Dazu halt einen Spruch drauf, wie man es kennt. Um das schützen zu lassen (eigentlich nur den Spruch) reichte es nicht zu sagen der Spruch xyz auf einem T-shirt. Es müßte dazu genau gesagt werden welche Farbe Shirt und Text haben, Textgröße und Schriftart und von allen Varianten ein Exemplar angefertigt werden. Ansonsten hätte er mit z.B. Arial 18 auf schwarzen Shirt nichts gegen ein Arial 18 auf weißen Shirt machen können.
Das würde ja heißen, daß das Rechtssystem käuflich wäre.
Linux hat dagegegen nur geschnorrt.
möglich ein "objekt" auf mehrern Screens zu haben ("verankern").
Auch das Atari-Blitter-TOS kannte wohl mehrere Screens.
Ich finde den Ansatz virtueller Desktop so gesehen als Klagegrund ausnehmend irritierend. Das Zeug gab, und gibt es, schon lange.
Ich glaube sogar beim Siemens Bürosystem 2000 gab es sog. Fenster (es gab kein Windows, der Mac machte das von Xerox-Ideen kommenden Fensterln erst 1984 populär), diese Fenster, die man ein- und ausblenden konnte, würde man heute auch eventuell als virtuelle Desktops bezeichnen, da wir heute unter Fenster etwas anderes verstehen.
Ich glaube auch Wang hatte damals eine entspr. Office Lösung, wo man noch heutigen Begrifflichkeiten auch von virtuellen Desktops sprechen könnte.
Nein, das ist ein alter Hut.
Es ist irritierend und kostet nur wieder Geld, Zeit und Nerven.
Gruss Frank
möglich ein "objekt" auf mehrern Screens zu haben ("verankern").
Richtig!
Auch das Atari-Blitter-TOS kannte wohl mehrere Screens.
Nicht so gut wie der Amiga mit seinen Spezial-Chips, aber auch richtig!
Ich glaube auch Wang hatte damals eine entspr. Office Lösung, wo man noch heutigen Begrifflichkeiten auch von virtuellen Desktops sprechen könnte.
Korrekt
Es ist irritierend und kostet nur wieder Geld, Zeit und Nerven.
Ach naja, es wird für eine neue Show. Bei SCO ist die Spannung raus.
Nur schade, das sich damit der Patent-Showdown mit MS mal wieder etwas verzögert.
möglich ein "objekt" auf mehrern Screens zu haben ("verankern").
Richtig!
Was? Das Verankern war möglich? Und das schon vor 1987? Soweit ich mich erinnere, gab es eine feste Zuordnung zwischen Fenstern und Screens, sollte ich mich wirklich so täuschen? *kratz*
lg
Erik
Zitate:
The Window Structure [S. 104 f.]
struct Window
{
...
struct Screen *WScreen;
...
}
WScreen
A pointer to the Screen structure of the screen on which this windows was opened.
PUBLIC SCREENS AND CUSTOM SCREENS [S. 38]
An application may choose to use an existing screen or to create its own screen. For instance, the normal Amiga startup process opens the Workbench screen (Workbench is the Amiga's default user interface). Any application is free to use the Workbench screen instead of opening a new one. Screens that can be shared this way are called public screens.
Public screens are a new feature of Release 2 (V36). In older versions of the OS, only the Workbench screen could be shared.
Also was haben wir? Eine Windowstruktur, die nur einen dazugehörigen Screen verwalten kann und eine Aussage darüber, dass man vor V36 noch nicht einmal Fenster auf einem anderen Screen als des der Workbench oder einem eigenen öffnen konnte. Das lässt mich (neben meiner eigenen Amiga-Erfahrung) irgendwie zweifeln, dass es wirklich möglich gewesen sein soll, Fenster zwischen verschiedenen Screens zu "verankern".
lg
Erik
Das konnte Amiga nicht.
Wenn die diesen Prozess gewinnen dann können die danach von JEDEM Linux Distributor Schadenersatz fordern? Denn sowohl Gnome wie auch KDE kennen mehrerevirtuelle Desktops, und 99% der Distris verwenden Gnome oder/und KDE. Das wär de Katastrophe
Haben sie doch schon.
Was willst du denn bei anderen noch holen? Da hätte doch höchstens noch canonical etwas Geld auf der Bank.
Europäische Distributoren z. B. braucht das nicht zu jucken.
An Canonical (Ubuntu) kommen sie also nicht ran.
Erst lesen, dann verstehen, dann posten.
Du bist heute aber gar nicht gut drauf
Gruss,
Jan
Und nein auch Amiga hatte nichts dergleichen und GEM erst recht nicht.
Wer kann denn aufklären, worum es genau in dem Patent geht?
Du hast das schon ganz richtig erfaßt...
Ich erinnere mich noch wie solche Features in meinem ersten Studienjahr langsam erschienen das war 1988.
Und es geht nicht um die virtuellen Desktops sondern um den Pin Button. Das hatte kein Amiga/Atari oder normaler PC die hatten nur CPM Terminal Emulation.
Jetzt müssen halt die Nutzer zahlen. Apple hats eingsehen, die anderen brauchen es wohl nicht (MS, HP, Sun, SGI) da die nicht unerhebliche Gelder fürs X Konsortium gezahlt haben das sicher ein Patentabkommen mit Xerox hatte. Pech für Apple das sie nicht dabei waren als alle auf X11 machten.
Ich finde nichts verwerfliches an der Aktion.
Aber um auf die Idee mit mehreren Desktops zu kommen, ist keine Forschung von nöten und deswegen ist die Idee IMHO auch nicht schützenswert. Darauf hätte genauso gut meine Oma kommen können.
Ich für meinen Teil hoffe das der Schmatzerverein recht bald über den Jordan geht.
Es ist moralisch verwerflich. Ein schöner Vergleich (den Du sicher nicht bringen wirst, dumm bist Du ja nicht) wäre, dass Du nicht verwerfliches daran findest, wirksame Aids-Medikamente nicht in Afrika zu verkaufen, weil man dort nicht genug Geld damit verdienen kann.
So freut es doch klammheimlich, das es hier mal die richtigen trifft: M$ Novell, diese monopolistischen Verräter und dieses geldgierige RedHat, die schon lange ab sind vom Pfad, den Marc S und RMS einst ganz klar vorgeben haben: Gratis Downloads, kein Eigentum, Enteignung aller Monopole. Um die Freiheit aller zu schützen, müss die Freiheit derer, die die Freiheit bedrohen, eingeschränkt werden, zur Not mit drastischen Strafen.
Nur Ubuntu erfüllt alle Kriterien der totalen Freiheit und ist durch die direkte Verbindung mit der höheren Macht gefeit vor solch frechen Patenttrollen.
So langsam wird's langweilig mit Dir. Geh' zum Arzt und lass' Dir was verschreiben.
Achso: Novell und RedHat verkaufen primär keine Software, sondern Dienstleistungen... Service und Support. Und dafür kann man sehr wohl etwas verlangen. Du kannst dir z.B. den gesamten Quellcode von Red Hat Enterprise Linux runterladen und kompilieren. Das bräuchtest du also, wenn du RHEL nutzen willst, nicht zu kaufen...
P.S.: Die Problematik der Softwarepatente ist mir durchaus bewußt, auch dass wir in Europa sowas schon fast mal gehabt hätten. Aber mal ehrlich, US Recht gilt in den Staaten nicht bei uns. Warum sollte ich mich drum kümmern? Gibts halt keine virtuellen Arbeitsflächen mehr in den USA. Who cares?
Ironie aus ... Wo soll das eigentlich noch hinführen? Hoffen auch im Mittelalterlichen Amiland tut sich noch was.
Wenn die Umschaltfunktion der Tastatur durch ein Bildschirm-Icon ersetzt wird, haben wir ganz normale virtuelle Terminals.
Es war nichts weiter als eine triviale Erweiterung vorhandener Technologie ohne erfinderischer Höhe.