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Do, 18. Oktober 2007, 13:42

Software::Distributionen::Canonical

Ubuntu 7.10 »Gutsy Gibbon« zum Download freigegeben

Die Entwickler der freien Distribution Ubuntu haben die Version 7.10 (Codename »Gutsy Gibbon«) freigegeben.

Ubuntu 7.10 enthält GNOME 2.20 und wird standardmäßig mit einem aktivierten Compiz Fusion ausgeliefert. Die Distribution erkennt dabei automatisch, ob eine von Compiz Fusion unterstützte Grafikkarte eingebaut ist, und schaltet notfalls die 3D-Effekte auf dem Desktop aus. Darüber hinaus basiert das System auf dem Kernel 2.6.22 und X.org 7.2 und setzt auf GCC 4.2.1 und Glibc 2.6.1 auf. Zu den weiteren Paketen gehören OpenOffice.org 2.3 und eine Vorabversion von Gimp 2.4.

Für Server liefert die aktuelle Version AppArmor mit. Bei der ursprünglich von Immunix entwickelten und von Novell weiterentwickelten Software handelt es sich um ein System zur Einbruchsverhinderung, das sowohl das Linux-Betriebssystem als die Linux-Anwendungen gegen externe Angriffe, Viren und andere Schadprogramme schützen soll. Eine weitere Neuerung der Server-Variante stellen zusätzlichen Installationsprofile dar. So ist es Administratoren möglich, bereits vorkonfigurierte Server, wie LAMP-, Datei-, DNS-, Mail- oder Druck-Server zu installieren.

Zu den weiteren Neuerungen von Ubuntu 7.10 »Gutsy Gibbon« gehört ein grafisches Konfigurationsprogramm für X11, das es nach Angaben der Entwickler künftig unnötig machen soll, für Konfigurationsänderungen Konsolenprogramme einsetzen zu müssen. Das Drucksystem wurde in vielen Punkten verbessert. Zunächst einmal wurde CUPS selbst aktualisiert. Ein »virtueller« PDF-Drucker ist nun standardmäßig eingerichtet, mit dessen Hilfe man in allen Anwendungen, die Ausdrucke, aber kein PDF unterstützen, PDF-Dateien erzeugen kann. Der alte, nicht mehr gewartete Gnome-cups-manager wurde durch das von Fedora stammende system-config-printer ersetzt. Drucker werden mittels hal-cups-utils automatisch erkannt und konfiguriert. Der »Restricted Manager« soll es leichter machen, proprietäre Treiber nachzuinstallieren. Ferner kommt die Distribution mit zwei Ubuntu-spezifischen Erweiterungen für Firefox. Die eine ist ein Plugin-Finder, der in das Paketsystem APT integriert ist, die andere eine Integration des Erweiterungs-Managers. Ab sofort ist es Ubuntu auch möglich, auf NTFS-Partitionen nicht nur lesend, sondern auch schreibend zuzugreifen. Möglich wird dies durch den integrierten NTFS-3G-Treiber.

KDE 3.5.8 ist der Standard-Desktop in Kubuntu, kann aber auch in Ubuntu nachinstalliert werden. Die KDE-Desktop-Suchmaschine Strigi wurde vollständig integriert. kdesu wurde durch die bessere Alternative KDE Sudo ersetzt. OpenSync wurde in KDE PIM integriert. Ferner verwendet Kubuntu von nun an den Unternehmens-Zweig von KDE PIM, der Fehlerkorrekturen und zusätzliche Bibliotheken mitbringen soll, um in einer Unternehmensumgebung arbeiten zu können. Neu ist die virtuelle Tastatur KvKbd. KMail wird nun mit allen Programmen installiert, die für Verschlüsselung und Signaturen mit GPG und S/MIME nötig sind.

Xubuntu, das ebenfalls in einer neuen Version veröffentlicht wurde, hat neben den Verbesserungen im Drucksystem und Firefox auch optische Verbesserungen zu bieten. Das neue Standard-Theme ist »Murrina Storm Cloud«. Der Window-Manager wurde auf den neuesten Stand des Versionsverwaltungssystems von Xfce aktualisiert. Wer den GNOME-Desktop von Edubuntu durch einen KDE-Desktop ersetzen will, kann dies nun einfach durch die Installation des Paketes »edubuntu-desktop-kde« erreichen. Bisher war es nach Angaben der Entwickler schwierig, den GNOME-Desktop in Edubuntu durch KDE zu ersetzen.

Ubuntu 7.10 »Gutsy Gibbon« kann von einer Reihe von Mirror-Servern heruntergeladen werden. Die Installations-CDs stehen die mittlerweile fünf Varianten Ubuntu (GNOME-Desktop), Kubuntu (KDE- Desktop), Edubuntu (Desktop mit Schul- und Ausbildungssoftware), Xubuntu (Xfce-Desktop) und Gobuntu (Ubuntu ohne unfreie Software jeglicher Art) zur Verfügung. Zusätzlich gibt es Installations-CDs für eine textbasierte oder Server-Installation. Das Produkt unterstützt in der aktuellen Version die x86- und x64-Architektur. Die Server-Version bietet zudem Unterstützung für die SPARC-Plattform.

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