Von suchmaschinen_toll_finder am Mo, 22. Oktober 2007 um 13:56 #
Auf http://forum.ubuntuusers.de/topic/108453/?highlight= und http://www.ubuntu-austria.at/printview.php?t=397&start=0 steht was von http://archive.ubuntustudio.org/ubuntustudio feisty main
Von A. Krüger / d.drum am Mo, 22. Oktober 2007 um 13:54 #
Sollte dieses Ubuntu wirklich praxistauglich sein um ein Tonstudio am laufen zu halten? Zur Zeit nutze ich XP mit Samplitude in meinem Studio. Ich bin aber mit ein paar Sachen einfach nicht zufrieden. Z.b. habe ich seltsame Latenzprobleme die ich einfach nicht behoben bekomme. Mal sehen ob es bald ein paar Erfahrungsberichte gibt. LG A. Krüger
Die besten Erfahrungsberichte kannst nur du selbst schreiben. Keine wirkliche Ahnung, aber ich denke Tonstudios sind ziemlich individuell. Da kann dann keiner für dich ein Erfahrungsbericht schreiben.
Oder soll ich mal gucken, ob aus meiner Kiste mit einer Soundkarte für 10.95Euro mit Ubuntu Studio töne rauskommen, und dir hier ganz toll berichten, dass U.St. für Tonstudios "bereit" ist? Damit du dann dein Tonstudio lahmlegst, weil ich so'n Schwachsinn geschrieben habe?
Auch wenn es sich trollig anhört: Hop, hop, runterladen, ausprobieren, einsetzen/wegschmeissen. Mehr kann man dir nicht raten.
Eine Einführung zu diesem Thema gibts hier: http://wiki.ubuntuusers.de/Tonstudio weiterhin kann http://www.google.de/search?q=%2Bubuntustudio+%2Btonstudio weiterhelfen.
Latenzprobleme sind entweder Hardwaresache (Low-Budget-Soundkarte) oder ein Softwareproblem, von dem auch XP nicht wirklich gefeit ist, unter Windows wird auch genug Murks programmiert und/bzw. dem Soundkartenhersteller die Schuld zugeschoben.
Mit einer einigermaßen tauglichen Soundkarte (da reicht sogar ne Behringer USB-Soundkarte für 30 Euro, von der Latenz) kann man mit Ubuntu und der entsprechenen Software (Jack Sound Daemon für niedrige Latzenz, dazu Ardour, Rosegarden, Hydrogen, ZynAddSubFX, Aeolous, etc. pp.) kann man professionell Musik produzieren, ggf. kann man auch einige hochwertige VSTi-Plugins von Steinberg per Wine einbinden.
Alles kein Problem, wenn man sich ein wenig damit befasst. Auch einige Bücher zum schnelleren einarbeiten gibt es bereits, ich schreibe gerade übrigens ein umfassendes selber, Erscheinungsdatum leider erst Ende 2008.
Einfach mal ausprobieren. Es liegen zwar keine Live-CDs von Ubuntustudio vor, aber man kann es sich ja auf einer kleinen Partition installieren. Alternative bei genug RAM: Ubuntu-Live-CD, Paketquellen aktivieren, Ubuntupakete ins RAM installieren.
> einigermaßen tauglichen Soundkarte (da reicht sogar ne Behringer USB-Soundkarte für 30 Euro
OK - so ein Gerät habe ich auch - unter 10 millisekunden Latenz sind damit aber nicht zu haben(under die Wandler sind ahhmmm - Sch...). USB-Audio ab 100 E oder eine Karte für um die 80 sollte es schon sein, wenn man einigermassen Profilike arbeiten will...
> Auch einige Bücher zum schnelleren einarbeiten gibt es bereits, ich schreibe gerade übrigens ein umfassendes selber, Erscheinungsdatum leider erst Ende 2008.
Zu Multimedia bzw. Medienproduktion unter Linux allgemein. Da Ubuntu die verbreitetste und meiner Meinung nach in allen Bereichen auch tauglichste Distribution ist, natürlich mit Fokus auf Ubuntu und den Ubuntustudio-Paketen (dasselbe wie die InstallCD) Neben den anderen zwei Hauptthemen Grafik und Video ist dies natürlich auch Musik.
> OK - so ein Gerät habe ich auch - unter 10 millisekunden Latenz sind damit aber nicht zu haben(under die Wandler sind ahhmmm - Sch...). USB-Audio ab 100 E oder eine Karte für um die 80 sollte es schon sein, wenn man einigermassen Profilike arbeiten will...
War ja auch auf Einsteiger gemünzt. Firewire mit FreeBob ist z.B. auch ne feine Sache.
> Neben den anderen zwei Hauptthemen Grafik und Video ist dies natürlich auch Musik.
Ach so. Ich mache gerade ein proof of concept - Projekt zu Musikproduktion mit Linux. Wenn Du ein paar Testergebnisse aus der Praxis(Aufnahmen mit Rockband im Proberaum und Heimstudio) gebrauchen kannst, schreib mir Mail . Ubuntustudio Feisty hat mich nicht richtig überzeugt, ich habe jetzt Feisty64 mit lowlatency-kern und diversen selbstkompilierten Paketen (Ardour,Rosegarden etc) - das läuft sehr ordentlich. Bin gespannt, ob sich Gutsy besser schlägt - die Dowloadserver sind jedenfalls wie üblich überlastet - scheint also einiges Interesse zu geben...
> Ach so. Ich mache gerade ein proof of concept - Projekt zu Musikproduktion mit Linux. Wenn Du ein paar Testergebnisse aus der Praxis(Aufnahmen mit Rockband im Proberaum und Heimstudio) gebrauchen kannst, schreib mir Mail:-).
Au ja, feine Sache. Mache ich.
> Ubuntustudio Feisty hat mich nicht richtig überzeugt, ich habe jetzt Feisty64 mit lowlatency-kern und diversen selbstkompilierten Paketen (Ardour,Rosegarden etc) - das läuft sehr ordentlich. Bin gespannt, ob sich Gutsy besser schlägt - die Dowloadserver sind jedenfalls wie üblich überlastet - scheint also einiges Interesse zu geben...
Naja letztes Mal war nur ein lowlatecy-Kernel vorhanden, diesmal ist wohl auch der Realtime-Patch dabei - außerdem darf man Ubuntustudio eher als eine Initiative ansehen, bzw. ein Projekt um Ubuntu für diesen Bereich fit zu machen. Da ja jetzt alles in den normalen Paketquellen vorliegt.
Ich finde, es ist neben dem Fedora-Projekt in dieser Richtung - Infos unter: http://en.wikipedia.org/wiki/Planet_CCRMA - ist Ubuntu Studio die tauglichste "Zusammenstellung".
Genau so, wie mit Samplitude kannst Du mit Ardour, Rosegarden, LADSPA, Jamin und Konsorten unter Linux nicht arbeiten. Du kannst aber die selben Resulate erzielen und durch das Kombinieren vieler kleiner Tools sehr individuelle Werkzeuge zusammenstellen. Ich würde das inzwischen nicht mehr gegen irgend was anderes eintauschen - obwohl ich Samplitude sehr schätze und gern damit gearbeitet habe.
> seltsame Latenzprobleme
Passiert in Linux inzwischen nur noch, wenn man einige wenige, nicht ausgereifte Progs verwendet. Wired ist da ein Beispiel - mit allen relevanten Progs von Ardour bis ZynaddSubFX ist die Latenz mit brauchbarer Hardware stabil niedrig (um die 5 MS ist normal).
Ach so: Samplitude läuft übrigens mit relativ unbedeutenden Einschränkungen mit Wine:
wenn es mit niedriger Latenz laufen soll, brauchst Du das WineAsio-Modul von Jacklab (lässt sich auch für Ubuntu übesetzen). Ansonsten kann man es absolut vollwertig als Arranger und Editor verwenden...
Für Audiobearbeitung ist Linux noch immer kaum zu gebrauchen. Es fehlen Kompatibilitäten zu gängigen Standards, die Einbindung von VST Instrumenten und Effekte funktioniert oft nicht richtig (es fehlt mal die GUI des Plugins, oder sie lässt sich nicht bedienen, oder es geht gar nicht, mal abgesehen von den Klimmzügen, die notwendig sind, um VST Support überhaupt ans Laufen zu bekommen), es gibt kein total recall, da alles irgendwie zusammen gefrickelt ist, die Ladspa Softsynthesizer klingen wie der Soundchip des C64 etc. Ein besserer Ersatz für ein Kassettenrekorder ist das allemal, aber wer halbwegs professionell arbeiten möchte, kann mit Linux nicht glücklich werden.
Was ich noch vergessen habe: oft wird die Funktionalität gehobener Audiokarten gar nicht oder nur unvollständig umgesetzt. Das ist natürlich in erster Linie den Hardwareherstellern anzulasten, aber im Ergebnis bedeutet es halt, das Linux kaum brauchbar ist.
> Es fehlen Kompatibilitäten zu gängigen Standards
Was wären das denn für Standards? Ich kenne da nur Midi und WAV-Files und vielleicht noch USB-Audio und Firewire (auch mehrkanalig, BCWave etc) beides wird in Linux seit vielen Jahren sehr wohl und vollständig unterstützt.
Alles andere ist austauschbar - VST ist nur eine Pluginschnittstelle, die man verwenden kann oder nicht.
Wer Musik auf beliebig viele Spuren in Profiqualität aufnehmen und mit automatisierbaren FX-Plugins bearbeiten, mit Softsynths Klänge erzeugen und mit Samplern und Sequencern arbeiten will, kann das alle durchaus auch in Linux.
> die Ladspa Softsynthesizer
welche sollen das denn sein? Die paar Plugins, die LADSPA tatsächlich für Synthese anbietet, können zwar in AMS tatsächlich zu Sofsynths zusammengesetzt werden, dann klingen sie aber sicherlch nicht, wie ein C64 (bzw. es wundert mich, dass ein C64 so verdammt fett klingen konnte...).
Was spricht eigentlich dagegen, die Echtzeitfunktionen mit im offiziellen Kernel zu haben? Ergeben sich dadurch in anderen Bereichen irgendwelche Nachteile?
ja desswegen habe ich mich auch schon gefragt. Doch ich habe mich belehren lassen, dass sich dies nicht überall positiv auswirkt. So gäbe es zB einen höheren Stromverbrauch ?! zB: bei Notebooks. Aber eben das ist NICHT meine Meinung. Ich sag nur, was man mir angegeben hat. Ob das stimmt, das weiss ich NICHT !
doch: man bekommt die echtzeit-fähigkeiten nicht umsonst. die preemption patches, die nun nach und nach in den vanilla kernel gehen (siehe auch www.osadl.org), befähigen den kernel zu einer feineren granularität bezüglich der unterbrechbarkeit. dazu muss man aber in kauf nehmen, dass die preemption patches den kernel in der laufzeit durchaus ein wenig langsamer machen. deswegen macht es dann durchaus sinn, den kernel entweder für server, desktop oder echtzeitfähig zu konfigurieren. mit der version 2.6.0 war der kernel ja erstmals preemptiv, man hat das aber damals schon mit geschwindigkeitseinbußen gegenüber dem 2.4er kernel bezahlt. siehe auch den äusserst interessanten artikel von wolfgang denk: http://www.denx.de/wiki/Know/Linux24vs26
Was das Paketieren der verschiedenen Kernel-Konfigurationen auch nicht beseitigen wird. Der Maintainer muss nicht mehr Realtime-Patches pflegen, aber trotzdem muessen verschiedene Kernel-Builds verwaltet werden. Daher aendert sich fuer den User nicht viel, wuerde ich sagen.
Im Prinzip sind Multitasking- und Realtime-kernel gegensätzige Ansätze zur Prozessverwaltung. Während ein Multitaskingkernel die Resource Prozessor möglichst gerecht zu verteilen versucht, muss ein Echtzeitkernel darauf achten, dass der Echtzeitprozess seine Vorgaben einhält, also ein Ergebnis zum vorgesehenen Zeitpunkt bereithalten. Wird die vorgesehene Zeit überschritten ligt keine Echtzeit (mehr) vor. In der Praxis auf einem Desktoprechner kann sich ein Echtzeitkernel damit behelfen, dass er unwichtige Prozesse nicht bearbeitet, dabei kann beispielsweise die GUI scheibar einfrieren, oder sich ruckelig verhalten. Für ein Büro-Desktopsystem ist Echtzeit nicht sinnvoll.
Am kommenden Samstag gibt es auf der Practical-Linux einen Musiker-Workshop. Die Leute in Gießen haben wieder ein richtig tolles Programm zusammengestellt.
Ich werde mich am Samstag auch auf den Weg dorthin machen. Sind zwar 3 Stunden Fahrt für ein Tour, aber nach einer Stunde Klaus Knopper ist das Freie-Software-Argumentations-Akku wieder für mindestens ein halbes Jahr voll.
Von Einer_der_wenig_Ahnung_hat am Di, 23. Oktober 2007 um 12:00 #
Hallo,
was sind den minimale Systemvoraussetzungen für den Ubuntu-Spaß? Ich habe einen ausrangierten Rechner, den ich zum Studio-PC umfunktionieren wollte. Die Hardware ist etwas mehr als 5 Jahre alt, Windows XP bekam ich darauf zum Laufen, aber eigentlich bin ich doch noch viel neugieriger auf Ubuntu und seine Soundstudio-Möglichkeiten.
> minimale Systemvoraussetzungen für den Ubuntu-Spaß
CPU Pentium oder Athlon >1GHz, 256 RAM und vor allem:
eine brauchbare Soundkarte - die billigste gute Lösung wäre meines Wissens eine MAudio Audiophile für etwa 80E. Die Karte muss einen eigenen IRQ bekommen, damit alles glatt läuft. Wenn die Kiste tatsächlich nur 256 RAM hat, solltest Du nicht die voreingestellte GNOME-Umgebung verwenden, sondern lieber XFCE oder Fluxbox - das grenzt den RAM-Bedarf noch etwas ein.
CPU Penitum oder Atlhon > 1 Ghz RAM => 512 MB Festplatte ca. 10 GB Soundkarte z.b. ne Audigy 2, die gibt's bei Ebay.
256 MB RAM sind sehr wenig und es macht nicht wirklich richtig Spaß mit so wenig RAM auf einer modernen Linux Distribution zu arbeiten. 512 MB sind IMHO das Minimum für ein bequemes Arbeiten, erst Recht wenn mehrere Programme gleichzeitig im Hintergrund offen sein sollen.
Von bin schon wieder weg.... am Di, 23. Oktober 2007 um 16:38 #
So ein Blödsinn! 50E für 'nen 512MB Speicherriegel sparen, eine alte und langsame(!) 10GB Platte und sich dann über Geschwindigkeitsprobleme beklagen. tstststs... *kopfschüttel*
Meine Empfehlung: 1GB Speicher (512MB absolutes minimum) aber bitte mit CL2! 100-200GB Platte (macht den Rechner spürbar schneller, weil die Platte schneller ist) 1Ghz Rechner ist auch nicht mehr wirklich aktuell... (für 'nen Fuffi kann man da schon 2Ghz draus machen)
Die oben erwähnte "gemäßigte" Ausstattung (1GHz, 512MB RAM) reicht doch, man sollte auch einmal an die Stromrechnung denken. Wenn der "Pentium" auch noch ein sparsamer Tualatin sein sollte, umso besser.
Die ganze Geschichte steht und fällt letztlich mit der Soundkarte. Ein aktueller Doppelkern mit 2 Gig RAM und HDA-Intel-Onboard ist kaum benutzbar - ein nominell um den Faktor 3 langsamerer Pentium mit 512 RAM und RME Hammerfall lässt sich bei 5ms Latenz stabil und komfortabel nutzen....
Das läuft schon alles recht gut mit Ubuntustudio, inbesondere mit Wine und Wineasio sind da einige Schranken durchbrochen worden. Großes Lob auch an die Leute von Jacklab die das mehr oder weniger auch mit Wineasio bekannt gemacht und weiterentwickelt haben. Linux ist auf jedenfall Fit fürs Studio und das meint nicht nur Arrangieren mit VSTs sondern auch Mischen und Mastern.
Wer paar Einblicke sucht was momentan geht, kann bei uns im Forum http://homerecording.de vorbeischauen. Dort haben wir Aufgrund des steigenden Interesses von Musikern und Homerecordlern auch ein Linux Unterforum eingerichtet, das auch paar Einblicke in Ubuntustudio gibt.
vielleicht bin ich nur zu dumm zum suchen, aber ich finde im Wiki keinen Hinweis auf die Sources.list.
Wer nimmt mir mein Brett vor'm Kopf weg?
Danke
Die Metapakete für die komfortable Installation aller Ubuntu Studio - relevanten Tools beginnen mit:
ubuntustudio-
Also lässt sich alles wichtige mit einem:
sudo apt-get install ubuntustudio*
installieren.
Viel Spaß!
Früher war es wie der untere Schreiberling erzählt.
Aber das ist nicht mehr aktuell.
http://forum.ubuntuusers.de/topic/108453/?highlight=
und
http://www.ubuntu-austria.at/printview.php?t=397&start=0
steht was von
http://archive.ubuntustudio.org/ubuntustudio feisty main
Oder soll ich mal gucken, ob aus meiner Kiste mit einer Soundkarte für 10.95Euro mit Ubuntu Studio töne rauskommen, und dir hier ganz toll berichten, dass U.St. für Tonstudios "bereit" ist? Damit du dann dein Tonstudio lahmlegst, weil ich so'n Schwachsinn geschrieben habe?
Auch wenn es sich trollig anhört: Hop, hop, runterladen, ausprobieren, einsetzen/wegschmeissen. Mehr kann man dir nicht raten.
Latenzprobleme sind entweder Hardwaresache (Low-Budget-Soundkarte) oder ein Softwareproblem, von dem auch XP nicht wirklich gefeit ist, unter Windows wird auch genug Murks programmiert und/bzw. dem Soundkartenhersteller die Schuld zugeschoben.
Mit einer einigermaßen tauglichen Soundkarte (da reicht sogar ne Behringer USB-Soundkarte für 30 Euro, von der Latenz) kann man mit Ubuntu und der entsprechenen Software (Jack Sound Daemon für niedrige Latzenz, dazu Ardour, Rosegarden, Hydrogen, ZynAddSubFX, Aeolous, etc. pp.) kann man professionell Musik produzieren, ggf. kann man auch einige hochwertige VSTi-Plugins von Steinberg per Wine einbinden.
Alles kein Problem, wenn man sich ein wenig damit befasst. Auch einige Bücher zum schnelleren einarbeiten gibt es bereits, ich schreibe gerade übrigens ein umfassendes selber, Erscheinungsdatum leider erst Ende 2008.
Einfach mal ausprobieren. Es liegen zwar keine Live-CDs von Ubuntustudio vor, aber man kann es sich ja auf einer kleinen Partition installieren. Alternative bei genug RAM: Ubuntu-Live-CD, Paketquellen aktivieren, Ubuntupakete ins RAM installieren.
sehe ich auch so
> einigermaßen tauglichen Soundkarte (da reicht sogar ne Behringer USB-Soundkarte für 30 Euro
OK - so ein Gerät habe ich auch - unter 10 millisekunden Latenz sind damit aber nicht zu haben(under die Wandler sind ahhmmm - Sch...). USB-Audio ab 100 E oder eine Karte für um die 80 sollte es schon sein, wenn man einigermassen Profilike arbeiten will...
> Auch einige Bücher zum schnelleren einarbeiten gibt es bereits, ich schreibe gerade übrigens ein umfassendes selber, Erscheinungsdatum leider erst Ende 2008.
Ach ja? zu Ubuntustudio?
Zu Multimedia bzw. Medienproduktion unter Linux allgemein.
Da Ubuntu die verbreitetste und meiner Meinung nach in allen Bereichen auch tauglichste Distribution ist, natürlich mit Fokus auf Ubuntu und den Ubuntustudio-Paketen (dasselbe wie die InstallCD)
Neben den anderen zwei Hauptthemen Grafik und Video ist dies natürlich auch Musik.
> OK - so ein Gerät habe ich auch - unter 10 millisekunden Latenz sind damit aber nicht zu haben(under die Wandler sind ahhmmm - Sch...). USB-Audio ab 100 E oder eine Karte für um die 80 sollte es schon sein, wenn man einigermassen Profilike arbeiten will...
War ja auch auf Einsteiger gemünzt. Firewire mit FreeBob ist z.B. auch ne feine Sache.
Ach so. Ich mache gerade ein proof of concept - Projekt zu Musikproduktion mit Linux. Wenn Du ein paar Testergebnisse aus der Praxis(Aufnahmen mit Rockband im Proberaum und Heimstudio) gebrauchen kannst, schreib mir Mail
.
Ubuntustudio Feisty hat mich nicht richtig überzeugt, ich habe jetzt Feisty64 mit lowlatency-kern und diversen selbstkompilierten Paketen (Ardour,Rosegarden etc) - das läuft sehr ordentlich. Bin gespannt, ob sich Gutsy besser schlägt - die Dowloadserver sind jedenfalls wie üblich überlastet - scheint also einiges Interesse zu geben...
Au ja, feine Sache. Mache ich.
> Ubuntustudio Feisty hat mich nicht richtig überzeugt, ich habe jetzt Feisty64 mit lowlatency-kern und diversen selbstkompilierten Paketen (Ardour,Rosegarden etc) - das läuft sehr ordentlich. Bin gespannt, ob sich Gutsy besser schlägt - die Dowloadserver sind jedenfalls wie üblich überlastet - scheint also einiges Interesse zu geben...
Naja letztes Mal war nur ein lowlatecy-Kernel vorhanden, diesmal ist wohl auch der Realtime-Patch dabei - außerdem darf man Ubuntustudio eher als eine Initiative ansehen, bzw. ein Projekt um Ubuntu für diesen Bereich fit zu machen. Da ja jetzt alles in den normalen Paketquellen vorliegt.
Ich finde, es ist neben dem Fedora-Projekt in dieser Richtung - Infos unter: http://en.wikipedia.org/wiki/Planet_CCRMA - ist Ubuntu Studio die tauglichste "Zusammenstellung".
Genau so, wie mit Samplitude kannst Du mit Ardour, Rosegarden, LADSPA, Jamin und Konsorten unter Linux nicht arbeiten. Du kannst aber die selben Resulate erzielen und durch das Kombinieren vieler kleiner Tools sehr individuelle Werkzeuge zusammenstellen. Ich würde das inzwischen nicht mehr gegen irgend was anderes eintauschen - obwohl ich Samplitude sehr schätze und gern damit gearbeitet habe.
> seltsame Latenzprobleme
Passiert in Linux inzwischen nur noch, wenn man einige wenige, nicht ausgereifte Progs verwendet. Wired ist da ein Beispiel - mit allen relevanten Progs von Ardour bis ZynaddSubFX ist die Latenz mit brauchbarer Hardware stabil niedrig (um die 5 MS ist normal).
Ach so: Samplitude läuft übrigens mit relativ unbedeutenden Einschränkungen mit Wine:
http://gnupc.de/~zettberlin/law/samplitude-in-wine.png
wenn es mit niedriger Latenz laufen soll, brauchst Du das WineAsio-Modul von Jacklab (lässt sich auch für Ubuntu übesetzen). Ansonsten kann man es absolut vollwertig als Arranger und Editor verwenden...
Was wären das denn für Standards?
Ich kenne da nur Midi und WAV-Files und vielleicht noch USB-Audio und Firewire (auch mehrkanalig, BCWave etc) beides wird in Linux seit vielen Jahren sehr wohl und vollständig unterstützt.
Alles andere ist austauschbar - VST ist nur eine Pluginschnittstelle, die man verwenden kann oder nicht.
Wer Musik auf beliebig viele Spuren in Profiqualität aufnehmen und mit automatisierbaren FX-Plugins bearbeiten, mit Softsynths Klänge erzeugen und mit Samplern und Sequencern arbeiten will, kann das alle durchaus auch in Linux.
> die Ladspa Softsynthesizer
welche sollen das denn sein? Die paar Plugins, die LADSPA tatsächlich für Synthese anbietet, können zwar in AMS tatsächlich zu Sofsynths zusammengesetzt werden, dann klingen sie aber sicherlch nicht, wie ein C64 (bzw. es wundert mich, dass ein C64 so verdammt fett klingen konnte...).
Genaueres gibt es hier zu lesen:
http://lwn.net/Articles/251784/
mit der version 2.6.0 war der kernel ja erstmals preemptiv, man hat das aber damals schon mit geschwindigkeitseinbußen gegenüber dem 2.4er kernel bezahlt.
siehe auch den äusserst interessanten artikel von wolfgang denk: http://www.denx.de/wiki/Know/Linux24vs26
Ich werde mich am Samstag auch auf den Weg dorthin machen. Sind zwar 3 Stunden Fahrt für ein Tour, aber nach einer Stunde Klaus Knopper ist das Freie-Software-Argumentations-Akku wieder für mindestens ein halbes Jahr voll.
was sind den minimale Systemvoraussetzungen für den Ubuntu-Spaß?
Ich habe einen ausrangierten Rechner, den ich zum Studio-PC umfunktionieren wollte. Die Hardware ist etwas mehr als 5 Jahre alt, Windows XP bekam ich darauf zum Laufen, aber eigentlich bin ich doch noch viel neugieriger auf Ubuntu und seine Soundstudio-Möglichkeiten.
Gruß und Danke
CPU Pentium oder Athlon >1GHz, 256 RAM und vor allem:
eine brauchbare Soundkarte - die billigste gute Lösung wäre meines Wissens eine MAudio Audiophile für etwa 80E. Die Karte muss einen eigenen IRQ bekommen, damit alles glatt läuft. Wenn die Kiste tatsächlich nur 256 RAM hat, solltest Du nicht die voreingestellte GNOME-Umgebung verwenden, sondern lieber XFCE oder Fluxbox - das grenzt den RAM-Bedarf noch etwas ein.
CPU Penitum oder Atlhon > 1 Ghz
RAM => 512 MB
Festplatte ca. 10 GB
Soundkarte z.b. ne Audigy 2, die gibt's bei Ebay.
256 MB RAM sind sehr wenig und es macht nicht wirklich richtig Spaß mit so wenig RAM auf einer modernen Linux Distribution zu arbeiten.
512 MB sind IMHO das Minimum für ein bequemes Arbeiten, erst Recht wenn mehrere Programme gleichzeitig im Hintergrund offen sein sollen.
Meine Empfehlung:
1GB Speicher (512MB absolutes minimum) aber bitte mit CL2!
100-200GB Platte (macht den Rechner spürbar schneller, weil die Platte schneller ist)
1Ghz Rechner ist auch nicht mehr wirklich aktuell... (für 'nen Fuffi kann man da schon 2Ghz draus machen)
Linux ist auf jedenfall Fit fürs Studio und das meint nicht nur Arrangieren mit VSTs sondern auch Mischen und Mastern.
Wer paar Einblicke sucht was momentan geht, kann bei uns im Forum http://homerecording.de vorbeischauen.
Dort haben wir Aufgrund des steigenden Interesses von Musikern und Homerecordlern auch ein Linux Unterforum eingerichtet, das auch paar Einblicke in Ubuntustudio gibt.
Grüße Frank
Moderator Homerecording.de