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Di, 23. Oktober 2007, 16:13

Gesellschaft::Politik/Recht

Niederländische Behörden setzen auf Open Source

Einen Monat nach der Verkündung des Aktionsplans der niederländischen Regierung, nach dem alle Behörden zu offenen Standards und Open Source migrieren müssen, planen das Patentamt und die Wettbewerbsbehörde bereits die Umstellung.

Nach Informationen der Initiative »Linux Kommunale« haben das niederländische Patentamt und die Wettbewerbsbehörde den Umstieg zu einem Open-Source-Desktop angekündigt. Die geplante Migration auf eine vollständig quelloffene IT-Infrastruktur soll bislang einzigartig sein.

Das Patentamt ist mit 155 PCs eine eher kleine Organisation. Es soll bereits 2008 auf Linux umstellen. Das Amt scheint die Schaffung einer Thin-Client-Infrastruktur zu bevorzugen. Weitere Behörden dürften bald folgen, denn der Aktionsplan schreibt den Regierungsbehörden vor, ab April 2008 bei Neuanschaffungen und Modernisierungen offene Standards zu berücksichtigen. Abweichungen von dieser Vorschrift müssen im Einzelfall begründet werden. Die Vorschrift soll auf alle Behörden in den Provinzen und Gemeinden ausgedehnt werden. Ferner sollen alle Ministerien bis Anfang 2009 eine Strategie vorlegen, um Open-Source-Software bei Ausschreibung, Kauf und Nutzung zu bevorzugen.

Bereits 2006 hatte Groningen auf OpenOffice.org umgestellt, damals die größte Migration auf Open Source in den Niederlanden. Größere Migrationen dürften nun nur noch eine Frage der Zeit sein. Die Stadt Amsterdam, die bereits 2003 erste Linux-Versuche gestartet hat, erwägt, den im Oktober 2008 auslaufenden Vertrag mit Microsoft nicht zu verlängern. Die Pilotprojekte sollen inzwischen erfolgreich absolviert sein, so dass sich der Stadtrat im Dezember für eine Migration entscheiden könnte. Damit würden 10.000 städtische Angestellte zu Open-Source-Software wechseln. Das wäre nach Wien und München die drittgrößte Linux-Migration einer Stadtverwaltung. Weitere 6.000 Arbeitsplätze in der Region könnten folgen.

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