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Mi, 24. Oktober 2007, 08:46

Hardware

Freies BIOS für Radeon-Karten geplant

Oliver McFadden will über freien Treibercode hinausgehen und auch eine freie Firmware für wenigstens eine Radeon-Karte schreiben.

Proprietäre Treiber sind ein Problem für Anwender wie für Entwickler. Umso größer ist bei vielen die Vorfreude auf den freien Treiber für ATI-Grafikchips, der nach der Freigabe der Spezifikationen durch AMD am Entstehen ist. Doch der Treiber wird weiterhin auf ein Stück unfreien Code aufsetzen: Die Firmware auf der Grafikkarte, das sogenannte »AtomBIOS«, das auf allen Karten mit R500 und neueren Chips vorhanden ist.

Oliver McFadden, Mitentwickler des Reverse-Engineering-Tools »Revenge« für Radeon-Grafikkarten, hat nun in seinem Blog den Gedanken geäußert, das AtomBIOS durch eine freie Implementierung zu ersetzen. Da dieser Code in einem seriellen Flash-Chip untergebracht ist, der nach den neuesten Erkenntnissen über die SPI-Schnittstelle programmiert wird, ist ein solches Ersetzen des BIOS möglich.

McFaddens Ziel wäre zunächst, für wenigstens eine Grafikkarte eine BIOS-Version zu schreiben, die unter der GPL steht. Er hat bereits herausgefunden, dass das originale BIOS aus Initialisierungscode, einem AtomBIOS-Skript-Interpreter, AtomBIOS-Skripten und Datentabellen besteht. Der Parser ist möglicherweise ähnlich dem, den AMD zusammen mit den Spezifikationen als Treiber-Grundgerüst veröffentlicht hat.

Ein freies BIOS für die Grafikkarten würde auch den Besitzern von SPARC-, MIPS-, PPC- und anderen Rechnern helfen. Da zumindest der Initialisierungs- und Interpreter-Code x86-spezifisch sind, sind Radeon-Karten für die Nutzer anderer Architekturen wertlos. Noch ist das Projekt nur in der Planung. Hilfe könnte vom Projekt LinuxBIOS kommen, das bereits über Erfahrung und Tools verfügt. Sofern LinuxBIOS die Initialisierung übernimmt, könnte die Grafikkarte auch ganz ohne eigenes BIOS betrieben werden.

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