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Mi, 24. Oktober 2007, 14:04

Software::Grafik

Gimp 2.4 freigegeben

Fast drei Jahre nach der Freigabe der Version 2.2 von Gimp haben die Entwickler eine neue Version der Applikation freigegeben.

gimp.org

Die aus Sicht vieler Nutzer wohl wichtigste Funktion stellt das neue Farbverwaltungssystem dar. Gimp 2.4 bringt nicht nur spezielle Einstellungsmöglichkeiten für Farbverwaltung mit sich, sondern ist auch in der Lage, Farbprofile korrekt zu handhaben. Unter anderem erkennt Gimp 2.4 automatisch ein in ein Bild eingebundenes Profil und fragt bereits beim Laden, ob es verwendet werden soll. Damit soll es nun endlich möglich sein, bereits beim Erstellen eines Bildes die Farben des Druckwerks korrekt einschätzen zu können - eine Funktion, die schon lange vor allem von professionellen Anwendern aus dem Print-Bereich gewünscht war.

Neben der Einbindung von Profilen verfügt die neueste Version von Gimp auch über zahlreiche Verbesserungen der Arbeitsgeschwindigkeit. Unter anderem bietet sie einen Vollbild-Bearbeitungsmodus. Eine Vielzahl neuer oder verbesserter Werkzeuge soll darüber hinaus eine leichtere Bearbeitung ermöglichen. Neu hinzugekommen ist eine halbautomatische Möglichkeit, Objekte zu selektieren. Der Nutzer muss dazu das Objekt seiner Wahl grob mit Hilfe einer Freihandselektion markieren und mit einem Vordergrundpinsel kurz über das Objekt streichen. Das Tool versucht nun, eine genauere Selektion des Objekts vorzunehmen, in dem es entscheidet, welche Pixel innerhalb der Auswahl noch zum Hintergrund gehören und welche nicht. Durch Hinzufügen von weiteren Vordergrund- bzw. Hintergrund-Pinselstrichen lässt sich das Resultat der automatischen Auswahl verfeinern.

gimp.org

Zu den weiteren Neuerungen gehören auch Verbesserungen an der Oberfläche. So sind in Gimp 2.4 die bekannten ScriptFu- und PythonFu- Menüs verschwunden. Die Skripte wurden größtenteils ins Filter-Menü integriert. Viele Menüeinträge wurden darüber hinaus geändert und zusammengefasst. Neu hinzugekommen ist ein Eintrag für »Farben«. Die gleiche Menüstruktur ist auch über den rechten Mausklick bzw. das Kontext-Menü verfügbar. Ein neuer Tango-Stil verspricht eleganteres Aussehen und intuitive Arbeitsweise.

Neben Funktionen für Grafiker kommt Gimp 2.4 auch mit diversen Tools für Fotografen. Ein neues Tool kümmert sich um den lästigen »Rote Augen«-Effekt. Ein weiteres hilft dem Anwender, unerwünschte optische Vignettierung auf Bildern und Linsenfehler zu korrigieren. Ferner lässt sich auf im neuen Gimp die Perspektive leichter korrigieren. Gimp 2.4 beherrscht nun auch das Photoshop ABR-Brush-Format und kommt auch besser mit Ebenen von PSD-Dateien klar. Darüber hinaus können nun PSD-Ebenen-Masken direkt in Gimp abgespeichert werden. Das Lesen und Schreiben von EXIF in JPEGs wurde weiter verbessert. Gimp 2.4 unterstützt auch 16/32 Bit-Bitmaps und Alphakanal in BMP-Dateien. Darüber hinaus wurde das Zoom-Tool und die Druckausgabe einer Überarbeitung unterzogen.

Alle neuen Funktionen und Verbesserungen sind in ausführlichen Release Notes erklärt. Gimp 2.4 kann ab sofort vom Server des Projektes sowie dessen Mirrors bezogen werden. Es benötigt eine aktuelle Version von pkg-config sowie mindestens GTK+ 2.10.13 oder neuer, GLib 2.12.3, Pango 1.12.2, PangoFT2 und libart 2.1.7. Eine detaillierte Beschreibung der Compilierung enthält die »INSTALL«-Datei.

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