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Do, 25. Oktober 2007, 12:09

Software::Kommunikation

Mozilla will sich vergrößern

Angesichts der im letzten Jahr erzielten Überschüsse will Mozilla seine Aktivitäten erweitern.

Mozilla-Geschäftsführerin Mitchell Baker legte die Finanzzahlen vor und erläuterte sie in ihrem Blog. Aus den Angaben zu den Finanzen (PDF) und der Steuererklärung (PDF) geht hervor, dass 2006 die Einnahmen der Mozilla Foundation und der Corporation zusammen fast 67 Mio. US-Dollar betragen haben, 26 Prozent mehr als 2005. Die Ausgaben lagen knapp unter 20 Mio. US-Dollar. Laut Mitchell waren dies überwiegend Personal- und Infrastrukturkosten. 90 Personen wurden bezahlt, um in Vollzeit oder zeitweise an Mozilla-Projekten zu arbeiten. Dafür wurden rund 70 Prozent der Ausgaben aufgewendet, also knapp 14 Mio. US-Dollar.

Mozilla hat also 2006 einen großen Gewinn erzielt und auch die Vermögenswerte um fast 22 Mio. USD auf 74 Mio. USD gesteigert. Für das laufende Jahr rechnet Mozilla mit steigenden Ausgaben, da noch mehr Mitarbeiter angestellt wurden. Die meisten Mitarbeiter arbeiten an der Mozilla-Plattform, die zweitgrößte Gruppe ist die Qualitätssicherung. Die Firefox-Entwickler stellen wahrscheinlich die drittgrößte Gruppe dar.

Zufrieden zeigt sich Baker mit der gewachsenen technischen Infrastruktur, die Ende 2006 rund 600.000 Downloads und 25 Mio. Update-Anfragen pro Tag verkraften musste, was 2,1 Terabyte an Daten täglich übers Netz gehen ließ. Zur Infrastruktur gehört natürlich auch der Webauftritt von Mozilla. Signifikanter Aufwand wurde investiert, um die Webseiten mehrsprachig zu machen. Ein Betrag von rund 300.000 USD wurde zudem für Stipendien und Förderungen ausgegeben, die für Mozilla nützliche Ergebnisse liefern sollten.

Sehr zufrieden zeigt sich Baker auch mit Mozilla selbst. Die Zahl der Beitragenden aus der Gemeinschaft, die Anzahl der Sprachen, in denen Firefox verfügbar ist, und vieles mehr wachse weiterhin. Offen lässt Mitchell Baker, ob die Werbe-Partnerschaft mit Google, die mit 85% die Haupt-Einnahmequelle bildet, über November 2008 hinaus verlängert wird. Durch die derzeit starke Abhängigkeit von Google kommen auch immer wieder Vermutungen auf, dass Google Einfluss auf die Entscheidungen von Mozilla nehmen könnte. Mozilla verneinte dies bisher.

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