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Sa, 27. Oktober 2007, 12:43

Software::Web

Mozilla Prism soll Web-Anwendungen auf den Desktop bringen

Mozilla hat das Projekt Prism gestartet, das Web-Anwendungen mit den Vorteilen von Desktop-Anwendungen kombinieren soll.

Neu an Prism ist eigentlich nur der Name, denn ein Vorläufer des Projektes existierte bereits unter dem Namen WebRunner. So steht auch bereits erster experimenteller Code zum Download bereit, zur Zeit allerdings nur für Windows. Eine Linux-Version soll nächste Woche folgen.

Prism ist Teil einer Serie von Experimenten, die Mozilla noch starten will. Anlass ist die laut den Entwicklern zunehmende Verwendung von Web-Anwendungen, die aber meist schlecht in die auf Dokumente zentrierte Oberfläche der Browser passen. Auch das Menü und andere Bedienelemente des Browsers tragen nicht dazu bei, die Bedienung komfortabler zu machen.

Eine mögliche Lösung soll nun Prism sein, mit dessen Hilfe Web-Anwendungen aus dem Browser herausgelöst werden und in einem eigenen Fenster ablaufen sollen. Die Anwendungen werden so zu echten Desktop-Anwendungen mit allen Integrationsmöglichkeiten. Die Möglichkeit, die Anwendungen im Web-Browser zu benutzen, bleibt aber erhalten.

Solche Anwendungen erben von den reinen Web-Anwendungen die einfache Navigation sowie die Möglichkeit, einfache Updates durchzuführen und Daten auf dem Server zu speichern. Die Notwendigkeit einer Installation entfällt. Als Desktop-Anwendungen haben sie Zugriff auf lokale Daten, wenn nötig auch Datenbanken, und beschleunigte Grafik.

Prism wird nach Angaben von Mozilla eine freie und standardkonforme Plattform darstellen und somit einen Gegenentwurf zu den proprietären Ansätzen Adobe AIR und Microsoft Silverlight bilden. Nicht jeder stimmt allerdings mit der Ansicht überein, dass die proprietären Produkte »das Web ersetzen« wollen. Für Mike Chambers, Mitarbeiter von Adobe, liegen Adobe AIR, das nach seinen Angaben bald auch für Linux verfügbar sein soll, dieselben Ideen wie Prism zugrunde. Er stellt die Frage, warum Mozilla eine eigene Entwicklung braucht, statt AIR zu unterstützen. AIR bestehe nicht nur aus Flash, das den Mozilla-Entwicklern nicht frei genug ist, sonder auch aus HTML, CSS und JavaScript.

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