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Mo, 29. Oktober 2007, 15:59

Gesellschaft::Politik/Recht

Erfolgreiches erstes Jahr für LiMux

Die Linux-Migration der Stadt München läuft nach Angaben der Projektleitung planmäßig und soll 2008 abgeschlossen werden.

Wie Andreas Harpf, der Kommunikationskoordinator der LiMux-Projektleitung und Leiter des stadtweiten Kommunikations-Teams, in einem Interview mit silicon.de erklärte, verläuft die vor einem Jahr begonnene Umstellung erfolgreich. Im Juni 2004 hatte der Stadtrat die Umstellung von Windows auf Linux beschlossen. Für Linux und andere freie Software sprach die Offenheit und Zukunftssicherheit des Systems und der Dateiformate und die Unabhängigkeit von einem einzelnen Anbieter. Eine Kostenersparnis wurde zunächst nicht erwartet, da auch die Entwicklung des für München spezifischen Clients und die Migration der zahlreichen Fachanwendungen Kosten verursacht.

Mitte 2006 war die erste Stufe der Entwicklung abgeschlossen und die ersten Abteilungen konnten auf Linux migrieren. Zum Einsatz kommt der sogenannte Basis-Client, ein Debian-System auf dem Stand von Debian 3.1 mit Tools wie FAI für die automatisierte Installation und GoSA für die zentrale Administration. Die Erfahrungen mit diesem System waren laut Harpf durchweg positiv. Es ist gut benutzbar, wurde von den Mitarbeitern gut angenommen und bietet in manchen Bereichen, z.B. OpenOffice.org, mehr Funktionen als vergleichbare Microsoft-Software. Für OpenOffice.org wurde eine eigene Sammlung von Textbausteinen Vorlagen unter dem Namen »WollMux« erstellt.

Das System ist nach Angaben von Harpf noch nicht ganz fehlerfrei, wird aber immer besser. Die Umstellung an sich mache einigen Mitarbeitern Angst, nach einer Lernphase werde das neue System jedoch von ihnen beherrscht. Der noch eine Weile andauernde Parallelbetrieb von Windows und Linux, der durch die schrittweise Migration entsteht, sei teilweise eine Herausforderung. Kinderkrankheiten sieht Harpf hauptsächlich bei der Ablösung von oder dem Datenaustausch mit proprietären Programmen. Abhilfe schaffen hier laut Harpf Zusammenstellungen von Tipps und Tricks sowie Schulungen. Gern wird auch das PDF-Format eingesetzt, das bei Dokumenten, die nicht mehr bearbeitet werden müssen, eine unproblematische Lösung darstellt.

Bis zum Jahresende sollen noch 2000 weitere Arbeitsplätze auf den Basis-Client umgestellt werden. Das Kulturreferat und das Direktorium sollen im Laufe des Winters als nächste Abteilungen vollständig migrieren. Im nächsten Jahr sind mehrere Updates des Systems geplant, darunter eine Aktualisierung auf Debian 4.0.

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Kommentare (Insgesamt: 21 || Alle anzeigen || Kommentieren )
LiMux downloaden? (Haben will, Di, 30. Oktober 2007)
Re[4]: pfeifen im dunklen Wald ... (Mo, Di, 30. Oktober 2007)
Re[5]: pfeifen im dunklen Wald ... (Mo, Di, 30. Oktober 2007)
Tapfer Tapfer (Henrik, Di, 30. Oktober 2007)
Was lernen wir daraus ? (der da !, Di, 30. Oktober 2007)
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