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Di, 30. Oktober 2007, 09:30

Gesellschaft::Politik/Recht

CDF der neue Dokumentenformat-Standard?

Gary Edwards, Gründer der OpenDocument Foundation, sieht mittlerweile einige Nachteile in ODF und schlägt den W3C-Entwurf CDF als neuen Standard vor.

ODF auf der einen Seite, OOXML auf der anderen - zum einen tobt weiterhin der Streit um die Standardisierung, zum anderen sind einige Entwickler dabei, Konvertierungsprogramme oder Plugins zu schreiben, um die Formate umwandeln zu können. Und dann ist da noch China, das UOF als eigenes offenes Dokumentenformat entworfen hat.

Bei der Arbeit an einem Konvertierungsprogramm von Microsofts OOXML in ODF wurde Gary Edwards, dem Gründer der OpenDocument Foundation (die allerdings nichts mit den offiziellen ODF-Entwicklern zu tun hat), mehr und mehr klar, dass ODF gewisse Begrenzungen hat. Die Möglichkeiten von ODF und OOXML sind nicht deckungsgleich, so dass eine exakte Konvertierung von Dokumenten nicht immer möglich ist. Auch Microsoft hatte als einen der Gründe, das eigene OOXML-Format standardisieren zu lassen, angegeben, mit ODF nicht alle Features der eigenen Office-Suite umsetzen zu können. Laut Edwards ist ODF stark an den Fähigkeiten von OpenOffice.org orientiert. Es sei auch schwer, ODF-Dokumente in ein Web-Format umzusetzen.

Als Lösung schlägt Edwards das CDF-Format (Compound Document Framework) des W3C (World Wide Web Consortium) vor. Dieses ursprünglich für Mobilgeräte entworfene Format besteht aus mehreren Profilen und seine Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Laut Edwards besitzt es jedoch erhebliches Potential. Es sei offen, im Gegensatz zu ODF und OOXML, und werde nicht von einem großen Unternehmen, sondern einer neutralen Organisation kontrolliert. Es sei vollständig kompatibel mit den vorhandenen Microsoft-Formaten, plattformunabhängig, interoperabel und frei von Patentansprüchen. Somit sei es ein Format, das die gelegentlich bereits geforderte Obermenge von ODF und OOXML darstellt. Ob sich die ODF-Befürworter und Microsoft auf dieses Format einigen können, bleibt abzuwarten.

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