Die Schüler und Lehrer sollen selber auch wichtige Einstellungen vornehmen können, als zukunftsweisendes Projekt. Beruhigend, dass hier von Seiten Monopolist keine Intrige gestartet werden kann, wie im Fall Nigeria. "Transparenz ist zusätzliche Macht". ("Transparency = Empowerment" steht in der Beschreibung der verwendenten Software, schön.)
Alle sollen immer Spenden, nur die Konzerne nicht. Wie wäre es mal wenn die einfach das Teil produzieren und unter Selbstkosten verkaufen? Einen Teil dieser Kosten können auch IT-fremde Konzerne tragen. Branchen wie Energie und Automobilbau stecken mit Bargeld bis zur Oberkante voll.
Ähnliches gilt auch unabhängig von diesem Projekt. Wieviel verdienen eigentlich die Manager der großen Gemeinnützigen Gesellschaften? Wer wirklich selbstlos handeln erwartet auch keine Vergütung.
> Alle sollen immer Spenden, nur die Konzerne nicht.
Bei dem Projekt geht es nicht wirklich ums spenden. Einzig der Verkauf des Teils in den reicheren Teilen der Welt enhält einen Spendenanteil. Jedoch war der Verkauf dieses Produkts in den reichen Ländern ursprünglich nicht geplant.
> Wie wäre es mal wenn die einfach das Teil produzieren und unter Selbstkosten verkaufen?
Na klar, volles persönliches Riskio ohne dieses entsprechend vergütet zu bekommen. -> Wer wäre so blöd und würde so etwas machen? Abgesehen davon ist das dann auch nicht fair. Besser wäre es das Produkt vor Ort in den jeweiligen Ländern zu produzieren. --> könnte eventuell helfen die dort vorhandene Wirtschaft anzukurbeln. Aber das ist alles andere als leicht und sehr kostenintensiv (das geht sich dann mit 200$ pro Gerät wahrscheinlich nicht mehr aus).
> Einen Teil dieser Kosten können auch IT-fremde Konzerne tragen. Branchen wie Energie und Automobilbau stecken mit Bargeld bis zur Oberkante voll.
Aufgrund unserer Kapitalgesellschaft, und da trägst auch Du dazu bei, sind diese Firmen nun mal Ihren Aktionären verpflichtet. Ändere die Gesellschaft und Du änderst auch das Verhalten der Konzerne. Unter Umständen läßt sich aber auch ein klassischer Deal mit Gerät + Werbung gegen Geld + Spende verhandeln.
> Ähnliches gilt auch unabhängig von diesem Projekt. Wieviel verdienen eigentlich die Manager der großen Gemeinnützigen Gesellschaften? Wer wirklich selbstlos handeln erwartet auch keine Vergütung.
Dogmatiker! Nimms nicht persönlich, aber diese Sprüche kenne ich zur Genüge aus der Politik, diversen Glaubenrichtungen, etc...
"Nur wer wirklich bla bla bla..."
Genau diesse einseitige Streben nach dem sogenannten "Guten" ist die Ursache für das "Böse" auf dieser Welt! Empfehle hierzu die Lektüre von Paul Watzlawick.
"Heuschrecken" sind es völlig anderes. Das sind sog. feindliche Übernahmen.
Wenn ich recht informiert bin, erhalten die Entwickler kein Gehalt aus dem Verkauf, sondern sind Angestellte des MIT. Die Herstellerfirma wurde in einem Niedriglohnland gesucht, um Produktionskosten einzusparen.
Große Firmen arbeiten sehr wohl OLPC zusammen (Entwicklung + Software).
Die Gründe, warum die von Dir genannten Energie- und Automobilfirmen keine Spenden gegeben haben (woher weißt Du das?), haben sicherlich wenn, dann andere Gründe, als das Geld für sich zu behalten. Spenden werden meistens im Rahmen des Marketings abgegeben. Gleichzeitig wird dadurch die Steuerlast verringert. Ergo müssen Spenden absetzbar sein. Es ist die Frage, für welche Firmen eine Spende an die OLPC steuerminimierend wirkt.
Ein Unternehmen wird nach den Gesetzen des Marktes geführt. Gefallen einem die Entscheidungen der Unternehmen nicht, dann muss man die Gesetze für den Wettbewerb und den Markt anpassen.
M.E. hast Du die MIT-Mitarbeiter und OLPC-Mitarbeiter fälschlich als "Gutmenschtuer aber doch Heuschrecken" bezeichnet, wolltest aber eigentlich die Spendenbereitschaft von Unternehmern anprangern. Letztlich musst Du aber die Rahmenbedingungen des Marktes anprangern, also dass es positive Auswirkungen hat, nicht für OLPC als deutsche Firma zu spenden, sondern die Trikots für einen hiesigen Sportverein oder eine hiesige Sportveranstaltung.
Was wäre wohl, wenn eine Firma es publik machen würde, für OLPC gespendet zu haben? Es bleibt ein Wagnis, in politischen Bereichen zu spenden, weil sich die Meinung der Bevölkerung ändert und das Risiko des positiven Imagegewinns schwer kalkulierbar ist.
Warum zum Teufel sollte irgendwer so bescheuert sein, für so ein unnützes Gerät zu spenden!? Was die Menschen brauchen ist Bildung (d.h. erstmal Schulunterricht für alle Kinder, nicht OLPC), Gesundheitsverorgung, sauberes Trinkwasser, ausreichende Nahrungsversorgung, Möglichkeiten zur Familienplanung/Geburtenkontrolle, politische Stabilität, wirtschaftliche Stabilität. Für einfaches Wirtschaften reichen Papier und Bleistift, bzw. Abakus.
Kann mich den nur Anschließen. Ich halte die Idee des OLPC zwar ansich für schlecht, aber es ist auch nicht das wichtigste der Welt. Wer nicht lesen und schreiben kann, der braucht auch keinen Laptop. Insofern würde ich auch mein Geld lieber für Grundlegendedinge spenden, als für Elektrospielzeug. Ich glaube man hat sich nie wirklich mit dem Thema beschäftigt, wenn man ernsthaft glaubt, das Menschen in der 3. Welt ganz dringend einen Laptop brauchen. Wirklich nicht. Es ist vielleicht ein nettes Gimmick aber mehr auch nicht.
Von morgenstern am Mi, 7. November 2007 um 20:06 #
Kann mich euren Meinungen nur anschliessen! Aber *pssssssstt*, sowas darf man nicht mal denken. Elektronischer Firlefanz ist gut für Analphabeten (nicht nur in Entwicklungsländern ).
Ist sicherlich was wahres dran, aber ist ein Laptop dafür die Lösung? Sollte man nicht lieber mehr Lehrer haben, die wiederum lehren zu lehren? Denn genau das ist doch das Problem. Die Menschen müssen oft erstmal lernen für sich selbst zu sorgen. Wer nicht lesen und schreiben kann, braucht keinen Laptop und wer es schon kann, der steht sofort im Regen, wenn es bei dem Gerät mal hakt. Man hat doch wirklich schon tausende von Maschinen und co und die 3. Weltverschaft, die dort einfach vor sich hin rotten, weil die Leute weder wissen wie man sie richtig benutzen soll, noch wie sie im Falle des Falles zu reparieren sind.
Noch besser sind Informationen. Wer informiert ist, kann alles.
Einspruch. Hierzulande haben die meisten mittlerweile Internet, sprich, eigentlich unbegrenzten Zugriff auf Informationen.
Trotzdem kann nicht jeder alles.
Der Wert einer Information bemißt sich an der Exklusivität. Eine absolut exklusive Information kann (muß aber nicht) sehr viel wert sein. Eine allgemein verfügbare Information ist dagegen im Prinzip gar nichts wert.
Ich gebe Dir recht, daß eine solide Bildung/Ausbildung Möglichkeiten eröffnet. "Informationen" allein aber reichen nicht.
> Eine allgemein verfügbare Information ist dagegen im Prinzip gar nichts wert.
Dieser Umkehrschluß ist nicht korrekt. "Wert" bemißt sich nicht ausschließlich in kommerzieller Verwertbarkeit. Dieser neoliberale Duktus, der heutzutage immer öfter mitschwingt, ist es durchaus Wert, hinterfragt zu werden. Insbesondere auf einem News-Portal zum Thema Open Source ist so eine Aussage doch recht irrational.
Genau für die Bildung ist der OLPC gedacht. Der Preis, der auf die 100 Dollar zielte war aus dem Grund so angesetzt, weil sich ab da der OLPC rechnet. Der OLPC soll nämlich die Kosten für Schulbücher abdecken. Schulbücher, auch gerade in den dortigen Gegenden, sind schweineteuer. Da der OLPC einige Jahre "überleben" soll und darauf ausgelegt ist, über eine Netzwerk verschiedene Lernsoftware zu tauschen, kommt er letztendlich günstiger als verschiedene Bücher zu kaufen. Das Gerät ist kein Laptop im klassischen Sinne, sondern er ist auf Bildungszwecke hin optimiert. Kern ist dabei die sogenannte "Sugar"-Oberfläche, die sich von der bisherigen Desktop-"Logik" radikal unterscheidet. Zudem ist es so, dass in den Ländern in denen der OLPC vorerst eingesetzt werden soll, eben solche Bedingungen wie "Gesundheitsverorgung, sauberes Trinkwasser, ausreichende Nahrungsversorgung, Möglichkeiten zur Familienplanung/Geburtenkontrolle, politische Stabilität, wirtschaftliche Stabilität" schon relativ vorhanden sind. Ich betone "relativ" und nicht "absolut". Falls du mit dem Argument kommen solltest, dass da eben doch in einigen Ländern keine Gesundheitsversorgung gibt usw. usf. kann und muss ich dir entgegnen, dass es in den USA - vielleicht das "westlichste" Land überhaupt, es weder eine allgemeine Gesundheitsversorgung gibt und für genügend Menschen auch keine ausreichende Nahrungsversorgung oder gar wirtschaftliche Stabilität in ihren Lebensumständen vorherrschen. Einige Punkte passen in Deutschland auch auf das sogenannte Hartz IV, auch hier - wie in einigen Studien von Sozialverbänden schon dargelegt wurde - ist es nicht möglich ein Kind ausreichend zu ernähren geschweige mit Schulmitteln zu versorgen. Für Schulmittel sind irgendwas wie 2 im Monat vorgesehen. Interessant ist auch der Umstand, dass in Gegenden, in denen es Internet und somit schnelle Kommunikatonsmittel gibt, sich die wirtschaftliche Situation der Menschen vor Ort verbessert. Das liegt unter anderem daran, dass die Leute mitbekommen, was außerhalb ihres Wohnbereichs alles so passiert und nicht so leicht von Zwischenhändlern bei Warenverkäufen über den Tisch gezogen werden können, da sie die verschiedenen Märkte und Preise im Blick haben.
Weil in deutschland ein paar Harz - IV Fälle zu blöd sind mit ihrem Geld um zu gehen und ihre Kinder deshalb verwahrlosen lassen, ist es wichtiger das in stabileren Ländern die Leute mit Laptops versorgt werden, als das in den Ländern wo es wirklich schlecht steht, Aufklärung zu grundlegenden Dingen wie Ernährung, Hygiene und Familienplanung betrieben wird?
Also, warum für einen Laptop spenden, der auch einfach nur ein kommerzielles Produkt ist, wie jedes andere, als an Hilfsorganisationen, die sich wirklich den A***** aufreißen und teilweise ihr Leben riskieren?
Ne schon klar, ist ja Linux drauf. Dann muss das ja ganz toll und super sein, denn Linux ist ja heilig. Dafür nimmt man auch Leute in Schutz, die sich nicht ordentlich um ihre Kinder kümmern können. Der Zweck heiligt die Mittel. Ein Projekt bei dem Linux im spiel ist, kann ja nur toll sein. Also Leute spendet.
Was soll dieses dämliche Gelabber? Die Leute hinter dem OLPC-Projekt haben als Ziel, bezahlbare PC-Technik für arme Länder zu schaffen. Sie wollen damit keine Hungersnot bekämpfen - das machen schon andere. Sie kennen sich nunmal mit PC-Technik aus.
Für Nahrungsprogramme werden bereits Milliarden Weltweit gespendet - offenbar ohne Erfolg. Wenn dieses Projekt dazu beiträgt, dass auch Kinder aus armen Ländern den Kontakt zur PC-Technik bekommen, so hat es wenigstens sein Ziel erreicht.
Es ist von Leuten wie Dir schizophren auf der einen Seite tatenlos die Aktivitäteten von zB. Monsanto hinzunehmen (was auch Länder in Hungersnöte stürzt, die durchaus zur Eigenversorgung fähig sind), auf der anderen aber diese Projekt zu kritisieren, weil es ja noch Schlimmeres auf der Welt gibt, als ein Kind, das womöglich sehr begabt und fähig ist, eine SW-Industrie im eigenen Land entstehen zu lassen, es aber nicht machen wird - nur weil es nie einen PC in den Händen halten wird...
Ja na klar, drückst du jemand einen PC in die Hand, hat er Ahnung von PC-Technik.... Genau das ist doch das was ich meine. Wenn sich vorher niemand um sowas kümmert, gammeln die Dinger doch früher oder später auch nur weg.
Davon mal abgesehen. Die Unternehmen die da mit mischen, verdienen damit jawohl auch ihr Geld. Also spendet man damit am Ende bei AMD und Co auch die Kasse stimmt? Schon klar. Das Linux Betriebsystem, an dem sicherlich auch viele unendgeldlich arbeiten, ist nunmal nicht alles. Und genau darauf bezog sich doch auch die Antwort. Warum spendet keiner für so ein Projekt?
> Ja na klar, drückst du jemand einen PC in die Hand, hat er Ahnung von PC-Technik...
Eher umgekehrt: hältst Du Menschen von PCs fern, werden sie nie Ahnung davon haben. Ich weiß nicht wie Du zum Computer kamst - ich und viele meiner Altersgenossen über einen C64 oder einen anderen 8-Bitter. Weder meine Eltern, noch meine Lehrer haben mir die Maschine erklären können - die Begeisterung dafür entwickelte sich ganz von selbst. Heute lebe ich davon.
> Die Unternehmen die da mit mischen, verdienen damit jawohl auch ihr Geld
Sinnloses Argument. Das Getreide, das von Spenden gekauft wird machte auch einen Bauer im anderen Teil der Welt reich. Und was nun?
> Sinnloses Argument. Das Getreide, das von Spenden gekauft wird machte auch einen Bauer im anderen Teil der Welt reich. Und was nun?
Was red ich denn hier die ganze Zeit? Ich sag doch das man den Leuten erstmal was beibringen muss. Also kein Getreide ankarren, sondern den Leuten erklären wie Landwirtschaft funktioniert. Das kann man auch auf Geräte und PCs übertragen. Es werden ständig Sachen irgendwo hin gekarrt, was entweder darauf hinausläuft, das die Leute damit nichts anfangen können, die Dinge wenn sie mal kaputt sind verrotten oder das die Leute durch die Güter erst recht in eine Abhängigkeit gezwungen werden.
Ok, bis jetzt hast Du nur kritisiert. Hast Du auch konstruktive Vorschläge, die nicht nur theoretischer Natur sind?
Wer soll "den Leuten was beibringen"? Du? Ich? Sollen wir dafür bezahlt werden? Von wem?
Dieses "Hilfe zur Selbsthilfe" ist ein super Schlagwort, dass uns schon im Schulalter propagiert wird, während "unsere" Konzerne alles tun, damit es nie Wirklichkeit wird. Hilfe für arme Länder beginnt bereits, wenn wir aufhören diese auszubeuten!
Durch das OLPC wird keiner zu irgendwelchen Abhängigkeiten gezwungen. Dafür werden sich viele Schulen zB. Lateinamerikas diese PCs leisten können. Versuche erstmal die Welt so einen kleinen Schritt besser zu machen, dann bekommst Du das Recht, diese Leute zu kritisieren.
Der Ursprungspost ging doch um Spenden. Ich sagen nicht das OLPC totaler Mist ist, das projekt als solches ist ja vollkommen ok, nur das es weit aus wichtigere Projekte gibt und Vereine die sich in der 3. Welt engagieren. Und nur darum geht es. Ich kann es also vollkommen verstehen, warum niemand für OLPC spendet, denn ich denke es gibt andere Sachen die sind wichtiger.
Das ist alles. Dafür muss ich nicht selbst in die 3. Welt reisen und auch kein eigenes Projekt gründen. Es ging um Spenden. Und da spende ich lieber für andere Sachen und kann auch verstehen, das es andere so sehen, denn meiner Meinung nach haben PCs, so nett sie auch sein mögen, nicht Priorität.
Mit der Abhängigkeit ist das so eine Sache. Das geht vielleicht schneller als man denkt. Der EEPC wird jetzt ja auch aufeinmal mit Windows ausgestattet und Microsoft möchte sicherlich nicht nur als Einziger Kunden binden. Die Hardwarehersteller wollen das natürlich auch. Was ist denn wenn es Probleme mit den Rechnern gibt?
Weil in deutschland ein paar Harz - IV Fälle zu blöd sind mit ihrem Geld um zu gehen und ihre Kinder deshalb verwahrlosen lassen
Ernstgemeinter Rat: Informiere Dich bitte mal ganz, ganz schnell über den aktuellen Hartz4-Satz. Falls Du danach immer noch behauptest, daß die Leute "zu blöd sind, um mit Geld umzugehen", probier es mal selbst aus.
Oh, ich beziehe meine Informationen da direkt von der Quelle. Ich war auch schon glücklicher Harz IV Empfänger und habe eine Tochter. Und ich kann nur sagen, wer mit dem Geld nicht hinkommt und seine Kinder deshalb in die Suppenküche schickt oder ihnen keine ordentlichen Sachen kaufen kann, der macht definitiv etwas falsch. Ich bin mit dem Geld immer hingekommen und meiner Tochter musste es sicherlich auch an nichts mangeln.
Ich will gar keine Lanze für Harz IV brechen. Harz IV ist sicherlich kein Zuckerschlecken und arbeitslos zu sein, macht auch keinen Spaß, aber deswegen müssen keine Kinder verwahrlosen. Das sind dann solche typischen Fälle wo Playstation und Breitbildfernseher wichtiger sind, als sein Kind in den Kindergarten zu schicken. Oder stimmt, jedes Kind braucht auch einen Computer, ist ja auch wichtiger als was zu Essen auf dem Tisch und Klamotten am Leib.
Ne echt mal, sprichst du hier aus Erfahrung? Bist du auf Harz IV und hast Kinder denen du deswegen nichts zu Essen mehr kaufen kannst? Dann können wir reden und auch gerne darüber was vielleicht schief läuft. Ansonsten spar die Kommentare und bleib bei der Bild Zeitung.
Von SvenFischer am Mi, 7. November 2007 um 18:14 #
Werbung auf dem Notebook oder der bei Startvorgang hätte evtl. auch etwas den Preis drücken können, oder? Na ja, viel dürfte es sicher nicht sein, und welche Firma interessiert sich schon genau für die Werbung in den Schwellenländern (evtl. Coca-Cola und Mc Donnald )
Oder Shell und BP - vielleicht noch "Ihre US-Regierung". So nach dem Motto: wir berauben Euch zwar Eurer Bodenschätze und finanzieren das Militärregime, dafür haben wir dieses Gerät 2$ billiger für Euch gemacht! Würde bestimmt super ankommen
Sicherlich nicht höher, als der Anteil an Deinem PC oder an dem Transportflugzeug, das 1x im Jahr über $DRITTE_WELT_LAND irgendwelche Getreidesäcke vom Himmel fallen lässt...
Speziell die Infrastrukturanpassungen (WLAN, Stromversorgung, etc.) hören sich doch sehr interressant an.
Alle sollen immer Spenden, nur die Konzerne nicht. Wie wäre es mal wenn die einfach das Teil produzieren und unter Selbstkosten verkaufen? Einen Teil dieser Kosten können auch IT-fremde Konzerne tragen. Branchen wie Energie und Automobilbau stecken mit Bargeld bis zur Oberkante voll.
Ähnliches gilt auch unabhängig von diesem Projekt. Wieviel verdienen eigentlich die Manager der großen Gemeinnützigen Gesellschaften? Wer wirklich selbstlos handeln erwartet auch keine Vergütung.
Bei dem Projekt geht es nicht wirklich ums spenden. Einzig der Verkauf des Teils in den reicheren Teilen der Welt enhält einen Spendenanteil. Jedoch war der Verkauf dieses Produkts in den reichen Ländern ursprünglich nicht geplant.
> Wie wäre es mal wenn die einfach das Teil produzieren und unter Selbstkosten verkaufen?
Na klar, volles persönliches Riskio ohne dieses entsprechend vergütet zu bekommen. -> Wer wäre so blöd und würde so etwas machen? Abgesehen davon ist das dann auch nicht fair.
Besser wäre es das Produkt vor Ort in den jeweiligen Ländern zu produzieren. --> könnte eventuell helfen die dort vorhandene Wirtschaft anzukurbeln. Aber das ist alles andere als leicht und sehr kostenintensiv (das geht sich dann mit 200$ pro Gerät wahrscheinlich nicht mehr aus).
> Einen Teil dieser Kosten können auch IT-fremde Konzerne tragen. Branchen wie Energie und Automobilbau stecken mit Bargeld bis zur Oberkante voll.
Aufgrund unserer Kapitalgesellschaft, und da trägst auch Du dazu bei, sind diese Firmen nun mal Ihren Aktionären verpflichtet. Ändere die Gesellschaft und Du änderst auch das Verhalten der Konzerne.
Unter Umständen läßt sich aber auch ein klassischer Deal mit Gerät + Werbung gegen Geld + Spende verhandeln.
> Ähnliches gilt auch unabhängig von diesem Projekt. Wieviel verdienen eigentlich die Manager der großen Gemeinnützigen Gesellschaften? Wer wirklich selbstlos handeln erwartet auch keine Vergütung.
Dogmatiker! Nimms nicht persönlich, aber diese Sprüche kenne ich zur Genüge aus der Politik, diversen Glaubenrichtungen, etc...
"Nur wer wirklich bla bla bla..."
Genau diesse einseitige Streben nach dem sogenannten "Guten" ist die Ursache für das "Böse" auf dieser Welt! Empfehle hierzu die Lektüre von Paul Watzlawick.
mfg
unreal
Wenn ich recht informiert bin, erhalten die Entwickler kein Gehalt aus dem Verkauf, sondern sind Angestellte des MIT.
Die Herstellerfirma wurde in einem Niedriglohnland gesucht, um Produktionskosten einzusparen.
Große Firmen arbeiten sehr wohl OLPC zusammen (Entwicklung + Software).
Die Gründe, warum die von Dir genannten Energie- und Automobilfirmen keine Spenden gegeben haben (woher weißt Du das?), haben sicherlich wenn, dann andere Gründe, als das Geld für sich zu behalten.
Spenden werden meistens im Rahmen des Marketings abgegeben. Gleichzeitig wird dadurch die Steuerlast verringert. Ergo müssen Spenden absetzbar sein. Es ist die Frage, für welche Firmen eine Spende an die OLPC steuerminimierend wirkt.
Ein Unternehmen wird nach den Gesetzen des Marktes geführt. Gefallen einem die Entscheidungen der Unternehmen nicht, dann muss man die Gesetze für den Wettbewerb und den Markt anpassen.
M.E. hast Du die MIT-Mitarbeiter und OLPC-Mitarbeiter fälschlich als "Gutmenschtuer aber doch Heuschrecken" bezeichnet, wolltest aber eigentlich die Spendenbereitschaft von Unternehmern anprangern. Letztlich musst Du aber die Rahmenbedingungen des Marktes anprangern, also dass es positive Auswirkungen hat, nicht für OLPC als deutsche Firma zu spenden, sondern die Trikots für einen hiesigen Sportverein oder eine hiesige Sportveranstaltung.
Was wäre wohl, wenn eine Firma es publik machen würde, für OLPC gespendet zu haben? Es bleibt ein Wagnis, in politischen Bereichen zu spenden, weil sich die Meinung der Bevölkerung ändert und das Risiko des positiven Imagegewinns schwer kalkulierbar ist.
Ich hoffe, meine Ausführungen haben Dir geholfen.
Ich halte die Idee des OLPC zwar ansich für schlecht, aber es ist auch nicht das wichtigste der Welt.
Wer nicht lesen und schreiben kann, der braucht auch keinen Laptop.
Insofern würde ich auch mein Geld lieber für Grundlegendedinge spenden, als für Elektrospielzeug.
Ich glaube man hat sich nie wirklich mit dem Thema beschäftigt, wenn man ernsthaft glaubt, das Menschen in der 3. Welt ganz dringend einen Laptop brauchen. Wirklich nicht. Es ist vielleicht ein nettes Gimmick aber mehr auch nicht.
Vernetztes Unwissen, statt anständiger Unterstützung.
Gruss,
Kay
Sollte man nicht lieber mehr Lehrer haben, die wiederum lehren zu lehren?
Denn genau das ist doch das Problem. Die Menschen müssen oft erstmal lernen für sich selbst zu sorgen.
Wer nicht lesen und schreiben kann, braucht keinen Laptop und wer es schon kann, der steht sofort im Regen, wenn es bei dem Gerät mal hakt. Man hat doch wirklich schon tausende von Maschinen und co und die 3. Weltverschaft, die dort einfach vor sich hin rotten, weil die Leute weder wissen wie man sie richtig benutzen soll, noch wie sie im Falle des Falles zu reparieren sind.
Einspruch. Hierzulande haben die meisten mittlerweile Internet, sprich, eigentlich unbegrenzten Zugriff auf Informationen.
Trotzdem kann nicht jeder alles.
Der Wert einer Information bemißt sich an der Exklusivität. Eine absolut exklusive Information kann (muß aber nicht) sehr viel wert sein. Eine allgemein verfügbare Information ist dagegen im Prinzip gar nichts wert.
Ich gebe Dir recht, daß eine solide Bildung/Ausbildung Möglichkeiten eröffnet. "Informationen" allein aber reichen nicht.
Dieser Umkehrschluß ist nicht korrekt. "Wert" bemißt sich nicht ausschließlich in kommerzieller Verwertbarkeit. Dieser neoliberale Duktus, der heutzutage immer öfter mitschwingt, ist es durchaus Wert, hinterfragt zu werden. Insbesondere auf einem News-Portal zum Thema Open Source ist so eine Aussage doch recht irrational.
Das Gerät ist kein Laptop im klassischen Sinne, sondern er ist auf Bildungszwecke hin optimiert. Kern ist dabei die sogenannte "Sugar"-Oberfläche, die sich von der bisherigen Desktop-"Logik" radikal unterscheidet.
Zudem ist es so, dass in den Ländern in denen der OLPC vorerst eingesetzt werden soll, eben solche Bedingungen wie "Gesundheitsverorgung, sauberes Trinkwasser, ausreichende Nahrungsversorgung, Möglichkeiten zur Familienplanung/Geburtenkontrolle, politische Stabilität, wirtschaftliche Stabilität" schon relativ vorhanden sind. Ich betone "relativ" und nicht "absolut". Falls du mit dem Argument kommen solltest, dass da eben doch in einigen Ländern keine Gesundheitsversorgung gibt usw. usf. kann und muss ich dir entgegnen, dass es in den USA - vielleicht das "westlichste" Land überhaupt, es weder eine allgemeine Gesundheitsversorgung gibt und für genügend Menschen auch keine ausreichende Nahrungsversorgung oder gar wirtschaftliche Stabilität in ihren Lebensumständen vorherrschen. Einige Punkte passen in Deutschland auch auf das sogenannte Hartz IV, auch hier - wie in einigen Studien von Sozialverbänden schon dargelegt wurde - ist es nicht möglich ein Kind ausreichend zu ernähren geschweige mit Schulmitteln zu versorgen. Für Schulmittel sind irgendwas wie 2 im Monat vorgesehen.
Interessant ist auch der Umstand, dass in Gegenden, in denen es Internet und somit schnelle Kommunikatonsmittel gibt, sich die wirtschaftliche Situation der Menschen vor Ort verbessert. Das liegt unter anderem daran, dass die Leute mitbekommen, was außerhalb ihres Wohnbereichs alles so passiert und nicht so leicht von Zwischenhändlern bei Warenverkäufen über den Tisch gezogen werden können, da sie die verschiedenen Märkte und Preise im Blick haben.
Schöne Grüße,
phorkyas
Weil in deutschland ein paar Harz - IV Fälle zu blöd sind mit ihrem Geld um zu gehen und ihre Kinder deshalb verwahrlosen lassen, ist es wichtiger das in stabileren Ländern die Leute mit Laptops versorgt werden, als das in den Ländern wo es wirklich schlecht steht, Aufklärung zu grundlegenden Dingen wie Ernährung, Hygiene und Familienplanung betrieben wird?
Also, warum für einen Laptop spenden, der auch einfach nur ein kommerzielles Produkt ist, wie jedes andere, als an Hilfsorganisationen, die sich wirklich den A***** aufreißen und teilweise ihr Leben riskieren?
Ne schon klar, ist ja Linux drauf. Dann muss das ja ganz toll und super sein, denn Linux ist ja heilig. Dafür nimmt man auch Leute in Schutz, die sich nicht ordentlich um ihre Kinder kümmern können. Der Zweck heiligt die Mittel. Ein Projekt bei dem Linux im spiel ist, kann ja nur toll sein. Also Leute spendet.
Die Leute hinter dem OLPC-Projekt haben als Ziel, bezahlbare PC-Technik für arme Länder zu schaffen. Sie wollen damit keine Hungersnot bekämpfen - das machen schon andere. Sie kennen sich nunmal mit PC-Technik aus.
Für Nahrungsprogramme werden bereits Milliarden Weltweit gespendet - offenbar ohne Erfolg.
Wenn dieses Projekt dazu beiträgt, dass auch Kinder aus armen Ländern den Kontakt zur PC-Technik bekommen, so hat es wenigstens sein Ziel erreicht.
Es ist von Leuten wie Dir schizophren auf der einen Seite tatenlos die Aktivitäteten von zB. Monsanto hinzunehmen (was auch Länder in Hungersnöte stürzt, die durchaus zur Eigenversorgung fähig sind), auf der anderen aber diese Projekt zu kritisieren, weil es ja noch Schlimmeres auf der Welt gibt, als ein Kind, das womöglich sehr begabt und fähig ist, eine SW-Industrie im eigenen Land entstehen zu lassen, es aber nicht machen wird - nur weil es nie einen PC in den Händen halten wird...
Genau das ist doch das was ich meine. Wenn sich vorher niemand um sowas kümmert, gammeln die Dinger doch früher oder später auch nur weg.
Davon mal abgesehen.
Die Unternehmen die da mit mischen, verdienen damit jawohl auch ihr Geld. Also spendet man damit am Ende bei AMD und Co auch die Kasse stimmt? Schon klar. Das Linux Betriebsystem, an dem sicherlich auch viele unendgeldlich arbeiten, ist nunmal nicht alles. Und genau darauf bezog sich doch auch die Antwort. Warum spendet keiner für so ein Projekt?
Eher umgekehrt: hältst Du Menschen von PCs fern, werden sie nie Ahnung davon haben.
Ich weiß nicht wie Du zum Computer kamst - ich und viele meiner Altersgenossen über einen C64 oder einen anderen 8-Bitter. Weder meine Eltern, noch meine Lehrer haben mir die Maschine erklären können - die Begeisterung dafür entwickelte sich ganz von selbst. Heute lebe ich davon.
> Die Unternehmen die da mit mischen, verdienen damit jawohl auch ihr Geld
Sinnloses Argument. Das Getreide, das von Spenden gekauft wird machte auch einen Bauer im anderen Teil der Welt reich. Und was nun?
Was red ich denn hier die ganze Zeit?
Ich sag doch das man den Leuten erstmal was beibringen muss.
Also kein Getreide ankarren, sondern den Leuten erklären wie Landwirtschaft funktioniert.
Das kann man auch auf Geräte und PCs übertragen. Es werden ständig Sachen irgendwo hin gekarrt, was entweder darauf hinausläuft, das die Leute damit nichts anfangen können, die Dinge wenn sie mal kaputt sind verrotten oder das die Leute durch die Güter erst recht in eine Abhängigkeit gezwungen werden.
Wer soll "den Leuten was beibringen"? Du? Ich? Sollen wir dafür bezahlt werden? Von wem?
Dieses "Hilfe zur Selbsthilfe" ist ein super Schlagwort, dass uns schon im Schulalter propagiert wird, während "unsere" Konzerne alles tun, damit es nie Wirklichkeit wird. Hilfe für arme Länder beginnt bereits, wenn wir aufhören diese auszubeuten!
Durch das OLPC wird keiner zu irgendwelchen Abhängigkeiten gezwungen. Dafür werden sich viele Schulen zB. Lateinamerikas diese PCs leisten können. Versuche erstmal die Welt so einen kleinen Schritt besser zu machen, dann bekommst Du das Recht, diese Leute zu kritisieren.
Ich sagen nicht das OLPC totaler Mist ist, das projekt als solches ist ja vollkommen ok, nur das es weit aus wichtigere Projekte gibt und Vereine die sich in der 3. Welt engagieren. Und nur darum geht es. Ich kann es also vollkommen verstehen, warum niemand für OLPC spendet, denn ich denke es gibt andere Sachen die sind wichtiger.
Das ist alles.
Dafür muss ich nicht selbst in die 3. Welt reisen und auch kein eigenes Projekt gründen.
Es ging um Spenden. Und da spende ich lieber für andere Sachen und kann auch verstehen, das es andere so sehen, denn meiner Meinung nach haben PCs, so nett sie auch sein mögen, nicht Priorität.
Mit der Abhängigkeit ist das so eine Sache.
Das geht vielleicht schneller als man denkt. Der EEPC wird jetzt ja auch aufeinmal mit Windows ausgestattet und Microsoft möchte sicherlich nicht nur als Einziger Kunden binden. Die Hardwarehersteller wollen das natürlich auch. Was ist denn wenn es Probleme mit den Rechnern gibt?
Ernstgemeinter Rat: Informiere Dich bitte mal ganz, ganz schnell über den aktuellen Hartz4-Satz. Falls Du danach immer noch behauptest, daß die Leute "zu blöd sind, um mit Geld umzugehen", probier es mal selbst aus.
Ich war auch schon glücklicher Harz IV Empfänger und habe eine Tochter.
Und ich kann nur sagen, wer mit dem Geld nicht hinkommt und seine Kinder deshalb in die Suppenküche schickt oder ihnen keine ordentlichen Sachen kaufen kann, der macht definitiv etwas falsch.
Ich bin mit dem Geld immer hingekommen und meiner Tochter musste es sicherlich auch an nichts mangeln.
Ich will gar keine Lanze für Harz IV brechen. Harz IV ist sicherlich kein Zuckerschlecken und arbeitslos zu sein, macht auch keinen Spaß, aber deswegen müssen keine Kinder verwahrlosen. Das sind dann solche typischen Fälle wo Playstation und Breitbildfernseher wichtiger sind, als sein Kind in den Kindergarten zu schicken. Oder stimmt, jedes Kind braucht auch einen Computer, ist ja auch wichtiger als was zu Essen auf dem Tisch und Klamotten am Leib.
Ne echt mal, sprichst du hier aus Erfahrung?
Bist du auf Harz IV und hast Kinder denen du deswegen nichts zu Essen mehr kaufen kannst?
Dann können wir reden und auch gerne darüber was vielleicht schief läuft.
Ansonsten spar die Kommentare und bleib bei der Bild Zeitung.
Würde bestimmt super ankommen
Gruss,
Kay