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Thema: Opensuse gibt sich Richtlinien und Vorstand

97 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von fred am Do, 8. November 2007 um 19:17 #
Solange die Gnome Leute da drin sind, schenke ich dem kein Vertrauen.

"Federico Mena-Quintero is one of the founders of the GNOME Project. Before that, he worked as maintainer of the GIMP. In the early days of GNOME he was responsible for some of the original code and documentation for the GNOME libraries, games, and applications. He also worked on Evolution, the GTK+ toolkit, the GNOME platform libraries, and the Nautilus file manager. Federico started the GNOME Performance project during the 2005 GNOME Summit in Boston. He currently works for Novell, Inc."

Tut mir leid... das ist nicht mehr das Suse für die Nutzer, sondern die Experimentierbude für die viralen Technologen von Ximian.

Score: 3 Von prevScope am Do, 8. November 2007 um 19:19 #
Also auf dem Desktop gelällt mir alles, was *buntu im Namen hat besser als alles was SuSE im Namen hat.
  • Score: 3 Von Thorsten am Fr, 9. November 2007 um 01:56 #
    Toll, ich freue mich über Dein Mitteilungsbedürfnis. Und was hat das mit der Meldung zu tun?
    Score: 3 Von ngarrarri (Aboriginal Word for am Fr, 9. November 2007 um 12:35 #
    Wie sagte mein seliger Vater immer so passend.

    "Der eine mag gern Schokolade, und andere gruene Seife".

    Zu der Zeit ging Linus noch in den Kindergarten, ist also absolut distri-unabhaengig.

Score: 3 Von civ4 am Do, 8. November 2007 um 19:23 #
https://users.opensuse.org/ sagt "48 of 52 users support the Guiding Principles."
Also nur 52 User insgesamt? Um SUSE scheint es schlechter zu stehen als vermutet.
  • Score: 3 Von Francis Debord am Do, 8. November 2007 um 19:39 #
    Novell muss mal Klartext ansagen!

    openSuSE scheint eine Art "Legacy Event" zu werden.

    Abwracken sagt man in der Schiffahrt.

    MfG Francis

    • Score: 3 Von ngarrarri (Aboriginal Word for am Fr, 9. November 2007 um 12:43 #
      Redhat macht das gleiche mit Fedora. Nur da wird nicht so ein Geflame losgetreten. Die, welche dauernd gegen (Open)Suse wettern, sind wahrscheinlich die Gleichen, die ohne yast nicht einmal eine DVD mounten koennen.

      Die Novell-Edition von openOffice ist momentan die Einzige, die dass Office-2007 Format lesen kann, obwohl sich der Novell/Microsoft Deal nur auf die Enterprise-Versionen bezieht.

      • Score: 3 Von Neuer am Fr, 9. November 2007 um 23:56 #
        Ich sage zu openSUSE: Willkommen in der Gemeinschaft. Mir hat besonders gefallen, der Bezug auf die Zusammenarbeit mit anderen Communities. Das ist der richtige Ansatz, bei allen sonstigen Fehlern von Novell.

        Bei Fedora ist man schon weiter. Insbesondere hat Fedora (glaube ich) inzwischen ihre eigenen Buildrechner und mehr Unabhängigkeit, ohne natürlich Debian zu sein.

        Aber openSUSE daran zu messen, wo man jetzt ist, wäre unfair. Das ist der Anfang, man muss sehen, ob openSUSE auch so offen wird, dafür muss man in Schritten gehen.

        Dann denke ich jedenfalls, dass mehr Communities, besser für alle sind. Debian/Ubuntu und Fedora haben ihre Schwerpunkte. Andere Richtungen von anderen Projekten sind mir willkommen, und eine von Novell unabhängige openSUSE wäre ein Gewinn für alle.

        Ansonsten: Novell hat OpenOffice.org unter der gleichen Lizenz wie wir (LGPL) und muss daher den Source veröffentlichen. Und wer, wenn nicht die User von openSUSE sollen die Tester abgeben? Es wäre jedenfalls sehr überraschend, wäre es anders.

        Und ausserdem möchte Novell (und Microsoft?) doch einen Fork von OpenOffice.org erreichen, damit nicht mehr Sun das exklusive Copyright hat. Wie es bisher gehandhabt wird, übertragen alle ihr Copyright für OpenOffice.org Beiträge an Sun.

        In dieser Sache bin ich übrigends nicht geneigt, Novell/Microsoft anzuklagen. Die müssen ihr Copyright nicht aufgeben. Andere müssen es nicht mergen, wenn es Ihnen nicht gefällt. Und alle haben mit den Kosten eines solchen Forks zu leben.

        Gruss,
        Kay

        • Score: 3 Von Anonymous am Sa, 10. November 2007 um 22:54 #
          > Insbesondere hat Fedora (glaube ich) inzwischen ihre eigenen Buildrechner

          Die paar wenigen auf http://koji.fedoraproject.org/koji/hosts gelisteten?

          > Aber openSUSE daran zu messen, wo man jetzt ist, wäre unfair.

          Messen ist nicht verkehrt, nur den Stand als Community-Projekt mit einem zwei oder drei Jahre älteren Fedora-Projekt vergleichen wäre unfair.

          Score: 3 Von Michael Stehmann am Mo, 12. November 2007 um 17:14 #
          Klar wäre ein fork von OpenOffice.org nicht gegen die Interessen von Redmond: divide et impera.

          Klar ist es im Interesse der Standardisierungsanstrengungen für das sogenannte "Open"XML, wenn entsprechende Filter in OpenOffice.org eingebaut werden.

          Dann können sich die Anwender der Remonder Programme auch (weiterhin) entspannt zurücklehnen und brauchen sich nicht einmal darum zu kümmern, in welchem Format sie ihre Dokumente verbreiten. Die Arbeit haben dann die Anderen, beispielsweise die Personen, die freiwillig und ehrenamtlich Nutzersupport für Openoffice.org leisten.

          Es wäre wohl auch noch zu prüfen, ob andere Distributoren, die kein Patentabkommen mit den Redmondern haben, überhaupt den Filtercode ohne Weiteres übernehmen könnten (wenn sie wollten).

          So fein ich es finde, dass eine Software viele Formate im- und exportieren kann, bei "Open"XML bin ich entschieden anderer Ansicht.

    Score: 3 Von Anonymous am Do, 8. November 2007 um 19:42 #
    Das wurde vor gerade mal 2 Stunden announced?
    • Score: 3 Von Anonymous am Do, 8. November 2007 um 20:13 #
      Außerdem zählt es ja nicht die Nutzer der Distro sondern aktive Nutzer, die wie auch immer zum openSUSE Projekt beitragen.
      • Score: 3 Von metasymbol am Do, 8. November 2007 um 20:16 #
        Genau, zum unterzeichnen ist ein Novell Account nötig.
        • Score: 3 Von spambot am Fr, 9. November 2007 um 06:08 #
          Das stört mich allerdings auch. http://www.novell.com/company/policies/privacy/privacy_statement.html#Choice
          "Occasionally, we may contact you regarding additional Novell products or services. We also partner with other companies that have products or services that we feel may be of interest to you."
          • Score: 3 Von Christian Boltz am Sa, 10. November 2007 um 14:26 #
            Ich könnte jetzt einen länglichen Text dazu schreiben, dass man diesbezüglich keine Angst haben muss.

            Stattdessen reicht es wohl zu sagen, dass ich auf der im Novell-Account angegebenen Adresse noch nie unerwünschte Mails bekommen habe, nichtmal Spam ;-). Den Account habe ich übrigens im Zuge der Migration des SUSE-Bugzilla zu Novell angelegt, das war einige Zeit vor dem Release der 10.0 (und vor der Öffnung des openSUSE-Projekts), also über 2 Jahre.

            Ich gehe davon aus, dass sich das auch in Zukunft nicht ändert - das Versenden unerwünschter Mails ist ja bekanntermaßen aus Marketingsicht nicht wirklich schlau ;-)

    Score: 3 Von Christopher Bratusek am Do, 8. November 2007 um 19:59 #
    Das ist wie 2 von 10 Deutschen, nur mit komischen Zahlen. Dass es nur 52 SuSE User gibt, geht anhand der Anzahl der dämlichen Fragen im Forum gar nicht.
Score: 3 Von metasymbol am Do, 8. November 2007 um 20:08 #
Also wenn ich hier die Kommentare so lese werde ich immer ganz traurig. Was hat die SUSE euch getan? Was haben die Entwickler wie zB Andreas oder Pascal gemacht das hier (immer wieder) soviel Schmutz und fiese Bemerkungen abgelassen werden?

Und was soll an den Geschäftsgebahren von Canonical besser sein? Mir geht dieses ewige *buntu ehrlichgesagt inzwischen ziemlich auf den Geist - ganz einfach weil es so uniformiert uninformiert rüberkommt. Man wird den Eindruck nicht los das der Oberheilige Marc und seine Jünger sich für die Erlöser halten. Teilweise so fanatisch wie Religonseiferer.

Draussen in der Wildniss des Biz ist sich jeder selbst am nächsten und sucht seine Chance etwas mehr als zu Überleben. Ich finde es gut das die openSUSE Crew sich da eine klare Linie gibt und deshalb habe ich mich mit meinem Novell Account eingeloggt und unterzeichnet als dreiundfünfzigster.

  • Score: 3 Von Christopher Bratusek am Do, 8. November 2007 um 20:21 #
    So ist die Linux-Community. Die schlimmste und unleidigste von allen. Alles umsonst in den Arsch geblaßen bekommen, aber flamen, als ob sie selbst was geleistet hätten, das sind zwar nicht alle, aber 98% dürften es schon sein.
    • Score: 3 Von Andreas am Do, 8. November 2007 um 20:23 #
      Und du hast mal gar nichts verstanden.
      • Score: 3 Von Christopher Bratusek am Do, 8. November 2007 um 20:26 #
        >> Also wenn ich hier die Kommentare so lese werde ich immer ganz traurig. Was hat die SUSE euch getan?
        >> Was haben die Entwickler wie zB Andreas oder Pascal gemacht das hier (immer wieder)
        >> soviel Schmutz und fiese Bemerkungen abgelassen werden?

        Ich bezog mich darauf.

      Score: 3 Von Keno am Do, 8. November 2007 um 21:55 #
      > So ist die Linux-Community. Die schlimmste und unleidigste von allen. Alles umsonst in
      > den Arsch geblaßen bekommen, aber flamen, als ob sie selbst was geleistet hätten, das
      > sind zwar nicht alle, aber 98% dürften es schon sein.

      Das, lieber Christopher Bratusek, ist der dämlichste Kommentar von Dir seit langem. Die Aussage ist unfundiert und völlig überzogen. Sorry, aber mehr fällt mir dazu nicht ein.

    Score: 3 Von Andreas am Do, 8. November 2007 um 20:22 #
    "Also wenn ich hier die Kommentare so lese werde ich immer ganz traurig. Was hat die SUSE euch getan? Was haben die Entwickler wie zB Andreas oder Pascal gemacht das hier (immer wieder) soviel Schmutz und fiese Bemerkungen abgelassen werden?"

    Die Entwickler haben nichts böses getan. Ich denke, es hat immer noch mit diesem ekligen M$-Deal zu tun. Der kam nun mal gar nicht gut an und war auch für mich ein Grund zum Wechsel. Hinter Linux steckt immer noch eine Menge Idealismus. Und der hat oft eben mehr Gewicht als die pure Ratio. Jedenfalls, was mich betrifft. Microsoft = evil. So steht es geschrieben, so sei es. ;) Und wer mit dem Teufel paktiert muß mit den Konsequenzen rechnen.

    • Score: 3 Von ano am Do, 8. November 2007 um 20:24 #
      "Hinter Linux steckt immer noch eine Menge Idealismus. "

      Und über 60% Firmen, sowie kostenlose Mirrors an Unis, die von allen Steuerzahlern finaziert werden. Eben auch diesen bösen Konzernen.

      • Score: 3 Von Oh-no am Do, 8. November 2007 um 20:53 #
        Konzerne zahlen inzwischen wieder Steuern in Deutschland ?

        Hat sich da neuerdings was geändert ?

        • Score: 3 Von Lucien am Do, 8. November 2007 um 23:03 #
          Lebst du in einer Traumwelt?

          Ach so ich vergaß openSUSE ist mist, Politik ist mist, und natürlich auch alles Deutsche...
          Das ewige gejammer und die Besserwisserei

          • Score: 3 Von Oh_no am Do, 8. November 2007 um 23:46 #
            Ach was. Opensuse find ich gut. Obwohl ich was anderes benutze.

            Und die Bemerkung über Konzerne, die keine Steuern mehr zahlen, bezog sich darauf, daß vor einigen Jahren irgend so ein Siemens- Bonze sich mal über die hohe Abgabenlast in Deutschland ausgelassen hatte und dann ein CSU-Mensch (!) süffisant bemerkte, daß Siemens zuvor jahrelang keine Steuern gezahlt hatte, wenn man die Subventionen gegenrechnete.

      Score: 3 Von René am Do, 8. November 2007 um 20:41 #
      OpenSuSE hat mit dem Patentabkommen selbst nichts zu tun. Es ist eine offene und freie Distribution wie alle anderen auch. Die Software der Distribution unterliegt immer der GPL oder einer ähnlichen Lizenz. Offenbar genügt die GPL nicht mehr. Manche Software ist eben freier als andere, oder? Man wird das Gefühl nicht los, dass hier viele Forenteilnehmer eher einer religiösen Sekte angehören, als das es tatsächlich um Linux ginge.
      • Score: 3 Von Neuer am Sa, 10. November 2007 um 00:15 #
        Wenn die GPL genügen würde, würde Novell nicht pro Kopie von SLES/SLED an Microsoft bezahlen, oder?

        Und was gibt Dir die Annahme, dass nur Novell aber nicht Du an Microsoft bezahlen müsstet, wenn Du eine Distribution auf openSUSE basierst?

        Novell wird nicht darum abgelehnt, weil es andere Distributionen gibt, sondern weil sie diejenigen waren, die für kurzfristiges Geld Teil einer Verschwörung wurden, mit dem Ziel Leute für Software-Patente bezahlen zu lassen, die sie nicht kennen und die Ihnen nie genannt werden, und die vermutlich Ihren Wert nur darin haben, dass die Prozesse darüber so beliebig teuer werden könnten.

        Mit Religion hat das Nichts zu tun. Für mich ist es eher Religion so zu tun als wäre das alles Nichts.

        Davon mal abgesehen. Redhat und Canonical haben sich öffentlich verweigert, Novell hat nachgegeben.

        Alles was Novell nutzt, schadet also (für uns) offenbar Linux. Schon alleine, weil jede SLES den Microsoft-Gewinn nach oben drückt.

        Für alle, die diese Meinung teilen, weise ich darauf hin, dass sie Redhat für kommerzielle Deals vorschlagen sollen. Dies ist ohnehin die etabliertere Enterprise-Distribution.

        Und sonst, auf dem Desktop gibt es für KDE Anhänger auch noch Mandriva. Die haben ja auch gerade ihren Club aufgegeben, und öffnen ihre Community. Und es heisst, die seien ähnlich gut wie Suse integriert. Würde mich interessieren, ob das so stimmt. (Für mich reicht als uralt-Suse User (1995-2002) und alt-Debianer (2002-2006) schon lange die Kubuntu.)

        Damit unterstützt man dann Firmen, die sich gegen Microsoft behaupten und Unterstützung brauchen können.

        Ubuntu und Canonical haben aus meiner Sicht die Unterstützung alleine wegen des DELL-Deals verdient. Dank Mark Shuttleworths und Michael Dells Freundschaft kann ich jetzt in Deutschland von einem namhaften Anbieter Notebooks als Privatkunde kaufen. Mit Linux vorinstalliert und unterstützt.

        Warum hat die Suse das nicht geschafft?

        Gruss,
        Kay

        • Score: 3 Von René am Sa, 10. November 2007 um 11:09 #
          >Wenn die GPL genügen würde, würde Novell nicht pro Kopie von SLES/SLED an Microsoft bezahlen, oder?

          Nur weil jemand eine Zahlung tätigt, heißt dies noch lange nicht, dass ein durchsetzbarer Patentanspruch besteht. Wenn das der Fall wäre, dann hätte MS sicher bereits geklagt und SCO schon längst gewonnen. Darüber hinaus erfolgen die Zahlungen nicht allein deswegen. Es handelt sich um ein umfangreiches Kooperationsabkommen. Im Gegenzug verbreitet MS u.a. auch durch Abgabe der Gutscheine Linux selbst. Tritt mithin selbst als Distributor auf. Und es ist durchaus eine rechtliche Frage, ob MS dadurch nicht unbewusst auf seine möglicherweise vorhandenen Patentansprüche selbst verzichtet. Sie verbreiten Software unter der GPL (diese Lizenz ist rechtlich mehrfach, auch mit ihren Folgen, bestätigt worden) weiter bzw. sie lassen es weiter zu ohne ihr vermeintliches Rechtsgut weiter zu schützen und alles zu unternehmen, was weitere vermeintliche Rechtsverletzungen unterbindet. Auch die Frage, ob es einen Sinn macht, den Distributor(!) mit einem Patentabkommen binden zu können steht hier im Raum. Immerhin in openSUSE stammt die Software selbst von vielen freien Programmierern, die diese unter die GPL gestellt haben . Letztlich müsste jeder einzelne Softwareentwickler verklagt werden, denn dieser hat möglicherweise die Patentverletzung begangen. Das wäre in etwa so, als würde ich beim Kauf eines Messers mich verpflichten, damit niemanden zu verletzen. Aber letztlich interessiert das den Mörder selbst nicht. Dieser hat die Straftat begangen, nicht ich. Insofern nutzt diese Vereinbarung nichts. Der Distributor kombiniert lediglich die Software, vertreibt sie als Komplettpaket und bietet Support. Er selbst begeht keine Patentverletzung. Er nutzt Software, die unter der GPL steht und er kann nicht selbst prüfen, welche ggf. vorhanden Rechtsansprüche Dritte auf die offiziell unter der GPL stehende Software haben.

          Nein, allein schon wegen der rechtlichen Unsicherheit in Bezug auf vorhandene Patente (bisher alles nur Behauptungen) und der möglichen Interpretation bzgl. der Verteilung der Gutscheine (und deren potentieller Nutzen für Linux), habe ich kein Problem mit openSUSE. Wenn die Rechtsansprüche von MS so sicher wären, hätte MS schon längst (vor Jahren schon) geklagt und so einen immer stärker werdenden Konkurrenten vom Markt vertrieben. Das ist nicht der Fall. In meinen Augen dürfte sich MS trefflich amüsieren, wie die Linux Community sich zum Teil gegenseitig das Leben schwer macht.

          Score: 3 Von Anonymous am Sa, 10. November 2007 um 23:03 #
          > Dank Mark Shuttleworths und Michael Dells Freundschaft kann ich jetzt in Deutschland von einem namhaften Anbieter Notebooks als Privatkunde kaufen.

          Und wieviele Modelle? Ach, vergiss es. Das hat weder was mit Freundschaft, noch mit überlegener Distribution oder Canonical's überragendem Support-Modell zu tun: das hast du einzig ein paar hundert Ubuntu-Fanboys zu verdanken die auf einer Dell-Seite rumgeklickt haben.

          > Warum hat die Suse das nicht geschafft?

          Keine Ahnung was du damit andeuten oder beweisen willst. Suse oder besser Novell hat zuerst einen umfassenden Preload-Dell mit HP abgeschlossen, und dann auch einen mit Dell (initial für chinesischen Markt).

      Score: 3 Von susetux am Fr, 9. November 2007 um 15:55 #
      "Die Entwickler haben nichts böses getan. Ich denke, es hat immer noch mit diesem ekligen M$-Deal zu tun. Der kam nun mal gar nicht gut an und war auch für mich ein Grund zum Wechsel."

      Das Gemeckere war bei (open)SUSE schon so, als es noch die SuSE AG war. Da wurde dann gemeckert, daß YaST nicht frei war. Es wurde geckert, daß es keinen öffentlichen Betatest gab. Es wurde gemeckert, daß SuSE keinen Vanilla-Kernel verwendet. Es wurde gemeckert, daß SuSE Linux ein Linux für Mausclicker ist, also ein Art LinuxWindows. Die Liste liesse sich noch erweitern...

      • Score: 3 Von Neuer am Sa, 10. November 2007 um 00:32 #
        Das stimmt schon, Kritik gab es immer, aber das war einen andere Gewichtsklasse.

        Der Eindruck bei der Einführung von openSUSE war auch eher ein gezwungener. Ich hatte nie den Eindruck, dass für Suse ein Clone von Suse von anderen Leuten akzeptabel wäre. Nur als Redhat damit anfing durchschlagenden Erfolg zu haben, hat man nachgezogen. Man verzeihe mir aber, wenn ich sage, dass sie sehr weit hinten dran noch sind. Nicht unbedingt vom Niveau der Software, sondern von der Community-Entwicklung. Fedora hat ein eigenes Leben, von openSUSE höre ich bisher nichts bis garnichts. Aber das wird sich jetzt ändern können.

        Dass sie keine Betas released haben, hat sie letztlich mich gekostet. Ich konnte ewig und immer keine Updates machen, ohne am Ende doch neu zu installieren. Sowas hätten öffentliche Betas fixen können. Als vor Jahren der Suse-Fan in meiner Firma die Suse 8.0 installierte, konnte ich nicht anders als es verlachen, weil bei jedem Logout die KDE-Settings verloren gingen. Getestet? Wohl kaum.

        Dass Yast nicht Frei war, habe ich Ihnen damals nicht übel genommen. Ich hatte immer mit Yast das Problem, dass es mir manuelle Konfigurationen an ganz anderen Stellen wieder zerschossen hatte.

        Und die Kritik an der Windows-UI KDE ist eine absurde Kritik an KDE. Weder wahr, noch würde sie ein Gewicht haben.

        Und der Vanilla-Kernel, aehm... ich dachte das war gut? :-)

        Aber pro Kopie an Microsoft zu bezahlen für eine Patentlizenz, deren Notwendigkeit man dann noch abstreiten meint zu können, ist absurd und schadhaft genug.

        Und von einer anderen Art als alles, was die Suse jemals schlimmer getan hat. Mit der alten Suse hatte ich NUR den Vorwurf, nicht zu mir zu passen. Mit der Novell habe ich das massive Problem, dass sie Teil einer Verschwörung gegen die Linux-Community ist.

        Gruss,
        Kay

    Score: 3 Von ano am Do, 8. November 2007 um 20:23 #
    Kinder halt mit zuviel Freizeit, denen das Windows bashing auch keine Freude mehr bereitet. Dazu noch ein paar buzzwords ihrer Opensource Helden und fertig ist die Kakophonie am Nachmittag.
    • Score: 3 Von Quatsch am Do, 8. November 2007 um 20:44 #
      Mann, so ein Nonsens - was hier immer geschrieben wird!

      Was zählt sind die Nachteile von SuSE und die Vorteile anderer Distributionen, wie z.B. *buntu und Debian! Nennt sie doch mal ganz nüchtern! Wird doch nicht so schwierig sein!

      • Score: 3 Von Paris H. am Do, 8. November 2007 um 21:02 #
        Finde Ubuntu viel kostenloser!!
        Score: 3 Von Christopher Bratusek am Do, 8. November 2007 um 21:08 #
        Für mich sind die Vorteile von Debian: Die Wahl zwischen 4 Stadien (oldstable, stable, testing, unstable) und das paketmanagement mit apt/dpkg, rpm ist nicht schlecht, aber es ist langsamer. Die Integration von Debconf in die pre/post - install/removal skripte ist auch ein grosser Vorteil, da man bei DebConf zwischen verschiedenen Frontends für die Abfragen wählen kann: Readline/Dialog/Gnome/KDE
        Score: 3 Von Francis Debord am Do, 8. November 2007 um 22:19 #
        Hab hier einen Scenic xS Mainboard Nr. 1171

        Nix zu machen mit SuSE, nur Debian 4 und Ubuntu geben sofort Vollgas! (Fehlerfrei)

        und da muss man sich schon sehr wundern, dass das eine geht und das andere überhaupt nicht.

        SuSE bleibt eine Top-Distri für Anfänger und Leute die von Technik nicht viel wissen wollen.

        Aber wenn Ubuntu so zügig weitermacht, wird SuSE rechts Überholt!

        Ohne YaST ist SuSE nichts Wert.
        Daher sinkt der Wert der SuSE Distribution mit der Verfügbarkeit anderer Administrationsprogramme.

        • Score: 3 Von ewald am Fr, 9. November 2007 um 07:18 #
          Ich habe einen Thinkpad T21 und einen T40.
          Bei 2 Installationsversuchen aufeinanderfolgender (K-)Ubuntu-Generationen (letztes Mal vor 1 Jahr denke ich) kam als einzige Meldung sinngemäss "IBM Thinkpad erkannt, Installation nicht möglich" und die Installation brach ab.
          Das war für mich als nur Linuxer (aber nur als Anwender) eine völlig neue Erfahrung :-(
          Lernen denn die auch aus *offenen Quellen* oder wofür glauben die sind die Quellen in GNU/Linux offen?
          Score: 3 Von Sierk am Fr, 9. November 2007 um 08:51 #
          > Hab hier einen Scenic xS Mainboard Nr. 1171
          > Nix zu machen mit SuSE, nur Debian 4 und Ubuntu geben sofort Vollgas! (Fehlerfrei)

          Gegenbeispiel:
          Habe hier seit langem einen alten betagten Siemens Nixdorf Scenic Pro M5 als kleinen Server herumstehen, auf dem seit Jahren SUSE Linux bzw. seit kurzem openSUSE 10.3 läuft.
          Fehlerfrei vom ersten Tag an (Beginn mit SUSE Linux 8.2) und seit Version 9.1 nur durch Upgrades und keiner Neuinstallation auf den neuesten Stand gebracht. Bin mit openSUSE 10.3 sehr zufrieden, auch und gerade was die (in den beiden Vorversionen wirklich beklagenswerte) Performance des überarbeiteten Auto-Update- und Paket-Managements angeht.

          -- Und nun?

          YaST:
          Da es ein Server ist, nutze ich keine grafische Oberfläche, logge mich meistens via SSH über ein Terminal dort ein, um Admin-Aufgaben zu erledigen. YaST im Text-Modus möchte ich nicht missen. Veränderungen, die YaST an den eigentlichen Dateien vornimmt, sind über die YaST-Konfigurationsdateien vorzubestimmen, welche meiner Ansicht nach in den Kommentaren gut dokumentiert sind und deren Variablen-Bezeichnungen sich an den Bezeichnungen orientieren, die auch in den Original-Dateien vorkommen. Will ich eine Änderung in den Original-Dateien haben, die über YaST konfigurierbar sind, so muss ich mir nur angewöhnen, meine Änderungen in den zuständigen übergeordneten YaST-Config-Dateien vorzunehmen und hernach YaST einmal drüberlaufen zu lassen. YaST verändert nur an den Stellen von System-Dateien was, wo es betreffende eigene Variablen definiert hat, und dann ändert es auch nur die Werte. Wo es keine definiert hat, lässt es die System-Dateien in Ruhe. Wenn ich das alles nicht will und mein System nach "alter Väter Sitte" komplett von Hand administrieren will, dann kann ich YaST auch abschalten, indem ich es anweise, die Konfigurationsdateien des Systems unangetastet zu lassen. Ich kann, wenn ich YaST benutze, entweder YaST komplett als Programm aufrufen, oder ich kann die betreffenden Werte, die ich geändert haben will, auch gleich in der betreffenden Datei im Verzeichnis /etc/sysconfig ändern. Erst der danach notwendige Aufruf auf der Kommandozeile 'SuSEconfig' (YaST durchläuft dann alle vorhandenen YaST-Configskripte) veranlasst YaST dann, seine Configskripte zu durchlaufen und die betreffenden Änderungen an die betreffenden Systemdateien durchzureichen. Der Aufruf "SuSEconfig --module Name_des_Sysconfigmoduls" ist sogar so spezifisch, dass er lediglich an den Systemdateien Änderungen vornimmt, die durch dieses eine YaST-Configskript abgedeckt sind. So kann man recht gut nachvollziehen, wo YaST welche tatsächlichen Änderungen am System vornimmt. Abgesehen davon sind nicht alle Variablen, die in den System-Configdateien vorhanden sind, von YaST abgedeckt, z.B. die Konfiguration von Postfix z.B. lässt noch genügend Spielraum, selber Hand anzulegen an den System-Dateien.
          Aber YaST nimmt einem ganz gehörig Arbeit ab, indem es auf einen Schlag an verschiedenen System-Dateien Änderungen vornehmen kann, was, wenn man dies alles einzeln von Hand tun müsste, auch mal ziemlich lästig und nervenaufreibend sein kann. YaST spart also Zeit, Nerven und nicht selten (Zeit ist ja auch mal Geld) -- auch Geld.
          Und da YaST wohl auch für manche andere Distro (ich denke da mal an Debian) portiert worden ist bzw. von manchem anderen Hersteller (ich denke da mal an Sun) übernommen oder adaptiert worden ist, denke ich, dass YaST so überflüssig und schlecht nicht zu sein scheint. Man muss sich nur mal damit etwas auseinandersetzen, dann versteht man es auch und findet dessen Arbeitsweise dann gar nicht mal so schlecht und überflüssig, sondern im Gegenteil äußerst entgegenkommend.

          Score: 3 Von Schmatke am Fr, 9. November 2007 um 08:58 #
          Auf meinem HP Pavilion G6000 ging leider kein Debian 4, dafür Suse 10.3.

          Von daher: Was solls.
          Ich find Suse prima, nutze es schon seit 5.3 und auch beruflich.
          Auch wenn der MS-Deal einen faden Beigeschmack hinterlässt.

          PS: Privat nutze ich 2x Suse 10.3 und 1x Debian 4.
          Das Suse nur für Anfänger wäre ist Blödsinn!

          Score: 3 Von ngarrarri (Aboriginal Word for am Fr, 9. November 2007 um 12:55 #
          Die kannst selbst openSuse 10.3 nur per kommandozeile administrieren, genau wie bei Slackware oder Gentoo.
        Score: 3 Von Thomas am Fr, 9. November 2007 um 02:00 #
        Was wirklich zählt ist der Bezug auf die Meldung. Von Ubuntu kann ich da nichts lesen. Und wenn Dich die Regeln von openSUSE nicht interessieren, dann würde ich auch nicht hier posten. Das ich gerne Brathähnchen esse, poste ich auch nicht unter dieser Meldung, oder?
        Score: 3 Von mjb am Sa, 10. November 2007 um 00:37 #
        also ganz nüchtern betrachtet ist der vorteil von ubuntu für mich dass ich apt-get kenne und der nachteil von suse yum eben nicht. abgesehen davon ist es eine frage des geschmacks.
Score: 3 Von Marcus Moeller am Do, 8. November 2007 um 21:00 #
"Der von Novell ernannte Vorsitzende des Vorstandes hat ein Vetorecht gegen jede Entscheidung...Novell gründet diese Einflussnahme auf die Tatsache, dass das Unternehmen die Ressourcen für Opensuse bereitstellt."

Das finde ich wirklich traurig. So bleibt jede Entwicklungsentscheidung doch maßgeblich in Hand von Novell. Das wird dazu führen das wie schon in v10.3 Gnome und die Enterprise Module stark fokussiert werden. Die eigentlich sehr stark KDE geprägte Nutzerschaft wird dabei weitestgehend ignoriert. Ich denke das auch auf Entscheidungen wie z.B. das Einfließen von Code aus dem M$ Deal von Novell alleinig getragen werden, auch gegen den Wiederstand der OpenSource Gemeinde.

Zumindest wurde heute nahezu Zeitgleich der M$ Pakt deutlich erweitert:

http://www.vnunet.com/vnunet/news/2203021/microsoft-novell-extend

Auch Mark Shuttleworth behält sich das Recht, jede Entscheidung bei Bedarf alleinig zu fällen, wobei ich das bei Ubuntu eher symbolisch sehe.

Ggfls. sollte wirklich mal über einen freien, KDE basierten openSUSE Fork nachgedacht werden:

http://en.opensuse.org/Debranding

Viele Grüße
Marcus

  • Score: 3 Von Christopher Bratusek am Do, 8. November 2007 um 21:11 #
    Naja den "SUPER" Fork wollte ja keiner. Und ob sich tatsächlich noch ein zweites mal ein Team findet?
    Score: 3 Von Anonymous am Do, 8. November 2007 um 21:12 #
    Wirst du für den FUD von irgendjemand bezahlt?
    • Score: 3 Von Neuer am Sa, 10. November 2007 um 00:43 #
      Hallo,

      der Artikel enthält zumindest die gute Nachricht, dass Microsoft seine Patente zum Thema "User Interface Automation" für Behinderte, gegen Niemand (auch nicht Open Source) verwenden will, der diese Spezifikation implementiert.

      Ansonsten, nicht openSUSE mit dem Stand jetzt bewerten, die Community wird sich emanzipieren oder stagnieren.

      Und mal sehen, vielleicht HAT ja Novell irgendwann auch begriffen, dass es einen Fehler gemacht hat, und wird ihn nicht wiederholen? Wir werden sehen.

      Gruss,
      Kay

    Score: 3 Von kanonenfutter am Do, 8. November 2007 um 21:13 #
    > > Der von Novell ernannte Vorsitzende des Vorstandes hat ein Vetorecht gegen jede Entscheidung
    > So bleibt jede Entwicklungsentscheidung doch maßgeblich in Hand von Novell.

    schon ein etwas dubioses vorgehen, aber bitte nicht das kind mit dem bade ausschütten. aus der meldung:
    "Die Aufgaben des Vorstandes laut den Richtlinien, als zentrale Anlaufstelle zu fungieren, bei der Lösung von Konflikten zu helfen, die Interessen der Gemeinschaft an Novell heranzutragen, die Kommunikation mit der gesamten Gemeinschaft zu ermöglichen und notwendige Entscheidungen zu treffen. Der Vorstand beeinflusst nicht die Entwicklung selbst."

    Score: 3 Von metasymbol am Do, 8. November 2007 um 21:44 #
    1. Der Vorsitzende Andreas Jäger ist mE über jeden Verdacht erhaben. Im Gegensatz zu einem TV gerechten südafrikanischen Multimilliardär; Andreas ist ein echter Mensch zum "Anfassen". Einer von "uns".

    2. Die openSUSE Entwickler hatten sich schon vor Jahren eine Novell Entscheidung, sich auf Gnome zu konzentrieren und KDE aufzugeben erfolgreich abgeschmettert. Im Vorstand ist Stephan Kulow, der sich massgeblich für openSUSE KDE einsetzt.

    3. Forken -Kann ich nur sagen viel Spass! Das ist viel Arbeit und einen Fork zu betreiben erfordert Manpower ohne Ende!!! Ich kann da aus Erfahrung reden denn wir haben es gemacht www.jacklab.org. Aber wir stehen zu unserer openSUSE. Wir dürfen nämlich damit machen was wir wollen und die Entwickler in Nürnberg helfen uns auch noch dabei! Sogar die Anleitung zum Debranding kommmt von openSUSE selbst!

    4. Oha, Novell und MS machen einen auf Interoperabel -wie böse!!! Komischer Weise kann ich da als Anwender sprechen, der die Interoperabilität liebt! Linux ist angekommen in der IT Welt, nicht nur im Serverkeller und es wäre absolut DUMM Microsoft platt als "Böse" zu bezeichnen und zu ignorieren. Auch als Entwickler begrüsse ich jegliche bessere Interoperabilität zwischen den Systemen. Die Grenzen verschwimmen immer mehr. Halt mich für ein naives Weichei, aber ich bin dafür anstatt Feindbilder zu bekämpfen lieber mit Freundbildern zusammenzuarbeiten -über alle Grenzen hinweg.

    • Score: 3 Von Marcus Moeller am Do, 8. November 2007 um 22:27 #
      zu 1: Mark Shuttleworth ist genauso ein Community Mensch wie Andreas Jäger. Er kommt halt aus Südafrika, ist aber oft auf internationalen Events vertreten.

      zu 2: Das sehe ich nicht so. Die Gnome Integration ist z.B. in openSUSE 10.3 deutlich weiter vorrangeschritten als KDE. Ich bin mal auf den Wechsel zu KDE4 gespannt. Vielleicht ändert sich das dann ja.

      zu 3: Das sollte ganz klar kein Aufruf zum Forken sein. Ich habe euer Projekt lange Zeit beobachtet und mich selbst (beruflich) stark mit dem Build System auseinandergesetzt. Gott sei dank bleibt ja nahezu immer die Möglichkeit Projekte abzuspalten.

      zu 4: Ich halte M$ für grundsätzlich Böse. Dies hat sich in der Vergangenheit immer wieder bestätigt. M$ verfolgt ganz gezielt Strategien Gegner auszuschalten und Marktmacht zu vergrrößern. Darauf wird deutlich mehr Energie verwandt als auf die eigentlich Entwicklung des Betriebssystems. Ich halte es für sehr bedenklich durch M$ Patentrechtlich geschützten Code in die Linux Entwicklung einfließen zu lassen.

      Für mich hat das auch nichts mit FUD zu tun, sondern einfach mit dem was mich die Erfahrung in der Vergangenheit gelehrt hat. Damit meine ich nicht das es auch durchaus positive Erfahrungen (wie mit dem openSUSE dev-team) gibt.

      • Score: 3 Von Francis Debord am Do, 8. November 2007 um 22:43 #
        ...........................
        zu 4: Ich halte M$ für grundsätzlich Böse. Dies hat sich in der Vergangenheit immer wieder bestätigt. M$ verfolgt ganz gezielt Strategien Gegner auszuschalten und Marktmacht zu vergrrößern. Darauf wird deutlich mehr Energie verwandt als auf die eigentlich Entwicklung des Betriebssystems. Ich halte es für sehr bedenklich durch M$ Patentrechtlich geschützten Code in die Linux Entwicklung einfließen zu lassen.
        ...........................

        M$ wird eher versuchen Linux zu bekämpfen, als zu kooperieren!
        Windows (R) ist nur ein Werkzeug um seine Marktbeherrschende Stellung zu behalten und wieder auszubauen.

        Revolutionen in Sachen Interoperatibillität sind durch Novell-M$ nicht zu erwarten.

        M$ macht nur soweit das Tor auf, wie es für M$ von nutzen ist, oder auf juristischem Wege gezwungen wird.

        • Score: 3 Von TBO am Do, 8. November 2007 um 23:26 #
          > zu 4: Ich halte M$ für grundsätzlich Böse. Dies hat sich in der Vergangenheit immer wieder bestätigt.
          > M$ verfolgt ganz gezielt Strategien Gegner auszuschalten und Marktmacht zu vergrrößern.

          Willkommen im Kapitalismus. Das was du da nennst ist nun wirklich kein Alleinstellungsmerkmal von MS...

        Score: 3 Von metasymbol am Do, 8. November 2007 um 23:02 #
        Ich muss offen zugeben, das es mal eine Zeit gab, wo ich mit openSUSE und der Beziehung zur UserCommunity nicht einverstanden war. Da gab es Gespräche über einen richtigen Fork, da hatte man das Gefühl Novell verunstaltet die SUSE zu einem kleinen fiesen Bürotiger. Scharenweise sind zu 10.1 Zeiten die User zu Ubuntu übergelaufen. Sogar ich hab mir das mal angeschaut und mit den früheren Ubuntustudio Machern korrespondiert.

        Aber dann kam dieser unsägliche Brief von Herrn Shuttleworth an die openSUSE ML, triefend vor Selbstgerechtigkeit und Gutmenschentum der übelsten Sorte. Da war mir klar: Ein Ubuntu kommt mir nicht mehr auf die Platte. Schon allein weil dort die offenen Entwicklungswerkzeuge fehlen. Nein, ich hab das Gefühl Canonical ist der Wolf im Schafspelz, der nur wartet, endlich auch was vom grossen MS Fleischkuchen abzukriegen oder besser selber die Welt zu beherrschen. Nicht durch innovative Produkte oder brilliante Eigenentwicklung, sondern allein durch megatrendiges Marketing.

        Ausserdem finde ich es Grundfalsch, MS zum mystischen bösen Vater zu erklären. Damit gibt man diesen von Verlusten und Fehlentscheidungen geplagten Konzern eine Kraft, die er nicht hat. Und es ist nämlich auch die "Bosheit" der Linux Community, anstatt ihre Kräfte zu bündeln sich in ewigen Grabenkämpfen und Bashing zu zerstreuen: Linux hätte schon vor 10 Jahren MS auf seine Nische verweisen können, aber stattdessen labern alle schlau daher und machen nix, wagen nix und überlegen erstmal, ob sie nicht die Distribution wechseln sollen weil die ja alle vergiftet sind.

        • Score: 3 Von tim79 am Do, 8. November 2007 um 23:10 #
          "Schon allein weil dort die offenen Entwicklungswerkzeuge fehlen."

          ???

          Ganz ehrlich, ich weiß leider nicht, was Du damit meinst.
          Was sind denn das für Entwicklungswerkzeuge, die da fehlen?

          Und falls sie fehlen sollten, kann man nicht einfach diejenigen aus den Debian Repositories nehmen?

          • Score: 3 Von metasymbol am Do, 8. November 2007 um 23:32 #
            Ich meine damit sowas ähnliches wie einen Buildserver. Etwas vergleichbares stellt Canonical nicht frei zur Verfügung -sicher kann man das im Falle Ubuntu auch durch freie Werkzeuge ersetzen, aber dann geht auch wieder viel flöten und muss gepatcht werden.

            Nur durch den freien Buildserver ist es unserem Projekt möglich, ein 100% openSUSE kompatibles Derivat zu bauen. Unser Chefentwickler hat den Lokal installiert und wir können frei entscheiden wie unser Derivat ausehen soll. Bei unserem analogen Schwesterprojekt "Ubuntustudio" hat Canonical am Ende die letzte Entscheidung -sicher wohlmeinend aber auch einschränkend. Anderseits -dadurch das wir frei experimentieren dürfen sehen die Devs in Nürnberg auch, was wichtig ist für zum Beispiel Musiker und das fliesst dann in die grosse openSUSE ein.

            Das ist einfach eine ganze andere Ebene der Zusammenarbeit, demokratischer. Das ganze Umfeld in der openSUSE Community ist viel weniger von der Sehnsucht nach einem starken Mann der wohlwollend diktatorisch agiert geprägt, sondern vielmehr von hoher Selbstverantwortung und gegenseitigem Vertrauen.

            • Score: 3 Von taler am Fr, 9. November 2007 um 08:25 #
              "gegenseitigem Vertrauen"

              Du meinst, Novell vertraut euch? Bei aller Liebe, aber SUSE ist nur die deutsche Novell-Niederlassung und bei noch so viel vertrauen zum mittleren Managment, haben die halt nicht das sagen. Der Nicrosoft+Movell deal hat doch gut gezeigt, in welche Richtung Novell und damit unglücklicherweise auch die deutsche Niederlassung SUSE sich bewegen.

              • Score: 3 Von René am Fr, 9. November 2007 um 08:42 #
                So kann man auch jede Bemerkung aus seinem Zusammenhang reißen. Offenbar war das gegenseitige Vertrauen der Entwickler in der Community gemeint. Weniger das Vertrauen in das mittlere Management von Novell. Und die OpenSuSE-Community mit Novell gleichzusetzen zeigt, dass hier dieser Community die Einstellung zu freier und offener Software kurzerhand abgesprochen wird.
                • Score: 3 Von taler am Fr, 9. November 2007 um 14:13 #
                  War für mich nicht offenbar. Wenn es um das Vertrauen innerhalb der OpenSUSE-Community geht, dann verstehe ich allerdings die Aussagen zu Canonical nicht. Wenn die OpenSUSE-community das Novell drumherum nicht interessiert, warum sollte die *buntu-commuity das Canonical drumherum interessieren? Entweder gleiches Recht auf Blindheit für alle oder eben nicht.
        Score: 3 Von Sierk am Fr, 9. November 2007 um 09:42 #
        Dein heiß verehrter Herr Shuttleworth scheint ein begnadeter Selbstdarsteller zu sein und hängt sein Fähnchen gerne so, wie es ihm opportun scheint! Und im Moment ist es vor allen opportun, auf alle jenen herumzuhacken, welche mit Microsoft (auch ich mag diese Firma ganz und gar nicht) irgendwie zusammenarbeiten. Und selbst dazu hat Dein feiner und verehrter Herr Shuttleworth eine Meinung, die Dir eigentlich weniger schmecken dürfte und die vor allem das stete "Microsoft is evil" etwas differenzierter sieht:

        --- Zitat http://www.markshuttleworth.com/archives/127 ---
        "n the past, we have surprised people with announcements of collaboration with companies like Sun, that have at one time or another been hostile to free software. I do believe that companies change their position, as they get new leadership and new management. And we should engage with companies that are committed to the values we hold dear, and disengage if they change their position again. While Sun has yet to fully deliver on its commitments to free software licensing for Java, I believe that commitment is still in place at the top.

        I have no objections to working with Microsoft in ways that further the cause of free software, and I don’t rule out any collaboration with them, in the event that they adopt a position of constructive engagement with the free software community. It’s not useful to characterize any company as “intrinsically evil for all time”. But I don’t believe that the intent of the current round of agreements is supportive of free software, and in fact I don’t think it’s particularly in Microsoft’s interests to pursue this agenda either. In time, perhaps, they will come to see things that way too."
        --- /Zitat ---

        Und weiter oben in seinem Blog:

        --- Zitat ---
        "I welcome Microsoft’s stated commitment to interoperability between Linux and the Windows world - and believe Ubuntu will benefit fully from any investment made in that regard by Microsoft and its new partners, as that code will no doubt be free software and will no doubt be included in Ubuntu."
        --- /Zitat ---

        Andere würden solche Aussagen unter Schmarotzertum Opportunität und abbuchen, und diesen Geschmack hat es meiner Meinung auch.
        WAS trägt Ubuntu *substantiell* eigentlich für die *gesamte* Linux-Community bei, außer, dass dieses Distribution derzeit gehypt wird und man meinen könnte, Linux bestehe eigentlich nur noch aus Ubuntu? Außer Flamewars vor allem gegen Novell/openSUSE und ein völlig selbstgerechtes und überzogenes Selbstbeweihräuchern in eigener Sache kann ich nicht viel erkennen, was aus der Ubuntu-Ecke kommt. Ubuntu ist eine bessere Debian-Distribution, die endlich mal geschafft hat, was Debian bisher nie vermocht hat: eine anständige und leicht konfigurierbare Desktop-Integration hinzubekommen. Mehr aber auch nicht. Da sind Fedora/Red-Hat und openSUSE/SUSE aber schon seit Jahren. Selbst das von Novell eingeführte AppArmor ist bei Ubuntu wiederzufinden. Warum nimmt man sowas denn dann eigentlich von der so ach-verhassten openSUSE? Wenn ich schon auf openSUSE schimpfe und Ubuntu ja sooooviel besser ist, warum schaffe ich dann nicht, hier was Eigenes anzubieten, was ähnlich leicht zu administrieren wie AppArmor und weniger schwer zu begreifen ist als SELinux? Nochmal gefragt: WAS gibt Ubuntu substantiell der *gesamten* Linux-Community zurück? Außer Aufmerksamkeit vor allem auf sich selber und flamen gegen Andere kann ich derzeit so gut wie nichts erkennen.

        • Score: 3 Von Holger am Fr, 9. November 2007 um 11:19 #
          [quote]Ubuntu ist eine bessere Debian-Distribution, die endlich mal geschafft hat, was Debian bisher nie vermocht hat: eine anständige und leicht konfigurierbare Desktop-Integration hinzubekommen.[/quote]

          Ähm, findest Du? Hast Du mal Debian Etch installiert? Ist wirklich verdammt schwer, damit ein vernüftiges Desktopsystem aufzusetzen ;-)

          Davon mal abgesehen: Auf meinem IBM Thinkpad R51 habe ich schon probiert:
          SuSE 10.3 mit KDE
          Kubuntu Gusty Gibbon
          Debian Etch

          Ich bleibe da bei Etch, und, was sagt das jetzt? Bin ich ein Guru im Aufsetzen des schwer zu händelnden Debian Etch, oder ist die Installation vielleicht doch nicht schwer? ;-)

          Gut, YaST haben weder *buntu noch debian, aber eh ihr mit Eurem YaST Pakete einspielen wollt, habe ich das an der Konsole per apt-get schon längst gemacht. Für andere Konfigurationsaufgaben ist YaST sicher kein schlechtes Werkzeug. Ebenso ist meiner Meinung nach sax2 ein sehr schönes Tool, um den Xserver einzurichten.

          Beste Grüße,
          Holger

          • Score: 3 Von Sierk am Fr, 9. November 2007 um 12:27 #
            > Ähm, findest Du? Hast Du mal Debian Etch installiert? Ist wirklich verdammt schwer, damit ein vernüftiges Desktopsystem aufzusetzen

            Seit wann gibt es Debian Etch? Möglicherweise hat Debian ja auch mal was dazugelernt und hat's unter Etch verbessert? Möglicherweise hat der Erfolg von Ubuntu dazu beigetragen, dass man auch mal bei der Ursprungsdistribution Debian was verbessert hat? Wenn bei Debian alles so perfekt und zu aller Leute Zufriedenheit war und ist, warum gibt es dann Ubuntu, und warum sind viele ehemalige Debian-Entwickler von Debian abgewandert und wenden sich seitdem Ubuntu zu?
            Fragen über Fragen... ;-)


            > aber eh ihr mit Eurem YaST Pakete einspielen wollt, habe ich das an der Konsole per apt-get schon längst gemacht.

            Genau das kann ich unter openSUSE (seit einer ganzen Weile) auch. Entweder mit dem YaST-bezogenen aber Konsolen-basierten zypper oder mit Smart oder Yum oder ebenfalls mit apt-get. Habe ich irgendeinen Paket-Manager vergessen? Und das ebenfalls mit ganz wenigen Worten auf der Kommandozeile eingeleitet, skriptfähig und Cron-Job-geeignet und genauso fix wie apt-get. Ich sehe da jetzt keinen Unterschied zu Debian-basierten Systemen.

            Noch irgendwas, wo Debian/Ubuntu vermeintlich soviel besser ist?

            • Score: 3 Von nobuntu am Fr, 9. November 2007 um 13:58 #
              > [...] und warum sind viele ehemalige Debian-Entwickler von Debian abgewandert und wenden sich seitdem Ubuntu zu?

              Weil sie von Canonical für die gleiche Arbeit, die sie bei Debian noch ehrenamtlich gemacht haben, auf einmal Geld geboten bekommen. So viel zum Geist der freien Software. Ubuntu stinkt!

              • Score: 3 Von Michael Stehmann am Mo, 12. November 2007 um 17:56 #
                He Leute, lasst mal die Kirche im Dorf.

                Schaut mal auf die Fakten: Mark ist (weiterhin) Debian-Developer.

                Die meisten *buntu-Entwickler sind (weiterhin) Debian-Developer (DD).

                Klar gibt es unter den über 1000 DDs unterschiedliche und auch leidenschaftliche vorgetragene Meinungen über *buntu. Gleiches gilt für die übrige Debian-Community.

                Im Übrigen empfiehlt selbst Richard M. Stallman mit Freier Software Geld zu verdienen.

                Also es gibt sicherlich an *buntu einiges zu kritisieren und vieles zu diskutieren, aber zum "Reich des Bösen" gehören sie definitiv nicht (soweit man dass als Mensch mit begrenzten Erkenntnismöglichkeiten beurteilen kann).

            Score: 3 Von ngarrarri (Aboriginal Word for am Fr, 9. November 2007 um 13:19 #
            Naja, man spielt ja auch dauernd neue Programme ein, hab bei der Installation:

            OSS Main NON-OSS Main PACKMAN

            eingebunden, saemtliche wichtigen Programme, und alle Codecs installiert, und alles andere kann man zu Not auch mit rpm -i Dateiname installieren.

          Score: 3 Von morgenstern am Fr, 9. November 2007 um 11:23 #
          >> WAS gibt Ubuntu substantiell der *gesamten* Linux-Community zurück?

          Nix! Ausser natürlich einen schlecht gemachten Debian-Fork.

          Sollte Shuttleworth irgendwann doch mal mit MS anbandeln, dann wird auch das unter "Weltfrieden u. Toleranz Andergläubigen gegenüber" verbucht.

        Score: 3 Von Trottelvernichter am Mo, 12. November 2007 um 09:08 #
        > zu 2: Das sehe ich nicht so. Die Gnome Integration ist z.B. in openSUSE 10.3 deutlich weiter vorrangeschritten als KDE.
        > Ich bin mal auf den Wechsel zu KDE4 gespannt. Vielleicht ändert sich das dann ja.
        Ich sehe nicht, wo in openSUSE 10.3 die KDE Integration besser sein könnte. Ich vermisse absolut nichts und ich verwende KDE unter openSUSE 10.3. Aber du bringst sicher gleich Beispiele.
    Score: 3 Von xxx am Do, 8. November 2007 um 23:02 #
    Das Problem mit dem "OpenSuse-Fork" ist, das man OpenSuse 10.3 schon gar nicht mehr dafür nehmen kann.
    Oder blickt hier jemand bei dieser Distro noch wirklich durch?

    Was das immer noch recht langsame Paketmanagement anbelangt, müßte man in jedem Fall zu Suse 9.x- bzw. Suse 10.0-Zeiten zurück.
    Dabei würde sich das schnelle Smart als Distro-Standard anbieten.

    Nur: Einfach nur eine Novell-OpenSuse "debranden" ist wohl wirklich kein "Fork".

    Ein erfolgreiches "Hobby"-Projekt, das versucht, das Beste aus allen Linux-Distro-Welten zu nehmen und zu einem Ganzen zu vereinigen, gibt es ja schon: PCLinuxOS.

    • Score: 3 Von Anonymous am Fr, 9. November 2007 um 09:21 #
      > Oder blickt hier jemand bei dieser Distro noch wirklich durch?

      ?!?

      Score: 3 Von Eloi am Fr, 9. November 2007 um 09:57 #
      Ich habe mal irgend wann von PCLinuxOS gehört. Niemand hatte das, keiner kannte das. Ich habe es mal gezogen und getestet. Also ich war extrem überrascht. Der Vorteil ist das dort auch Treiber dabei sin die ja ach so böse closed sind. Wohl gemerkt, ich spreche als Anwender, nicht als Programmierer. Aber ich denke das 80 Prozent einfach nur Anwender sind.

      Also mein Respekt für PCLinuxOS.

      • Score: 3 Von nobuntu am Fr, 9. November 2007 um 11:21 #
        > Der Vorteil ist das dort auch Treiber dabei sin die ja ach so böse closed sind.

        Komisch, dass viele Leute, die das genau so sehen, sich dennoch das Maul über den MS-Novell-Deal zerreissen...

      Score: 3 Von ngarrarri (Aboriginal Word for am Fr, 9. November 2007 um 13:22 #
      PCLINUX.

      Was geht, geht automatisch, alles andere ist uebelste Frickelei, so meine Quintessenz ueber PCLINUX.

      Google ist dein Freund :-)

    Score: 3 Von Sierk am Fr, 9. November 2007 um 09:22 #
    > Zumindest wurde heute nahezu Zeitgleich der M$ Pakt deutlich erweitert:
    > http://www.vnunet.com/vnunet/news/2203021/microsoft-novell-extend

    Nichts Anderes macht Red Hat im Rahmen der gemeinsam betriebenen und von Microsoft ins Leben gerufene "Interop Vendor Aliance", http://interopvendoralliance.org/ .
    Die arbeiten da alle (http://interopvendoralliance.org/Directory.aspx) mit Microsoft zusammen, betreiben gemeinsame Test-Labors und tauschen Informationen und Wissen aus.

    > Auch Mark Shuttleworth behält sich das Recht, jede Entscheidung bei Bedarf alleinig zu fällen, wobei ich das bei Ubuntu eher symbolisch sehe.

    Genau so ist es, wie sein eigener Blogeintrag unter http://www.markshuttleworth.com/archives/127 zeigt!
    Nicht nur begrüßt er den Microsoft-Novell-Deal, obgleich er einen solchen *derzeit* für sich und seine Firma ausschließt, weil er ihn gut für Linux im Allgemeinen und gut für seine Firma im Speziellen ist:

    --- Zitat ---
    "I welcome Microsoft’s stated commitment to interoperability between Linux and the Windows world - and believe Ubuntu will benefit fully from any investment made in that regard by Microsoft and its new partners, as that code will no doubt be free software and will no doubt be included in Ubuntu."
    --- /Zitat ---

    Das heißt also im Klartext dann in etwa so: "die Finger dürfen sich zum jetzigen Zeitpunkt andere schmutzig machen, ich halte mich da erstmal vornehm zurück, freue mich aber drüber, wenn was Positives dabei rauskommt und ich bzw. meine Firma und das von ihr vertriebene Produkt von diesen Früchten auch was abbekomme."

    --- Zitat ---
    "In the past, we have surprised people with announcements of collaboration with companies like Sun, that have at one time or another been hostile to free software. I do believe that companies change their position, as they get new leadership and new management. And we should engage with companies that are committed to the values we hold dear, and disengage if they change their position again. While Sun has yet to fully deliver on its commitments to free software licensing for Java, I believe that commitment is still in place at the top.

    I have no objections to working with Microsoft in ways that further the cause of free software, and I don’t rule out any collaboration with them, in the event that they adopt a position of constructive engagement with the free software community. It’s not useful to characterize any company as “intrinsically evil for all time”. But I don’t believe that the intent of the current round of agreements is supportive of free software, and in fact I don’t think it’s particularly in Microsoft’s interests to pursue this agenda either. In time, perhaps, they will come to see things that way too."
    --- /Zitat> ---

    Auch hier sagt Shuttleworth ziemlich unverblümt, dass er es sich schon vorstellen könne, mit Microsoft zusammenzuarbeiten und dass man die Ganze Sache nicht so verbissen sehen solle ("It’s not useful to characterize any company as “intrinsically evil for all time”"), schließlich sei jedem zugestanden, dass er sich ändern könne.

    Ich schätze mal, dass Shuttleworth schon längst mit Microsoft zusammenarbeiten würde (so wie es Novell und Red-Hat derzeit schon tun), wenn nicht der Deal mit Novell so öffentlichkeitswirksam aufgebauscht worden wäre. Ich denke, wenn sich die Wogen geglättet haben, wird es auch irgendwann Gespräche zwischen Canonical und Microsoft geben. Spätestens bzw. erst recht dann, wenn Canonical ins Auge fassen sollte, auch in den Gewässern zu fischen, in denen sich Novell und Red-Hat schon lange bewegen: im Enterprise-Geschäft und im Bereich Virtualisierung.

    • Score: 3 Von metasymbol am Fr, 9. November 2007 um 09:31 #
      5 Sterne. Danke für diesen Kommentar.
      Score: 3 Von Sierk am Fr, 9. November 2007 um 09:59 #
      > Spätestens bzw. erst recht dann, wenn Canonical ins Auge fassen sollte, auch in den Gewässern zu fischen,
      > in denen sich Novell und Red-Hat schon lange bewegen: im Enterprise-Geschäft und im Bereich Virtualisierung.

      Genau dieser Bereich, wie unter http://www.heise.de/newsticker/meldung/98689 beschrieben, meine ich u.a.
      Was meinst Du, wie wohl der Name "Microsoft Viridian" hier in diese Aufzählung der Hypervisoren reinkommt?
      Bestimmt nicht, weil Red Hat die ganze Zeit wegen des Microsoft-Novell-Deals schmollend (man war mit Microsoft ja schon viel früher und länger im Gespräch als Novell) in der Ecke steht...

      • Score: 3 Von za am Fr, 9. November 2007 um 14:25 #
        Allerdings hat Red hat nie versucht den Gedanken der Community zu hintergehen, sich durch rechtliche Grauzonen in der GPL zu wurschteln, einen IP-deal mit MS abgeschloßen um auf Teufel komm raus die Konkurrenz los zu werden und die Seele meiner Hundes geklaut!
        • Score: 3 Von Sierk am Sa, 10. November 2007 um 13:03 #
          > Allerdings hat Red hat nie versucht den Gedanken der Community zu hintergehen, sich durch rechtliche Grauzonen in der GPL zu wurschteln,

          Bis zu diesem Deal gab es keine rechtliche Grauzone der GPL v2. Alles, was bis dahin dort nicht explizit verboten oder eingeschränkt ist, ist erlaubt oder zumindest nicht verboten. Mit vielen Gesetzen, Verordnungen, Regeln und Lizenzen unseres täglichen Lebens ist das doch ganz genauso.
          Selbst heute, nach dem Beschluss und der Veröffentlichung der GPL v3 hat sich daran nichts geändert, und jahrelang hat sich niemand an der GPL v2 gestört. Doch, einer hat sich selbst an der GPL v.2 gestört: Microsoft.

          > einen IP-deal mit MS abgeschloßen

          Das war bislang nie ausdrücklich verboten oder eingeschränkt und ist durch die GPL v.2 deshalb auch gedeckt. Wenngleich es manchem nicht schmeckt, aber jahrelang hat das anscheinend niemanden sonderlich interessiert, und jahrelang ist man unisono im Open-Source-Lager davon ausgegangen, die GPL v2 sei perfekt und eine mustergültige Lizenz ohne Fehl und ohne Tadel. Erst, als für einige das Undenkbare geschah, und jemand aus dem Linux-Lager einen Deal mit Microsoft abgeschlossen hatte (was man ja im Open-Source-Lager um Gottes Willen nie, nie niemals tun darf!), da hat es auf einmal ein lautes Zusammenzucken in der Open-Source-Szene gegeben. Weil offenbar etwas geschehen ist, womit niemand gerechnet hat. Deshalb dann auch ganz schnell die Änderung der GPL v.3 dahingehend, dass solche Deals nicht mehr möglich werden.

          > um auf Teufel komm raus die Konkurrenz los zu werden

          Bitte Beweise für eine solche abenteuerliche Theorie, aus welcher für mich vor allem gekränkte Eitelkeit spricht. Durch die Fakten sehe ich eine solche Unterstellung jedenfalls nicht gedeckt und verschiebe sie mal in den Bereich des FUD. Wer schon immer ein Haar in der Suppe von SuSE finden wollte, der hat nun eines. Hätte Novell den Deal mit Microsoft nicht gemacht, hätte es andere Dinge gegeben, die man an SuSE/Novell bekrittelt hätte. Weißer wird die eigene Weste derer, die da mit dem Finger auf SuSE/Novell zeigen dadurch auch nicht. Im Gegenteil: es erhöht lediglich die Messlatte an das eigene Tun und Handeln. Es wird sich deswegen noch herausstellen, ob das für diejenigen, die da so genüsslich und selbstgerecht mit dem Finger auf Novell zeigen, auf lange Sicht so vorteilhaft ist, weil möglicherweise die moralische Messlatte auf einmal zu hoch hängt. Und um Moral geht es, wenn es ums Geschäft geht, schon lange nicht mehr. Auch bezüglich Linux. Das kann man bedauern, aber ich denke, die Realität und der Mensch ist leider so, und sie lässt sich nur schwerlich ändern.

          > und die Seele meiner Hundes geklaut!

          Genau, und überhaupt! Die Welt ist sowieso schlecht... *heul*

          • Score: 3 Von za am Sa, 10. November 2007 um 20:07 #
            > Bis zu diesem Deal gab es keine rechtliche Grauzone der GPL v2

            Klar gab es die, nur hat niemand versucht sie zwanghaft zu finden und zu nutzen.

            > Selbst heute, nach dem Beschluss und der Veröffentlichung der GPL v3 hat sich daran nichts geändert

            >> einen IP-deal mit MS abgeschloßen
            >> um auf Teufel komm raus die Konkurrenz los zu werden
            > Bitte Beweise für eine solche abenteuerliche Theorie

            Das ein IP-deal abgeschloßen wurde um die Konkurrenz auszuschalten und sich durch Klage-Freistellung für Kunden der eigenen Distribution während andere diese halt nicht haben einen Vorteil zu schaffen? Das sogar aktiv daran mitgewirkt wurde und wird durch angebliche Patentverletzungen anderer Distributoren daraus ein verkaufkräftiges Argument vorlegen zu können? Was meinst du mit beweisen, das ist doch offensichtlicher als offensichtlich!

            > erhöht lediglich die Messlatte an das eigene Tun und Handeln

            Ich denke nicht, daß irgendjemand das was Novell da macht noch toppen könnte. Nicht auf absehbare Zeit.

Score: 3 Von Beta am Fr, 9. November 2007 um 10:49 #
Hallo,
wenn es das Ziel von MS war die Eintracht und gegenseitige kostenlose und freiwillige Unterstützung in der Linux-Community zu untergraben, indem sie so tun, als hätten sie ein paar Distris auf "ihre Seite" gezogen, dann sollten wir klarmachen, dass MS keine Zwietracht säen kann.

Inhaltliche Kritik ist gut, aber dazu muss man schon den Inhalt des MS-Novells-Abkommens kennen. Ich kenne nur den Klageverzicht von MS gegen etwaige angebliche Patentverletzungen. Dieses Gerücht streut MS seit Jahren immer wieder, ohne es zu begründen. Ich halte das für üble Nachrede und Verleumdung.

Ich werde mich nicht am Bashing an openSUSE beteiligen. Novell stellt sehr gute Entwickler für GPL-Software.

Wegen des Patents-FUD von MS bin ich zu einer Distri gewechselt, die klar dagegen Position bezogen hat. Trtozdem bleibt openSUSE für mich eine sehr gute Distri.

Beste Grüße, Beta

Score: 3 Von Egal am Fr, 9. November 2007 um 19:03 #
Schon doof, dass so ein neues Projekt nur Männer im Vorstand hat. Da kann nur mit dem Kopf geschüttelt werden.
  • Score: 3 Von Marco M. am Fr, 9. November 2007 um 20:28 #
    Was soltten, deiner Meinung nach, Frauen dort machen. Schalls stricken im Fall es wird mal kalt? :-)

    Und, was hat das mit diesem Thema zu tun.

    • Score: 3 Von mjb am Sa, 10. November 2007 um 01:22 #
      Es gibt sicher auch Frauen, die die nötigen Skills besitzen. Es scheint nur keine zu geben die bereit ist ihr Lücke zu füllen. Aber ein wenig common sense würde tatsächlich niemandem schaden
Score: 3 Von xBill am Sa, 10. November 2007 um 18:22 #
Ist es Zufall dass Ich zuerst "OpenSuSE gibt sich Richtlinien und Verstand" gelesen habe ? ... *SCNR*
  • Score: 3 Von Anonymous am Sa, 10. November 2007 um 23:11 #
    Deine Groß- und Kleinschreibung von openSUSE ist mir jedenfalls deutlich sympathischer als "Opensuse" des Pro-Linux Fleischwolf-Redakteurs.
    • Score: 3 Von xBill am Di, 13. November 2007 um 19:40 #
      wie schreibt man es denn nun wirklich ?

      also SuSE damals war alles groß, bis auf "u", das hieß ausgeschrieben irgendwas mit "_S_oftware _u_nd _S_ystem _E_ntwicklung, wurde diese schreibweise beibehalten oder einfach alles groß ?

      "Open" schreibe ich natürlich groß ^^, gehört das im Orginal klein ?

      Gruß
      xBill

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