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Mo, 12. November 2007, 08:47

Software::Entwicklung

Bruce Perens fordert Firmen zu gemeinsamer Entwicklung auf

Unternehmen könnten einen Großteil ihrer Software gemeinsam entwickeln und sich dadurch mehr auf ihre Spezialgebiete konzentrieren, sagte Bruce Perens auf dem Open Source Summit in London.

Unternehmen müssen sich von der Konkurrenz abheben, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das muss jedoch nicht bedeuten, dass die Software, die sie entwickeln, proprietär sein muss. Perens ist der Ansicht, dass sie ihre Softwareentwicklung öffnen könnten, ohne ihr Geschäft zu beeinträchtigen.

Es gibt laut Perens natürlich auch Software, die den Unternehmen einen Vorsprung sichert, beispielsweise das Produkt-Empfehlungssystem von Amazon oder das Pagerank-Feature von Google. Doch diese Software macht nach seiner Einschätzung nur fünf Prozent der selbst entwickelten Software in großen Unternehmen aus.

Der Rest der Software könnte unter einer freien Lizenz von mehreren Unternehmen gemeinsam entwickelt werden. Häufig wird dies bisher durch die Einschätzung verhindert, dass die entwickelte Software niemandem anderen nütze. Doch werde der Wert für andere häufig unterschätzt. Indem mehrere Firmen zusammen die nötige Software entwickeln, könnten sie viel Geld sparen, das sie stattdessen in den Ausbau der Software stecken könnten, die ihre Konkurrenzfähigkeit verbessert.

Kritik an Perens's Aussagen kam von einem Vertreter von Microsoft, der Probleme im Zusammenhang mit Open Source sieht. Immer wieder wurde bei Firmen, die von Microsoft aufgekauft wurden, Quellcode von Open-Source-Projekten entdeckt, der illegal in proprietäre Programme kopiert wurde.

Bruce Perens gilt als einer der Wortführer der Open-Source-Gemeinschaft, dessen Rat in Angelegenheiten freier Software gern gehört wird. Er war zeitweise Debian-Projektleiter und arbeitet heute noch bei Debian mit. 1998 gründete er mit Eric Raymond und anderen die Open Source Initiative (OSI). Von Dezember 2000 bis August 2002 war er als Open-Source-Evangelist bei HP, eine Rolle, die er wegen Meinungsverschiedenheiten aufgab. Danach war er als freier Berater tätig und gründete Ende 2003 das Projekt UserLinux, das allerdings nie fertiggestellt und nach dem Erscheinen von Ubuntu aufgegeben wurde. Seit Mai 2005 ist Perens Vizepräsident für Entwickler-Angelegenheiten und (Open-Source-) Politik bei SourceLabs.

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