Viele ertragen einfach nicht die nagende Ungewissheit, ob sie die für sie wirklich optimale Wahl getroffen haben. Darum sollte es keine Auswahl geben, dann haben sie kein Problem. Das ist irgendwie in uns Menschen drin. Sobald wir Entscheidungen getroffen haben, können wir diese nicht mehr hinterfragt sehen. Wir versorgen uns nur noch mit positiven Informationen über das Subjekt und reagieren bestürzt oder ablehnend, wenn andere sich anders entscheiden. Geradezu intolerant werden wir da.
Insbesondere in einer Welt, wo man es lange gewohnt war, dass eine Firma die Ansagen macht, und alle anderen folgen, ist Pluralismum nur mit Chaos und Ineffizienz gleichzusetzen. Wenn ich jetzt Konqueror gut finde, kann es sein, dass Firefox doch irgendwie Sinn macht? Nein.
Von theBohemian am Fr, 23. November 2007 um 18:45 #
Schön gesagt. Schreib das bitte 100 Mal hier hin wenn der nächste völlig überflüssige GNOME vs. KDE Flamewar ausbricht.
Es geht aber auch anders: Ich finde es zB. sehr gut, dass es verschiedene Browser, Desktopumgebungen, halt mehrere Programme für den gleichen Zweck gibt.
Das macht es doch für den einzelnen viel leichter was Passendes zu finden. Es mögen ja auch nicht alle Menschen schwarze Autos oder?
Es mögen ja auch nicht alle Menschen schwarze Autos oder?
Natürlich, die individuelle Wahl der Farbe ist ein Gewinn. Aber dass die Bedienung sämtlicher PKW soweit gleich ist, dass ein Führerschein genügt, ist auch ein Gewinn. Hier wäre Vielfalt hinderlich. Das Problem ist nur zu erkennen, an welcher Stelle Vielfalt anfängt, hinderlich zu werden. Das ist nicht immer ganz einfach, weil es nicht immer ganz klar ist.
Manche Autos haben eine Handbremse, andere eine Fußfeststellbremse. Manche Schaltknüppel haben den Rückwärtsgang in der Nähe des 1. Ganges, andere am anderen Ende. Bei manchen Autos ist der Scheibenwischerhebel links, bei anderen rechts. Die Unterschiede sind also größer als die in der Buttonreihenfolge von GNOME und KDE, über die sich so viele aufregen. Ergo: Viel Lärm um Nichts.
Viele ertragen einfach nicht die nagende Ungewissheit, ob sie die für sie wirklich optimale Wahl getroffen haben. Darum sollte es keine Auswahl geben, dann haben sie kein Problem. Das ist irgendwie in uns Menschen drin. Sobald wir Entscheidungen getroffen haben, können wir diese nicht mehr hinterfragt sehen. Wir versorgen uns nur noch mit positiven Informationen über das Subjekt und reagieren bestürzt oder ablehnend, wenn andere sich anders entscheiden. Geradezu intolerant werden wir da.
Danke, eine wirklich zutreffende Beobachtung und Analyse. Liest man viel zu selten hier!
Insbesondere in einer Welt, wo man es lange gewohnt war, dass eine Firma die Ansagen macht, und alle anderen folgen, ist Pluralismum nur mit Chaos und Ineffizienz gleichzusetzen. Wenn ich jetzt Konqueror gut finde, kann es sein, dass Firefox doch irgendwie Sinn macht? Nein.
Gruss,
Kay
Es geht aber auch anders: Ich finde es zB. sehr gut, dass es verschiedene Browser, Desktopumgebungen, halt mehrere Programme für den gleichen Zweck gibt.
Das macht es doch für den einzelnen viel leichter was Passendes zu finden. Es mögen ja auch nicht alle Menschen schwarze Autos oder?
Natürlich, die individuelle Wahl der Farbe ist ein Gewinn. Aber dass die Bedienung sämtlicher PKW soweit gleich ist, dass ein Führerschein genügt, ist auch ein Gewinn. Hier wäre Vielfalt hinderlich. Das Problem ist nur zu erkennen, an welcher Stelle Vielfalt anfängt, hinderlich zu werden. Das ist nicht immer ganz einfach, weil es nicht immer ganz klar ist.
Die Unterschiede sind also größer als die in der Buttonreihenfolge von GNOME und KDE, über die sich so viele aufregen. Ergo: Viel Lärm um Nichts.
Danke, eine wirklich zutreffende Beobachtung und Analyse. Liest man viel zu selten hier!