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Fr, 23. November 2007, 12:31

Software::Desktop

Linux-Desktop in Unternehmen Realität

Die Linux Foundation hat kurz vor Ablauf ihres Desktop Linux Survey 2007 einige vorläufige Ergebnisse publiziert.

Die im Oktober gestartete Umfrage soll es den Entwicklern ermöglichen, besser auf die Bedürfnisse der Anwender einzugehen. Die Umfrage richtet sich an Unternehmen und Organisationen, nicht an Privatpersonen. Bis jetzt haben sich nach Angaben der Foundation über 20.000 Organisationen beteiligt, mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Da die Teilnahme freiwillig ist und an Linux interessierte Organisationen eher teilgenommen haben dürften als solche, die nicht interessiert sind, sind die Ergebnisse mit entsprechendem Vorbehalt zu betrachten.

Die Antworten kommen zu 51,5% aus Europa und zu 35,8% aus Nordamerika. 64,8% der kleinen Unternehmen mit bis zu 100 PCs setzen demnach Linux-Desktops ein. Bei größeren Unternehmen sind es weniger als 10%. Von den Unternehmen, die Linux einsetzen, verwenden es 39,5% auf mehr als der Hälfte ihrer Desktops.

Der Umfrage zufolge sind Linux-Desktops mittlerweile weiter verbreitet als Server. Dies überrascht, da bisher von einer größeren Verbreitung als Server ausgegangen wurde. Überraschen dürfte auch, dass nicht mehr Entwickler und Ingenieure die Mehrzahl der Linux-Desktops nutzen, sondern diese zu 64% als ganz normale Desktops eingesetzt werden und somit Windows direkt ersetzen. Fast alle davon sind im produktiven Einsatz, nur wenige werden von den Einsendern noch als Pilotprojekte klassifiziert.

Fast drei Viertel (74,3%) haben absolutes Vertrauen, dass Linux auch für geschäftskritische Aufgaben eingesetzt werden kann. Viele Organisationen bauen auf mehr als eine Distribution: 54,1% geben an, Ubuntu zu nutzen, 50,2% verwenden Red Hat, Fedora oder Nachbauten davon, 35,2% SUSE oder openSUSE. Die private Linux-Nutzung ist anders verteilt: Ubuntu 55,4%, Debian 22,2%, openSUSE 19,5%, Fedora 16,7%, Gentoo 10,2%, Knoppix 7,1%, PCLinuxOS 5,4%. 43% der Teilnehmer gaben an, vorinstallierte Linux-Systeme kaufen zu wollen, der Rest will offenbar lieber seine Distribution der Wahl selbst installieren.

Proprietäre Anwendungen stehen weiterhin auf der Wunschliste vieler Anwender. Photoshop, AutoCAD und DreamWeaver waren die meistgenannten Produkte. Als problematischste Hardware beim Linux-Einsatz wurden Drucker und WLAN-Adapter angesehen. Bei den Druckern dürfte dies hauptsächlich daran liegen, dass nicht immer alle Features unterstützt werden, Verbesserungen sind jedoch in Arbeit.

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