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Thema: Linphone 2.0.0 freigegeben

42 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von nobuntu am Fr, 30. November 2007 um 14:00 #
Wo sind Vor- bzw. Nachteile im Vergleich mit Ekiga zu finden?
  • Score: 3 Von Conrad am Mo, 3. Dezember 2007 um 02:38 #
    Vorteile Ekiga:
    - bessere Integration in Gnome (wer es liebt) - zieht Nummern aus Evolution.
    - Beherrscht auch das H323-Protokoll und kann damit mit Netmeeting oder Videokonferenzanlagen á la Tandberg, Polycom etc. kommunizieren (schon mal probiert - habe keine zur Hand)
    - Faltet sich in die Taskleiste (und wartet dort auf Anrufe) - vielleicht kann Linphone 2.0.0 das jetzt auch?
    - Hat Einsteller für die Bildhelligkeit etc.
    - große Community - offizieller Bestandteil von Gnome

    Nachteile Ekiga:
    - Zäh und träge, bei mir kommt es immer wieder zu Aussetzern - vor allem auf meiner alten 800MHz Kiste wenn die Videokamera an ist.
    - ich habe auf einer meiner Maschinen ein Knistern im Ton (aber nur bei Ekiga und nur auf dieser Kiste - kann also eine doofe Konstellation sein, die mich allerdings schon seit langer Zeit verfolgt)
    - kann nur H.261 (veralteter Videocodec) - Entwickler befürchtet offenbar Softwarepatente und weigert sich beharrlich, bessere Codecs einzubauen


    Vorteile Linphone:
    - Klein und gemein :-) Läuft prima auf meiner alten Kiste
    - Videocodecs
    -- H263+ (mein Arbeitspferd - ordentliche Qualität bei 192kbit/s und GSM Ton)
    -- Theora (da sind garantiert keine Patente drauf- keine Ahnung warum Ekiga das nicht kann),
    -- Snow (neu in 2.0.0), MPEG4 (nicht zu verwechseln mit H.264)
    -- kein H.261 (eigentlich schade - darum Videogespräch Ekiga Linphone nicht ohne weiteres möglich)
    - Bandbreitenregelung
    - belegt nur wenige Ports (fixe Ports für rtp - das kann auch ein Nachteil sein - weiß nicht)
    - bislang recht zuverlässig und stabil
    - Windows-Version (naja, es ist immer noch besser - auf beiden Seiten die selbe Software zu benutzen)
    - Simon Morlat, der Entwickler - beantwortet zuverlässig nach einigen Tagen jede Frage auf der Mailingliste.

    Nachteile Linphone:
    - Bild läßt sich nicht vergrößern

Score: 3 Von fungs_nologin am Fr, 30. November 2007 um 15:28 #
Dann will ich mal die Diskussion anheizen:

Programme mit Videotelefoniefunktion unter Linux
- Skype Beta
- OpenWengo (aka Wengophone)
- ekiga
- Linphone
- Gizmo

und dann war da noch so ein Java-Programm dessen Namen ich vergessen habe.

Faktisch habe ich es ueber NAT zwischen Linux und Win nur mit OpenWengo hinbekommen.

Score: 3 Von Mike am Fr, 30. November 2007 um 16:26 #
Kann jemand von euch eine derzeit noch erhältliche, erschwingliche Webcam empfehlen, welche unter Linux wenig Probleme bereitet?

Besten Dank, Mike

Score: 3 Von vicbrother am Fr, 30. November 2007 um 18:02 #
Laut Spiegel-Online ( http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,520463,00.html ) spielt SIP keine Rolle (siehe eine der letzten Grafiken - 98% nutzen zur Telefonie Skype) und damit auch Ekiga und Linphone nicht.
  • Score: 3 Von Georg am Fr, 30. November 2007 um 18:37 #
    Aber das kann man ja ändern, indem man seine Bekannten davon übereugt, Skype in die Tonne zu treten.
    Was da aber als Alternative noch hochkommt ist Jingle für XMPP (z.B. Google Talk) - das ist auch ein offener Standard und dürfte durch seine IM-Wurzeln wohl eher mit Skype vergleichbar sein.
    • Score: 3 Von Dunkelstern am Sa, 1. Dezember 2007 um 19:40 #
      Schön wär's wenn jingle auch vernünftig funktionieren würde. Gibt's schon ein IM programm unter Linux was das einsetzt? Ich habe mal versucht die Jingle unterstützung in Kopete zu reparieren aber das kannste total vergessen. Die originale libjingle ist ne katastrophe.
    Score: 3 Von Tom am Fr, 30. November 2007 um 19:40 #
    Naja, ich habe meine Diplom-Arbeit in diesem Bereich geschrieben und zweifle sehr stark daran, dass Skype sich durchsetzen wird. Ich will nicht sagen, dass Skype schlecht ist, aber im Unternehmensbereich wird es sich nicht etablieren können. Und die Nutzer, die zu Hause über den Rechner telefonieren, werden definitiv nicht über den zukünftigen VoIP-Standard entscheiden.

    Was SIP anbelangt, ist es mittlerweile der Defacto-Standard bei VoIP. Viele Unternehmen nutzen intern schon VoIP und kommunizieren nur nach Außen über ein Gateway, welches in herkömmliche leitungsvermittelnde Netze weiterleitet. Intern werden in der Regel SIP oder proprietäre Protokolle von Cisco genutzt. Aber Cisco stellt seine Produkte gerade auf SIP um, um konkurrenzfähig und zukunftssicher zu bleiben. Für Unternehmen ist klar, dass sie sich nicht an einen Anbieter (Skype) binden werden, sondern andere Lösungen (SIP: Cisco, SNOM, Grandstream, Thomson,...) nutzen werden.

    Was die SPON-Zahlen anbelangt, denke ich, dass hier natürlich noch der private Nutzen von VoIP den größten Teil ausmacht, da Unternehmen derzeit kaum VoIP für externe Verbindungen nutzen. Sollte sich aber die Netzwerk-Infrastruktur ändern, wie es die Telekommunikationsanbieter anstreben, und VoIP über Telefone (und nicht Rechner) genutzt werden, dann wird definitiv nicht Skype als Sieger hervorgehen. Übrigens, in den Backbones nutzen die Telekommunikationsanbieter schon heutzutage VoIP. Und da wird nicht Skype genutzt.

    PS: Ich habe nichts gegen Skype und habe es auch selber eine Zeit lang genutzt, um nach Kanada zu telefonieren, da es damals das ausgereifteste Produkt für Linux war.

    Score: 3 Von svvc am Sa, 1. Dezember 2007 um 11:17 #
    Skype kommt mir nicht auf die Platte, fertig!
    Score: 3 Von Vollhorst am Sa, 1. Dezember 2007 um 11:44 #
    Wieviele Leute telefonieren über sip und wissen es nicht? Bei vielen DSL-Anschlüssen die nicht von der Telekom sind, und nahezu jedem Komplettanschluss (ohne Telekom-Anschluss) telefoniert man über VoIP und nutzt dazu das sip-Protokoll.

    Und ich glaube dass nur ein kleiner Prozentteil der Skype-Nutzer das auch zur echten Telefonie benutzt, da es einfach mal viel zu teuer ist.

    • Score: 3 Von lukasz am Mo, 3. Dezember 2007 um 10:09 #
      Nicht immer ganz korrekt.

      Viele Internetbetreiber, welche zu Ihrem Anschluss noch VoIP anbieten mit externen Endgeräten, setzen auf IAX/AX2. Dieses Protokoll ist nicht nur TCP basierend (also keine skurrilen Firewall-Umkonfigurationen, keinen Proxies, keine STUN, etc) sondern es bietet zudem noch eine erheblich bessere Sprachqualität bei einer geringeren Bandbreite.

      Leider setzen alle (die meisten) HW/SW-Hersteller auf SIP, obwohl IXA2 einiges Benutzerfreundlicher wäre (Server, Username und Password, kein sonstiges drum herum wie registrar, STUN, Proxy, etc.)

    Score: 3 Von bb am Sa, 1. Dezember 2007 um 13:03 #
    Nur zur Aufklärung:
    Skype basiert auf Peer to Peer Streaming Technologie und ermöglicht Videokonferenzen mit guter Qualität über weite Entfernungen z.B. China. Da dieses Programm weit verbreitet ist, ermöglicht es eine gute Videoübertragung. Mit Ekiga konnte ich nach China nicht einmal den Ton sauber übertragen.
    • Score: 3 Von Vollhorst am Sa, 1. Dezember 2007 um 15:34 #
      Und was genau willst du mit diesem Beitrag "aufklären"?
      Score: 3 Von Conrad am Mo, 3. Dezember 2007 um 02:08 #
      Also ich telefoniere über Linphone nach Kolumbien bzw. umgekehrt - meine Leute drüben gehen ins Internetcafé und rufen hier an. Sinn und Zweck ist natürlich eine Videokonferenz.

      Nach dem ganzen Drama mit Gnomemeeting und OpenPhone über H323 funzt Linphone wie ein Traum. Bild und Ton sind super und Abbrüche oder Fehlversuche selten.

      Ich puffere die Streams über meinen Asterisk-Server - ein beliebiges Account bei Sipgate (die können ja auch Video) würde es auch tun. Sinn und Zweck ist es, daß die Videokonferenz sich nahtlos in meine VoIP Telefonanlage integriert. Ist z.B. der PC mit Linphone ausgeschaltet, landet der Anruf auf dem Telefon -zwar ohne Bild - aber man kann wenigstens Bescheid sagen.

      Ich habe aus der Linphone-Windowsversion ein selbstauspackendes und - startendes Paket gebaut, was man einfach von einer Webseite herunterladen kann. Alle Parameter wie die SIP-Kennung und sogar die letzte gewählte Zielnummern sind dann gleich konfiguriert.

      Linphone finde ich gut. Kein Grund zum skypen.
      Conrad



    Score: 3 Von mwhuaaaaha am Mo, 3. Dezember 2007 um 05:43 #
    LOL! 98%...

    Die Statistik könnte von Dir stammen...

Score: 3 Von Helmuth am Fr, 30. November 2007 um 18:35 #
Wenn ich auf die Videotelephonie verzichte, wo liegen die Vorteile von Linphone gegenüber VoIP
über die Fritzcard, wo ich ohne PC telefonieren kann?
  • Score: 3 Von Andreas am Fr, 30. November 2007 um 20:21 #
    Die AVM Fritz!Card ist eine PCI oder ISA-Einsteckkarte für den Rechner, da wird bei ausgeschaltetem Rechner nicht mehr viel gehen ;-)

    Oder meinst du Fritz!Box? Dann liegt der Vorteil darin, dass du eben keine Fritz!Box brauchst.

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