Ich persönlich halte das für keine gute Entscheidung, aber der Druck war wohl zu groß. Gerade das LTS-Release hätte man nutzen können, um nochmal ein bis ins letzte poliertes, sehr stabiles KDE 3.5 auf den Weg zu schicken.
Stattdessen verlässt man die Releasephilosophie und stabilisiert nun parallel 4.0, während man den LTS kurzerhand abbläst. Es erscheint der Eindruck, dass es sich bei Kubuntu um effekthaschende Bastler handelt und da sich Ubuntu jenseits der Homeuser noch immer schwer tut, sich einen Ruf in Sachen Professionalität und Zuverlässigkeit zu erarbeiten, dürfte da wohl was hängen bleiben, auch wenn die Projekte ja formal voneinander getrennt agieren.
Schade, alles nur wegen eines neuen Desktops, der sicherlich ohnehin noch ein wenig reifen muss, da hätten es erstmal auch ein paar optionale Pakete in Universe getan, die dann bis nach der stabilen 8.04 wirklich erstmal von Enthusiasten nebenbei gepflegt werden.
Etwas kurzsichtige und egozentrische Betrachtungsweise. Natürlich werden die meisten Desktopuser längst weitergewandert sein, vor allem die 1337-Fraktion. Kubuntu möchte doch aber soweit ich das verstanden habe nicht primär als Spielzeug herhalten, sondern sieht sich als ernstzunehmende Distribution.
Wenn ich mir vorstelle, da stehen 1000 Unternehmensdesktops und geplant waren Updatezyklen von LTS zu LTS, wobei durch die Überlappung der Supportzeiträume genügend Zeit für Evaluierung besteht und dann wird eine fest projektierte LTS-Version einfach abgeblasen, ich würde Würfel kotzen und mein Heil bei anderen Distributoren suchen.
Umgekehrt gilt natürlich das Gleiche, wer sich jetzt nach einer geeigneten Desktopdistribution umschaut, wird die plötzliche Absage einer LTS-Version sicher als Ausschlußkriterium notieren.
ich halte die Entscheidung zwar auch für fraglich, frage mich aber gleichzeitig ob das überhaupt große Auswirkungen haben wird?
Kubuntu ist ja letztlich nur mit Ubuntu+KDE (verwendet gleiche repositories usw.). Der Unterbau wird also so oder so auf LTS ausgerichtet sein. Wenn man jetzt LTS will kann man auch einfach Ubuntu installieren, apt-get install kde machen und schon hat man Ubuntu+KDE+LTS. Oder gilt der Ubuntu LTS nur für die Oberfläche GNOME und für keine andere, auch wenn sie offiziell mit Ubuntu mitgeliefert wird? (Was natürlich auch den LTS von Ubuntu sehr bescheiden aussehen lassen würde)
Guter Einwand und ich muss gestehen, ich weiß es nicht. Allerdings ist Kubuntu ja IIRC mehr als nur Gnome deinstalliert und KDE-Pakete eingespielt. Der Beigeschmack bleibt, Kubuntu serscheint mehr als Hobbydistribution, was ja auch legitim ist.
Ich gehe davon aus, dass es für die KDE-Pakete keinen LTS geben wird. Es wird dann aber vermutlich erst 18 Monate später ein neues Kubuntu LTS geben, da ich bezweifle, dass die Kubuntu-Maintainer auch Kernel und Co. für 3 Jahre supporten wollen.
>Ich gehe davon aus, dass es für die KDE-Pakete keinen LTS geben wird.
D.h. wenn ich Ubuntu LTS "kaufe" und dann KDE verwende (was ja mit Ubuntu mitgeliefert wird), dann habe ich für meinen Desktop keinen LTS. Das wäre aber eine sehr schlechte Situation für Ubuntu und Canonical. Wenn das wirklich so ist, dann würde ich an deren Stelle ziemlich schnell Ubuntu und kubuntu deutlich voneinander trennen (keine gemeinsamen repositories mehr) und in Zukunft Ubuntu komplett ohne KDE Pakete veröffentlichen. Man kann einfach nicht eine LTS Distribution auf den Markt werfen und dann LTS Paket für Paket definieren.
So wie ich das überblicke findet sich KDE bei Ubuntu in "Universe", gehört also explizit nicht zum Kern der Distribution und auf den (eingeschränkten) Support von Universe-Paketen duch die Community wird ja auch hingewiesen.
Tja, Edubuntu benötigt KDE. Das ist wirklich zu blöd, entweder muss man die Pakete jetzt eben abseits von Kubuntu pflegen oder man knickt aufgrund der Kubuntu-Entscheidung auch gleich LTS für Edubuntu.
Vielleicht sollte man wirklich einen Schnitt machen und KDE komplett aus Ubuntu entfernen, die Paketbetreuer dürften ja dieselben wie bei Kubuntu sein und denen wächst die Arbeit offensichtlich mangels Ressourcen ohnehin schon über den Kopf, dann sollte man sie lieber in _Ruhe an ihrem Bleeding-Edge-Kubuntu basteln lassen.
>Tja, Edubuntu benötigt KDE. Das ist wirklich zu blöd, entweder muss man die Pakete jetzt eben abseits von Kubuntu pflegen oder man knickt aufgrund der Kubuntu-Entscheidung auch gleich LTS für Edubuntu.
Und KDE ist eben auch bei Ubuntu dabei. Man kann doch eigentlich nicht ernsthaft sagen "Ubuntu ist LTS, aber Paket x,y und z nicht".
Wie gesagt, entweder man hat die Paketbetreuer an der Leine und sie müssen den LTS-Support für die Pakete machen, oder nicht. Das wäre natürlich ziemlicher Quark, denn der Gewinn an freien Ressourcen, mit dem Kubuntu den Verzicht auf LTS begründet, würde dadurch ja relativiert und ad absurdum geführt. Alternativ bekommt Edubuntu halt ebenfalls keinen LTS, für die KDE-Pakete in Ubuntu gilt er IIRC ohnehin nicht, da diese sich in Universe befinden.
Mal abwarten was aus Südafrika zu dem Thema kommt, der Wandel bei Kubuntu ist ja noch ziemlich frisch, wirft aber leider auch Schatten auf Ubuntu selbst.
sascha@workstation:~> apt-cache show kde Package: kde Priority: optional Section: universe/kde Installed-Size: 40 Maintainer: Debian Qt/KDE Maintainers Architecture: all Source: meta-kde Version: 5:47 Depends: kde-core (>= 5:47), kde-amusements (>= 5:47), kdeaccessibility (>= 4:3.4.3), kdeaddons (>= 4:3.4.3), kdeadmin (>= 4:3.4.3), kdeartwork (>= 4:3.4.3), kdegraphics (>= 4:3.4.3), kdemultimedia (>= 4:3.4.3), kdenetwork (>= 4:3.4.3), kdepim (>= 4:3.4.3), kdeutils (>= 4:3.4.3), kdewebdev (>= 4:3.4.3) Suggests: kde-i18n (>= 4:3.4.3), x-window-system-core Filename: pool/universe/m/meta-kde/kde_47_all.deb Size: 7716 MD5sum: 59953d311d2ce7380cab21156750c0f3 SHA1: 9f7545b6c4339620ad4c06a998f1f632c045a61c SHA256: fa8a043ae61a173504d8f6fb97a9ebf70ca62558d51173e562d4e3aaa2b2314b Description: the K Desktop Environment official modules KDE (the K Desktop Environment) is a powerful Open Source graphical desktop environment for Unix workstations. It combines ease of use, contemporary functionality, and outstanding graphical design with the technological superiority of the Unix operating system. . This metapackage includes all the official modules released with KDE that are not specific to development. In addition to the core KDE modules, this includes multimedia, networking, personal information manager (PIM), graphics, education, games, web development, system administration tools, and other artwork and utilities. . Homepage: http://www.kde.org Bugs: mailto:ubuntu-users@lists.ubuntu.com Origin: Ubuntu
sascha@workstation:~>
KDE ist in Universe und also solches gehört es nicht zur Ubuntu Kerndistribution, bekommt also auch keinen LTS Support. Natürlich wäre es möglich das die MOTUs sich darum kümmern. Aber das wiederum glaube ich weniger.
Du machst den gleichen Fehler wie Jasager, dass du dir das Metapaket "kde" anschaust, dass auch von Kubuntu nicht genutzt wird, weil zu "kde" auch Programme gehören, die von Kubuntu nicht unterstützt werden. Das Metapaket "gnome" ist auch in universe. Willst du damit jetzt behaupten, dass auch der GNOME-Desktop von Ubuntu keinen LTS-Support genießt? Dann wäre die Behauptung von 3 Jahren LTS-Support für den Ubuntu-Desktop ja eine Lüge.
Schau dir lieber mal "kubuntu-desktop" sowie dessen Abhängigkeiten wie "konqueror" oder "amarok" an. Diese Pakete befinden sich im main-Repository.
Oder gilt der Ubuntu LTS nur für die Oberfläche GNOME und für keine andere, auch wenn sie offiziell mit Ubuntu mitgeliefert wird? (Was natürlich auch den LTS von Ubuntu sehr bescheiden aussehen lassen würde)
Genauso bescheiden isser denn auch. Langfristige Stabilität ist eben nach wie vor die Domäne von Debian.
Von M wie Meikel am So, 23. Dezember 2007 um 20:19 #
> Langfristige Stabilität ist eben nach wie vor die Domäne von Debian.
Quatsch. "irgendwann, wenn wir mal wieder ein Release fertig bekommen, plus so etwa ein Jahr" ist nun wirklich keine Aussage, mit der man planen kann. Da sind 5 Jahre bzw. 3 Jahre kommt dem schon deutlich näher.
Tja, fragt sich nur, was im Zweifelsfall wichtiger ist - das genaue Datum der nächsten Veröffentlichung oder die verlässliche Pflege des Systems bis zu diesem Zeitpunkt.
Im Unterschied zu Ubuntu macht Debian eben keinen Unterschied zwischen einer kleinen Gruppe von Paketen die "offiziell" dazu gehören und einer übergroßen Mehrheit, die man zwar mit verbreitet, für die man aber jede Verantwortung ablehnt.
Im Grunde genommen müsste bei Ubuntu apt-get eine dicke Warnung mit Bitte um Einverständnis ausspucken, sobald etwas aus Universe/Multiverse installiert werden soll.
Bei Debian dagegen gibt es diesen Unterschied nicht. Was im offziellen Repository liegt, fällt in den Zuständigkeitsbereich des Debian-Security-Teams und wird mit Sicherheitsupdates versorgt, egal ob das nächste Release in 12, 18 oder 24 Monaten erscheinen soll. Ich würde mich schwer wundern, wenn das nicht im Zweifelsfall das gewichtigere Kriterium wäre. Im Übrigen fällt mir auch kein einziger Hersteller proprietärer Betriebssysteme ein, der eine Politik garantierter regelmäßiger Releases fährt. Die gehen alle nach dem Motto "It's ready when it's ready", und ich habe noch nie gehört, dass ausgerechnet dies die Kunden von Apple, Microsoft und Co. abwandern ließe.
Da sind 5 Jahre bzw. 3 Jahre kommt dem schon deutlich näher.
Das bezieht sich aber auf die Dauer des Supports. Und wie lange eine alte Debian-Version noch mit Sicherheitsupdates versorgt wird, das wird selbstverständlich auch frühzeitig bekannt gegeben, sodass man damit rechnen kann.
Firmen, die den LTS wollen, werden aufgrund der einfacheren Bedienung ohnehin eher zu Ubuntu tendieren, also zu Kubuntu. Letzteres bietet zwar mehr Konfigurationsmöglichkeiten, daher benutze ich es auch gerne, aber in der Benutzerfreundlichkeit hängt es Ubuntu immer noch etwas hinterher. Es ist schon besser, gleich das neue KDE anzubieten, da sonst zu viele Nutzer auf andere KDE4 Distributionen abwandern würden, weitere 6 Monate auf ein gut integriertes KDE4 warten wollen wohl die wenigste, parallel eine KD3 LTS Version zu maintainen wäre wohl zu viel Arbeit
Stattdessen verlässt man die Releasephilosophie und stabilisiert nun parallel 4.0, während man den LTS kurzerhand abbläst. Es erscheint der Eindruck, dass es sich bei Kubuntu um effekthaschende Bastler handelt und da sich Ubuntu jenseits der Homeuser noch immer schwer tut, sich einen Ruf in Sachen Professionalität und Zuverlässigkeit zu erarbeiten, dürfte da wohl was hängen bleiben, auch wenn die Projekte ja formal voneinander getrennt agieren.
Schade, alles nur wegen eines neuen Desktops, der sicherlich ohnehin noch ein wenig reifen muss, da hätten es erstmal auch ein paar optionale Pakete in Universe getan, die dann bis nach der stabilen 8.04 wirklich erstmal von Enthusiasten nebenbei gepflegt werden.
Wenn ich mir vorstelle, da stehen 1000 Unternehmensdesktops und geplant waren Updatezyklen von LTS zu LTS, wobei durch die Überlappung der Supportzeiträume genügend Zeit für Evaluierung besteht und dann wird eine fest projektierte LTS-Version einfach abgeblasen, ich würde Würfel kotzen und mein Heil bei anderen Distributoren suchen.
Umgekehrt gilt natürlich das Gleiche, wer sich jetzt nach einer geeigneten Desktopdistribution umschaut, wird die plötzliche Absage einer LTS-Version sicher als Ausschlußkriterium notieren.
Kubuntu ist ja letztlich nur mit Ubuntu+KDE (verwendet gleiche repositories usw.). Der Unterbau wird also so oder so auf LTS ausgerichtet sein. Wenn man jetzt LTS will kann man auch einfach Ubuntu installieren, apt-get install kde machen und schon hat man Ubuntu+KDE+LTS. Oder gilt der Ubuntu LTS nur für die Oberfläche GNOME und für keine andere, auch wenn sie offiziell mit Ubuntu mitgeliefert wird? (Was natürlich auch den LTS von Ubuntu sehr bescheiden aussehen lassen würde)
Es wird dann aber vermutlich erst 18 Monate später ein neues Kubuntu LTS geben, da ich bezweifle, dass die Kubuntu-Maintainer auch Kernel und Co. für 3 Jahre supporten wollen.
D.h. wenn ich Ubuntu LTS "kaufe" und dann KDE verwende (was ja mit Ubuntu mitgeliefert wird), dann habe ich für meinen Desktop keinen LTS.
Das wäre aber eine sehr schlechte Situation für Ubuntu und Canonical. Wenn das wirklich so ist, dann würde ich an deren Stelle ziemlich schnell Ubuntu und kubuntu deutlich voneinander trennen (keine gemeinsamen repositories mehr) und in Zukunft Ubuntu komplett ohne KDE Pakete veröffentlichen. Man kann einfach nicht eine LTS Distribution auf den Markt werfen und dann LTS Paket für Paket definieren.
Vielleicht sollte man wirklich einen Schnitt machen und KDE komplett aus Ubuntu entfernen, die Paketbetreuer dürften ja dieselben wie bei Kubuntu sein und denen wächst die Arbeit offensichtlich mangels Ressourcen ohnehin schon über den Kopf, dann sollte man sie lieber in _Ruhe an ihrem Bleeding-Edge-Kubuntu basteln lassen.
Und KDE ist eben auch bei Ubuntu dabei. Man kann doch eigentlich nicht ernsthaft sagen "Ubuntu ist LTS, aber Paket x,y und z nicht".
Mal abwarten was aus Südafrika zu dem Thema kommt, der Wandel bei Kubuntu ist ja noch ziemlich frisch, wirft aber leider auch Schatten auf Ubuntu selbst.
Wie kommst du darauf?
Das sind die Pakete die in Ubuntu Main sind: hier
http://packages.ubuntu.com/gutsy/allpackages.de.txt.gz
Package: kde
Priority: optional
Section: universe/kde
Installed-Size: 40
Maintainer: Debian Qt/KDE Maintainers
Architecture: all
Source: meta-kde
Version: 5:47
Depends: kde-core (>= 5:47), kde-amusements (>= 5:47), kdeaccessibility (>= 4:3.4.3), kdeaddons (>= 4:3.4.3), kdeadmin (>= 4:3.4.3), kdeartwork (>= 4:3.4.3), kdegraphics (>= 4:3.4.3), kdemultimedia (>= 4:3.4.3), kdenetwork (>= 4:3.4.3), kdepim (>= 4:3.4.3), kdeutils (>= 4:3.4.3), kdewebdev (>= 4:3.4.3)
Suggests: kde-i18n (>= 4:3.4.3), x-window-system-core
Filename: pool/universe/m/meta-kde/kde_47_all.deb
Size: 7716
MD5sum: 59953d311d2ce7380cab21156750c0f3
SHA1: 9f7545b6c4339620ad4c06a998f1f632c045a61c
SHA256: fa8a043ae61a173504d8f6fb97a9ebf70ca62558d51173e562d4e3aaa2b2314b
Description: the K Desktop Environment official modules
KDE (the K Desktop Environment) is a powerful Open Source graphical
desktop environment for Unix workstations. It combines ease of use,
contemporary functionality, and outstanding graphical design with the
technological superiority of the Unix operating system.
.
This metapackage includes all the official modules released with KDE that
are not specific to development. In addition to the core KDE modules, this
includes multimedia, networking, personal information manager (PIM),
graphics, education, games, web development, system administration tools,
and other artwork and utilities.
.
Homepage: http://www.kde.org
Bugs: mailto:ubuntu-users@lists.ubuntu.com
Origin: Ubuntu
sascha@workstation:~>
KDE ist in Universe und also solches gehört es nicht zur Ubuntu Kerndistribution, bekommt also auch keinen LTS Support. Natürlich wäre es möglich das die MOTUs sich darum kümmern. Aber das wiederum glaube ich weniger.
Natürlich nur meine persönliche Meinung.
Grüße
Sascha
Ich habe hier gerade kein Ubuntu System, aber warum finde ich dann mit der Paket Suche auf packages.ubuntu.com alle KDE Pakete in Main???
Schau dir lieber mal "kubuntu-desktop" sowie dessen Abhängigkeiten wie "konqueror" oder "amarok" an. Diese Pakete befinden sich im main-Repository.
Genauso bescheiden isser denn auch. Langfristige Stabilität ist eben nach wie vor die Domäne von Debian.
Quatsch. "irgendwann, wenn wir mal wieder ein Release fertig bekommen, plus so etwa ein Jahr" ist nun wirklich keine Aussage, mit der man planen kann. Da sind 5 Jahre bzw. 3 Jahre kommt dem schon deutlich näher.
Im Unterschied zu Ubuntu macht Debian eben keinen Unterschied zwischen einer kleinen Gruppe von Paketen die "offiziell" dazu gehören und einer übergroßen Mehrheit, die man zwar mit verbreitet, für die man aber jede Verantwortung ablehnt.
Im Grunde genommen müsste bei Ubuntu apt-get eine dicke Warnung mit Bitte um Einverständnis ausspucken, sobald etwas aus Universe/Multiverse installiert werden soll.
Bei Debian dagegen gibt es diesen Unterschied nicht. Was im offziellen Repository liegt, fällt in den Zuständigkeitsbereich des Debian-Security-Teams und wird mit Sicherheitsupdates versorgt, egal ob das nächste Release in 12, 18 oder 24 Monaten erscheinen soll. Ich würde mich schwer wundern, wenn das nicht im Zweifelsfall das gewichtigere Kriterium wäre. Im Übrigen fällt mir auch kein einziger Hersteller proprietärer Betriebssysteme ein, der eine Politik garantierter regelmäßiger Releases fährt. Die gehen alle nach dem Motto "It's ready when it's ready", und ich habe noch nie gehört, dass ausgerechnet dies die Kunden von Apple, Microsoft und Co. abwandern ließe.
Das bezieht sich aber auf die Dauer des Supports. Und wie lange eine alte Debian-Version noch mit Sicherheitsupdates versorgt wird, das wird selbstverständlich auch frühzeitig bekannt gegeben, sodass man damit rechnen kann.