1. Ein Kubuntu 8.04 mit stabilem KDE 3.5.x als LTS-Version würde gerade sehr viele KDE-Fans verprellen, die sich dann sofort fragen würden, wieso sie eigentlich Kubuntu und nicht etwa Debian Etch mit KDE 3.5.x verwenden. Schließlich wollen KDE-Nutzer KDE 4 auch gerne ausprobieren und nicht noch einmal ein halbes Jahr warten.
2. Eine stabile LTS-Version hätte allerdings dem Kubuntu-Projekt gut getan. Ich erinnere mich noch mit Grausen an die anfänglichen Bugs zu Beginn des Projekts in den ersten Kubuntu-Versionen. KDE 4 ist (noch) keine stabile Software, Kubuntu 8.04 wird deshalb wohl ziemlich viel Bugs haben und ob ich große Lust habe, mich als KDE 4-Betatester zu betätigen, das werde ich sehr wahrscheinlich von ersten ausführlichen Reviews abhängig machen.
Ich finde allerdings auch, daß man beide Versionen hätte ausliefern sollen, eine Kubuntu 8.04 LTS mit KDE 3.5.x als ultrastabile Kubuntu-Version und zusätzlich die ganz frischen KDE 4-Pakete. Nach einem weiteren halben Jahr wäre die Sache gegessen gewesen, da dann alle KDE 4-Nutzer automatisch zu Kubuntu 8.10 gewechselt wären.
Und: Man hätte den LTS-Zyklus eingehalten. So etwas ist ganz wichtig, wenn man Firmenkunden gewinnen will. Denn wie klingt das in deren Ohren? Etwa so: "Hat jemand noch Lust auf LTS, wir hatten das doch so geplant? Nein. Tja, schade, dann machen wir halt was anderes, KDE 4 ist ja sowieso viel spannender." Ubuntu/Kubuntu ist halt kein Red Hat, das sieht man an einer solchen Entscheidung überdeutlich.
Auf der Mailinglist heißt es ja, dass für beide Varianten (also 3.5 LTS + 4.0) einfach die Ressourcen fehlen. Also musste man sich entscheiden und wie du schon sagst, mit der getroffenen Entscheidung grenzt man sich sehr deutlich von Red Hat und Co ab.
Nun man hätte an sich auch KDE 4 und LTS haben können, besonders wenn man bedenkt das jetzt in Kubuntu 8.04 ja KDE 4 und KDE 3.5 enthalten sein sollen. Hätte man ein Kubuntu 8.04 als LTS und mit KDE 3.5 gemacht und KDE 4 optional (eigenes Repository das schon in der sources.list enthalten ist) und ohne LTS angeboten hätte man beides haben können. Aber offenbar steht man bei der Projektleitung von Kbuntu eher auf 'bleeding edge' und 'testing by user' als auf Seriosität, Verlässlichkeit und Stabilität.
1. Ein Kubuntu 8.04 mit stabilem KDE 3.5.x als LTS-Version würde gerade sehr viele KDE-Fans verprellen, die sich dann sofort fragen würden, wieso sie eigentlich Kubuntu und nicht etwa Debian Etch mit KDE 3.5.x verwenden. Schließlich wollen KDE-Nutzer KDE 4 auch gerne ausprobieren und nicht noch einmal ein halbes Jahr warten.
2. Eine stabile LTS-Version hätte allerdings dem Kubuntu-Projekt gut getan. Ich erinnere mich noch mit Grausen an die anfänglichen Bugs zu Beginn des Projekts in den ersten Kubuntu-Versionen.
KDE 4 ist (noch) keine stabile Software, Kubuntu 8.04 wird deshalb wohl ziemlich viel Bugs haben und ob ich große Lust habe, mich als KDE 4-Betatester zu betätigen, das werde ich sehr wahrscheinlich von ersten ausführlichen Reviews abhängig machen.
Ich finde allerdings auch, daß man beide Versionen hätte ausliefern sollen, eine Kubuntu 8.04 LTS mit KDE 3.5.x als ultrastabile Kubuntu-Version und zusätzlich die ganz frischen KDE 4-Pakete. Nach einem weiteren halben Jahr wäre die Sache gegessen gewesen, da dann alle KDE 4-Nutzer automatisch zu Kubuntu 8.10 gewechselt wären.
Und: Man hätte den LTS-Zyklus eingehalten.
So etwas ist ganz wichtig, wenn man Firmenkunden gewinnen will.
Denn wie klingt das in deren Ohren?
Etwa so:
"Hat jemand noch Lust auf LTS, wir hatten das doch so geplant? Nein. Tja, schade, dann machen wir halt was anderes, KDE 4 ist ja sowieso viel spannender."
Ubuntu/Kubuntu ist halt kein Red Hat, das sieht man an einer solchen Entscheidung überdeutlich.
Natürlich nur meine persönliche Meinung.
Grüße
Sascha