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Di, 5. Februar 2008, 19:12

Gesellschaft::Politik/Recht

Zwischenbilanz bei Wienux

Die bisherige Nutzung des Linux-Systems in der Wiener Stadtverwaltung ist noch gering, eine Studie soll dieses Jahr das weitere Vorgehen klären.

Hochzufriedene Anwender, die aber dünn gesät sind, so könnte die Zwischenbilanz, die der Standard zieht, umschrieben werden. Das Linux-Umstellungsprojekt der Wiener Stadtverwaltung war 2003 gestartet worden; 2005 wurde das Desktopsystem Wienux bei ersten Anwendern zum Einsatz gebracht.

Die Stadtverwaltung entschied sich bei der Umstellung ihrer 32.000 Desktop-Rechner (einschließlich Schulrechnern) für eine »sanfte Migration«: Bei neu installierten Systemen hatten die Anwender die Wahl, ob sie Linux oder Windows wollen. Ferner hatten sie unter Windows die Wahl zwischen MS Office und OpenOffice.org.

Die aktuelle Zwischenbilanz sieht laut Standard recht mager aus. Erst auf 1.000 Rechnern ist Linux im Einsatz. MS Office wurde immerhin bereits auf 14.000 Rechnern abgelöst. Der Leiter der städtischen IT-Abteilung MA-14, Erwin Gillich, rechtfertigt die langsame Migration damit, dass die vielen bestehenden Windows-Anwendungen nicht so schnell auf Linux umgestellt werden können. Er führt die recht geringe Zahl von Linux-Freiwilligen auch auf den Faktor Mensch zurück, da die Anwender sich an ihre Software gewöhnt haben und sich mit einer Umstellung schwer tun.

Von den 1.000 Linux-Anwendern sind nach Angaben des Standard 70 Recherche-Stationen in den Bibliotheken sowie 720 Arbeitsplätze in den 360 Kindergärten der Stadt abzuziehen, womit gerade noch 200 städtische Angestellte verbleiben, die sich für Linux entschieden haben.

Die bisherigen Erfahrungen mit Wienux sind laut Gillich sehr gut. Stabilität und Sicherheit seien hoch, Wartung sei selten nötig und die Lizenzkosten seien ganz entfallen. OpenOffice.org sei sogar sehr geschätzt, unter anderem wegen der Möglichkeit, direkt PDF-Dateien zu erzeugen. Eine neue Studie namens »STOSS 2«, die derzeit bei der MA-14 ausgearbeitet wird, soll in der zweiten Jahreshälfte die Erfahrungen genauer beurteilen. Danach soll entschieden werden, wie es weitergeht.

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