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Do, 7. Februar 2008, 11:29

Software::Desktop

DRI2 hält Einzug in X.org

Kristian Høgsberg hat angekündigt, eine erste Implementation von DRI2 in X.org zu integrieren, die parallel zur bestehenden DRI-Infrastruktur entsteht.

Das DRI-Projekt (Direct Rendering Infrastructure) erstellt Treiber für den Linux-Kernel und XFree86, die direktes Rendering ermöglichen. Das wird besonders bei der 3D-Beschleunigung genutzt, die für viele OpenGL-Programme essentiell ist. Das Projekt wurde 1998 von Precision Insight) initiiert. Zuvor gab es in X11 bereits ein direktes Rendern von zweidimensionaler Grafik (DGA).

DRI2 ist eine Weiterentwicklung von DRI, die 2007 gestartet wurde. Diese Erweiterung trägt den massiven Fortschritten in den Grafikprozessoren Rechnung, die teilweise eigenständige Speicherverwaltung betreiben, und will das bisherige Design vereinfachen und - durch die Beseitigung der Notwendigkeit, Sperren zu setzen - schneller machen.

DRI2 wird, wie Kristian Høgsberg mitteilte, wie auch DRI optional sein. Solange es in der X.org-Konfigurationsdatei nicht aktiviert wird, soll es keine Auswirkungen auf den X-Server haben. Das Hauptmodul ist »DRI2«, das von glxdri2 für GLX unterstützt wird. Es benötigt die Speicherverwaltung für Displays TTM. Der Entwickler hat bereits Patches für Mesa und den Linux-Kernel entwickelt, die die nötige Infrastruktur bereitstellen. Der Intel i915-Treiber kann bereits mit DRI2 arbeiten, weitere Treiber sollen hinzukommen.

Das DRM-Modul des Kernels soll für DRI2 im Umfang geschrumpft sein. Høgsberg hat darauf verzichtet, Clip-Rechtecke oder Swap-Puffer in den Kernel zu verlegen. Dies habe Vor- und Nachteile, sei aber letztlich die beste Lösung, behauptet er. Die geplante Entfernung der Sperren wurde noch nicht umgesetzt, aber bereits vorbereitet. Wann DRI2 einsetzbar sein wird, geht aus den vorhandenen Informationen nicht hervor.

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