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Mi, 20. Februar 2008, 13:17

Software::Entwicklung

Neue Studie der EU über Open Source in Entwicklungsländern

Die Studie »FLOSSinclude« will untersuchen, welche Vorteile der Einsatz und die Beteiligung am Erstellen von freier Software in Entwicklungsländern hat.

FLOSS (Free/Libre/Open Source Software) ist, so die Initiatoren, eines der besten Beispiele für Produktion und Entwicklung in offener, international verteilter Zusammenarbeit. Der Nutzen für Entwicklungsländer sei unter anderem niedrige Kosten, Anpassbarkeit und eine kostenlose Schulungsumgebung von hoher Qualität. Dies habe bereits die Studie FLOSSWORLD belegt.

Die kommende Studie »FLOSSinclude« soll Europas Beteiligung an der Forschung über Open Source und offene Standards verstärken. Gegenstand der Studie ist allerdings, was benötigt wird, um die Länder in Asien, Afrika und Lateinamerika stärker an der Open-Source-Entwicklung teilhaben zu lassen. Dabei sollen Entwicklung, Einsatz und soziale Auswirkungen von Open Source studiert werden. Die mit der Studie befassten Forscher wollen herausfinden, was dazu in den Entwicklungsländern benötigt wird. Ferner sollen die Resultate die Richtung künftiger Forschungen weisen.

Als Kernaufgaben sehen die Forscher fünf einzelne Aufgaben. Die verfügbaren Daten sollen analysiert werden, um die Problemfelder und derzeit blockiertes Potential für FLOSS in den Zielregionen zu identifizieren. Man will mit lokalen und regionalen Initiativen in Kontakt treten und Erfahrungen austauschen. Sodann soll ermittelt werden, was benötigt wird, um die Verwendung und Entwicklung von FLOSS in den Zielregionen voranzubringen. Die Analysen sollen validiert und in Pilotprogrammen erprobt werden. Daraus soll letztlich ein Plan für Kooperationen hervorgehen, regionale Initiativen unterstützt.

Der Einfluss von »FLOSSinclude« soll weit über die Laufzeit des Projektes hinausreichen, so die Initiatoren. Die Studie selbst wird 2008/2009 von einem Konsortium von elf Organisationen in neu Ländern - Argentinien, Kambodscha, China, Ghana, Indien, Südafrika, Spanien und Großbritannien - durchgeführt. Sie soll mit 703.000 Euro von der Europäischen Union finanziert werden und wird vom UNU-MERIT koordiniert. Zu den elf Organisationen gehören auch die Stiftung zur Entwicklung der Wissenschaft und Technologie der Extremadura und Canonical.

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