> "Die DFS betreibt bereits jetzt 1030 Anwendungen auf > GNU/Linux. Auch alle zukünfigen Systeme werden > auf dem freien Betriebssystem basieren", so Schanz
Glückwunsch, endlich mal jemand, der das Kind beim richtigen Namen nennt!
Linux ist nur der BS-Kernel, der ohne die GNU-Tools hinten und vorne kein nutzbares Betriebssystem ergibt. Korrekterweise sollte man daher die Entwicklungsleistungen der FSF würdigen, zumal deren Tools mitnichten nur für den Linuxkernel gemacht sind... Zusammen ergibt Linuxkernel + GNU-Tools = GNU/Linux.
so ein quatsch. linux ist ein einfaches pars pro toto für oss-distributonen mit linux-kernel. gnu/linux hingegen verwirrt viel eher, weil linux längst etabliert ist. außerdem müsste man dann die anderen teile auch würdigen. z.B. x.org, qt, gtk, kde, gnome etc.
Linux kann man auch ohne Xorg, KDE, Gnome, GTK+, etc. sinnvoll nutzen, ohne die GNU-Tools dagegen nicht. Aber du hast recht, Linux hat sich inzwischen eigentlich als Bezeichnung für das OS etabliert, auch wenn es genaugenommen falsch ist.
Es ist halt ein Name, was soll daran falsch sein? Das es intern noch weitere Programmpakete gibt die für das System wichtig sind bestreitet ja niemand. Eingeweihte wissen sicherlich das Linux nur ein Kernel ist. Bei uneingeweihten macht man sich aber eher lächerlich.
Das ist wie die Debatte über Amerikaner vs. US-Amerikaner. Es ist aus dem Kontext klar ersichtlich, was gemeint ist, und trotzdem muss noch darüber gestritten werden. Klar, Stallmann hat so seine eigenen Vorstellungen, aber im Allgemeinen ist Linux stellvertretend für Kernel+Userspace+...+Ditributor. In den allermeisten Fällen sagt man Linux und meint das ganze Paket und nicht nur den Kernel. Es ist halt allgemeiner Sprachgebrauch und es lässt sich auch nicht mehr ändern. Wozu noch diese langen Diskussionen? Schreibt das so, wie es euch passt, man wird euch schon verstehen. (Gilt nur für den Begriff "Linux", bitte nicht allgemein für "Rechtschreibung" missbrauchen ). ---Nur meine eigene Meinung---
Richard Stallman hat in seinem Vortrag "copyright VS the people" erklärt, warum man das GNU nicht weglassen sollte, wenn man über GNU/Linux spricht.
Das Problem, wenn man nur Linus Torvalds (stellvertretend für alle Linux-Entwickler) die credits gibt ist, dass Linus Torvalds die Freiheit der User nicht am Herzen liegt. Für ihn ist die GPLv2 deshalb die Lizenz seiner Wahl, weil sie in seinen Augen für die Entwicklung von Software die beste ist. Jedoch ist mit der Freiheit von Software und ihren Usern mehr verbunden, als nur ein tolles Entwicklungsmodell. Viele ethische und soziale Gesichtspunkte werden völlig ignoriert.
Indem man "Linux" sagt, aber "GNU/Linux" meint, bekommt jemand die Chance Usern Freiheit und Selbstbestimmung in der digitalen Welt zu zeigen, dem diese Dinge egal sind.
Wem es egal ist, dass durch freie Software die oft herangezogene "digitale Kluft" zwischen Arm und Reich kleiner gemacht werden kann (nur als ein Beispiel), der soll weiterhin "Linux" zu dem Betriebssystem sagen und "Open Source", statt "Freie Software".
Download: "Copyright VS the People" von Richard Stallman: LINK: http://rapidshare.com/files/94860360/rms_talk_copyright_vs_the_people.ogg.html LINZENZ: Creative Commons No Derivative Works 1.0 Generic
Von aAaA@dskl.org am Di, 26. Februar 2008 um 14:08 #
Ach komm, Stallman lebt da ein bischen unter der Käseglocke! Natürlich hat er recht wenn er einfordert, dass Spezialisten z.B. auf Messen oder in Vorträgen das GNU nicht weglassen sollten.
Dem Normalbürger, also mindestens 90% der Bevölkerung, ist es aber nun wirklich Schei... egal. Er/Sie kann das sowieso nicht nachvollziehen.
Selbiges gilt auch für andere Fachbereiche. Hier ein Beispiel:
Ein Spezialist für die Trinkwasserversorgung, kennt die Problematik der Versigelung von 100 Jahre alten Betonwasserspeichern. Für ihn sind zig Dinge essentiell wichtig, z.B. Anstrich, Versiegelung, Chemische und Biologische Prozesse usw. usf.
Das Trinkwasserproblem geht auch ALLE AN, ALLE HAENGEN davon ab. Aber nicht alle haben intime Kenntnisse bzgl. dieses Themas.......
genau. Auf den Computer übertragen: Wen interessieren die technischen Details und ein Kernel? Wichtig ist das OS an sich, was präsentiert sich mir auf meinem Bildschirm, wie interagiere ich mit dem PC usw. Die meisten wissen gar nicht, dass es sowas wie einen Kernel gibt oder was dieser macht... bzw. würden es nie merken wenn man den Kernel Linux gegen einen BSD Kernel austauscht.
Warum sollte ich dann ein System nach dem Kernel benennen (macht sonst auch niemand)... also nenne ich es einfach GNU!
"Wem es egal ist, dass durch freie Software die oft herangezogene "digitale Kluft" zwischen Arm und Reich kleiner gemacht werden kann (nur als ein Beispiel), der soll weiterhin "Linux" zu dem Betriebssystem sagen und "Open Source", statt "Freie Software"."
So nachvollziehbar die Argumentation um freie Software vs. Open Source und GNU/Linux vs. Linux im Prinzip ist, so nervig, anstrengend und ermüdend ist die staendige Wiederholung dieses immer gleichen Sermons auch. Zumal die diffizilen semantischen Unterschiede nur die bereits Bekehrten interessiert. Preaching to the Choir. Man möchte schon aus Lust an der Provokation frech von Open Source und Linux sprechen.
Stallman kann viel "erklären", schadet letztlich aber nur seinem Renommee; was ihn sicherlich nicht stört, aber doch zu einem armen Tropf macht, was das mangelnde soziale Verständnis angeht. GNU/Linux hört sich schlicht genauso Scheiße an, wie z.B. Daimler-Chrysler, sehr viele Familien-Doppelnamen oder andere krampfhafte Namenskonstrukte. Daß die Welt (d.h. alles was über die unmaßgebliche Anzahl Geeks auf diesem Erdball hinausgeht) mit der Marke Linux einen gewissen Strauß gemeinsam distribuierter, kostenloser Programme verbindet (und evtl. noch mit dem Namensgeber) und eben nicht mit GNU und den dahinter stehenden Lizenzen bzw. der freiheitlichen Philosophie, interessiert eh keine Sau - mal abgesehen von der kleinen Gruppe derjenigen, die so lizensierten Code distribuieren (und selbst da gibt's genug schwarze und graue Schafe). Der umständliche Begriff GNU/Linux sorgt bestenfalls für Irritationen und ist völlig überflüssig
Nicht alles, was sich Stallman so vorstellt, hält einem Abgleich mit der Lebenswirklichkeit stand.
Namen sind nur Namen und die sind bekanntlich Schall und Rauch. Ist schon lustig, wie sich manch immer wieder daran aufreiben können.
Und mal ehrlich, wenn jetzt hier nur "Linux" verwendet worden wäre statt "GNU/Linux", was ja deiner Meinung nach korrekt ist, dann hätte es auch keinen interessiert...
Von neuer linuxnutzer am Mo, 25. Februar 2008 um 17:15 #
achtung ironie militär benutzt linux polizei benutzt linux bnd benutzt linux diktatur benutzt linux cia/terroristen benutzen linux..... na toll & nu finde schon lange man sollte ethisch/moralische gesichtspunkte in der lizenz verankern
Stimmt, die Haarfarbe auch und insbesondere die Bartlänge müssen beachtet werden.
Wer Penne Arrabiata nicht mag, sollte Linux sowieso nicht benutzen dürfen.
Schließlich darf man bei einem so politischen Thema diese auch nicht vergessen. Wer nicht die Grünen wählt, hasst unsere Umwelt und muss nicht Freude an freier Software haben dürfen. Hierzu könnte man gleich die Wahlzettel der DDR verwenden, müsste nur "SED" mit "OSS" austauschen...
Wenn sonst noch jemand freiheitsfördernde Ideen hat, insbesondere solche, die Microsoft noch nicht bedacht hat, ist er herzlich willkommen!
Das Problem ist, dass das jeweils Definitions- und Ansichtssache ist. Nicht immer ist der Fall so klar gelagert wie Fall des boesen Ruestungsunternehmens. Es gibt Zulieferer, es gibt viele andere Branchen wo nicht so klar auf der Hand liegt, ob deren Aktivitaeten nun zum Wohl oder zum Schaden der Menschheit sind. Und wenn man jedem, der direkt oder indirekt fuer die Ruestungsindustrie arbeitet oder an Dingen arbeitet, die sich evtl. auch zum Schaden Dritter einsetzen lassen (aber eben auch zu ihrem Wohl), die Nutzung untersagt, bleiben nicht mehr viele potentielle Nutzer uebrig.
Ich wage stark zu bezweifeln, dass sich ein Krimineller an Lizenzvereinbarungen hält, meinst Du nicht? "Dr. Evil, wir können die Weltherrschaft nicht mit (GNU)/Linux an uns reißen - die Lizenz verbietet das!" - "Mist. Und nun?" - "Wir müssen Windows benutzen, damit darf man das!" - "Nee, dann lassen wir's lieber sein" ... ;-)
jain. Die Unterhaltungssysteme für Fluggäste basieren tatsächlich oft auf Linux. Aber doch nicht die Flugsteuerung usw.! Für diese Einsatzzwecke ist ein "großes" Betriebssystem wie Linux zu komplex, dort kommen kleine, zertifizierbare Echtzeitbetriebssysteme zum Einsatz.
Von Dunkelstern am Mo, 25. Februar 2008 um 23:13 #
Naja ich weiß ja nicht ob ein System dass seit 1997 (Tru64 ist so alt afaik) nicht mehr weiter entwickelt wird zuverlässiger sein kann als ein aktuelles (zumal du für dieses Uralt System ja auch Uralt Hardware benötigst, die man heute wohl nurmehr gebraucht oder ewig gelagert kaufen kann.)
Ja, mit der Verfügbarkeit scheint es nicht so weit her zu sein, Ein Wert von 99.9% entspricht einem Ausfall von über 8 Stunden/Jahr. Das kann man akzeptieren?
Mehr schaffen proprietäre Unices auf proprietärer Hardware (außer Mainframes) auch nicht. Auch bei denen muss man Redundanzen einbauen, wenn man mehr benötigt (und das ist bei einigen Systemen mit Sicherheit der Fall).
Auf vernünftiger Hardware mit entsprechenden Supportverträgen läuft Linux (SLES, etc.) wirklich gut. Verglichen mit HP-UX bzw. anderen professionellen UNIX Systemen ist die Systemstabilität nicht schlechter. Eher schon fast das Gegenteil.
"Yeah! Endlich stürzt da nichts mehr ab!"
> GNU/Linux. Auch alle zukünfigen Systeme werden
> auf dem freien Betriebssystem basieren", so Schanz
Glückwunsch, endlich mal jemand, der das Kind beim richtigen Namen nennt!
lg
Erik
Linux ist nur der BS-Kernel, der ohne die GNU-Tools hinten und vorne kein nutzbares Betriebssystem ergibt. Korrekterweise sollte man daher die Entwicklungsleistungen der FSF würdigen, zumal deren Tools mitnichten nur für den Linuxkernel gemacht sind... Zusammen ergibt Linuxkernel + GNU-Tools = GNU/Linux.
Das es intern noch weitere Programmpakete gibt die für das System wichtig sind bestreitet ja niemand.
Eingeweihte wissen sicherlich das Linux nur ein Kernel ist.
Bei uneingeweihten macht man sich aber eher lächerlich.
---Nur meine eigene Meinung---
mfg.de
Das Problem, wenn man nur Linus Torvalds (stellvertretend für alle Linux-Entwickler) die credits gibt ist, dass Linus Torvalds die Freiheit der User nicht am Herzen liegt. Für ihn ist die GPLv2 deshalb die Lizenz seiner Wahl, weil sie in seinen Augen für die Entwicklung von Software die beste ist. Jedoch ist mit der Freiheit von Software und ihren Usern mehr verbunden, als nur ein tolles Entwicklungsmodell. Viele ethische und soziale Gesichtspunkte werden völlig ignoriert.
Indem man "Linux" sagt, aber "GNU/Linux" meint, bekommt jemand die Chance Usern Freiheit und Selbstbestimmung in der digitalen Welt zu zeigen, dem diese Dinge egal sind.
Wem es egal ist, dass durch freie Software die oft herangezogene "digitale Kluft" zwischen Arm und Reich kleiner gemacht werden kann (nur als ein Beispiel), der soll weiterhin "Linux" zu dem Betriebssystem sagen und "Open Source", statt "Freie Software".
Download: "Copyright VS the People" von Richard Stallman:
LINK: http://rapidshare.com/files/94860360/rms_talk_copyright_vs_the_people.ogg.html
LINZENZ: Creative Commons No Derivative Works 1.0 Generic
Natürlich hat er recht wenn er einfordert, dass Spezialisten z.B. auf Messen oder in Vorträgen das GNU nicht weglassen sollten.
Dem Normalbürger, also mindestens 90% der Bevölkerung, ist es aber nun wirklich Schei... egal. Er/Sie kann das sowieso nicht nachvollziehen.
Selbiges gilt auch für andere Fachbereiche. Hier ein Beispiel:
Ein Spezialist für die Trinkwasserversorgung, kennt die Problematik der Versigelung von 100 Jahre alten Betonwasserspeichern. Für ihn sind zig Dinge essentiell wichtig, z.B. Anstrich, Versiegelung, Chemische und Biologische Prozesse usw. usf.
Das Trinkwasserproblem geht auch ALLE AN, ALLE HAENGEN davon ab. Aber nicht alle haben intime Kenntnisse bzgl. dieses Themas.......
Warum sollte ich dann ein System nach dem Kernel benennen (macht sonst auch niemand)... also nenne ich es einfach GNU!
*SCNR*
Genauso wenig wie Menschen vor der Aufklärung freie Meinungsäußerung oder politische Selbstbestimmung nachvollziehen konnten?
So nachvollziehbar die Argumentation um freie Software vs. Open Source und GNU/Linux vs. Linux im Prinzip ist, so nervig, anstrengend und ermüdend ist die staendige Wiederholung dieses immer gleichen Sermons auch. Zumal die diffizilen semantischen Unterschiede nur die bereits Bekehrten interessiert. Preaching to the Choir.
Man möchte schon aus Lust an der Provokation frech von Open Source und Linux sprechen.
Nicht alles, was sich Stallman so vorstellt, hält einem Abgleich mit der Lebenswirklichkeit stand.
Wo kann man mit Busybox einen Kernel kompilieren ohne auf GNU-Tools zurückzugreifen?
Und mal ehrlich, wenn jetzt hier nur "Linux" verwendet worden wäre statt "GNU/Linux", was ja deiner Meinung nach korrekt ist, dann hätte es auch keinen interessiert...
www.prognulinux.de
militär benutzt linux
polizei benutzt linux
bnd benutzt linux
diktatur benutzt linux
cia/terroristen benutzen linux.....
na toll & nu
finde schon lange man sollte ethisch/moralische gesichtspunkte in der lizenz verankern
;-)
Wer Penne Arrabiata nicht mag, sollte Linux sowieso nicht benutzen dürfen.
Schließlich darf man bei einem so politischen Thema diese auch nicht vergessen. Wer nicht die Grünen wählt, hasst unsere Umwelt und muss nicht Freude an freier Software haben dürfen. Hierzu könnte man gleich die Wahlzettel der DDR verwenden, müsste nur "SED" mit "OSS" austauschen...
Wenn sonst noch jemand freiheitsfördernde Ideen hat, insbesondere solche, die Microsoft noch nicht bedacht hat, ist er herzlich willkommen!
lg
Erik
lg
Erik
Freedom 0 hat schon seinen Sinn.
Wie gut, dass Du keine Entscheidungsgewalt hast.
lg
Erik
"Dr. Evil, wir können die Weltherrschaft nicht mit (GNU)/Linux an uns reißen - die Lizenz verbietet das!" - "Mist. Und nun?" - "Wir müssen Windows benutzen, damit darf man das!" - "Nee, dann lassen wir's lieber sein" ...
;-)
Ich meine, ich hätte da mal was auf N24 gesehen...
Fax

Kann man akzeptieren.
Verglichen mit HP-UX bzw. anderen professionellen UNIX Systemen ist die Systemstabilität nicht schlechter. Eher schon fast das Gegenteil.
mfg unreal