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Di, 11. März 2008, 12:20

Gesellschaft::Politik/Recht

Europäische Unternehmen fordern mehr offene Standards

Die europäischen Open-Source-Unternehmen fordern das Europäische Parlament auf, freie und offene Standards zu unterstützen.

Wie Elmar Geese, Vorsitzender des deutschen Linux-Verbands (LIVE) und Sprecher des europäischen Unternehmensnetzwerks OBOOE, in dem über 800 Unternehmen aus ganz Europa organisiert sind, sagte, zeigt das Ringen um einen offenen Standard für Dokumentaustauschformate einmal mehr, wie wichtig es ist, das Standards nicht der Kontrolle einzelner Unternehmen unterliegen dürfen. »Diskriminierungsfrei nutzbare Standards, die einer öffentlichen Kontrolle unterliegen, sind der Treibstoff, der die Informationstechnologie heute voran treibt. Die Zeit der proprietären 'Quasi-Standards' ist vorbei«, so Geese. Weiter bezeichnet der Vorsitzende des Linux-Verbands die Versuche von Microsoft, die Nutzung von Standards an Gebühren zu binden, als abwegig und abschreckend. »Wer sich in die Abhängigkeit von Monopolisten begibt, die auch Strafen in Milliardenhöhe locker aus der Portokasse bezahlen, gefährdet den Wettbewerb«.

Insbesonders Behörden hätten hier eine Leitfunktion. Immer noch würden deren Dienstleistungsangebote häufig die Nutzung proprietärer Formate und sogar kostenpflichtiger Programme vorausetzen, obwohl hinreichende freie Alternativen zur Verfügung ständen. Das es auch anders gehe, zeige zum Beispiel das Auswärtige Amt in Deutschland. Eine konsequente Policy helfe hier, Interoperabilität zu schaffen, Sicherheit zu verbessern und im Sinne des Steuerzahlers günstig zu wirtschaften.

LIVE und OBOOE rufen deshalb auf, eine Petition für Offene Standards zu unterschreiben, um dem EU-Parlament das weitreichende Interesse europäischer Unternehmen an offenen Standards zu dokumentieren.

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