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Fr, 14. März 2008, 12:35

Software::Kommunikation

Skype 2.0 für Linux freigegeben

Über vier Monate nach der letzten stabilen Version der Telefonie- und Video-Software Skype hat der Hersteller eine neue Version für Linux herausgegeben.

skype.com

Nachdem Skype im November des vergangenen Jahres eine stabile Version veröffentlichte, war die Enttäuschung in der Linux-Gemeinschaft groß. Entgegen früheren Aussagen des Unternehmens schaffte es die Video-Unterstützung nicht in Skype 1.4. Mit Skype 2.0 Beta machte der Hersteller erstmals auch unter Linux die Nutzung von Videotelefonie unter Skype möglich.

Wie das Unternehmen bekannt gab, steht mit einer stabilen Version von Skype 2.0 eine Version der Applikation zum Download bereit, die durch eine Vielzahl an neuen Funktionen die Nutzer zu überzeugen versucht. Neben der Möglichkeit eines Video-Telefonats beherrscht Skype den Vollbildmodus und eine Video-Vorschau. Ferner bietet die aktuelle Version der Anwendung diverse Verbesserungen in der Funktionalität sowie eine verbesserte Audio-Qualität. Darüber hinaus hat der Hersteller laut eigenen Aussagen zahlreiche Fehler der Anwendung korrigiert. Eine Liste aller Neuerungen und Änderungen findet sich in dem ausführlichen Changelog von Skype.

Skype, ein Produkt des gleichnamigen luxemburgischen Unternehmens, das mittlerweile zu eBay gehört, ermöglicht das kostenlose Telefonieren via Internet von PC zu PC, sowie das gebührenpflichtige Telefonieren ins Festnetz oder zu Mobiltelefonen. Die Anwendung ist für Linux, Mac OS X, Microsoft Windows und Pocket PC verfügbar. Laut offiziellen Angaben von Skype wurde die Applikation bereits über 830 Millionen Mal heruntergeladen. Zu Tagesspitzen nutzen über 12 Millionen Anwender die Applikation. Neben einem Client bietet Skype auch Hardware, die direkt auf den proprietären Dienst zugreifen kann.

Die Gespräche unter Skype sind mit AES-256 verschlüsselt, wobei die Schlüssel laut Aussagen des Herstellers mit 1.536 bis 2.048 Bit RSA übertragen werden. Die Software arbeitet hinter den meisten Firewalls und NAT-Routern problemlos, da für die Kommunikation unter anderem eine Variante des STUN-Protokolls und Port 80 und 443 zur Verbindung verwendet wird. Das eigentlich von Skype verwendete Protokoll ist allerdings proprietär und die Dokumentation der Allgemeinheit nicht zugänglich. Über das Skype-API ist es allerdings auch für externe Programme möglich, auf die Funktionen des Skype-Clients und Teilen des Netzwerkes zuzugreifen.

Skype 2.0 für Linux steht ab sofort zum Download bereit. Die Applikation unterstützt über 20 Sprachen und ist für zahlreiche Distributionen bereits vorkompiliert verfügbar. Eine Version für die x86_64-Architektur gibt es nicht. Die Hardware-Voraussetzungen sind im Vergleich zu Version 1.4 gestiegen. Die Applikation setzt mindestens eine 1 GHz schnelle CPU, 256 MB RAM, 20 MB Festplattenspeicher, Soundkarte und Mikrofon sowie eine Video-Kamera mit Xv-Unterstützung voraus. Darüber hinaus werden mindestens Qt 4.2.1, D-Bus 1.0.0 und libasound2 1.0.12 benötigt.

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