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Mo, 17. März 2008, 12:22

Software::Distributionen

Diskettenrouter fli4l in Version 3.2.0 erschienen

Über zwei Jahre nach Version 3.0.0 haben die Entwickler Version 3.2.0 des Diskettenrouters fli4l fertiggestellt.

fli4l ist ein modulares Linux-System, das so kompakt ist, dass es sich noch auf eine Diskette installieren lässt, wenn man nicht zuviele Module hinzufügt. Daneben kann es auf Festplatten oder Flash-Medien installiert werden.

Verwendete fli4l 2.x noch Kernel 2.2 und libc5, um Platz zu sparen und auf eine einzelne Diskette zu passen, wurde in Version 3.0.0 der Umschwung zu Kernel 2.4 vollzogen, der eine sehr viel umfangreichere Hardware-Unterstützung und neue Netzwerk-Optionen brachte. In Version 3.2.0 ist nun Linux 2.6 der Standard-Kernel. Die Mini-Distribution setzt dabei auf den Kernel 2.6.16.56, der von Adrian Bunk auch zwei Jahre nach seinem Erscheinen noch gepflegt wird. Da die Modularisierung erweitert wurde und der Kernel mit seinen Modulen nun ebenfalls ein eigenes Paket ist, können auch andere Kernelversionen angeboten werden, beispielsweise Linux 2.4.32 für spezielle ältere Hardware oder den Einsatz auf Disketten.

Durch die neuen Kernel kommt auch erweiterte Hardware-Unterstützung. Um dem größeren Kernel Rechnung zu tragen, ist dieser nun mit LZMA komprimiert und es ist nun auch möglich, LZMA als Kompression für das rootfs-Archiv sowie das opt-Archiv zu benutzen.

Als weitere Änderung haben die Entwickler Unterstützung für Xen 3.0 eingebaut, so dass man fli4l als Gastsystem in einer virtuellen Maschine unter dem Hypervisor Xen laufen lassen kann.

Um komplexere Routingvarianten zu ermöglichen, wurde von route auf iproute2 umgestellt. Die Funktion als Festplatten-Rettungssystem wurde überarbeitet. Mit einigen WLAN-Karten ist es jetzt auch möglich, virtuelle Access-Points zu betreiben. Das System besitzt nun Anfänge einer Web-Oberfläche für die Konfiguration, beispielsweise für Port-Forwarding, Download der aktuellen Boot-Archive und Ansehen von Logdateien. Das Konsolenmenü wurde dadurch nach Ansicht der Entwickler überflüssig.

Neben diesen Neuerungen wurden auch viele der enthaltenen Programme aktualisiert. Ausführlich findet man die Neuerungen in den Release Notes und in der Zusammenfassung der Änderungen seit Version 3.0.0 beschrieben.

Der Download der Pakete, aus denen man sein Bootmedium erstellen kann, der Patches und der Buildroot-Umgebung zum Hinzufügen eigener Software ist von der Downloadseite des Projekts möglich.

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