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Mi, 19. März 2008, 10:05

Software::Distributionen::Fedora

Fedora 9 entfernt Verweise auf proprietäre Codecs

Der Vorstand der Linux-Distribution Fedora hat beschlossen, in Fedora 9 keinen Hinweis mehr auf proprietäre Multimedia-Codecs der Firma Fluendo zu geben.

Seit Version 8 von Fedora sorgt das Programm Codeina (»Codec Buddy«) dafür, dass Benutzer Codecs, die nicht offiziell mit Fedora ausgeliefert werden können, diese auf einfache Weise nachinstallieren können. Es lädt gemäß den Wünschen der Anwender die nötigen Plugins für GStreamer herunter. Als Quelle für die Codecs wurde die Firma Fluendo angegeben, deren Codecs offiziell lizenziert, aber nicht frei sind. Der Verweis auf unfreie Software fand jedoch bei vielen Mitgliedern der Fedora-Gemeinschaft keinen Beifall.

So hat der Vorstand nun beschlossen, diese Verweise zu entfernen. Lediglich der MP3-Codec von Fluendo, der kostenlos und quelloffen ist, bleibt im Codec-Buddy. Auch MP3 ist aber weiterhin in einigen Ländern von Patenten bedroht.

Die Mehrheit des Vorstands ist offenbar der Ansicht, dass diese Entscheidung im Einklang mit dem Ziel von Fedora steht, keine unfreie Software zu vertreiben. Gegenstimmen gab es bei der Abstimmung nicht. Allerdings beklagen einzelne Personen wie Greg DeKoenigsberg die ihrer Ansicht nach unfaire Behandlung von Fluendo.

Zu den meisten Codecs existieren freie Implementierungen, die jedoch in Ländern, in denen Softwarepatente legal sind, als unlizenziert gelten. Dies ist der wesentliche Grund, warum die meisten Linux-Distributionen diese Codecs nicht mitliefern. Das Fedora-Projekt verweist zwar auf seinen Wiki-Seiten auf diese Codecs, jedoch ohne Angaben von Gründen, warum diese nicht im Hauptarchiv sind.

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