Was ist eigentlich aus der 5.2 geworden? Die war wie die 5.3 in der c't Ausgabe zur Cebit, ist aber auf den Mirror-Servern und auf dem BT-Tracker nie aufgetaucht.
Das ist richtig. Herr Knopper hatte offensichtlich letztes Jahr so viel zu tun, dass aus 5.2.1 nichts mehr wurde. Wegen der fehlenden download-version waren da einige Knoppix-Nutzer sauer auch wegen der Lizenzproblematik. Klaus Knopper hat allerdings - wie man liest - auf der Cebit 2008 Besserung gelobt und mit dem neuen Release 5.3.1 jetzt auch Wort gehalten
Benutze Knoppix für ein engebettetes System, auf dem ein Steuerungsprogramm für Heizungen laufen soll.
Habe dazu bis jetzt immer die ganze CD/DVD kopiert und dann runlevel 2 als startoption geändert, damit nicht der X-Server gestartet wird (wird nicht benötigt). Desweiteren autolog Programm installiert und das Regelprogramm automatisch gestartet beim hochfahren.
Wo gibt es Informationen, welche Dateien man weglassen kann, damit es auch auf kleineren Festplatten läuft oder evtl. auch auf einer CF-Card...?
Wollte evtl. von einer bestehenden Installation nur die benötigten Files auf eine andere Festplatte kopieren und dann mit grub den Bootloader erstellen, das müßte doch gehen, oder?
Mit DSL werden irgendwie nicht die richtigen Einstellungen im Screen vorgenommen. Auch ist da glaube ich noch der 2.4 Kernel ohne Framebuffer... usw... usw...
Ich würde an deiner Stelle es mal mit Damn Small Linux probieren. Das ist ein minimale Live Distribution. Im Gegensatz zu Knoppix wird nicht mal eine komplette CD benötigt. Für Embedded Systeme wäre die besser geeignet.
Soweit ich das sehen kann ist das nur für die ARM Architektur. Knoppix funktioniert ja hervorragend, muß halt nur etwas gestutzt werden für kleinere Festplatten. Das ganze X-System und die Programme dazu brauche ich nicht.
Von Anonymer Feigling am Fr, 28. März 2008 um 13:59 #
Also ich habe ein ganz normales i386-Debian auf einer CF-Karte mit debootstrap installiert. Das ist recht minimal, dann kann man noch die Dinge loswerden die man nicht braucht, die Dinge installieren die man braucht und die CF-Karte einbauen.
Bin im Kernelerstellen nicht so bewandert. Bin froh, daß ich ein Programm welches unter DOS lief nach Linux portiert habe. Könntest Du mir evtl. bei der Kernelerstellung behilflich sein?
Alternativ gibt auch noch Debian-Live. Damit kann man sein eigenes Live-System erstellen mit ausschließlich Paketen die man braucht und persönlicher Konfiguration. Habe so meinen ausgemusterten 128 MB USB-Stick reanimiert mit: Kernel 2.6.24 + Recovery-Tools + Virenscanner + u.v.m aber ohne X-Server.
Schau mal hier: http://debian-live.alioth.debian.org/ http://wiki.debian.org/DebianLive/
Zum installieren reicht: apt-get install live-helper
Steig um auf einen Pentium Extreme oder wie auch immer das Zeugs heutzutage heisst. Schreib dir eine Methode die eine komplizierte mathematische Berechnung ausführt. Die rufst du dann bei Bedarf mit verschiedenen Parametern auf und schwups hast du eine prima Heizungssteuerung
Aktualität und Stabilität. In Testing ist alles was zwei Wochen keine größeren Probleme gemacht hat, aber die brandaktuellen Sachen finden sich in Unstable. Wenn also was, was auf die DVD soll noch nicht in Testing aufgetaucht ist oder in Unstable wesentlich aktueller ist, dann wird auf Unstable statt Testing zurückgegriffen.
Okay, aber einmal installiert hat man dann aber mächtig Probleme mit dem Updaten. Ists dann nicht besser, alles aus einem Zweig zu nehmen (siehe Sidux)?
Also wenn du längerfristig ein stabiles System haben möchtest, dann würde ich lieber gleich Debian stable nehmen. Dauert ewtas länger bei der Installation, kann dafür aber auch so feine Sachen wie RAID und/oder Verschlüsselung einrichten.
Und langfristig hat man weniger ärger bei den Updates.
Ich hatte mal mit debian/stable angefangen. Da würde ich aber von abraten, wenn man auf dem Desktop damit arbeiten will. Zum einen kommt es sehr schnell in die Jahre und ist eigentlich beim Erscheinen schon veraltet wegen des vorlaufenden "Feature-Freeze", wo keine neuen Versionen mehr reinkommen. Wenn man sich dann nur ein wenig für neue Programmversionen interessiert, von denen man irgendwo liest, wird es echt blöd. Ok, heutzutage gibt es verstärkt die Backports, vielleicht kommt man damit dann besser zurecht. Aber da stellt sich mir die Frage, warum nicht direkt ein aktuelleres System nehmen? Wenn man kernel und xorg aktualisiert, um neue Features nutzen zu können, hat man eh kein debian/stable mehr.
Für den Desktop würde ich entweder Ubuntu nehmen, dass immerhin halbjährlich aktualisiert wird oder direkt auf debian/unstable wechseln. Letzteres würde ich momentan in Form von sidux machen, die einem etwas unter die Arme greifen bei Paket-Konflikten, um diese zu vermeiden. Ok, hieran sieht man, dass man sich bei debian/unstable etwas mit der Materie beschäftigen muss. Meistens ist es aber nur das Beachten, ob bei einer Aktualisierung Pakete entfernt würden, so dass man das Aktualisieren doch lieber um paar Tage verschiebt.
debian/testing würde ich dagegen nicht empfehlen. Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Ein Bekannter hatte damit nicht weniger Probleme als sie durchaus bei debian/unstable auftauchen, aber tendenziell ein älteres System, wo Fixes, wenn es denn mal Probleme gibt, länger gebraucht haben, bis sie auftauchten.
>> Da würde ich aber von abraten, wenn man auf dem Desktop damit arbeiten will. Könntest du das mal näher definieren? Scheint mir einfach etwas zu pauschal geschwätzt.
> Ich hatte mal mit debian/stable angefangen. Da würde ich aber von abraten, wenn man auf dem > Desktop damit arbeiten will.
Ganz im Gegenteil, wer auf dem Desktop *arbeiten* will der ist mit Debian stable sehr gut beraten. Denn der will weder alle paar Tage (Debian unstable), noch alle paar Wochen (Debian testing) noch alle halbe Jahre ([K]Ubuntu) eine neue Version seines Desktops haben, sondern er möchte eine stabile Version bei der sich so wenig wie möglich ändert (im Idealfall nur Sicherheitsupdates wie bei Debian stable), so dass er tagtäglich wie gewohnt damit *arbeiten* kann. Denn es behindert ihn in seiner produktiven Arbeit, wenn er alle Nase lang seine Einstellungen anpassen, sich mit geänderter Bedienung zurechtfinden und mit neue Macken herumschlagen muss. Beim Arbeiten zählt nunmal nicht die jeweils aktuellste Version einer Software, sondern dessen Kontinuität im Verhalten und Bedienung.
Was du beschreibst ist das Herumgespiele mit brandaktueller Software. Natürlich ist dass ebenso legitim und wir sind alle froh Leute wie dich zu haben, die immer die aktuellsten Versionen testen und dann hoffentlich reichlich Bugreports schreiben, so dass sich die Software, wenn sie dann etwas "abgehangen" ist und die zahlreichen Bugs entfernt wurden, wieder zum produktiven Arbeiten für die nächsten ein..zwei Jahre eignet.
Es gibt unterschiedliche Anforderungen für unterschiedliche Einsatzzwecke. Das Problem scheint zu sein, die unterschiedlichen Einsatzzwecke namentlich auseinander zu halten.
> Ganz im Gegenteil, wer auf dem Desktop *arbeiten* will der ist mit Debian stable sehr gut beraten.
Wegen der unvorhersagbaren Release-Zyklen bei Debian wuerde ich das eher als mittelpraechtig betrachten. Deswegen wuerde ich an erster Stelle Ubuntu LTS empfehlen.
> Was du beschreibst ist das Herumgespiele mit brandaktueller Software. Natürlich ist dass ebenso legitim und wir sind alle froh Leute wie dich zu haben, die immer die aktuellsten Versionen testen und dann hoffentlich reichlich Bugreports schreiben, so dass sich die Software, wenn sie dann etwas "abgehangen" ist und die zahlreichen Bugs entfernt wurden, wieder zum produktiven Arbeiten für die nächsten ein..zwei Jahre eignet.
Naja, das Problem ist wohl eher, dass bei OSS-Projekten typischerweise die Bugfixes nur in die neueste Version eingebaut werden. Jede Version, die mehr Stabilitaet bringen soll, bringt auch neue Features und neue Probleme. Die "abgehangenen" Versionen werden dadurch keinen Deut stabiler.
Dazu kommt noch das Problem, dass Distributionen alle Software enthalten, also auch die Anwendungen auf dem Stand eingefroren werden, wie die Teile, die man als Betriebsystem bezeichnen kann. Unter Windows oder MacOSX kann ich auch auf einem alten Release problemlos einen aktuellen Firefox installieren, unter Linux wird das auch mal zum Problem.
Das ist zum Teil falsch, zum Teil unvollständig. Die Sicherheitsupdates werden von Debian-stable im Bedarfsfall immer geliefert, gerade aktuell jetzt Iceweasel (=Firefox). Da werden auch die "abgehangenen" Versionen stabiler und sicherer. Natürlich bieten die stabilen Pakete keine neuen Funktionen. Ein gutes Konzept ist es z.B. Backports zu verwenden, wenn man neuere Pakete braucht. Bei Verwendung von debian-unstable "sid" dagegen zieht die Installation eines "aktuellen" Pakets ein ganzes Bündel von abhängigen Paketen mit vielen Unsicherheiten hinter sich her. Ein entsprechendes Konzept hat z.B. Kanotix mit dem eigenen backport-repo. Auch ist noch zusätzlich ein gepatchter Ubuntu-Kernel drauf, was bei neuer Hardware oder Laptops mit wlan usw. sinnvoll ist. Außerdem fließen die kernelbugfixes bei Kanotix wieder zu (k)ubuntu zurück. Somit ist das ein guter Ausgleich zwischen Stabilität und Aktualität. Was Knoppix betrifft, so taugt es halt schon immer nur begrenzt zur Festplatteninstallation, gerade durch den gewollten Sourcenmix können dann eigene updates zum Abenteuer werden. Das ist eh nicht im Sinne des Erfinders, Knoppix ist per se eine Live-Distro.
Kann mir jemand erklären, warum immer mehr Distris auf die Debian-Varianten der Mozilla-Programme umsteigen? Habe das nur gerade bei Knoppix und Zenwalk gelesen. Knoppix basiert ja auf Debian, wenn ich mich ichtig erinnere; insofern ist das mit icedove und -weasel naheliegend. Aber Zenwalk ist doch ein Slackware, oder? D.h. schon ferner der Debian-Pakete.
Von Christopher Bratusek am Fr, 28. März 2008 um 10:45 #
Das Problem war, dass Modifizierte Versionen von Firefox & Co (bugfixes und konfiguration mal ausgenommen) nicht mit offiziellem Branding versehen werden dürfen, dazu gehören Logo und Name. so einfach ist dass.
naja debian hat aus seinem Iceweasel noch code entfernt die nicht dem OSS genügten deshalb kam es dazum streit! und seit dem heißt der FireFox Iceweasel
Soweit ich mich erinnere ging's auch darum, dass Firefox, oder besser die Mozilla Foundation um seine Handelsmarke zu schützen, das Logo (und eventuell andere Markenzeichen) nicht unter eine Lizenz stellen will, die frei genug für Debian ist.
Nachteile hat man bei den Ice-Varianten nicht; man nutzt die gleiche Code-Basis und alle Erweiterungen und Plugins sind kompatibel. Also wäre es zunächst einmal fast egal, allerdings werden die 100,00%-freien Versionen wohl aus ideologischen Gründen verwendet und weil so jeder fragt, warum/weshalb und wieso überhaupt. Das hat doch was
Falsch, Icedove (aus SID) hat sehr wohl Nachteile gegenüber Thunderbird. Z.B. Enigmail funktioniert nicht mit dem Original-Addon. Dafür gibt es eine eigens für Icedove angepasste Version im Debian-Repository.
Interessant. Ich nutze zwar derzeit das Debian-Enigmail mit icedove unter Lenny, meine aber, dass ich unter Etch auch mal das offizielle installiert hatte. Kann aber auch sein, dass ich den originalen Thunderbird unter Etch laufen hatte...
Aber ist das wirklich ein "Nachteil"? Solange die Debian-Version nicht ggü der originalen veraltet... bei SID zumindest eher nicht denkbar.
Es stimmt, dass eine Zeit lang auch das offizielle Enigmail-Addon funktioniert hat. Ab einer bestimmten Version, weiß jetzt leider nicht mehr genau welche, lief es jedoch nicht mehr. Das sollte sich jedoch aus den Bugreports für Icedovea entnehmen lassen.
In SID ist 0.95.0. Offiziell ist 0.95.6. Es liegen ca. ein Jahr Bugfixes dazwischen. Was sich geändert hat, kann man hier nachlesen: http://enigmail.mozdev.org/download/changelog.php#enig0.95.6
SID ala taufrisch trifft hier definitiv nicht mehr zu.
Naja, danke für die Antworten. Ich habe war nicht nach dem Grund für die unterschiedliche Namensgebung gefragt - das ist mir bekannt - aber man konnte doch den Antworten entnehmen, dass das Debian-Projekt offensichtlich eine Version geschaffen hat, die strikter den Grundsätzen Freier Software genügt.
Es wäre aber interessant, ob neben diesen ideellen Aspekten auch Auswirkungen auf den täglichen Einsatz der Software bestehen...
Debian ist unheimlich konseqeuent bei dem Fixen von Sicherhets- und Stabilitäts-Bugs- wenn du ein stabiles und sicheres Linux-System aufsetzen möchtest ist es neben kommerziellenen Systemen wie RedHat und SLED/SLES sicher erste Wahl.
Ich habe schon sehr oft auf Prolinux gelesen, dass Debian Server gechackt wurden. Also ist es nicht das sicherste, denn es gibt nichts was sicher ist. Vor allem wenn man sich anschaut, dass Debian in der stabilen Version uralte Pakete beinhaltet, da kann ja nur etwas schief gehen.
.. sage das nicht ich betreibe den Linux-Humbug seit 1991, vor 3 Tagen komme ich ins Arbeitszimmer rein, und es stinkt! und was soll ich Sagen!? die Haltbarkeit vom apt-get ist abgelaufen Gimp lag leicht Verschrumpelt unter Graphik/Bildbearbeitung, ich möchte auch nicht wissen wie alt der schon gewesen ist ... das ganze macht kein Spass mehr ich will wieder mein VC-20, egal wann ich in eingeschaltet habe der war immer READY :-p Viren hatte ich auch keine, ... und bei Pro-linux hat "DAMALS" keine dummfug geschrieben ...
Dann hättest du Dir auch gleich mit durchlesen sollen, warum der eine oder andere Debian-Server gehackt worden ist. Debian jedenfalls ist so sicher wie es für einen umsichtigen Admin nur sein kann. Das gilt sogar immer noch für die alte Version, Debian Sarge. Hier werden die Sicherheitsupdates erst Ende März (also morgen) eingestellt. Ich freu mich schon aufs Kompilieren!
Nicht schlecht: Nur 3 Sätze, aber alle drei überbieten einander an Blödheit geradezu:
"Ich habe schon sehr oft auf Prolinux gelesen, dass Debian Server gechackt wurden." Aua. Offenbar "chackst" du wenig bis gar nichts.
"Also ist es nicht das sicherste, denn es gibt nichts was sicher ist." Welche Erkenntnis, welche Erleuchtung!
"Vor allem wenn man sich anschaut, dass Debian in der stabilen Version uralte Pakete beinhaltet, da kann ja nur etwas schief gehen." Oh mein Gott. NULL Ahnung, aber sich darüber das Maul zerreißen.
Wegen der fehlenden download-version waren da einige Knoppix-Nutzer sauer auch wegen der Lizenzproblematik. Klaus Knopper hat allerdings - wie man liest - auf der Cebit 2008 Besserung gelobt und mit dem neuen Release 5.3.1 jetzt auch Wort gehalten
Habe dazu bis jetzt immer die ganze CD/DVD kopiert und dann runlevel 2 als startoption geändert, damit nicht der X-Server gestartet wird (wird nicht benötigt). Desweiteren autolog Programm installiert und das Regelprogramm automatisch gestartet beim hochfahren.
Wo gibt es Informationen, welche Dateien man weglassen kann, damit es auch auf kleineren Festplatten läuft oder evtl. auch auf einer CF-Card...?
Wollte evtl. von einer bestehenden Installation nur die benötigten Files auf eine andere Festplatte kopieren und dann mit grub den Bootloader erstellen, das müßte doch gehen, oder?
beruht auch auf Debian und brauch nur 50 MB
Gruss Bernd
Auch ist da glaube ich noch der 2.4 Kernel ohne Framebuffer... usw... usw...
Für Embedded Systeme wäre die besser geeignet.
dsl-hdinstall
das ist die besser Frage! der Support ist deutlich länger! also bei DSL oder bei Knoppix! =
link
Würde das auch mit einem USB-Stick gehen?
die man braucht und persönlicher Konfiguration. Habe so meinen ausgemusterten 128 MB USB-Stick reanimiert mit:
Kernel 2.6.24 + Recovery-Tools + Virenscanner + u.v.m aber ohne X-Server.
Schau mal hier:
http://debian-live.alioth.debian.org/
http://wiki.debian.org/DebianLive/
Zum installieren reicht: apt-get install live-helper
googel det ma.
Klawutke
http://www.uclinux.org/
http://de.wikipedia.org/wiki/ΜClinux
Oder NetBSD.
Wäre auch einen Versuch wert.
"verwendet Pakete aus den Zweigen testing und unstable"
kann mir jemand mal erklären, warum ein solches Gemisch?
Hat das irgendwelche Vorteile?
Grütze
Wenn also was, was auf die DVD soll noch nicht in Testing aufgetaucht ist oder in Unstable wesentlich aktueller ist, dann wird auf Unstable statt Testing zurückgegriffen.
aber einmal installiert hat man dann aber mächtig Probleme mit dem Updaten.
Ists dann nicht besser, alles aus einem Zweig zu nehmen (siehe Sidux)?
Grütze
Und langfristig hat man weniger ärger bei den Updates.
Für den Desktop würde ich entweder Ubuntu nehmen, dass immerhin halbjährlich aktualisiert wird oder direkt auf debian/unstable wechseln. Letzteres würde ich momentan in Form von sidux machen, die einem etwas unter die Arme greifen bei Paket-Konflikten, um diese zu vermeiden. Ok, hieran sieht man, dass man sich bei debian/unstable etwas mit der Materie beschäftigen muss. Meistens ist es aber nur das Beachten, ob bei einer Aktualisierung Pakete entfernt würden, so dass man das Aktualisieren doch lieber um paar Tage verschiebt.
debian/testing würde ich dagegen nicht empfehlen. Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Ein Bekannter hatte damit nicht weniger Probleme als sie durchaus bei debian/unstable auftauchen, aber tendenziell ein älteres System, wo Fixes, wenn es denn mal Probleme gibt, länger gebraucht haben, bis sie auftauchten.
Könntest du das mal näher definieren? Scheint mir einfach etwas zu pauschal geschwätzt.
mfg Micha
> Desktop damit arbeiten will.
Ganz im Gegenteil, wer auf dem Desktop *arbeiten* will der ist mit Debian stable sehr gut beraten. Denn der will weder alle paar Tage (Debian unstable), noch alle paar Wochen (Debian testing) noch alle halbe Jahre ([K]Ubuntu) eine neue Version seines Desktops haben, sondern er möchte eine stabile Version bei der sich so wenig wie möglich ändert (im Idealfall nur Sicherheitsupdates wie bei Debian stable), so dass er tagtäglich wie gewohnt damit *arbeiten* kann. Denn es behindert ihn in seiner produktiven Arbeit, wenn er alle Nase lang seine Einstellungen anpassen, sich mit geänderter Bedienung zurechtfinden und mit neue Macken herumschlagen muss. Beim Arbeiten zählt nunmal nicht die jeweils aktuellste Version einer Software, sondern dessen Kontinuität im Verhalten und Bedienung.
Was du beschreibst ist das Herumgespiele mit brandaktueller Software. Natürlich ist dass ebenso legitim und wir sind alle froh Leute wie dich zu haben, die immer die aktuellsten Versionen testen und dann hoffentlich reichlich Bugreports schreiben, so dass sich die Software, wenn sie dann etwas "abgehangen" ist und die zahlreichen Bugs entfernt wurden, wieder zum produktiven Arbeiten für die nächsten ein..zwei Jahre eignet.
Es gibt unterschiedliche Anforderungen für unterschiedliche Einsatzzwecke. Das Problem scheint zu sein, die unterschiedlichen Einsatzzwecke namentlich auseinander zu halten.
Wegen der unvorhersagbaren Release-Zyklen bei Debian wuerde ich das eher als mittelpraechtig betrachten. Deswegen wuerde ich an erster Stelle Ubuntu LTS empfehlen.
> Was du beschreibst ist das Herumgespiele mit brandaktueller Software. Natürlich ist dass ebenso legitim und wir sind alle froh Leute wie dich zu haben, die immer die aktuellsten Versionen testen und dann hoffentlich reichlich Bugreports schreiben, so dass sich die Software, wenn sie dann etwas "abgehangen" ist und die zahlreichen Bugs entfernt wurden, wieder zum produktiven Arbeiten für die nächsten ein..zwei Jahre eignet.
Naja, das Problem ist wohl eher, dass bei OSS-Projekten typischerweise die Bugfixes nur in die neueste Version eingebaut werden. Jede Version, die mehr Stabilitaet bringen soll, bringt auch neue Features und neue Probleme. Die "abgehangenen" Versionen werden dadurch keinen Deut stabiler.
Dazu kommt noch das Problem, dass Distributionen alle Software enthalten, also auch die Anwendungen auf dem Stand eingefroren werden, wie die Teile, die man als Betriebsystem bezeichnen kann. Unter Windows oder MacOSX kann ich auch auf einem alten Release problemlos einen aktuellen Firefox installieren, unter Linux wird das auch mal zum Problem.
Die Sicherheitsupdates werden von Debian-stable im Bedarfsfall immer geliefert, gerade aktuell jetzt Iceweasel (=Firefox). Da werden auch die "abgehangenen" Versionen stabiler und sicherer. Natürlich bieten die stabilen Pakete keine neuen Funktionen.
Ein gutes Konzept ist es z.B. Backports zu verwenden, wenn man neuere Pakete braucht. Bei Verwendung von debian-unstable "sid" dagegen zieht die Installation eines "aktuellen" Pakets ein ganzes Bündel von abhängigen Paketen mit vielen Unsicherheiten hinter sich her.
Ein entsprechendes Konzept hat z.B. Kanotix mit dem eigenen backport-repo. Auch ist noch zusätzlich ein gepatchter Ubuntu-Kernel drauf, was bei neuer Hardware oder Laptops mit wlan usw. sinnvoll ist. Außerdem fließen die kernelbugfixes bei Kanotix wieder zu (k)ubuntu zurück.
Somit ist das ein guter Ausgleich zwischen Stabilität und Aktualität. Was Knoppix betrifft, so taugt es halt schon immer nur begrenzt zur Festplatteninstallation, gerade durch den gewollten Sourcenmix können dann eigene updates zum Abenteuer werden. Das ist eh nicht im Sinne des Erfinders, Knoppix ist per se eine Live-Distro.
Was ist an den Debian-Varianten so toll?
Z.B. Enigmail funktioniert nicht mit dem Original-Addon. Dafür gibt es eine eigens für
Icedove angepasste Version im Debian-Repository.
Andere Addons hingegen funktionieren einwandfrei.
Aber ist das wirklich ein "Nachteil"? Solange die Debian-Version nicht ggü der originalen veraltet... bei SID zumindest eher nicht denkbar.
Ab einer bestimmten Version, weiß jetzt leider nicht mehr genau welche, lief es jedoch nicht mehr.
Das sollte sich jedoch aus den Bugreports für Icedovea entnehmen lassen.
In SID ist 0.95.0. Offiziell ist 0.95.6. Es liegen ca. ein Jahr Bugfixes dazwischen.
Was sich geändert hat, kann man hier nachlesen:
http://enigmail.mozdev.org/download/changelog.php#enig0.95.6
SID ala taufrisch trifft hier definitiv nicht mehr zu.
Schönes Wochenende
Es wäre aber interessant, ob neben diesen ideellen Aspekten auch Auswirkungen auf den täglichen Einsatz der Software bestehen...
Gruß
-ganz-klein-Willi-
Debian jedenfalls ist so sicher wie es für einen umsichtigen Admin nur sein kann.
Das gilt sogar immer noch für die alte Version, Debian Sarge. Hier werden die Sicherheitsupdates erst Ende März (also morgen) eingestellt.
Ich freu mich schon aufs Kompilieren!
"Ich habe schon sehr oft auf Prolinux gelesen, dass Debian Server gechackt wurden."
Aua. Offenbar "chackst" du wenig bis gar nichts.
"Also ist es nicht das sicherste, denn es gibt nichts was sicher ist."
Welche Erkenntnis, welche Erleuchtung!
"Vor allem wenn man sich anschaut, dass Debian in der stabilen Version uralte Pakete beinhaltet, da kann ja nur etwas schief gehen."
Oh mein Gott. NULL Ahnung, aber sich darüber das Maul zerreißen.