Es ist unglaublich... das ist einfach nur krank, dass Microsoft mit sowas durchkommt. Ich hoffe, die EU-Untersuchungen bringen da noch einiges zu Tage. Ist es möglich, den Standard im nachhinein zu widerrufen?
... mit Geld ist eben ALLES möglich und MS hat sicherlich so viel davon, dass sie die Zahl, die sie diese Aktion vielleicht gekostet haben mag, in der Summe gar nicht wahr nehmen.
Jaja - so ist das nunmal. (fast) Jeder hat es, (fast) jeder will es.. MICROSOFT! Solange noch (fast) jeder meint dass MS eine heilige Kuh am Softwaremarkt ist - so lange werden sie damit durchkommen und mehr und mehr Schotter mit dem Geld und Glauben Anderer verdienen. Ganz klar :)
/me holt sich jetzt einen Kaffee und macht seine Arbeit weiter. Und das mit < 5% MS in seiner unmittelbaren Umgebung. Zum Glück gibt es andere Wege...
Das Schlimmste ist aber, dass Microsoft mit dem vielen Geld und geschickten Marketing selbst IT-Entscheider über die Unzulänglichkeiten der Microsoft Produkte immer wieder hinwegsehen lässt. Jetzt können die sogar mit der gekauften ISO-Zertifizierung noch besser Bauernfängerei betreiben.
... wie man sieht kann MS mit den Leuten machen was sie wollen.
und mal so richtig lustig fänd' ich es, wenn MS jetzt direkt wieder alle Leute zurück zieht die sie dort integriert haben. So richtig um die Öffentlichkeit vorzuführen und der IT zu zeigen das sie unfähig ist einen Softwareriesen a la MS davon abzuhalten Schundluder zu betreiben. Einfach alle wieder abziehen - man hat ja erreicht was man wollte. Der Rest interessiert nicht. MS-Style halt
Von Daniel Baumann am Do, 3. April 2008 um 09:33 #
Das wird vermutlich sowieso automatisch passieren. MS hat ihren Goldpartnern die Jahresgebuehr der Mitgliedschaft in den nationalen Standardgremien bezahlt - ich denke nicht dass MS dies 'unnoetigerweise' ein weiteres Jahr tun wird, und die Goldpartner selbst werden wohl auch kein weiteres Interesse an der Mitgliedschaft haben.
Wenn es sich herausstellen sollte, dass Microsoft tatsächlich hier unerlaubt Einfluss genommen hat, kann man Microsoft dann nicht das nächste mal komplett den Zugang zur ISO verweigern?
Es heißt ja immer, die Deutschen hätten keinen Erfindergeist mehr. Um dem entgegenzuwirken präsentiere ich heute meine Produktidee: 00(Null-Null)XML, das flauschig weiche, vierlagige, bedruckte Toilettenpapier. 6000 Blatt Spezifikation zum Arsch abwischen, ab sofort im gut sortierten Supermarkt. Und als Dreingabe für die ersten 6000 Kunden "Die 100 wichtigsten Argumente für OOXML, ein Kompendium für Entscheider in drei Aufzügen" - der unterhaltsame Spaß für die längeren Sitzungen.
Ganz so unrecht hat er nicht, denn wir dürfen nicht vergessen, dass ein gewisser Druck in der Industrie für wirklich interoperable Standards da ist. Ohne diesen Druck hätte es nie eine Zertifizierung von ODF gegeben. Diese Leute (und hoffentlich mehr - ich kenne genug Leute mit IT-Bezug, die durch das OOXML-Zertifizierungsverfahren erst mal richtig "wach" geworden sind) werden mit Sicherheit auf keinen "Standard" setzen, der das Papier nicht wert ist, was er verschwendet.
"Bereits seit geraumer Zeit arbeiten Novell und Microsoft im Bereich "Office Open XML" zusammen, Microsofts XML-basierten Office-Dateiformat. In der ECMA-Arbeitsgruppe TC45 haben Microsoft- und Novell-Techniker an der Spezifikation des Formats gearbeitet, um eine Interoperabilität von Microsoft Office und OpenOffice.org sicherzustellen. Novell will den notwendigen Code schreiben, um Office Open XML in OpenOffice.org zu unterstützen und diesen dem Projekt zur Verfügung stellen. Selbst wird Novell ein entsprechendes Plug-In mit seiner Version von OpenOffice.org ausliefern."
golem 2006 http://www.golem.de/0611/48745.html
"Bei der Office-Interoperabilität wird es um die Kompatibilität von Dokumentformaten gehen. Sowohl Microsoft als auch Novell haben nach eigenen Worten an verbesserter Interoperabilität gearbeitet. Nun wollen sie gemeinsam an neuen Methoden arbeiten, den Dokumentenaustausch zu verbessern. Dazu sollen auch »Übersetzer« gehören, die die Formate konvertieren können." Pro-Linux 2006 http://www.pro-linux.de/news/2006/10428.html
Auch Novell kann nicht auf einer 0 eine 1 machen, eine OOXML-Implementierung auf dem Stand von MS Office hinzubekommen ohne auf irgendwelchen MS-Komponenten zu basieren, das muss man mir erst mal zeigen, damit ich an sowas glaube, ehrlich.
Von Sierk Bornemann am Mi, 2. April 2008 um 11:46 #
> Und Novell ist Steigbügelhalter.
Du willst Dir auf der betreffenden Projektseite bitte mal anschauen, wer an diesem Projekt außer Novell und Microsoft ebenfalls mitarbeitet: http://odf-converter.sourceforge.net/#contributors
Zudem verweise ich u.a. auf die unter MacOSX von vielen favorisierte Version von OpenOffice, NeoOffice (weil mit nativen Aqua Bedien-Elementen funktionierend und keine X11-Unterstützung braucht), welches genau diesen von Dir kritisierten ODF-Konverter verwendet, um eben neue Microsoft-Dokumente besser lesen und schreiben zu können: http://www.neooffice.org/neojava/de/features.php
Das sich in Arbeit befindliche OpenOffice 3.0 wird diese OOXML-Unterstützung dann ebenfalls ganz offiziell und für alle Plattformen anbieten, wie man u.a. auf http://www.oooninja.com/2008/03/openofficeorg-30-new-features.html nachlesen kann.
Reg' dich also ab und kritisiere bitte *konstruktiv*, statt dich in einseitigem Novell-Bashing, welches keinem nützt und vielen schadet (nämlich der gesamten Linux- und Open-Source Community) zu ergehen.
U.a. die Tatsache, dass erstens nicht Novell und Microsoft allein an dem von Microsoft gegründeten Projekt teilnehmen und zu dem Projekt beitragen, sondern ein paar andere Firmen auch -- auch Firmen mit offenbar langjährigen Open-Source-Erfahrungen. Und die Tatsache, dass dieses Plugin offenbar nicht nur von Novell in seinen OpenOffice-Versionen verwendet wird, sondern auch von anderen OpenOffice-Firmen/-Projekten (z.B. NeoOffice -- gegründet von ehemaligen OpenOffice-Entwicklern) bzw. ab Version OOo3.0 wohl auch von OpenOffice.org selber.
Würde man Novell hier in breiter Übereinstimmung als "bösen" Steigbügelhalter sehen, so würde dieses Plugin wohl kaum weitere Zuträger haben bzw. Verwender haben außer Novell selbst und evtl. Microsoft. Da dem ganz offensichtlich nicht so ist, ist hier der begriff "Steigbügelhalter" allein Novell betreffend wohl etwas einseitig, oder meinst Du nicht auch, dass, wenn Du dieses Wort unbedingt verwenden willst, dann nicht alle gemeinsam, die an diesem Plugin mitentwickeln und es irgendwo auf irgendeine Weise einsetzen, incl. OpenOffice.org selber und NeoOffice.org, als "Steigbügelhalter" bezeichnet werden müssten und nicht Novell alleine? Zumal ich gespannt bin und es im Moment ehrlich gesagt nicht genau weiß, wie sich andere Linux-Distributoren gegenüber diesem Plugin verhalten oder verhalten werden bzw. wie sie sich gegenüber OO.o 3.x verhalten werden, wenn dieses offenbar standardmäßig OOXML-Unterstützung aufgrund dieses Plugins mitbringen wird. Werden Debian und/oder Ubuntu hier aus Protest einen Sonderweg gehen? Oder werden sie das einsetzen, was geliefert wird (und am Ende dem Anwender möglicherweise nützt, weil er es evtl. brauchen kann) und woran u.a. auch Novell mitgearbeitet hat? Oder wird man sich aus Protest gegen den Ach-so-bösen-Steigbügelhalter gegen dieses Plugin entscheiden bzw. diese Funktionalität aus OO.o 3.0 herauslösen und entweder getrennt oder gar nicht anbieten? In dem Fall: wer stünde im Vordergrund -- der Anwender mit seinen Bedürfnissen (und seien sie auch nur evtl. vorhanden) oder das Prinzip bzw. das eigene Dogma?
Danke für die Erklärung. Der letzte Abschnitt deiner Erklärung lässt erwarten, das es kompliziert wird. Immer wenn Microsoft involviert ist, wird es kompliziert und meist gib es Ärger.
Du magst recht haben. Andererseits wird's meistens auch dann kompliziert und gibt Ärger, wenn's dogmatisch wird und jeder versucht, kompromisslos auf seinem Standpunkt zu verharren, anstatt eine Lösung zu finden, die *alle* zufriedenstellt. Gerade im Debian-Lager hat man das sicher reichlich Erfahrung sammeln können. Nach außen hin und nach innen hin ebenfalls.
Die anderen Firmen haben im Auftrag und mit Bezahlung von Microsoft an dem ODF-Converter gearbeitet. OpenOffice.org hat den ODF-Converter offiziell als ungenügend und zu langsam abgelehnt und 3.0 wird mit einer eigenen C++-Implementierung aufwarten.
Microsoft Office 2007 (also called Office Open XML) file formats include .docx, .pptx, and .xlsx. Despite the similarity in names, these formats are significantly different than the Microsoft Office formats used since 1997. OpenOffice.org 3 will offer native read and write support.
Es geht Microsoft darum, dass OOXML (bzw. Office 2007) bei Ausschreibungen berücksichtigt wird. Wäre OOXML kein ISO Standard, dann würde in vielen Fällen nur ODF Software berücksichtigt.
Entweder müsste Microsoft also ODF integrieren oder eben einen anderen ISO Standard. Das Ergebnis ist bekannt...
Mit anderen Worten: Es ging Microsoft nur darum dies zu erreichen ohne das eigene Monopol zu gefährden. Leider wird das wohl auch gelingen.
>Es geht Microsoft darum, dass OOXML (bzw. Office 2007) bei Ausschreibungen berücksichtigt wird.
Wobei die Berücksichtigung aber inkonsequent wäre, da Office 2007 gar kein ISO-OOXML implementiert, schon gar nicht mit den noch durchzuführenden Änderungen.
>Und falls nicht, reicht hier vermutlich ein kleinerer Alukoffer aus Redmond.
Wieviel da reinpassen wird...? Man kann doch auch einen Scheck nehmen, oder? Aber schon klar, Mafiamäßig, keine sichtbaren Spuren...
Ich werde aber odf nutzen und nach meiner Nase wird jeder Tanzen, meine Norm heißt offene Dateiformate nehmen, kein OOXML.
Kann mich eigentlich jemand, wenn ich mich nicht dran halte? Also hat die DIN (e.V.) irgentwie die Möglichkeit jemanden abzumahnen, weil jemand die Norm nicht befolgt? Ich sehe Gefahr bei behörden, wenn man da mit nicht-offenen Formaten ankommt, die nutzen zwar fast (außer München) MS-Produkte aber das ist kein Grund mal openoffice zu starten oder die odf zu impotieren, aber leider sind selbst die IT-"Fach"leute zu inkompatibel dazu.
So wie ich das verstehe gibt es bein Standard Norge zwei Entscheidungs-"Ebenen", deren Abstimmungsverhalten in das Endresultat eingeflossen sind (vgl. Rechtfertigunserklärung §10, Punkt 1): das Standardisierungsgremium selbst und eine nicht näher definierte Menge an IT-Entscheidern aus Wirtschaft und Gesellschaft, die im Rahmen einer formalen Anhörung den Entscheidungsprozess kommentieren.
Während ersteres klar gegen eine Befürwortung des OOXML-Standards votiert hat, kamen von letzteren eben 80% Zustimmung. Und, wie das Gremium ja anführt, auch wenn von diesen 80% die meisten Kommentare offensichtlich von Microsoft gesponsorte vorformulierte Textbausteine enthielten müssen diese laut den Regularien von Standard Norge im Entscheidungsprozess berücksichtigt werden.
Daher unterm Strich ein "Ja" aus Norwegen, auch wenn's zum k...n ist.
Ne sorry das können wir mit unseren professionellen ms software nicht öffnen. Außerdem kann ihr komisches open source programm doch auch in dem anderen iso format, ooxml, speichern oder?
So viel Geld für Software ausgegeben, dass "ihr" euch kein neues Keyboard kaufen könnt? "Eure" Tastatur ist nämlich kaputt. Vielleicht aber auch nur die Shift- Tasten... wer weiß...
Und das ist kein April Scherz? Ich hab mir die news nicht ganz durchgelesen bin einfach zu geschockt! am liebestens würde ich fluchen aber ändert ja eh nuxs.
Unglaublich. Jetzt sollten alle am selben Strang ziehen, und die Benutzung von OOXML verweigern. Auch wenn einige Kunden das verlangen. Man gibt ihnen auch kein Messer zum Selbstmord. Geistig schwache müssen geschützt werden.
Heise schreibt: "Ein Großteil der Arbeit steht für Microsoft aber noch aus. So haben 36 Länder und Standardisierungsorganisationen ihrem abschließenden Votum bei der ISO-Endrunde zur OOXML-Standardisierung erneut umfangreiche technische Kommentare hinzugefügt, die von Microsoft noch zu berücksichtigen sind.Der Konzern wird nicht umhinkommen, für die voraussichtliche erste Implementierung des "neuen" OOXML das bisherige Office-Standardspeicherformat gründlich umzubauen."
Wenn ich das richtig verstehe, darf OOXML offiziell erst das ISO-Siegel tragen, wenn die Änderungen eingeflossen sind. Und das kann m. E. dauern. Bis dahin gibt es keine ISO-konforme OOXML-Implementation.
Bis dahin gibt es keine ISO-konforme OOXML-Implementation.
Auch danach ist es ziemlich unwahrscheinlich, da zum Beispiel Microsoft angekündigt hat, zumindest in der aktuellen Office Version keine Umsetzung des Standards zu machen. Kann natürlich sein, dass es jemand anderer macht, aber ich halte das für noch unwahrscheinlicher
Die Firma unterstützt nicht mal selber das Format was sie eingereicht haben.
Oh, das schon. Aber nicht das was schlussendlich als ISO Standard aufgenommen werden wird. Letzteres muss nämlich noch an einigen Stellen umgebaut werden (über 1000 bestätigte Änderungen) und Microsoft hat bereits klar gestellt, diese Änderungen nicht zu übernehmen, zumindest nicht in der aktuellen Office Version.
ja was soll man da noch sagen, geld regiert die welt punkt aus amen.
Wenn ich mal kinder haben sollte, aber wer kann sich das heute noch leisten (geld/zeit) werd ich denen beibringen das die welt korrupt ist und das das die neuen höheren werte sind, damit kann man geld machen und es wird in unser gesellschaft nicht verhindert oder bestraft.
Daher bekomme ich wohl besser keine Kinder, den ich könnte denen nicht irgendwelche märchen oder heile welt vorspielen wie es heute noch gang und gebe ist (zumindest bis die kinder in die schule kommen)
So wie ich das sehe haben u.a. CHINA, INDIEN, BRASILIEN gegen OOXML gestimmt. Da kommt doch Hoffnung auf, gerade bei China... wäre super, wenn die für die Behördenkommunikation ODF vorschreiben. Das wären dann Länder mit ca. 50% der Weltbevölkerung. Also noch Hoffnung :-).
Ich denke, MS hat diese Aktion richtig Geld gekostet. Aber bei den Milliardengewinnen fallen ein paar Hundert Millionen nicht in's Gewicht.
Schon komisch, dass das kommunistische China für NEIN stimmt und die ach so demokratischen westlichen Staaten im Sumpf der Korruption und Manipulation versinkt und für JA stimmt.
Echt ne Frechheit. Hoffentlich hat das M$ richtig Schotter gekostet
und MS hat sicherlich so viel davon, dass sie die Zahl, die sie diese Aktion vielleicht gekostet haben mag, in der Summe gar nicht wahr nehmen.
Jaja - so ist das nunmal. (fast) Jeder hat es, (fast) jeder will es.. MICROSOFT! Solange noch (fast) jeder meint dass MS eine heilige Kuh am Softwaremarkt ist - so lange werden sie damit durchkommen und mehr und mehr Schotter mit dem Geld und Glauben Anderer verdienen. Ganz klar :)
/me holt sich jetzt einen Kaffee und macht seine Arbeit weiter. Und das mit < 5% MS in seiner unmittelbaren Umgebung. Zum Glück gibt es andere Wege...
Schaut euch mal hier die Grafiken an: www.noooxml.org
und mal so richtig lustig fänd' ich es, wenn MS jetzt direkt wieder alle Leute zurück zieht die sie dort integriert haben. So richtig um die Öffentlichkeit vorzuführen und der IT zu zeigen das sie unfähig ist einen Softwareriesen a la MS davon abzuhalten Schundluder zu betreiben.
Einfach alle wieder abziehen - man hat ja erreicht was man wollte. Der Rest interessiert nicht. MS-Style halt
Das ist doch Kasperletheater.
Wer macht mit?
lg
Erik
Fax

Ich finde es sehr passend, dass auf den GELDscheinen der Amis "In God We Trust" steht.
Bei 90% Marktanteil kann es Microsoft egal sein, ob deren Dokumentenformat von anderen "interoperiert" werden kann.
lg
Erik
"Bereits seit geraumer Zeit arbeiten Novell und Microsoft im Bereich "Office Open XML" zusammen, Microsofts XML-basierten Office-Dateiformat. In der ECMA-Arbeitsgruppe TC45 haben Microsoft- und Novell-Techniker an der Spezifikation des Formats gearbeitet, um eine Interoperabilität von Microsoft Office und OpenOffice.org sicherzustellen. Novell will den notwendigen Code schreiben, um Office Open XML in OpenOffice.org zu unterstützen und diesen dem Projekt zur Verfügung stellen. Selbst wird Novell ein entsprechendes Plug-In mit seiner Version von OpenOffice.org ausliefern."
golem 2006 http://www.golem.de/0611/48745.html
"Bei der Office-Interoperabilität wird es um die Kompatibilität von Dokumentformaten gehen. Sowohl Microsoft als auch Novell haben nach eigenen Worten an verbesserter Interoperabilität gearbeitet. Nun wollen sie gemeinsam an neuen Methoden arbeiten, den Dokumentenaustausch zu verbessern. Dazu sollen auch »Übersetzer« gehören, die die Formate konvertieren können."
Pro-Linux 2006 http://www.pro-linux.de/news/2006/10428.html
Und Novell ist Steigbügelhalter.
lg
Erik
Bis dahin ist dann sicher ooxml2 aktuell ...
(*.doc hat ja auch lang gedauert bis es gut funktioniert hat).
Das dürfte derzeit ziemlich leicht sein, da es noch keine MS Office Version gibt, die das Format implementiert.
Du willst Dir auf der betreffenden Projektseite bitte mal anschauen, wer an diesem Projekt außer Novell und Microsoft ebenfalls mitarbeitet:
http://odf-converter.sourceforge.net/#contributors
Zudem verweise ich u.a. auf die unter MacOSX von vielen favorisierte Version von OpenOffice, NeoOffice (weil mit nativen Aqua Bedien-Elementen funktionierend und keine X11-Unterstützung braucht), welches genau diesen von Dir kritisierten ODF-Konverter verwendet, um eben neue Microsoft-Dokumente besser lesen und schreiben zu können:
http://www.neooffice.org/neojava/de/features.php
Das sich in Arbeit befindliche OpenOffice 3.0 wird diese OOXML-Unterstützung dann ebenfalls ganz offiziell und für alle Plattformen anbieten, wie man u.a. auf http://www.oooninja.com/2008/03/openofficeorg-30-new-features.html nachlesen kann.
Reg' dich also ab und kritisiere bitte *konstruktiv*, statt dich in einseitigem Novell-Bashing, welches keinem nützt und vielen schadet (nämlich der gesamten Linux- und Open-Source Community) zu ergehen.
U.a. die Tatsache, dass erstens nicht Novell und Microsoft allein an dem von Microsoft gegründeten Projekt teilnehmen und zu dem Projekt beitragen, sondern ein paar andere Firmen auch -- auch Firmen mit offenbar langjährigen Open-Source-Erfahrungen. Und die Tatsache, dass dieses Plugin offenbar nicht nur von Novell in seinen OpenOffice-Versionen verwendet wird, sondern auch von anderen OpenOffice-Firmen/-Projekten (z.B. NeoOffice -- gegründet von ehemaligen OpenOffice-Entwicklern) bzw. ab Version OOo3.0 wohl auch von OpenOffice.org selber.
Würde man Novell hier in breiter Übereinstimmung als "bösen" Steigbügelhalter sehen, so würde dieses Plugin wohl kaum weitere Zuträger haben bzw. Verwender haben außer Novell selbst und evtl. Microsoft. Da dem ganz offensichtlich nicht so ist, ist hier der begriff "Steigbügelhalter" allein Novell betreffend wohl etwas einseitig, oder meinst Du nicht auch, dass, wenn Du dieses Wort unbedingt verwenden willst, dann nicht alle gemeinsam, die an diesem Plugin mitentwickeln und es irgendwo auf irgendeine Weise einsetzen, incl. OpenOffice.org selber und NeoOffice.org, als "Steigbügelhalter" bezeichnet werden müssten und nicht Novell alleine?
Zumal ich gespannt bin und es im Moment ehrlich gesagt nicht genau weiß, wie sich andere Linux-Distributoren gegenüber diesem Plugin verhalten oder verhalten werden bzw. wie sie sich gegenüber OO.o 3.x verhalten werden, wenn dieses offenbar standardmäßig OOXML-Unterstützung aufgrund dieses Plugins mitbringen wird.
Werden Debian und/oder Ubuntu hier aus Protest einen Sonderweg gehen? Oder werden sie das einsetzen, was geliefert wird (und am Ende dem Anwender möglicherweise nützt, weil er es evtl. brauchen kann) und woran u.a. auch Novell mitgearbeitet hat? Oder wird man sich aus Protest gegen den Ach-so-bösen-Steigbügelhalter gegen dieses Plugin entscheiden bzw. diese Funktionalität aus OO.o 3.0 herauslösen und entweder getrennt oder gar nicht anbieten? In dem Fall: wer stünde im Vordergrund -- der Anwender mit seinen Bedürfnissen (und seien sie auch nur evtl. vorhanden) oder das Prinzip bzw. das eigene Dogma?
Danke für die Erklärung.
Der letzte Abschnitt deiner Erklärung lässt erwarten, das es kompliziert wird.
Immer wenn Microsoft involviert ist, wird es kompliziert und meist gib es Ärger.
In Bezug auf dogmatisch, Lösung für alle, will das also heißen : Nach dem Ärger, ist vor dem Ärger.
Quelle:
http://www.oooninja.com/2008/03/openofficeorg-30-new-features.html
Es geht Microsoft darum, dass OOXML (bzw. Office 2007) bei Ausschreibungen berücksichtigt wird.
Wäre OOXML kein ISO Standard, dann würde in vielen Fällen nur ODF Software berücksichtigt.
Entweder müsste Microsoft also ODF integrieren oder eben einen anderen ISO Standard.
Das Ergebnis ist bekannt...
Mit anderen Worten: Es ging Microsoft nur darum dies zu erreichen ohne das eigene Monopol zu gefährden.
Leider wird das wohl auch gelingen.
Wobei die Berücksichtigung aber inkonsequent wäre, da Office 2007 gar kein ISO-OOXML implementiert, schon gar nicht mit den noch durchzuführenden Änderungen.
Und falls nicht, reicht hier vermutlich ein kleinerer Alukoffer aus Redmond.
Wieviel da reinpassen wird...?
Man kann doch auch einen Scheck nehmen, oder?
Aber schon klar, Mafiamäßig, keine sichtbaren Spuren...
Ich werde aber odf nutzen und nach meiner Nase wird jeder Tanzen, meine Norm heißt offene Dateiformate nehmen, kein OOXML.
Kann mich eigentlich jemand, wenn ich mich nicht dran halte? Also hat die DIN (e.V.) irgentwie die Möglichkeit jemanden abzumahnen, weil jemand die Norm nicht befolgt? Ich sehe Gefahr bei behörden, wenn man da mit nicht-offenen Formaten ankommt, die nutzen zwar fast (außer München) MS-Produkte aber das ist kein Grund mal openoffice zu starten oder die odf zu impotieren, aber leider sind selbst die IT-"Fach"leute zu inkompatibel dazu.
80% Nein + 10*10^7 an die Kommission = JA
Während ersteres klar gegen eine Befürwortung des OOXML-Standards votiert hat, kamen von letzteren eben 80% Zustimmung. Und, wie das Gremium ja anführt, auch wenn von diesen 80% die meisten Kommentare offensichtlich von Microsoft gesponsorte vorformulierte Textbausteine enthielten müssen diese laut den Regularien von Standard Norge im Entscheidungsprozess berücksichtigt werden.
Daher unterm Strich ein "Ja" aus Norwegen, auch wenn's zum k...n ist.
"Sicher, ich schicke Ihnen das Dokument im ISO Standard noch heute zu ..."
"Sicher, ich schicke Ihnen das Dokument im ISO Standard noch heute zu ..."
Warum sollte man das jetzt nicht mehr sagen können?
Ist denn ODF jetzt kein ISO-Standard mehr?
am liebestens würde ich fluchen aber ändert ja eh nuxs.
Standar_d_.
Und ja, das ist es, das nützt Dir aber nichts, wenn Dein Kunde mit einem .docx oder dem Wunsch nach OOXML-Support ankommt.
lg
Erik
Jetzt sollten alle am selben Strang ziehen, und die Benutzung von OOXML verweigern. Auch wenn einige Kunden das verlangen. Man gibt ihnen auch kein Messer zum Selbstmord. Geistig schwache müssen geschützt werden.
Wenn ich das richtig verstehe, darf OOXML offiziell erst das ISO-Siegel tragen, wenn die Änderungen eingeflossen sind. Und das kann m. E. dauern. Bis dahin gibt es keine ISO-konforme OOXML-Implementation.
Auch danach ist es ziemlich unwahrscheinlich, da zum Beispiel Microsoft angekündigt hat, zumindest in der aktuellen Office Version keine Umsetzung des Standards zu machen.
Kann natürlich sein, dass es jemand anderer macht, aber ich halte das für noch unwahrscheinlicher
Da können sich Eugène Ionesco und Franz Kafka noch eine Scheibe abschneiden!
Oh, das schon. Aber nicht das was schlussendlich als ISO Standard aufgenommen werden wird.
Letzteres muss nämlich noch an einigen Stellen umgebaut werden (über 1000 bestätigte Änderungen) und Microsoft hat bereits klar gestellt, diese Änderungen nicht zu übernehmen, zumindest nicht in der aktuellen Office Version.
Wenn ich mal kinder haben sollte, aber wer kann sich das heute noch leisten (geld/zeit) werd ich denen beibringen das die welt korrupt ist und das das die neuen höheren werte sind, damit kann man geld machen und es wird in unser gesellschaft nicht verhindert oder bestraft.
Daher bekomme ich wohl besser keine Kinder, den ich könnte denen nicht irgendwelche märchen oder heile welt vorspielen wie es heute noch gang und gebe ist (zumindest bis die kinder in die schule kommen)
http://www.linux.com/feature/131073
Das Schlimme ist, das ein ISO-Standard ab jetzt auch nichts mehr Wert ist !!!
Schade.
Ich denke, MS hat diese Aktion richtig Geld gekostet. Aber bei den Milliardengewinnen fallen ein paar Hundert Millionen nicht in's Gewicht.
JJ
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