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Thema: Brasilien stellt Wahlmaschinen auf Linux um

1 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von Falk am Fr, 11. April 2008 um 10:57 #
Habe leider erst heute wieder mal auf PL geschaut. Für alle, die immernoch kein mulmiges Gefühl haben, wenn es um Wahlcomputer geht, folgendes Angriffsszeario:
Die Software wird korrekt auf die Wahlmaschine aufgespielt.
Die Wahlmaschine wird danach gehackt. Jetzt zählt die Maschine falsch. Kurz vor Ende der Wahl entfernt sich der Trojaner selbst.

Und kommt mir jetzt bitte nicht damit, dass man ja Software auf eine Festplatte aufspielen kann, die danach ungestartet in einen Computer eingebaut werden kann. Das Bios (nicht flashbar!) würde eine Checksumme über den Festplatteninhalt bilden. Das Ergebnis wird danach ausgegeben und per Hand übermittelt (keine Online-Hack möglich). Selbst dann hätte ich Probleme damit, dass die Kryptographie eventuell geknackt worden ist und ein Hash-identischer Inhalt zeitweise auf der Platte gestanden hätte. Falls die Software komplett aus dem Rom käme (noch mal: nicht flashbar!), könnte man trotzdem noch die Käfer austauschen (auch wenn das dann nachweisbar wäre, falls eine solch manipulierte Maschine zufällig die zur Wahlcomputer-Stichprobe gehören würde).

Glauben würde ich solch einer Maschine nur dann, wenn die mir nach meiner Wahl einen Zettel in die Hand gibt (vom Menschen lesbar!), den ich dann in die eigentliche Wahlurne werfen kann. Dann darf die Maschine auch gerne direkt nach der Wahl das Ergebnis ausgeben. Aber bitte für den Menschen lesbar und nicht online.

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