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Di, 22. April 2008, 15:56

Jedes fünfte Mobilgerät nutzt 2013 Linux

Linux hat im Bereich der Mobilgeräte im Mid- und High-End-Segment ein starkes Wachstum vor sich.

Knapp 20 Prozent der entsprechenden Geräte werden bis 2013 mit Linux-Betriebssystemen laufen. Das ist eine aktuelle Prognose der Analysten von ABI Research. Mobiles Linux wird ihrer Einschätzung nach nicht nur durch die großen Linux-basierten Handy-Plattformen, sondern auch durch Nokias Unterstützung für Maemo und die Übernahme von Trolltech begünstigt. Ein wesentlicher Faktor ist dabei die Kosteneffizienz.

Linux sei im Mobilbereich von Symbian und Microsoft nicht ernst genommen worden, so ABI Research. Doch hat Linux im Handy-Bereich starke Verfechter wie die LiMo Foundation und Google mit der Android-Plattform. Mit der Open-Source-Entwicklungsplattform Maemo ist auch Nokia eine starke Kraft für Linux, speziell im Bereich Internet Tablets. Wenn Fragen wie die Framework-Fragmentierung geklärt werden, werden diese Faktoren Linux bis 2013 einen Marktanteil von etwa einem Fünftel im Bereich der Mid- und High-End-Mobilgeräte verschaffen, prognostiziert ABI Research.

»Linux-Betriebssystem-Lösungen werden deutlich kosteneffizienter sein als vorherrschende Lösungen«, meint ABI Research Vice President Stuart Carlaw. Attraktiv würden Linux-Lösungen auch durch einen kompletteren Application-Layer und die Tatsache, dass die Kundenanpassung vor allem dem unabhängigen Softwareanbietern zufalle. Ferner werde gerade Linux Content-reiche Umgebungen für Mittelklasse-Geräte begünstigen, so ABI Research. Weiters sei wahrscheinlich, dass Linux sich als wichtiger Baustein für eine Anwendungsumgebung erweise, die Web-basierte Anwendungen begünstigt.

Damit könnte Linux auf dem ohnehin sehr fragmentierten Mobilmarkt größerer Erfolg bevorstehen als auf dem Desktop-PC. Der größte Linux-Anbieter Red Hat hat in der Vorwoche klargestellt, keine Pläne für ein Consumer-Desktop-Produkt in absehbarer Zeit zu haben. Nach Angaben des Unternehmens sieht es derzeit keine Chancen auf ein lukratives Geschäft mit eines Linux-Desktop-Version für Endkunden. »Der Desktop-Markt leidet darunter, einen dominanten Anbieter zu haben«, so Red Hat. Auch werde Linux von manchen noch immer nicht als praktikable Alternative für den Desktop gesehen. Der Marktanteil von Linux im Desktop-Bereich ist gering. In der Webstatistik von W3Counter wurde im März 2008 die Zwei-Prozent-Marke geknackt, andere Einschätzungen liegen in der Regel im Bereich von ein bis zwei Prozent. (pte)

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