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Fr, 25. April 2008, 12:58

Gesellschaft::Politik/Recht

Linux in Brasiliens Schulen

Die öffentlichen Schulen Brasiliens werden bis 2009 in 53.000 Computerräumen mit Linux und KDE ausbilden.

Das brasilianische Bildungsministerium hat auf der Konferenz Fórum Internacional Software Livre (fisl) den Einsatz von Linux und KDE in allen öffentlichen Schulen erläutert. 52 Millionen Schüler sollen so nach Angaben des Ministeriums Zugang zu Rechnern, zum Internet und freien Inhalten erhalten. Dies geschieht im Rahmen des ProInfo-Projektes.

Brasilien dürfte, zumindest im öffentlichen Sektor, der größte Anwender freier Software der Welt sein. Erst jüngst hatte die Wahlbehörde beschlossen, 430.000 Wahlcomputer auf Linux umzustellen. Seit Anfang 2007 wurden bereits 50.000 Linux-Desktops für die Behörden bereitgestellt. Zuvor hatte die staatliche IT-Abteilung Sepro schon ihre ganze Infrastruktur zu Linux migriert. Inwiefern auch die Industrie mitzieht, ist noch unklar. Jedoch hatte das MIT schon 2005 dem Land ausdrücklich die Verwendung freier Software empfohlen.

Für die Schulen des Landes kommt die Linux-Distribution »Linux Educacional 2.0« zum Einsatz, die auf Debian beruht und KDE 3.5, KDE-Edu, KDE-Games und einige eigens entwickelte Tools enthalten soll. Bis Ende 2008 sollen 29.000 Schul-Labore mit diesen Systemen ausgestattet sein, Ende 2009 bereits 53.000. Dabei sind die Labore recht einheitlich eingerichtet, aber weit davon entfernt, jedem Schüler einen eigenen Rechner bieten zu können. In einem normalen Labor kommen ein Server und sieben Desktop-Rechner zum Einsatz. Jeder Desktop-Rechner bietet zwei Arbeitsplätze, dadurch wird Hardware und somit Geld gespart. Die Vernetzung erfolgt über WLAN.

In 6.000 Schulen für Leute mit »besonderen Bedürfnissen« (Behinderungen) kommen modifizierte Arbeitsplätze zum Einsatz, die einen sehr großen LCD-Monitor und Barrierefreiheits-Tools bieten.

Unabhängig vom Projekt ProInfo wird auch das Projekt UCA (ein Computer pro Schüler bzw. Student) vorangetrieben. 150.000 XO-Laptops des OLPC-Projektes und 300 Server sollen hier in der nächsten Phase eingesetzt werden.

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