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Mo, 28. April 2008, 16:58

Software::Datenbanken

MySQL bleibt vollständig frei

Die vorletzte Woche von Sun-Manager Marten Mickos angekündigte Aufspaltung von MySQL in eine freie und eine Unternehmensvariante wird nicht kommen.

Viel Staub hatte Marten Mickos mit seiner Erklärung gegenüber Partnern aufgewirbelt, einige neue Funktionen des Datenbanksystems nur noch für die kostenpflichtige Unternehmensversion zu veröffentlichen. Bislang steht MySQL unter einer dualen Lizenz und ist wahlweise unter der GPL und einer kommerziellen Lizenz erhältlich. Trotz der unterschiedlichen Lizenz war der Code für alle Anwender gleich.

Zahlende Kunden des Unternehmens sollten, so die Aussage von Mickos, gegenüber den Nutzern der freien Version mehr Funktionen erhalten, und zwar bereits ab Version 6.0. Konkret nannte er Entwicklungen im High-End-Bereich wie Online- Backup, Verschlüsselung oder Treiber für einzelne Speicher-Engines. Für diese Ankündigung hatte Mickos einige Kritik von der Benutzerseite einstecken müssen.

Der Geschäftsführer von Sun, Jonathan Schwartz, erteilte solchen Überlegungen nun eine Absage. In einem Interview auf der Web 2.0 Expo von O'Reilly stellte er klar, dass es keine proprietären Erweiterungen geben werde. »Keine Ausnahme«, gab er zu Protokoll. Alles, was Sun an Software produziert, werde unter freien Lizenzen verfügbar sein, sei es die GPL, CDDL oder MPL. Die Ankündigung von Mickos sei nur eine Überlegung gewesen. Mickos habe das Recht, solche Überlegungen anzustellen, doch die Reaktion der MySQL-Gemeinschaft sei klar und unmittelbar gekommen. Schwartz antwortete damit auf die Frage, ob er nun einen Fork von MySQL befürchte.

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