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Mi, 14. Mai 2008, 16:59

Software::Kommunikation

Mozilla will mit Firefox Daten sammeln

Mozilla plant in einem bisher noch unbenannten Projekt, Daten zu den besuchten Webseiten ausgewählter Benutzer zu sammeln.

Eine Frage, für deren Antwort sich viele, auch zahlungskräftige Parteien interessieren, ist, welche »Einschaltquoten« die Webseiten erreichen, analog zu ähnlichen Statistiken für das Fernsehen. Eine Antwort ist allerdings nicht leicht zu erhalten. Auf die Angaben der Webseiten-Betreiber ist kein Verlass, und andere Zählmethoden sind bisher unzureichend. So könnte man bei Freiwilligen eine Software installieren, die die besuchten Webadressen aufzeichnet. Entsprechende kommerzielle Dienste existieren, sie werden jedoch als fehlerhaft oder als auf die USA beschränkt angesehen. Andere Möglichkeiten sind unabhängige Messungen bei Webseiten oder Internet-Providern, sofern diese einen Zugang zu den Daten gewähren.

Für John Lilly, den Geschäftsführer von Mozilla, ist im Zusammenhang mit Firefox die erste Möglichkeit denkbar, wie er in einem Interview und in seinem Blog bestätigte. Es gebe bei Mozilla bereits Pläne für ein solches Projekt. Dieses könnte nicht nur verlässlichere Daten als viele andere Dienste bereitstellen, es könnte auch zu einer erheblichen Einnahmequelle für Mozilla werden.

Von Einnahmen spricht Lilly bisher allerdings nicht. Bedenken bezüglich Datenschutz will er gleich im Vorfeld zerstreuen, indem er klarstellt, dass ein solcher Dienst nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Anwender aktiviert würde. Bei geschätzten 170 Millionen Benutzern von Firefox weltweit und einer erwarteten weiteren Steigerung würde es ausreichen, wenn nur ein kleiner Teil der Anwender, vielleicht ein Prozent, sich beteiligt. Keinesfalls solle Firefox »Spyware« werden, was einige Kommentatoren argwöhnen.

Laut Lilly sammelt Mozilla heute nur wenige Daten. Die Downloads und Update-Anfragen des Browsers werden gezählt und nach Orten ausgewertet, um einen Eindruck davon zu bekommen, wo und wie häufig Firefox eingesetzt wird. Auch zur Problemanalyse sollen die Daten notfalls eingesetzt werden. Ein anderes Projekt, Spectator, will Feedback zur Benutzung der Oberfläche des Browsers und den Einstellungen im Profil sammeln. Ein weiteres Projekt, Test Pilot, will Änderungen in der Oberfläche evaluieren. Alles weitere sei bisher lediglich Diskussion, stellt Lilly fest.

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