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Mi, 21. Mai 2008, 14:39

Software::Kommunikation

Opera macht Widgets geräteunabhängig

Der norwegische Browser-Hersteller Opera hat das Opera Widget Software Development Kit (SDK) in einer Beta-Version veröffentlicht.

Es bietet Funktions-Bibliotheken, eine Emulator-Umgebung sowie eine umfangreiche Dokumentation und nutzt Operas Dragonfly-Debugger. Das Paket ist dazu gedacht, Entwicklern die Gestaltung von Anwendungen zu erleichtern, die mit den unterschiedlichen Opera-Browsern auf verschiedenen Endgeräten von Desktops über Mobiltelefone bis hin zu Nintendos Wii gleichermaßen nutzbar sind. So will das Unternehmen seine Vision von einem Web mit geräteunabhängigem Inhalt ("»One Web«) unterstützen.

Für die Entwicklung mit dem Opera Widget SDK kommen laut Unternehmen gängige Web-Technologien zum Einsatz, die von der Opera-9-Produktfamilie unterstützt werden, beispielsweise HTML, CSS und JavaScript. Die Online-Dokumentation erklärt Grundlagen der geräteunabhängigen Entwicklung, während der Widget-Emulator die Arbeit unterstützt. Er zeigt Entwicklern, wie ihre Anwendungen auf verschiedenen Endgeräten wie Computer- oder Handy-Displays oder TV-Geräten aussehen würden und auch, wie gut sie beispielsweise auf Geräten mit geringer Bandbreite funktionieren. Der derzeit in einer Alpha-Version vorliegende Debugger Dragonfly soll unter anderem helfen, JavaScript- oder CSS-Fehler aufzuspüren und zu korrigieren.

»Mit dem Opera Widgets SDK ist Opera weiterhin Wegbereiter für echte Konvergenz«, meint Christen Krogh, Opera Chief Development Officer. Die Palette an Endgeräten, auf denen optimierte Opera-Widgets genutzt werden könnten, ist groß. Der Browser Opera 9 selbst ist für die Betriebssysteme Windows, Linux, Max OS X, Solaris sowie FreeBSD verfügbar. Opera 9 Mobile wiederum läuft sowohl unter Windows Mobile als auch unter UIQ für Symbian-Smartphones. Für Nintendos Wii-Konsole gibt es ebenfalls einen Opera-Browser, der für geräteunabhängige Widgets geeignet ist.

Das Ziel, Web-Inhalte möglichst unabhängig von der Art des Endgeräts, dem Betriebssystem und dem Browser zugänglich zu machen, ist in der Branche verbreitet. Die Mozilla-Foundation beispielsweise arbeitet an einer mobilen Version von Firefox, die sowohl für Windows Mobile als auch Linux den vollen Firefox-Funktionsumfang bieten soll. Google hat in der Vorwoche eine Entwickler-Enzyklopädie gestartet, die unter anderem Cross-Browser- und Cross-Plattform-Kompatibilität im Web fördern soll. Auch Browser-Plug-Ins werden vielfach für verschiedene Plattformen und Browser umgesetzt. Das Novell-geführte Mono Project arbeitet insbesondere an einer Open-Source-UNIX-Version von Microsofts.NET-Entwicklungsplattform, die Cross-Plattform-.NET-Anwendungen ermöglichen soll. In der Vorwoche wurde vom Mono Project die erste Version von »Moonlight« vorgestellt, eine Umsetzung von Microsofts Flash-Konkurrenten Silverlight für den Firefox-Browser unter Linux. (pte)

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