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Sa, 31. Mai 2008, 13:59

Software::Büro

Brasilien und Indien legen Einspruch gegen OOXML-Standardisierung ein

Die Internationale Standardisierungsorganisation ISO/IEC hat bestätigt, dass nach dem Einspruch von Brasilien und Indien mit dem Ablauf der Frist nunmehr drei formale Einsprüche gegen ISO 29500 vorliegen.

Wenige Tage nach Südafrika haben Brasilien und Indien ebenfalls einen formalen Einspruch gegen die Anerkennung von Microsofts OOXML als ISO-Standard 29500 eingelegt.

Der formale Protest der Standardisierungsorganisation von Brasilien (ABNT) stützt sich zum Teil auf ähnliche Argumente wie der von Südafrika, nennt jedoch auch noch weitere Gründe. Diese lassen sich so zusammenfassen, dass die Ergebnisse der Tagung, die die Einsprüche gegen den OOXML-Standardentwurf abarbeiten sollte, nicht befriedigend waren. Der von Andy Updegrove veröffentlichte vollständige Text des Einspruchs führt die Punkte im Einzelnen auf. Es ist aber laut Updegrove unklar, ob diese für Brasilien gravierenden Mängel Verstöße gegen die Statuten darstellen und von der ISO überhaupt diskutiert werden.

Kurz vor dem Ablauf der Einspruchsfrist hat auch noch Indien als drittes Mitglied der ISO Einspruch erhoben.

Das weitere Verfahren ist in den Statuten der ISO festgelegt, sein Ausgang jedoch völlig offen. Zunächst müssen die Geschäftsführer der IEC und der ISO versuchen, mit den Einreichern der Einsprüche eine Lösung zu finden. Ist eine solche nach einem Monat nicht erreicht, dann wird das Verfahren an Komitees übergeben, und zwar an das Technical Management Board bei der ISO und das Standards Management Board der IEC. Die ISO/IEC muss jedenfalls alle P-Mitglieder über die Einsprüche informieren. Wenn die Komitees zu einer Entscheidung kommen und diese von den Geschäftsführern der IEC und der ISO bekanntgegeben wird, können die Einreicher der Einsprüche der Lösung zustimmen oder dagegen wiederum Einspruch erheben.

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