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Mi, 4. Juni 2008, 18:32

Software::Büro

Auch Venezuela legt Einspruch gegen OOXML-Standardisierung ein

Die Internationale Standardisierungsorganisation ISO/IEC hat nun nach dem Einspruch von Südafrika, Brasilien und Indien auch einen formalen Einspruch von Venezuela erhalten.

Wie die Organisation jetzt mitteilte, gibt es mit dem fristgerecht eingegangenen Schreiben von Venezuela nach dem Ablauf der Frist nunmehr vier formale Einsprüche gegen die Anerkennung von Microsofts OOXML als ISO-Standard 29500.

Nach Angaben von Jonathan Buck von der IEC werden die Einsprüche nun vom Generalsekretär der IEC, Ronnie Amit, und vom Generalsekretär der ISO, Alan Bryden, bearbeitet, um zu entscheiden, ob sie zu den Richtlinien der ISO konform sind. Nach diesen Richtlinien müssen die Generalsekretäre der IEC und der ISO zunächst versuchen, mit den Einreichern der Einsprüche eine Lösung zu finden. Ist eine solche nach einem Monat nicht erreicht, dann wird das Verfahren an Komitees übergeben, und zwar an das Technical Management Board bei der ISO und das Standards Management Board der IEC. Die ISO/IEC muss jedenfalls alle P-Mitglieder über die Einsprüche informieren. Wenn die Komitees zu einer Entscheidung kommen und diese von den Generalsekretären der IEC und der ISO bekanntgegeben wird, können die Einreicher der Einsprüche der Lösung zustimmen oder dagegen wiederum Einspruch erheben.

Laut ISO sind die Chancen für eine Revidierung der Entscheidung gering, da der ganze Prozess auf Konsens beruhe. Doch die protestierenden Mitglieder stellen unter anderem in Frage, dass die Standardisierung überhaupt durch Konsens erreicht wurde. Die Abstimmungsergebnisse lassen jedenfalls die These von einem Konsens ziemlich haltlos aussehen.

Der genaue Inhalt des formalen Einspruchs von Venezuela liegt zur Zeit nicht vor. Die Meldung des CNTI, des nationalen Zentrums für Informationstechnologie, lässt jedoch vermuten, dass es die zentralen Punkte sind, die bereits Südafrika und Brasilien genannt hatten. So wurde nach ihrer Ansicht gegen die Statuten der ISO/IEC verstoßen. Ferner sei die Frist, die in den Richtlinien für die Veröffentlichung des Standardtextes und der Ergebnisse der letzten Tagung zur Bearbeitung der Anmerkungen festgelegt ist, längst abgelaufen und das Standardisierungsverfahren daher gescheitert.

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