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Do, 12. Juni 2008, 14:11

Software::Systemverwaltung

Linux-staging soll Treiberintegration verbessern

Greg Kroah-Hartman hat einen neuen Linux-Zweig angekündigt, der zur Integration in Entwicklung befindlicher Treiber dienen soll.

Der Kernel-Entwickler und Initiator des Linux-Treiber-Projektes Greg Kroah-Hartman hat den Kernel-Zweig »linux-staging« aus der Taufe gehoben. »linux-staging« soll eine Lücke füllen, die in jüngster Zeit erkannt wurde. Es gibt nach Ansicht der Entwickler keine zentrale Stelle, wo Firmen und Entwickler neue Treiber, deren Programmierung noch nicht abgeschlossen ist, zum Testen bereitstellen können. Bisher konnten sie ihren Code nur als Patch zur Verfügung stellen, der erst dann in den Kernel eines Subsystem-Verwalters oder in den offiziellen Kernel aufgenommen wird, wenn er dem zuständigen Entwickler stabil genug erscheint.

So definiert Kroah-Hartman nun »linux-staging« als ein Archiv, in dem Treiber, Dateisysteme und andere größere Erweiterungen des Linux-Kernels, die noch nicht reif für den offiziellen Kernel sind, gesammelt werden. Normalerweise haben diese Erweiterungen keinen Einfluss aufeinander, so dass Konflikte selten auftreten sollten. Die Erweiterungen können in diesem Kernel getestet und begutachtet werden. Kroah-Hartman erhofft sich dadurch auch mehr Beteiligung und neue Mitwirkende.

»linux-staging« enthält zur Zeit 17 Patches, davon 16 Treiber und das Novell-Dateisystem. Ob die Idee große Auswirkungen hat, bleibt noch abzuwarten. Kroah-Hartman hat den Wunsch geäußert, dass die Patches von »linux-staging« in »linux-next« einfließen, was jedoch nicht den Regeln von »linux-next« entsprechen würde. Er will deshalb eine Ausnahmeregelung. Stephen Rothwell, der Verwalter von »linux-next«, will sich offenbar heute darüber Gedanken machen.

Stimmt Rothwell der Übernahme von Patches aus »linux-staging« in »linux-next« zu, dann ändert sich der Entwicklungsprozess des Kernels geringfügig. »linux-next« würde dann auch Code enthalten, der noch nicht für die nächste Version des Kernels vorgesehen ist. Doch auch wenn Rothwell die Übernahme ablehnt, hat »linux-staging« das Potential, die Zusammenarbeit bei der Treiberentwicklung zu verbessern.

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