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Fr, 13. Juni 2008, 15:11

Software::Datenbanken

Falcon-Entwickler verlässt MySQL

Der von Netfrastructure gekommene Falcon-Entwickler Jim Starkey verlässt den Datenbankhersteller MySQL.

Die bereits 2006 angekündigte Falcon-Engine verliert ihren Architekten. Das von Jim Starkey, den MySQL durch die Übernahme seiner Firma Netfrastructure eingestellt hatte, entwickelte Backend soll allerdings auch ohne Hilfe des Datenbankdesigners weiter entwickelt werden. Wie Mitarbeiter von MySQL schreiben, ist der Stab der Entwickler nach der Übernahme durch Sun aufgestockt worden.

Den Anstoß für die Entwicklung von Falcon stellte die Übernahme von Innobase durch Oracle dar. Mit dem Kauf des MySQL-Vertragspartners sicherte sich Oracle auch den Zugriff auf die transaktionsfähige InnoDB. Zwar wurde mit SolidDB seither ebenfalls eine relationale Datenbank als Engine unter MySQL verfügbar gemacht, die als Alternative zur InnoDB-Engine angepriesen wird, doch stammt auch diese nicht von MySQL. Zudem wurde Solid von IBM aufgekauft, und von der Engine ist seither nichts mehr zu sehen. Mit Falcon soll deshalb eine komplett in den Händen von MySQL entwickelte transaktionsfähige Engine entstehen, die notfalls direkt an die Bedürfnisse des RDBMS angepasst werden kann.

Über die Gründe des Abgangs von Starkey hält sich das Unternehmen bedeckt. Laut Aussagen der beteiligten Entwickler ist das Ausscheiden allerdings keine Überraschung. In Wikipedia wird Starkeys Abgang von der Firebird SQL-Entwicklung aufgrund seiner Abneigung gegenüber Open Source beschrieben. Ob der Rücktritt von MySQL dieselben Gründe hat, lässt sich allerdings nicht sagen. Erst letztes Jahr pries Starkey in einem Interview die Vorzüge offener Software.

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