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Sa, 21. Juni 2008, 13:11

OpenJDK besteht Konformitätstest

Die freie Version von Java 6, OpenJDK, darf sich nun offiziell als Java-konforme Implementation bezeichnen.

Schon vor zwei Jahren sorgte Sun mit der Ankündigung, Java freigeben zu wollen, für Furore. Gefordert wurde dies von Open-Source-Kreisen jedoch schon viel länger. Auch nach dem Umdenken von Sun sollte der Prozess nicht allzu schnell vorangehen. Ursprünglich plante Sun, erst mit Java 7 eine vollständig freie Java-Version zu veröffentlichen. Vor einem Jahr gab Sun die dafür benötigte Codebasis frei. Java 6 erschien zunächst in einer proprietären Version und sollte dann nach und nach freigegeben werden. Da Sun nicht die vollständigen Rechte an dem Code hatte, war dieses Vorgehen wohl erforderlich.

Vor zwei Monaten konnte Sun dann verkünden, dass Java 6 fast vollständig als freie Software vorliegt. Einige wenige fehlende Teile, die weniger als fünf Prozent des ganzen Codes ausmachen, sollten durch Beiträge aus der Gemeinschaft, beispielsweise aus dem Classpath-Projekt, ersetzt werden. Schon im Juni 2007 hatte sich Red Hat mit dem freien Projekt GNU Classpath zusammengetan und konnte die freie Java-Umgebung IcedTea (für Java 7) präsentieren, die OpenJDK verwendet und die fehlenden Teile mit GNU Classpath ergänzt. Doch erst nach der Bereitstellung von Java 6 durch Sun konnte auch ein freies OpenJDK für Java 6 komplettiert werden.

Dass dieses OpenJDK, das in genau dieser Form in Fedora 9 enthalten ist, zu Java konform ist, wurde jetzt bestätigt. Die Software bestand die Tests aus dem Java Test Compatibility Kit (TCK). Nach Angaben von Red Hat, das die Tests durchführen ließ, wurden alle dafür notwendigen Codeänderungen an IcedTea übergeben.

Die Zertifizierung wurde von Red Hat besonders im Hinblick auf sein Produkt JBoss vorgenommen. Das Java TCK ist eine umfangreiche Sammlung von Tools und Dokumenten, mit denen verifiziert werden kann, dass eine Java-Implementierung zur Spezifikation von Sun konform ist. Sie besteht aus über 80.000 Tests und über einer Million Codezeilen.

Mit einem freien Java lassen sich nach den Vorstellungen von Red Hat viele weitergehende und interessante Projekte im Umfeld von JBoss verwirklichen. So soll Java für virtualisierte Umgebungen optimiert werden. Der gesamte Software-Stack, auf dem JBoss aufsetzt, kann für Linux hinsichtlich Geschwindigkeit und Skalierbarkeit optimiert werden. Zudem kann Red Hat den Lebenszyklus der Software besser planen, da die Abhängigkeit vom Hersteller entfällt.

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Kommentare (Insgesamt: 30 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: ... (Manfred Tremmel, Mo, 23. Juni 2008)
Re: ... (Dalibor Topic, Mo, 23. Juni 2008)
Re[6]: IcedTea nicht OpenJDK hat den TCK-Test best (Jan, So, 22. Juni 2008)
Re[5]: IcedTea nicht OpenJDK hat den TCK-Test best (Dalibor Topic, So, 22. Juni 2008)
Re[5]: IcedTea nicht OpenJDK hat den TCK-Test best (Dalibor Topic, So, 22. Juni 2008)
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