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Mi, 2. Juli 2008, 17:29

Hardware

Tamil Nadu will 100.000 Linux-Laptops

Der indische Bundesstaat Tamil Nadu, der im letzten Jahr schon seine Schulen mit Linux ausgestattet hat, will nun den Schülern und Studenten den Kauf von günstigen Laptops ermöglichen.

Geht es nach dem Willen von Elcot (Electronics Corporation of Tamil Nadu), dem staatlichen IT-Lieferanten von Tamil Nadu, werden diese 100.000 Laptops, die dank großer Stückzahlen preisgünstig sein sollen, alle mit Linux laufen. Da die Organisation die Notwendigkeit erkannt hat, dass die Anwender auch andere Betriebssysteme testen können, wird die Virtualisierungssoftware VirtualBox mitgeliefert.

Elcot hatte im letzten Jahr bereits seine eigenen Rechner nach Linux migriert und dann im Auftrag der Regierung 30.000 Schul-Desktoprechner und 1.880 Schul-Servern mit SUSE Linux Enterprise ausgestattet. Die Organisation zeigte sich sehr zufrieden mit Linux und empfiehlt es daher auch für die Laptops. Auf diesen Geräten, die sich einer harten Auswahlprozedur unterziehen mussten, wird Suse Linux Enterprise 10.1 zum Einsatz kommen.

Die Auswahlprozedur von Elcom forderte zum einen, dass die Laptops zu 100% mit Suse und Red Hat Linux funktionieren mussten. Zudem mussten sie sehr belastbar sein: Personen mit über 90 kg Gewicht mussten auf die Laptops treten, die diesen Test ohne Schaden überstehen mussten.

Elcot hat nach eigenen Angaben noch keinen einzigen Systemausfall mit Suse Linux und Ubuntu gehabt und hält einen Virenbefall von Linux für ausgeschlossen. Aus diesem Grund empfiehlt es diese beiden Systeme, die es für weit besser als Microsoft-Systeme hält. Dennoch ist der Monopolist noch nicht ganz aus dem Boot. Wie Elcot schreibt, wurde Microsoft um ein Angebot gebeten, Windows für 500 Rupien (ca. 12 US-Dollar) vorzuinstallieren. Das Unternehmen antwortete mit einem Bündelangebot aus Windows, MS-Office und Antivirensoftware für 2500 Rupien (57 US-Dollar). Für Elcot wäre das akzeptabel gewesen, hätte es sich nicht um die eingeschränkte akademische Version gehandelt. Ein neues Angebot von Microsoft steht noch aus. Derweil sind die Linux-Geräte bestellbar, allerdings zunächst begrenzt bis zum 15. Juli.

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