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So, 6. Juli 2008, 16:13

Software::Distributionen

Gentoo 2008.0 freigegeben

Die Entwickler der freien Linux-Distribution Gentoo haben die Version 2008.0 freigegeben.

Gentoo 2008.0 wurde durch interne Probleme verzögert. Mangelnde Aufmerksamkeit gegenüber Verwaltungsaufgaben führte zudem dazu, dass der rechtliche Status der Gentoo Foundation als Stiftung im US-Bundesstaat New Mexico widerrufen wurde und erst nach einiger Zeit wieder hergestellt werden konnte.

Um die Veröffentlichung nicht weiter zu verzögern, entschlossen sich die Entwickler, vorerst keine Live-DVD zu produzieren. Diese werden bei entsprechender Nachfrage später nachgereicht. Live-CDs sind aber verfügbar.

Gentoo 2008.0 bringt zahlreiche Neuerungen mit sich. Das Installationsprogramm wurde aktualisiert und kann nun eine Installation ohne Netzwerkzugang ausführen, indem es die Pakete und den ebuild-Baum von der Live-CD nimmt. Der Linux-Kernel beruht auf Version 2.6.24 und bringt entsprechend erweiterte Hardware-Unterstützung. Profile definieren in Gentoo, welche ebuilds als Systempakete gelten und welche Features standardmäßig aktiviert werden. Diese Profile wurden in Gentoo 2008.0 stark überarbeitet und von Redundanzen befreit. Die Live-CD enthält nun als Desktop-Umgebung Xfce in Version 4.4.2 statt GNOME, da Xfce wesentlich weniger Platz und Speicher benötigt.

Eine neue Version von Gentoo bedeutet im Wesentlichen nur neue Installationsmedien, da die in der Distribution enthaltenen Pakete kontinuierlich aktualisiert werden. Zur Paketverwaltung und Installation von Gentoo dient das Programm Portage, das nun Version 2.1.4.4 erreicht hat. Über 10.000 Pakete sind auf den Servern der Distribution verfügbar, die mit Portage aus dem Quellcode generiert werden. Dadurch kann die Erstinstallation des Systems sehr lange dauern, danach müssen die Benutzer aber die Software nur nach Bedarf aktualisieren.

Der Download der Installations-CD von Gentoo 2008.0, die in verschiedenen Varianten vorliegt, ist über zahlreiche Spiegelserver und BitTorrent möglich. Die unterstützten Architekturen sind i686, amd64, alpha, hppa, ia64, ppc/ppc64 und sparc64.

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