Login


 
Newsletter
Werbung

Thema: OpenSuse Build Service 1.0 veröffentlicht

3 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
0
Von Kubuntu-User am Do, 10. Juli 2008 um 00:41 #
All das genannte kann ich nicht beurteilen, da ich mit dem Build-Service noch nicht gearbeitet habe.

Doch ich war seit der ersten News-Meldung sehr angetan vom Grund-Gedanken - zumal auch andere Distributionen davon unmittelbar profitieren können (sollen). Gab es sowas schon einmal in einer anderen Distribution?

Was mich nun jedoch (vielleicht wie viele andere) davon abhält, openSUSE länger zu testen oder gar als Hauptsystem zu verwenden, ist die Tatsache, dass ich noch keine zu http://www.ubuntuusers.de vergleichbare Plattform für openSUSE gefunden habe.

Die Anleitungen, Problemlösungen auf http://www.opensuse.org sind schlecht gegliedert, unvollständig und leider sehr oft auch nur in englisch - wenn man was findet, was einem weiterhelfen könnte, dann stolpert man dennoch irgendwann über einen kleinen Hinweis, der einem verrät: "Anleitung stammt aus Zeiten von openSUSE 10.3" - kein Satz davon, ob man das dann auch mit 11.0 probieren sollte, oder doch lieber lässt...

Betreffend zentralem deutschem Forum für openSUSE, könnte ich nun so weiter fortfahren. Doch ich machs kurz: Mir fehlt irgendwie die Gemeinschaft, die mir bei Problemen auch wirklich weiterhilft. Mittlerweile denke ich, dass sich der Erfolg einer Distribution nicht alleine an den finanziellen Sponsoren, dem Look'n'Feel, ... definiert. Die Community macht den weitaus größeren Teil des Erfolgs und damit der Verbreitung aus.

So denke ich aber nicht nur über openSUSE, sondern auch bei Mandriva. Die haben eine wirklich tolle Hardware-Unterstützung out-of-the-box... doch wenn's dann irgendwo massiv hängt, dann vermisse ich auch da ein wirklich "gutes" Forum.

  • 0
    Von michl am Fr, 11. Juli 2008 um 00:00 #
    Tja: die schlechte - oder wohl besser gesagt: über das gesammte Netz verteilte - Dokumentation ist wirklich ein Manko von openSUSE. So erfährt man von manchem Feature erst, wenn die Mitbewerber es als großartige Neuheit vermarkten - und von den SUSE Leuten auf Nachfrage mal wieder nur ein "Wieso? Das haben wir doch schon lange" kommt. So geschehen z.B. beim "freien Font", den RedHat veröffentlicht und den SUSE entwickelt hat, so geschehen bei diversen Kernel Treibern, glibc oder gcc Features oder init- bzw. RPM-Enhancements, bei denen ebenfalls wieder SUSE Mitarbeiter federführend beteiligt waren und andere Distributionen dann über geschicktes Marketing und eine dazu passende gute Doku damit das Lob einfahren konnten...

    Einige schieben es jetzt darauf, dass z.B. Ubuntu ja erst seit kurzem "im Markt" ist und dort eine ordnende Hand einfach nur die vorhandenen Tools vorgeben musste, während SUSE noch mit echten "Altlasten" zu kämpfen hat: immerhin ist die Distribution ja nun schon fast 18 Jahre alt und hat schon öfter den Besitzer gewechselt. Leider ist der größte Konkurrent, RedHat, fast ebenso alt - und hätte damit fast ebenso viele Altlasten zu tragen. Bei RedHat war das Marketing allerdings schon immer besser - von Ubuntu jetzt mal ganz zu schweigen. Selbst Mandrake/Mandriva oder Slackware waren Marketingtechnisch oft besser drauf.

    Eigentlich schade, das eine an und für sich gute Distribution, die oft genug mit der Entwicklung von neuen Sachen startet (z.B. 64bit, UTF8), die andere zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal mit der heißen Nadel anfassen möchten, und diese sogar erfolgreich abschließt, es nicht schafft, da im Bereich Doku oder Marketing ein wenig mehr "auf Zack" zu sein. Ich glaube, wenn im Marketing von S.u.S.E. damals ein wenig mehr "Entwickler-Geist" gewesen wäre und die Leute dort auch mal ein wenig Mut bewiesen hätten, könnte S.u.S.E. heute noch existieren.

    Aber vieles hängt wohl auch von den SUSE-Entwicklern selbst ab. Wenn dort das Credo "What was hard to code, should be hard to read" vorherrscht, dann müssen sich diese Entwickler nicht wundern, wenn niemand ihren Code auch nur anschauen mag - geschweige denn, dort die Goodies erkennt, die sie schon lange eingebaut haben. Bestes Beispiel: YaST. Es ist Open Source. Jeder darf es benutzen und portieren. Es gab sogar mal Debian Leute, die das tatsächlich tun wollten - nur dann entnervt aufgegeben haben, weil sie einfach durch den Code nicht durchgestiegen sind. Inzwischen versucht ein YaST-Entwickler selbst YaST auf Ubuntu zu portieren - und jammert über die komplexen Probleme dabei. Selbst Schuld, kann ich da nur sagen.

    • 0
      Von Kubuntu-User am Fr, 11. Juli 2008 um 00:56 #
      Mandriva ist, was das Marketing angeht, ein Beispiel, dass, wie ich finde, sehr gut in Deine Beschreibung passt. Die Distribution lief bei mir noch auf jeder Hardware mit Anhieb und gleich mit 3D-Unterstützung und was sonst noch alles zu den "Sorgenkindern" gehört hat. Im ersten Moment also das Erlebnis, dass man noch jedem Neuling/Umsteiger/Erfahrenen wünscht. Arbeitet man länger mit dem System, kommen jedoch früher oder später Fragen auf, die man alleine eben nicht mehr lösen kann.

      Was da hilft, ist eben einfach nur die Gemeinschaft. Und obwohl man bei Mandriva eigentlich den Standpunkt vertreten müsste, dass ihr System gut ist - irgendwie kommt man gegen die Ubuntu-Welle nicht an. Hier und da liest man von irgendwelchen Einrichtungen bspw. im Ursprungsland Frankreich, die auf Mandriva setzen. Das wars dann aber auch schon. Wenn schon eine Firma hinter einer Distribution steht, die mal eben nicht nur Unternehmen ansprechen soll, sondern "Du und ich", warum kümmert sich dann keiner darum, dass die Leute auch was von der Distribution erfahren, erleben, sehen wollen.

      Ich bin nun zwar seit langem erfolgreicher Kubuntu-User. Dennoch schaue ich ab und zu dank VirtualBox über den Tellerrand und installiere mir die ein oder andere als anfängerfreundlich angepriesene Distribution. Kurz gesagt möchte ich sehen, ob ich meinen Freunden und Bekannten demnächst vielleicht "DIE LINUX-DISTRO" empfehlen kann. Und so stelle ich fest, dass openSUSE oder Mandriva gleichauf mit meinem bisherigen Kubuntu sind. Woran es immer scheitert, dass ich das System kaum länger als eine Woche nutze - wie nun schon oft erwähnt - der Support durch die sog. Community.

      Nun könnte man sich ja fragen, warum ausgerechnet Ubuntu in diesem Punkt erfolgreicher zu sein scheint. Liegt es an den kostenlosen CDs? Wohl kaum! In den heutigen Zeiten besitzt doch schon die breite Masse an LINUX-Interessierten eine Flatrate und lädt sich eine solche CD selbst herunter. Was ist es dann? Irgendwie denke ich schlußendlich immer wieder an den Ursprung bzw. die Bedeutung des Wortes "Ubuntu". Der Name ist nicht nur geschickt gewählt. Er bedeutet ja angeblich genau das, worum sich scheinbar in der LINUX-Welt, allgemeiner in der OpenSource-Welt, eigentlich doch auf der ganzen Welt alles dreht: die Gemeinschaft - die sich hilft und gegenseitig unterstützt und damit erst "so richtig" vorwärts bringt.

Pro-Linux
Gewinnspiel
Neue Nachrichten
Werbung